Lufthansa Aktie aktuell Lufthansa: Hebt die Aktie vielleicht nie mehr ab?

News: Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

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Lufthansa
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Zur Lufthansa Aktie

Lufthansa ist einer der weltweit operierender Luftfahrtkonzerne mit insgesamt mehr als 124.000 Mitarbeitern sowie 580 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften.

Überzeugend oder nicht

Zumindest war das vor Corona der Fall. Durch die Pandemie steht von vor einem Scherbenhaufen.

Im Endeffekt lief es aber auch schon zuvor eher mittelprächtig. Das organische Wachstum tendierte gegen null.
Daher tätigte man immer wieder Zukäufe. Jetzt steht man dank der hohen Schulden am Rande des Abgrunds.

Das Airline-Geschäft ist aber auch nicht leicht. Einerseits kauft man die Flugzeuge von einem Duopol (Airbus und Boeing), auf der anderen Seite wird man von gut organisierten Gewerkschaften ausgepresst.

Unter dem Strich führt das zu einer niedrigen Profitabilität und einem schwachen Cashflow.
Und das gerade in einer extrem kapitalintensiven Branche mit hartem Wettbewerb.

Die Rettung als Katastrophe

Jedenfalls stand man unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie mit dem Rücken zur Wand und brauchte Staatshilfen. Investoren fand man nicht.

Insgesamt hat die Lufthansa 9 Mrd. Euro erhalten, die hat man dem Konzern aber richtigerweise nicht geschenkt hat.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hat der Lufthansa eine stille Einlage von bis 5,7 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Das ist mehr als der derzeitige Börsenwert von 4,7 Mrd. Euro.
Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds lässt sich die Milliarden aber auch mit einem Zinssatz von anfänglich 4% vergolden. Bis 2027 steigt der Zinssatz dann auf 9,5%.

Darüber hinaus hat sich der Bund eine Beteiligung von 20% am Unternehmen gesichert, für 2,56 Euro je Aktie.

Das ist schon wirklich harter Tobak. Die Lufthansa hatte aber keine Wahl.
Für Anleger und auch die Lufthansa selbst ist das Rettungspaket allerdings eine Katastrophe.
Die Zinsen werden über Jahre hinweg einen Großteil oder sogar den ganzen Gewinn aufzehren.

Mal rechnen

Lassen Sie uns kurz nachrechnen, über welches Ausmaß wir sprechen. Der WSF-Kredit wird den Konzern anfänglich 228 Mio. Euro an jährlichen Zinsen kosten. Perspektivisch könnten es 541 Mio. Euro werden.
In drei der letzten zehn Jahre hat man nicht mal so viel verdient…

Die Zahl der ausstehenden Aktien steigt durch die Kapitalerhöhung von 476 auf 595 Millionen Stück.

Im Vorjahr hat die Lufthansa ein Konzernergebnis von 1,21 Mrd. Euro erzielt. Das entsprach einem Ergebnis von 2,55 Euro je Aktie.

Nehmen wir hypothetisch an, dass man im kommenden Jahr ebenso profitabel wäre. Durch die Zinskosten und die höhere Aktienzahl, läge das Ergebnis selbst dann nur noch bei 1,68 Euro je Aktie.

Der potentielle Ertragskraft der Lufthansa ist durch die Rettung um knapp ein Drittel eingebrochen.

Und das ist noch die optimistischste Einschätzung, die ich Ihnen liefern kann.
Man könnte auch die Rechnung anstellen, dass die Lufthansa durch die stark gesunkenen Kapazitäten, die dauerhafte Reduzierung der Flotte und in Anbetracht der erheblichen Zinsen wohl mindestens bis 2024 nicht mehr profitabel sein wird.

Sanierung

Was passiert erst, wenn noch weitere Staatshilfen notwendig werden? Wie stark wird die Ertragskraft dann geschwächt?
Was bleibt von der Lufthansa nach der Krise noch übrig?

