Lufthansa Aktie aktuell Aktuelle Trendbetrachtung der Lufthansa Aktie – das sollten Anleger wissen

News: Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

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Lufthansa
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Lufthansa Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Knapp zwei Wochen müssen sich Anleger noch gedulden. Dann wird das deutsche Lufttransportunternehmen am 05. August seine Ergebnisse zum zweiten Quartal abliefern. Bis dahin sieht die technische Lage der Lufthansa-Aktie alles andere als gut aus.

Seit März dieses Jahres befindet sich das Wertpapier unter Dauerbeschuss und kann sich dem Druck der Bären kaum erwehren. Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist deutlich erkennbar. Selbst der Versuch, den Abverkauf im Mai zu stabilisieren, scheiterte. Die nächste größere Unterstützung ist erst wieder bei 8.79 EUR zu finden. Durchaus möglich, dass sich der Kurs der Aktie hin zu den Quartalsergebnissen noch bis auf dieses Niveau abschwächt. Dann liegt es am Unternehmen selbst, eventuell für eine positive Überraschung zu sorgen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Lufthansa Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Anleger haben derzeit nur wenige Möglichkeiten, um vom Kursverlauf der Aktie zu profitieren. Entweder man shortet Stärke in Richtung der fallenden gleitenden Durchschnitte, um an fallenden Kursen zu profitieren oder man nutzt überverkaufte Niveaus, um einzusteigen.

Diese sind leicht auszumachen und bilden sich gerade dann, wenn der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt zu hoch wird. Hohe Abstände lagen bislang im Bereich von 1.00 EUR und je höher dieser wird, umso eher besteht die Möglichkeit, mit sehr kurzfristigen Rallyes ein wenig abzustauben. Ansonsten bleiben die Ampeln für längere Veranlagungen auf Rot und somit auch unser Ausblick auf die Aktie.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 20.07.2021 Kurs: 9.665 Kürzel: LHA | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Lufthansa Aktie

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Lufthansa wieder schwarze Zahlen schreibt. Aber wie lange wird es dauern, bis die frühere Ertragsstärke zurück ist? Da scheiden sich die Geister. Die Trader versuchen den Befreiungsschlag, die Analysten sind bärisch. Wer bekommt Recht?

Kaum eine deutsche Aktie dürfte derzeit seitens der Analysten so negativ eingeschätzt werden wie die der Deutschen Lufthansa. Kein einziger Experte sieht die Lufthansa-Aktie aktuell als einen Kauf an, die meisten bewerten mit einem glatten „Verkaufen“. Und das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt momentan mit 7,90 Euro weit unter dem derzeitigen Kurs. Diejenigen, die hier aktiv zugreifen, sehen die Sache also anders – zumindest wirkt es so.

Denn in Wahrheit ist diese Divergenz zwischen Experten und Anlegern nur eine Frage des Zeithorizonts. Dass die Kranich-Airline in ein paar Jahren zumindest die Chance hätte, zur alten Ertragskraft zurückzufinden, dürfte in Reihen der Experten kaum jemand anzweifeln. Nur geht es bei deren Einschätzungen nicht um ein „Irgendwann“, sondern um die vermutete Situation in einem oder zwei Jahren. Und da bleibt die Lage eben vorerst kritisch.

Erst gestern meldete die Lufthansa, dass wieder deutlich mehr Nachfrage nach Dienstreisen ab September bestünde. Dabei wurde geschätzt, dass sich das Volumen der Dienstreisen nach der Corona-Phase wieder in Richtung 90 Prozent des Vorkrisen-Niveaus bewegen werde. Für bullische Anleger war das ein Grund, schon einmal zuzugreifen, wodurch sich die Aktie am Montag immerhin auf Platz 2 der MDAX-Gewinner schob. Aber es ist offen, ob das die Experten-Einschätzungen verändern wird, denn damit war grundsätzlich ja zu rechnen.