Selbst der Lufthansa-Großaktionär Thiele fordert inzwischen eine Sanierung und die könnte seiner Meinung nach fünf bis sechs Jahre dauern.
Die Alternative sei, „dass der Staat dauerhaft weitere Milliarden bereitstellt oder die Lufthansa in die Insolvenz geht“.

Wie lange?

Man muss sich die Frage stellen wie lange die Lufthansa das noch durchhält. Schaut man sich die gestern vorgelegten Quartalszahlen an, wird einem jedenfalls mulmig. Der Verlust ist sogar noch größer als befürchtet.

Liquidität hat man dank der Staatshilfen zwar noch. Der Umsatz ist in Q3 allerdings um 74% eingebrochen, der Verlust belief sich auf 1,97 Mrd. Euro.

Die Nettoverschuldung ist im Jahresverlauf von 6,7 auf 8,9 Mrd. Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote sank von 24,0 auf 8,6%.

14.000 Mitarbeiter wurden entlassen. Es ist eine traurige Bilanz und leider dürfte sich das in dieser Form fortsetzen.

Für das vierte Quartal rechnet man mit ebenfalls einem Mittelabfluss in Milliardenhöhe. Ich wage die Prognose, dass es Anfang nächsten Jahres nicht besser wird.

Wann die Airline wieder profitabel sein wird, steht in den Sternen.
Es wäre gut möglich, dass Lufthansa in den kommenden Monaten mehr Geld verbrennt, als man derzeit an Börsenwert vorweisen kann.

Braucht man abermals Staatshilfen, erholt sich die Airline vielleicht nie mehr.

Chart

Die Aktie war bereits vor Corona in einem langfristigen Abwärtstrend gefangen. Jetzt könnte wieder der Support nahe 7,00 Euro angesteuert werden.
Fällt das Papier unter diese Marke, trübt sich das Chartbild nachhaltig ein. Es gibt schlichtweg keine Unterstützungen mehr, da der Kurs selbst während der Finanzkrise höher war.
Extrapolierte Kursziele liegen bei 5,50 und 5,00 Euro.

Über 8,50 Euro kommt es hingegen zu einem Kaufsignal. Dann wäre eine Erholung in Richtung 9,00 oder sogar 10,00 Euro möglich.
Selbst dann wäre das Chartbild noch übergeordnet bärisch.

Chart vom 05.11.2020 Kurs: 7,50 Kürzel: LHA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 05.11.2020 Kurs: 7,50 Kürzel: LHA – Tageskerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Lufthansa Aktie

Am Dienstag legte die Deutsche Lufthansa eine vorläufige Bilanz für das dritte Quartal vor. Die fiel wie erwartet fatal aus: Vor Steuern und Zinsen wurde ein Verlust von 1,26 Milliarden Euro eingefahren. Damit summiert sich das Minus über die ersten drei Quartale 2020 auf 4,16 Milliarden Euro, während die Airline in den ersten neun Monaten 2019 1,71 Milliarden verdient hatte. Und natürlich kann sich die Lage nicht kurzfristig umkehren. Das machte auch die Aussage klar, dass die Lufthansa im laufenden vierten Quartal nur maximal ein Viertel der Flugkapazität des Vorjahres anbieten werde.

Die Aktie reagierte zwar marginal positiv auf diese Meldung, fiel aber am Mittwoch zurück und musste sich am Donnerstag dann aus anfänglichem Minus heraus in etwa dorthin zurück kämpfen, wo sie im Vorfeld dieser vorläufigen Bilanz notierte. Ein Non-Event also? Rein vom Kurs her sicherlich, aber im Endeffekt war das ein Punkt für die Bären. Denn wenn Zahlen auf den Tisch kommen, die allemal auch hätten schlimmer ausfallen können und eine zuvor in Grund und Boden verkaufte Aktie dennoch keinen tauglichen Impuls nach oben daraus ziehen kann, wird deutlich, dass der Weg nach oben weiterhin steinig ist, auf der Unterseite hingegen womöglich noch mehr geht. 

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Lufthansa Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Diesen Eindruck bestätigt das hier auf Wochenbasis abgebildete Chartbild. Der Boden um 7,00/7,20 Euro wurde Ende September schon kurzzeitig gebrochen. Auf der Oberseite fallen die Aufwärtsbewegungen sukzessiv kleiner aus. Und der Weg bis an das Hoch der abverkauften Hoffnungs-Rallye vom Juni bei 12,60 Euro ist nicht nur weit, davor und eben dort liegen mehrere massive charttechnische Widerstände. Nach unten hingegen wirkt das Kursbild, wie Ende September bereits bewiesen, „weich“: Dieser Boden könnte porös sein.

Zwar läge das Rekordtief, 2003 bei 6,28 Euro markiert, schon recht nahe am bisherigen Jahres-Verlaufstief, das am 25. September bei 6,85 Euro erreicht wurde. Aber müsste der Abstieg der Aktie denn zwingend bei diesem uralten Tief von 6,28 Euro zu Ende sein? Für die Leeverkäufer, sprich die Bären, dürfte die Antwort wohl lauten: nein – warum auch? Die Lage und die Perspektiven der Lufthansa sehen derzeit noch finsterer aus als damals, im Frühjahr 2003. Warum also sollte die Aktie nicht noch tiefer gehen können? Sollte dieses bisherige Jahrestief bei 6,85 Euro unterboten werden darf man vermuten, dass die Bären genau das versuchen herauszufinden. So billig die Aktie momentan auch wirkt, dieses Papier ist aus aktueller Sicht kein Schnäppchen, sondern immer noch ein fallendes Messer.

Chart vom 22.10.2020, Kurs 8,04 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In meiner letzten Analyse von Anfang August hatte ich ein mögliches Kaufsignal beim Lufttransportunternehmen Lufthansa in Aussicht gestellt. Dieses wurde von den Bullen auch widerspruchslos genutzt, um die Aktie wieder um fast 30 Prozent nach oben zu befördern. Gleichzeitig hatte ich aber auch betont, wie wichtig es für die Aktie wäre, schon bald ein neues Hoch zu generieren. Das letzte Pivot-Hoch zu diesem Zeitpunkt lag bei 9.23 EUR und stellte in der Folge auch den ganzen August und September über eine schier unüberwindbare Hürde dar. Der Ausbruchsversuch vom 04.09. scheiterte kläglich und signalisierte bereits, dass auf diesem Niveau nur noch wenige Käufer bereit waren, noch höhere Preise zu zahlen. Der jüngste Abverkauf im DAX riss die Aktie unverzüglich wieder mit in den Keller. Das ursprüngliche Kursziel bei 7.00 EUR ist nun erneut erreicht worden.

Expertenmeinung: Doch wie geht es jetzt weiter? Aus technischer Sicht haben wir hier einen starken Boden. Gleichzeitig müssen wir aber auch der Tatsache ins Auge sehen, dass die Aktie dieses Niveau bereits einige Male getestet hat. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es hier schon bald zu einem Durchbruch nach unten kommen dürfte. Das Problem dabei ist, dass es nach unten hin so gut wie keinen Boden mehr gibt. Die Kurse könnten in den freien Fall übergehen und sehr schnell Niveaus im Bereich von 4.00 bis 5.00 EUR testen. Hier ist höchste Vorsicht geboten.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 29.09.2020 Kurs: 7.25 Kürzel: LHA | Online Broker LYNX

Das waren keine guten Nachrichten, die zum Ende des dritten Quartals von der Lufthansa kamen. Die Erholung des Luftverkehrs laufe deutlich langsamer, als man das noch im Sommer erwartet habe. Hinsichtlich der Flottengröße ebenso wie beim Personal werden tiefere Einschnitte vorgenommen werden müssen, hieß es dazu am Montag. Was die Flotte angeht, plant die Airline, die Kapazität um 150 Maschinen zu verringern, konkret nannte man bereits insgesamt 18 Airbus A380 und A340-600, die aus der Planung genommen bzw. eingemottet werden.