Erst vergangene Woche gab es eine deutliche Absenkung des Kursziels beim Bankhaus Metzler. Die hatten zuvor mit 15 Euro das höchste aller Analysten-Kursziele ausgeblobt und korrigierten dieses deutlich auf 10,50 Euro nach unten. Die Experten sehen eben auch, dass es lange dauern wird, bis die Airline ihre über die Corona-Zeit gestiegenen Schulden reduzieren kann, bis die Auslastung bei den Flügen ebenso wie deren Zahl an sich wieder eine positive Marge ermöglichen. Selbst für 2023 rechnen die Analysten nicht einmal ansatzweise mit Gewinnen auf dem Level der noch guten Jahre 2017 und 2018. Wer heute kauft, brauch also einen langen Atem. Die Frage ist, ob das allen Käufern auch klar ist.

Da das nicht zu ermitteln ist, sollte man die Aktie, wenn man sie denn Long traden wollte, am besten ganz pragmatisch rein aus charttechnischer Sicht beurteilen. Und da ist noch alles offen. Soll der aktuell laufende Versuch gelingen, die Aktie über ihre März-Abwärtstrendlinie zu ziehen um, wenn dies mit Schlusskursen über 10,75 Euro gelingen würde, erst einmal wieder charttechnisch basierten Spielraum in die Region um 12,50/13,00 Euro zu erlangen, müsste die Zahl derer, die sich bewusst für ein Investment entscheiden, das Geduld erfordert, noch zulegen. Das ist momentan zumindest fraglich genug, um einem solchen Ausbruch nicht vorzugreifen, zumal die Aktie erst einmal den aktuell erreichten Kreuzwiderstand aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie überwinden müsste, um an die Abwärtstrendlinie heranzukommen.

Es ist auch deshalb Vorsicht angesagt, weil der Kurs leicht doch in Richtung der bärischen Analysten-Kursziele rutschen könnte, sollte der Anstieg nicht durchgezogen werden, sprich die Aktie abdrehen. Würde die gerade verteidigte Unterstützungszone 9,10/9,30 Euro brechen, wäre der Weg nach unten frei … und der „Aufstand der ungeduldigen Geduldigen“ gescheitert.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die global positive Phase für Aktien von Fluglinien hielt von November des vorigen Jahres bis März an. Danach fand der Anstieg zahlreicher Titel der Branche jedoch ein vorläufiges Ende und die nicht unspektakuläre Zwischenrallye war vorbei. Auch der Lufthansa-Aktie fehlt es seither an Momentum und die Bullen scheinen sich vorerst auf andere Sektoren einzuschießen.

Dass es weltweit wieder einige Schritte in Sachen Reisen und Touristik vorangeht, war bereits in den Erwartungen des letzten Kursanstieges eingepreist worden. Nun ist eher die Frage, bis wann wir wieder wirtschaftlich die alten Niveaus von Anfang 2020 erreichen werden. Der Weg dorthin ist nach wie vor kein leichter, besonders nicht für die Luftfahrtindustrie. Nun aber zurück zum Chart. Zu Beginn der Woche sahen wir wieder ein klares Verkaufssignal im Chart und der Abwärtstrend geht somit vorerst weiter

Expertenmeinung: Der nächste mögliche Boden ist zum Greifen nah. Es ist das Pivot-Tief von Januar, welches sich bei 9.45 EUR bildete. Die Kurse nähern sich diesem Niveau derzeit recht steil, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für eine technische Gegenreaktion nach oben sehr hoch ist. Ob der Boden jedoch nachhaltig halten wird, bleibt abzuwarten. Solange die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs anhält, sollten sich Anleger mit neuen Investitionen noch in Geduld üben. Vorerst sehen wir hier noch kein Licht am Ende des Tunnels.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 23.06.2021 Kurs: 9.805 Kürzel: LHA | Online Broker LYNX

Ernüchternde Bilanzzahlen, die Ausweitung der Sparprogramme, der Verkauf eines Aktienpakets durch einen Großaktionär, eine mögliche Kapitalerhöhung: Die Lufthansa-Aktie hat das alles zuletzt gut weggesteckt. Ist das ein Argument, um einzusteigen?

Eine schlechtere Bewertung durch die Analysten als derzeit für die Lufthansa-Aktie kann man sich kaum vorstellen. Von 24 Analysten hat nur einer die Aktie derzeit mit „Kaufen“ eingestuft, vier sind neutral eingestellt … der große Rest empfiehlt, Positionen in der Aktie zu reduzieren oder sie ganz zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 7,80 Euro und damit sehr deutlich unter dem derzeitigen Börsenkurs. Und das niedrigste der aktuellen Kursziele von nur 2,00 Euro sollte die Anleger eigentlich beunruhigen. Aber die Aktie hält sich wacker.

Die Frage ist indes, warum das so ist. Denn die Argumente derer, die seit dem letzten Test der unteren Begrenzung der breiten, zwischen 6,85 und 12,96 Euro liegenden Handelsspanne gekauft haben und seither erfolgreich verhindern, dass der Kurs in die untere Hälfte dieser Kursspanne zurückfällt, sollten stichhaltig sein. Nur dann wäre auch eine taugliche Chance gegeben, dass die Aktie mehr hinbekommt als nur nicht wegzubrechen, dass sie tatsächlich den Befreiungsschlag nach oben schafft. Wie steht es um diese Argumente?

Expertenmeinung: Grundsätzlich klingt das Hauptargument logisch: Das, was die Airline derart brutal in die roten Zahlen gedrückt hat, ist auf absehbare Zeit vorbei. Dann wird der Flugbetrieb wieder auf frühere Levels hochfahren und damit werden auch früher oder später gute Gewinne eingefahren. Das ist sicherlich so, aber wer jetzt kauft, müsste sich eine weitergehende Frage stellen:

Auf welchen Level könnten die Gewinne wieder steigen – und bis wann? Denn Zukäufe und die zunehmende Konkurrenz führten ja bereits vor der Corona-Problematik dazu, dass der Gewinn pro Aktie nach dem Rekordjahr 2017, als gut fünf Euro pro Aktie verdient wurden, 2019 auf nur noch 2,55 Euro/Aktie sank. Und wenn man diesen Level von 2,55 Euro als Ziel der Normalisierung nehmen würde, wäre die Aktie bereits jetzt relativ normal bewertet, denn in der Airline-Branche sind die Kurs/Gewinn-Verhältnisse traditionell niedrig, lagen in normalen Jahren bei der Lufthansa zwischen vier und sechs. Und die Analysten rechnen selbst für 2023 nur mit einem Gewinn pro Aktie, der zwischen 1,00 und 1,50 Euro pro Aktie liegen wird.

Dieses Polster aus Hoffnungen auf die Rückkehr guter Gewinne ist daher nicht besonders dick, so dass man sich unbedingt konsequent absichern sollte, wenn man hier auf der Long-Seite dabei ist. Der Bereich um 10,00 Euro ist da eine entscheidende Zone, hier finden sich die Zwischentiefs der vergangenen Monate, die derzeit durch die 200-Tage-Linie in ihrer Relevanz als Support verstärkt werden. Würde dieser Bereich fallen, könnte die Lufthansa-Aktie aufgrund dieser wackligen Perspektive zügig in die Zone 6,85/7,00 Euro zurückfallen.

Und auf der Oberseite? Da kommt es auf den Widerstandsbereich 12,60/12,96 Euro an. Würde der bezwungen, wäre der Weg nach oben erst einmal frei. Aber solange es da nicht zu einer massiv positiven Veränderung der Gesamtsituation kommt, bliebe die Charttechnik im Fall eines solchen Ausbruchs auf sich allein gestellt und das Risiko entsprechend recht hoch – enge Stop Loss Long wären daher dann unbedingt angeraten.

Lufthansa-Aktie: Chart vom 07.06.2021, Kurs 10,818 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

Dass größere Aktienpakete von einem Großaktionär an institutionelle Investoren abgegeben werden, kommt immer mal wieder vor. Aber wenn der damit einhergehende „Mengenrabatt“ wie bei der Lufthansa-Aktie ganze zehn Prozent beträgt, ist das ungewöhnlich.

Die Erben des verstorbenen Lufthansa-Großaktionärs Heinz Hermann Thiele hatten, wie am Donnerstagabend nach Handelsende gemeldet wurde, gut die Hälfte seines Anteils bei institutionellen Investoren untergebracht. Es ging da um etwa sechs Prozent aller Aktien des Unternehmens, also um eine immense Größenordnung.

Trotzdem wäre das grundsätzlich kein Thema für den Markt, weil die Aktien ja nicht in den normalen Handel gegeben wurden. In diesem Fall war es jedoch sehr wohl ein Problem für die Marktteilnehmer, was sich in einem kräftigen Abschlag von 6,5 Prozent im Freitagshandel niederschlug. Warum?

Expertenmeinung: Wenn große Pakete auf einen Schlag veräußert werden, sind Abschläge zum letzten Börsenkurs eher die Regel als die Ausnahme, nicht aber ein „Rabatt“ dieser Größenordnung. Die Lufthansa-Aktie hatte am Donnerstag, als man von diesem Deal noch keine Kenntnis hatte, bei 10,87 Euro geschlossen. Verkauft wurden diese Aktien aber zu nur 9,80 Euro. Und da stellte man sich – zu Recht – die Frage:

Wenn die großen Adressen, die diese Aktien übernommen haben, das nur zu einem derartigen Abschlag tun, ist die Aktie dann womöglich auch nicht mehr wert? Dass dieser Gedanke aufkommt, ist nachvollziehbar, vor allem, wenn man sich ansieht, dass fast alle Analysten die Aktie momentan mit „Verkauf“ einstufen und das durchschnittliche Kursziel der Experten bei 7,80 Euro liegt. Aber stellt man da eigentlich die richtige Frage?

Eigentlich wäre interessanter zu fragen, warum die Thiele-Erben verkauft haben. Und da käme, wie einige Printmedien zu Recht vermuten, die Erbschaftssteuer ins Spiel. Um die bezahlen zu können, muss eben einiges zu Barem gemacht werden … und da würde es nicht wundern, wenn die Thiele-Erben einen solchen Abschlag einfach hinnehmen, Hauptsache, es geht schnell und reibungslos über die Bühne. Das ist also eher kein Misstrauensvotum gegenüber der Aktie bzw. deren Kursniveau an sich … aber:

Dieser Abschlag könnte einige daran erinnern, wie weit das Papier der Kranich-Airline zuletzt über die Kursziel-Zone der Analysten hinausgelaufen war. Und dass auf absehbare Zeit nicht damit zu rechnen ist, dass die Lufthansa wieder an die Profitabilität früherer Jahre anknüpfen wird. Daher ist dieser „Weckruf“ durchaus spannend, zumal:

Sollten die Abgaben weitergehen, stünde schnell die bei 9,86 Euro verlaufende 200-Tage-Linie im Feuer. Eine an sich schon wichtige Unterstützung, die aber, da das Kursbild zuletzt wenig strukturiert war, jetzt eine noch höhere Relevanz hätte. Sollte die 200-Tage-Linie fallen, könnte es schnell weiter Richtung der Auffangzone 9,10/9,30 Euro gehen. Die Käufer müssten also umgehend wieder aktiv werden, um diesen „Schatten“ des Blockverkaufs abzuschütteln … aber erst Schlusskurse über 11,50 Euro wären angetan, den Weg nach oben wieder freizugeben. Es dürfte sich lohnen, die Aktie in den kommenden Tagen im Auge zu behalten.

Lufthansa-Aktie: Chart vom 21.05.2021, Kurs 10,16 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

Lufthansa hat Quartalszahlen vorgelegt und die waren so schlecht wie erwartet. Sollte man jetzt einsteigen, bevor sich die Lage entspannt und die Zahlen besser werden?

Ende ohne Schrecken

Vor wenigen Stunden hat die Lufthansa Quartalszahlen vorgelegt. Die Lage ist nach wie vor desaströs.

Der Umsatz ist um 60% auf 2,56 Mrd. Euro eingebrochen und das, obwohl das Vorjahresquartals auch schon schlecht war. Damals verzeichnete man einen Rückgang um 18%.

Bei 86% weniger Fluggästen aber alles kein Wunder.

Die operativen Aufwendungen liegen mit 3,98 Mrd. Euro weit über den Einnahmen. Im Endeffekt verbrennt man knapp 500 Mio. Euro im Monat.
Bei nur noch 2,05 Mrd. Euro an Eigenkapital ist bald Schluss.

Als Ergebnis bleibt ein Verlust von 1,05 Mrd. Euro, was -1,75 Euro je Aktie entspricht.

Ganz schlechte Bilanz

Es ist zwar nicht so, dass die Lufthansa Schuld an der Misere hätte, man hat aber auch zuvor schon nicht gut gehaushaltet.
Das Wachstum nach der Finanzkrise war schwach, die Margen niedrig.

Kommt es dann zur nächsten Krise, steht man schnell mit dem Rücken zur Wand.

Genau aus diesem Grund läuft die Aktie auch seit mehr als zwei Jahrzehnten seitwärts. Für Anleger war nichts zu holen.

Das ist einer der eindeutigsten Hinweise auf ganz grundlegende Probleme, auch abseits von Krisen.

Chart vom 29.04.2021 Kurs: 10,65 Kürzel: LHA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 29.04.2021 Kurs: 10,65 Kürzel: LHA – Wochenkerzen

Investoren sollten sich von solchen Aktien grundsätzlich fernhalten. Bestenfalls schafft eine von hundert irgendwann den Turnaround. Irgendwann kann aber auch erst in 10 Jahren sein.
Solange bringt ihr Investment kein Geld.

Erstaunlich

Betrachtet man die aktuelle Lage, ist es aber vor allem erstaunlich, dass die Aktie noch so hoch notiert und nicht weit unter das Niveau von 2016, 2012 oder 2009 gefallen ist.

In all diesen Jahren notierte die Lufthansa ebenfalls zeitweise bei 10-12 Euro.

Rechnet man die ganze Sache mal durch, ist die Lufthansa heute mehr Wert als vor der Krise. Sie haben richtig gehört.

Rechnen und Nachdenken

Ende 2018 kam die Lufthansa auf einen Unternehmenswert von 12,76 Mrd., zusammengesetzt aus 9,27 Mrd. Börsenwert und 3,49 Mrd. Euro an Nettoschulden.

Ende 2019, unmittelbar vor der Krise, lag der Börsenwert bei 7,77 Mrd. Euro. Inklusive der Nettoschulden von 6,66 Mrd. Euro lag der Unternehmenswert also bei 14,43 Mrd. Euro.

Heute, nach all den Hilfskrediten und einer massiven Kapitalerhöhung liegt der Unternehmenswert bei 17,46 Mrd. Euro (Börsenwert 6,53 Mrd. + 10,92 Mrd. Nettoschulden).

Es ist vollkommen absurd

Die Unternehmensbewertung ist trotz all der Probleme heute höher, als in den Jahren zuvor.

Wir haben es hier mit einer toxischen Situation zu tun und die Lufthansa wird mittel- und sogar langfristig nicht mehr den Gewinn je Aktie erzielen können, wie vor der Krise.
Selbst wenn sich der Tourismus vollkommen erholt.

Das hat drei einfache Gründe:
Für die ausufernden Schulden fallen natürlich Zinsen an, das drückt den Gewinn.

Man hat die Flotte verkleinert, das drückt den potenziellen Umsatz und Gewinn.

Die Zahl der ausstehenden Aktien ist gestiegen, das drückt den Gewinn je Aktie.

Summa summarum

In Summe wirkt sich das massiv aus.
Nehmen wir an, dass die Lufthansa zeitnah wieder an die operativen Margen von 2019 anknüpfen kann.
Damals lag das Ergebnis bei 2,55 Euro je Aktie.

Bevor Sie weiterlesen, schätzen Sie, wie sehr das damalige Ergebnis durch die drei zuvor genannten Punkte sinken würde.

Vielleicht um 30%, 50% oder etwa noch mehr?

Die Lufthansa könnte wohl froh sein, wenn man ein Ergebnis von 0,50 Euro je Aktie erzielen würde.

Und das auch nur unter den Voraussetzungen, dass man zeitnah zum Normalbetrieb zurückkehren kann (was nicht der Fall ist), und dass man nicht nochmal Kapital benötigt.
Bei dem gegebenen Cashburn und dem auf 2,05 Mrd. Euro zusammengeschmolzenen Eigenkapital ist das fraglich.