Das ist Wasser auf die Mühlen der Bären. Die Lufthansa hatte ja bereits im Frühjahr ganz offen erklärt, dass es Jahre dauern würde, bis man an die frühere Profitabilität anknüpfen könnte. Zumal den Anlegern auch klar war, dass die Milliarden-Stütze der Bundesregierung nicht grundlos gewährt wurde. Die Erwartung dieser Unterstützung hatte zwar zwischen Mitte Mai und Anfang Juni zu einer Welle von Hoffnungskäufen geführt. Aber Ende Juli war die Aktie bereits wieder dort angekommen, wo diese Rallye begonnen hatte, weil klar wurde: Diese Milliarden dienen nicht als Zaubertank, sondern nur als lebenserhaltende Maßnahme. Und zu Recht fragen sich manche Anleger im Angesicht der o.g. Nachrichten, warum der Boden, den die Aktie seit April zu bilden versucht, halten sollte.

Expertenmeinung: Dreimal ist die Aktie der Kranich-Airline in den Bereich 7,02/7,21 Euro abgerutscht, dreimal drehte sie wieder nach oben. Aber jetzt ist der Kurs erneut nahe an diesen Supportbereich gefallen. Und das ist für das bärische Lager eine äußerst verlockende Gemengelage. Zum einen können sie damit rechnen, dass knapp unterhalb dieses Bereich eine große Anzahl an Stop Loss-Verkaufsorders derer liegt, die die Aktie in diesem Bereich eingesammelt hatten und ihre Verluste eng begrenzen wollen. Zum anderen findet sich unterhalb dieser Zone nur noch eine einzige, wirklich markante Unterstützung: Das uralte Tief vom Frühjahr 2003 bei 6,28 Euro. Und damals war die Situation bei Weitem nicht so fatal wie heute.

2002 hatte die Lufthansa immerhin noch einen Gewinn erzielt, 2003 war das Ergebnis einigermaßen ausgeglichen. Für 2020 schätzen die Analysten hingegen einen dramatischen Verlust von 8,40 Euro je Aktie für 2020 und ein immer noch kräftiges Minus von 1,35 Euro pro Aktie in 2021. Nahezu alle Experten haben auch jetzt noch, auf diesem tiefen Kursniveau, eine aktive „Verkaufen“-Empfehlung. Und das niedrigste Kursziel, das ein Analyst derzeit ausgegeben hat, liegt bei 0,50 Euro … was übersetzt heißt, dass dieser Experte fürchtet, dass die Airline die Krise nicht überstehen wird.

Das Bären-Lager ist also jetzt in einer „Matchball“-Situation. Wenn es gelingt, die Lufthansa-Aktie auf Schlusskursbasis durch diese Unterstützungszone 7,02/7,21 Euro zu drücken, wäre das Tief des Jahres 2003 bei 6,28 Euro ein durchaus mögliches Ziel eines erneuten Abwärtsschubes.

Chart vom 23.09.2020, Kurs 7,56 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

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Lufthansa ist einer der weltweit operierender Luftfahrtkonzerne mit knapp 129.000 Mitarbeitern sowie 550 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften.

Das Unternehmen ist in die Geschäftsfelder Passage Airline, Logistik, Technik, Catering und Sonstige organisiert. Zum Konzern gehören auch Eurowings sowie Swiss und Austrian Airlines.

Im Endeffekt

Die Lufthansa leidet massiv unter der Corona-Krise, doch im Endeffekt lief es schon zuvor nicht rund.

Ich möchte mich nicht wiederholen, ausführliche Informationen finden Sie hier.

Boombranche²

Tourismus gehörte vor der Krise über eine lange Zeit zu den Boombranchen. Viele Akteure im Sektor verzeichneten enormes Wachstum, die Gewinne sprudelten.

Bei der Lufthansa war das nie der Fall. Der Umsatz entwickelte sich schleppend, die Margen waren miserabel, der Cashflow schwach.

Den Boom nutzen andere für sich, bei der Kranich-Airline hat es in der Krise aber auch bumm gemacht.

Kollaps

Vor wenigen Stunden hat die Lufthansa Zahlen vorgelegt und die haben es in sich.

Der Umsatz ist im zweiten Quartal von 9,6 auf 1,9 Mrd. Euro eingebrochen. Ich wiederhole es nochmal für Sie: Der Umsatz ist von neunkommasechs auf einskommaneun Milliarden Euro eingebrochen.
Eigentlich läuft nur noch die Cargo- und Techniksparte. Die Passagierzahlen sind um 96% gefallen.

Unter dem Strich musste man in nur einem Quartal einen Verlust von 1,5 Mrd. Euro schlucken. Das entspricht einem Drittel des Börsenwerts.

Die verfügbare Liquidität ist von 4,2 auf 2,8 Mrd. Euro gesunken. Die Nettoschulden sind um 10% auf 7,3 Mrd. Euro gestiegen.

Man darf sich fragen, wie lange man noch durchhalten kann.

(K)eine Perspektive

Ich hatte es in der letzten Analyse bereits für Sie durchgerechnet, wie sich Kapitalerhöhung und Hilfskredite des Wirtschaftsstabilisierungsfonds auf das Ergebnis auswirken werden.

Hier ab dem Absatz: Ist die Rettung eine Katastrophe?

Unter dem Strich bedeutet die Kapitalerhöhung dasselbe wie der Kredit: Der Gewinn je Aktie sinkt.

Selbst wenn das Geschäft ab morgen wieder normal laufen würde, würde der Gewinn je Aktie massiv einbrechen

Die Realität ist aber eine andere, der Geschäftsbetrieb liegt am Boden.

Im dritten Quartal soll die Kapazität auf der Kurz- und Mittelstrecke durchschnittlich auf rund 40%, auf der Langstrecke auf rund 20% des Vorjahreswerts gesteigert werden.
Im vierten Quartal soll die Kapazität bei durchschnittlich rund 55% (Kurz- und Mittelstrecke) bzw. rund 50% (Langstrecke) liegen.

Das Vorkrisenniveau wird man wahrscheinlich erst 2024 (!) wieder erreichen.
Die Flotte soll dauerhaft um 100 Flugzeuge reduziert werden, also um mehr als ein Zehntel.
Darüber hinaus sollen 22.000 Mitarbeiter gehen.

Berichten zufolge dürften im kommenden Jahr 300 der 760 Maschinen am Boden bleiben. Im Folgejahr könnten es noch 200 sein.

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Zwei Hälften

Eins sollte mehr als offensichtlich sein: Wenn sich die Kapazität nahezu halbiert, kann man auch nur den halben Umsatz und im utopischen Idealfall den halben Gewinn erzielen.

In Wirklichkeit ist es aber fraglich, ob die Lufthansa vor 2024 überhaupt wieder einen Gewinn erwirtschaftet.

An die Rückzahlung der Hilfskredite ist daher nicht zu denken. Die Zinsen werden dennoch fällig und kosten den Konzern das letzte bisschen Cashflow.

Wer die zuvor verlinkte Analyse gelesen hat, dürfte sich jetzt eine ziemlich offensichtliche Frage stellen:
Die Kredite fressen perspektivisch die Hälfte eines normalen Jahresgewinns auf und durch die verringerte Kapazität sinkt der Gewinn um mindestens die Hälfte.

Was bleibt da noch? Richtig, gar nichts. Die Deutsche Lufthansa kämpft ums Überleben.

Die Aktie wird nach der Quartalsmeldung dennoch gekauft, es wird eben gezockt. Eine Erholung ist auch möglich, wie nachhaltig sie allerdings sein wird, ist eine andere Frage.

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Chart vom 06.08.2020 Kurs: 8,46 Kürzel: LHA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX