Covestro Aktie aktuell Covestro: Wie weit trägt der Rückendwind der Vorab-Zahlen?

Aktuelle Analyse der Covestro Aktie

In diesem Artikel

Covestro
ISIN: DE0006062144
Ticker: 1COV
Währung: EUR

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Zur Covestro Aktie

Eigentlich ist es ziemlich gewagt, so unmittelbar vor der am Donnerstag erwarteten Quartalsbilanz kräftig zu kaufen. Schließlich weiß man noch nicht, wie sich die Perspektiven beim Hightech-Werkstoffspezialisten Covestro momentan darstellen. Das Ergebnis des ersten Quartals war alles andere als gut, mit einem Umsatzminus von zwölf und einem Gewinneinbruch auf EBITA-Basis von 42 Prozent. Und auch, wenn die Eckdaten des zweiten Quartals am 9. Juli vorab veröffentlicht wurden und anlegerwirksam betont wurde, dass diese über den Analystenerwartungen gelegen hätten:

Mit 2,156 Milliarden Euro Umsatz und einem EBITDA von 124 Millionen liegt man da fast ein Drittel unter dem Umsatz und knapp 73 Prozent unter dem Ergebnis des zweiten Quartals 2019. Und da wiederum lag der Gewinn schon gut 50 Prozent unter den 985 Millionen, die Covestro im zweiten Quartal 2018 als EBITDA verdient hatte. Gut ist etwas anderes. Und erst mit den am Donnerstagmorgen erwarteten, endgültigen Daten ließe sich auch mit einer Aussage zu den kommenden Monaten rechnen, auf die es letztlich ankommt, wollte man entscheiden, bei dieser Aktie einzusteigen, zu verkaufen oder gar Short zu gehen.

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Expertenmeinung: Zwar wähnen sich die Bullen dieser Tage unverwundbar, immerhin liest man doch fast durch die Bank, dass einlaufende Ergebnisse die Erwartungen übertroffen hätten. Dennoch hat man sich durch den Kursanstieg der vergangenen Wochen in eine rückschlaggefährdete Position gebracht. Denn es muss schon ein klares Statement in Richtung einer zügigen Erholung her, um den aktuellen Stand der Aktie nachhaltig zu halten. Erst recht, sollte es zu einem Ausbruch über die jetzt nahezu durchbrochene Widerstandszone kommen. Immerhin hat der Kurs jetzt das untere Ende der Handelsspanne zwischen Juni 2019 und Ende Februar erreicht, was hieße: Das Corona-Element wurde bereits „weggekauft“, während der EBITA-Gewinn massiv gedrückt ist.

Die Aktie ist im Vorfeld der Bilanz bereits über die bei aktuell 36,90 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und über die markante Wendemarke um 37,50 Euro hinausgelaufen. Am Dienstag touchierte der Kurs die letzte Hürde vor einem charttechnischen Befreiungsschlag, die übergeordnete, im Chart dick rot hervorgehobene Abwärtstrendlinie bei 38,10 Euro. Gelänge der Durchbruch, würde die nächste potenzielle Widerstandslinie in Form des Februar-Verlaufshochs bei 41,54 Euro warten. Aber wenn man sich ansieht, dass die Aktie allemal bis an die die Rallye als Basis führende März-Aufwärtstrendlinie bei aktuell 33,10 Euro zurücksetzen könnte, ohne auch nur den Trend zu brechen, stellt sich das Chance/Risiko-Verhältnis, auch mit Querblick auf den überkauften Stochastik-Oszillator (unten im Chart), im Vorfeld der quasi schon vorweg genommenen Zahlen nicht unbedingt verlockend dar.

Covestro Aktie Chart vom 21.07.2020, Kurs 37,41 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX

 

 

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Vorherige Analysen der Covestro Aktie

Die Aktie des Spezialchemieunternehmens Covestro stieg am Mittwoch als Reaktion auf das am Morgen vorgelegte Ergebnis des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2019 sowie den mitgelieferten Ausblick auf das laufende Quartal und das Gesamtjahr. Die Frage stellt sich indes, ob diese Käufe auf neuer Zuversicht basierten, auf einem „es hätte ja schlimmer kommen können“ oder darauf, dass Ergebnis und Ausblick nur nicht schwach genug waren, um Short-Positionen nahe des kurz zuvor verteidigten Jahrestiefs 2019 offen zu lassen. Nur im Fall, dass die erste Variante dominiert, wäre wirklich Optimismus hinsichtlich weiterer Kursgewinne nennenswert und damit ein charttechnischer Befreiungsschlags opportun.

Und wirklich gut waren weder die 2019er-Bilanz noch der Ausblick. Covestro musste 2019 einen Umsatzrückgang von 15 Prozent und eine Halbierung des EBITDA (des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) hinnehmen. Dass die Analysten genau das erwartet hatten, macht das Ergebnis nicht besser, es war aber zumindest keine böse Überraschung. Doch dass Covestro für 2020 mit einem weiteren Gewinnrückgang kalkuliert (Prognosespanne 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro nach 1,604 Milliarden in 2019), ist nicht unbedingt motivierend. Dass die Aktie am Mittwoch trotzdem 2,94 Prozent zulegte, wirkt zwar, als würde seitens der Anleger der Optimismus zurückkehren, aber:

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Expertenmeinung: Aus charttechnischer Sicht ist mit diesem Kursanstieg noch nichts gewonnen, denn noch bleibt die Aktie damit unter den kurz- und mittelfristig entscheidenden Widerständen. Erst, wenn diese eindeutig bezwungen würden, ließe sich unterstellen, dass das gestrige Plus mehr war als Käufe zum Zweck des Schließens von Leerverkäufen. Erst, wenn Covestro solche Widerstände überwinden würde, wäre daraus abzulesen, dass das Bären-Lager solche Marken, die normalerweise konsequent über Leerverkäufe verteidigt werden, aufgegeben hat und damit weiterer Spielraum nach oben gegeben wäre.

Es ist zwar eine gute Basis für eine Trendwende, dass Covestro Anfang des Monats genau auf Höhe des im August markierten 2019er-Jahrestiefs drehte. Aber Schwung als Reaktion darauf kam vor dem gestrigen Kursanstieg nicht auf. Und dieser Anstieg um knapp drei Prozent gestern hat die Aktie nur an, aber nicht über die Hürden gehoben, die es eindeutig zu bezwingen gälte. Die Aktie schloss an der im Chart violett gehaltenen, langfristigen Abwärtstrendlinie, die ihren Ursprung im Frühjahr 2018 hat. Das Tageshoch lag genau auf Höhe der knapp darüber liegenden, mittelfristigen Oktober-Abwärtstrendlinie. Und selbst, wenn diese beiden Linien überwunden wären, müsste Covestro auch noch an der aktuell bei 42,23 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie vorbei, bevor man unterstellen könnte, dass die Aktie wirklich auf dem Weg in Richtung einer auch mittelfristig relevanten Trendwende nach oben wäre. Bis dahin darf man in Sachen Wende noch ein wenig misstrauisch sein.

Covestro Aktie: Chart vom 19.02.2020, Kurs 40,61 Euro , Kürzel 1COV | LYNX Online BrokerOffenlegung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Am Montagmorgen legte der Spezialwerkstoff-Spezialist Covestro sein Quartalsergebnis vor. Und anfänglich wirkte es, als würde das Zahlenwerk positiv aufgenommen. Doch am Nachmittag drehte die Aktie wieder ab, rutschte ins Minus und erholte sich bis zum Handelsende nicht mehr. Vom zeitweiligen Tagessieger zum Tagesverlierer im DAX, das allein ist schon problematisch. Aber das Chartbild, das sich daraus ergibt, ist ein Grund für das bullische Lager, reichlich nervös zu werden. Und letzten Endes gab es auch keinen Anlass, diese Bilanz unbedingt positiv zu interpretieren.

Umsatz und Gewinn waren im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gefallen. Das war zwar erwartet worden, aber das allein reicht nicht, um eine Aktie höher zu tragen. Sicher, hätte die Aktie ihr Plus gehalten, hätte man den Tag so interpretiert, dass die Investoren Schlimmeres erwartet hatten als das ungefähre Erreichen der verhaltenen Analystenprognosen. Dann hätte Covestro womöglich weiter zulegen können. Aber so bleibt dieser Intraday-Turnaround nach unten, der, ob das jetzt die Motivation der Verkäufer war oder nicht, das Bild eines am Ende doch negativ ausgelegten Zahlenwerks zeichnet.

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Expertenmeinung: Hinzu kommt, dass wir hier aus charttechnischer Sicht einen gescheiterten Befreiungsschlag vor uns haben. Sie sehen, dass die Aktie in der vergangenen Woche zwar über die Widerstandszone im Bereich 45,50/46,36 Euro hinauslief, sich von dieser Zone aber nicht nach oben absetzen konnte. Genau das wurde am Montag in der Hoffnung auf Anschlusskäufe und eine dadurch positive Interpretation der Quartalsbilanz versucht – und scheiterte. Dadurch ist der Kurs nicht nur wieder unter vorgenannte Widerstandszone zurückgefallen, sondern konnte nur mit Mühe und Not die bei 45,00/45,20 Euro liegende Kreuzunterstützung aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie verteidigen. Damit wird es jetzt umgehend eng für die Bullen.

Zwar wäre der im August begonnene Aufwärtstrend erst dann gebrochen, wenn die dazu gehörige Trendlinie bei derzeit 43,30 Euro auf Schlusskursbasis unterboten würde. Aber die Distanz zu dieser Linie ist kleiner als die Handelsspanne des gestrigen Tages. Hinzu kommt, dass kurzfristige markttechnischen Indikatoren wie der hier unten im Chart mit eingeblendete Stochastik-Oszillator allerhand Spielraum nach unten aufweisen würden. Covestro müsste sofort wieder über die Zone 45,50/46,36 Euro hinauslaufen, ansonsten würde die Wahrscheinlichkeit, dass diese August-Aufwärtstrendlinie getestet wird und dann auch bricht, deutlich steigen.

Chart vom 28.10.2019, Kurs 45,34 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Die Aktie des Kunststoffspezialisten Covestro hat einen anderthalb Jahre währenden, dramatischen Abstieg von im Hoch 96,78 Euro Anfang 2018 auf 37,30 Euro Mitte August hinter sich. Dieses so spottbillig wirkende Kursniveau dürfte vielen Marktteilnehmern verlockend erschienen sein: Seit einem Monat geht es aufwärts, in der Spitze hat Covestro 22 Prozent vom Tief gutgemacht. Und jetzt wäre die Aktie an entscheidenden charttechnischen Hürden dran. Den Widerstandslinien, deren eindeutiges Überwinden aus einer normalen Gegenbewegung im Abwärtstrend ein mittelfristiges Kaufsignal machen würde.

Es geht um einen Kreuzwiderstand aus zwei Zwischenhochs aus dem Juli (45,50 und 46,36 Euro) und der 200-Tage-Linie (45,21 Euro). Um diesen mittelfristig wichtigen gleitenden Durchschnitt also, den Covestro das letzte Mal im Juli 2018 touchiert hatte. Damals wurde die Aktie dort nach unten abgewiesen. Zum zweiten Mal in kurzer Zeit, im Mai 2018 war dasselbe passiert. Da notierte die Aktie noch um 80 Euro. Es wird also Zeit, dass die Wende vollzogen wird … oder?

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Expertenmeinung: Dass eine Aktie in relativ kurzer Zeit sehr weit gefallen ist, ist alleine kein Argument für eine tragfähige Aufwärtswende. Vor allem nicht, wenn der Abstieg Gründe hatte, die weiterhin vorliegen. Und das ist bei Covestro der Fall, solange, bis neue Bilanzdaten ein positiveres Bild zeichnen würden. Die nächste Quartalsbilanz steht aber erst am 28. Oktober an.

Derzeit gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass sich der Gewinn pro Aktie bei Covestro im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr dritteln wird. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal, die Ende Juli vorgelegt wurden, veränderten diese düstere Prognose nicht, als Reaktion brach der Kurs damals eine Gegenreaktion ab (das war das zweite Zwischenhoch vom Juli) und rutschte in der Folge auf das August-Tief von 37,30 Euro, welches den tiefsten Stand seit drei Jahren markierte.

Um vom aktuellen Kursniveau von 45 Euro nennenswert höher laufen zu können, mehr als das, was ein Ausbruch über die jetzt angelaufenen Hürden kurzfristig durch rein charttechnisch motivierte Anschlusskäufe hervorbringen kann, müsste sich die Perspektive für Margen und Gewinn deutlich aufhellen. Dazu gibt es aber bislang keine Fakten, es ist die reine Hoffnung, die die Käuferseite antreibt. Wie es bei Covestro weitergeht, kann man einfach noch nicht absehen, dazu sind zu viele wichtige Faktoren wie Handelskrieg und BrExit in der Schwebe.

Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich in solch offenen Situationen die Geister scheiden, bekamen wir gestern. Goldman Sachs stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Kaufen“ nach oben und hob das Kursziel von 48 auf 53 Euro an. Am selben Vormittag senkte HSBC das Kursziel der Aktie von 45 auf 39,50 Euro. Daher: Wenn Covestro diesen Kreuzwiderstand im Bereich zwischen 45,21 und 46,36 Euro klar auf Schlusskursbasis überwindet, wäre die Chance da, dass Anschlusskäufe den Kurs eine Zeitlang weiter antreiben. Für eine nachhaltige Wende müssten aber auch die Fundamentals des Unternehmens deutlich positiver werden!

Chart vom 18.09.2019, Kurs 45,03 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Auch die Aktie des Polymer-Spezialisten Covestro hatte das Schicksal ereilt, nach unten abzudrehen, kaum dass die Aktie in den DAX aufgenommen worden war. Im Frühjahr 2016 hatte man Covestro noch für 25 Euro pro Aktie bekommen, kurz vor der Aufnahme in den DAX Mitte März 2018 notierte sie im Hoch bei 95,78 Euro.

Der Anfang 2018 beginnende Abstieg war besonders frustrierend, weil Covestro damals außerhalb der normalen „Verkettungstermine“ in den DAX kam. Covestro hatte so schnell an Marktkapitalisierung zugelegt, dass die Deutsche Börse die „Fast Entry“-Regel greifen ließ und die Aktie außerhalb des jährlichen, regulären Wechsels im September in den DAX aufnahm. Doch das Problem, das wir in unserer heutigen Analyse zum kommenden Aufsteiger MTU Aero Engines dargelegt haben, existierte auch hier:

Die schiere Größe ist zwar ein Kriterium, um in das deutsche Index-Flaggschiff aufzusteigen. Aber es ist kein Garant dafür, dass das Kursniveau, das die Aktie in den Index „spült“, gerechtfertigt ist und der Aufwärtstrend erhalten bleibt. Und der Trend drehte aus zwei Gründen:

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Expertenmeinung: Zum einen, weil wie so oft sehr viele Investoren im Vorfeld auf die DAX-Aufnahme gewettet hatten und eingestiegen waren, so dass der Aktie die Käufer ausgingen, als es soweit war. Zum anderen, und das ist der weitreichendere Aspekt, weil die bullischen Erwartungen der Analysten und Trader, die die starken Gewinnsteigerungen der vorangegangenen Jahre einfach mit dem Lineal in die Zukunft verlängert hatten, zerplatzten wie Seifenblasen. 2018 konnte der Gewinn des Vorjahres nicht gehalten werden, lag moderat darunter.

Für 2019 rechnet man mit einem massiven Gewinneinbruch. Und noch finden sich keine Hinweise darauf, dass sich die Ertragslage kurzfristig wieder nennenswert verbessern würde. Daher gehört Covestro in diesem Jahr bislang zu den klaren Underperformern im DAX. Und sollten sich die am Gesamtmarkt aufkeimenden Hoffnungen zerschlagen, dass sich die Lage bei den beiden Hauptbelastungsfaktoren Handelskrieg und BrExit aufhellen wird, könnte diese Aktie zu den ersten gehören, die ihre bisherigen Jahrestiefs unterbieten.

Sie sehen in unserem Chart auf Wochenbasis, dass das Anfang Juni ausgebildete Tief bei 38,43 Euro Mitte August mit Mühe und Not verteidigt wurde. Seither hat die Aktie nicht nennenswert Boden gutgemacht, bleibt noch in ihrem mittelfristigen Abwärtstrend. Der ist jetzt zwar erreicht. Aber auch, wenn Covestro diese Hürde nimmt: Bei 45,58 Euro verläuft die 200-Tage-Linie. Bevor die nicht überboten wäre, wäre der Spielraum nach oben begrenzt, während die Aktie jederzeit nach unten abdrehen und mit Schlusskursen unter dem August-Verlaufstief von 37,30 Euro einen erneuten, dynamischen Abwärtsschub initiieren könnte. Der vorletzte DAX-Aufsteiger bleibt ein heißes Eisen.

Chart vom 05.09.2019, Kurs 41,47 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker Aktienempfehlungen

Die Ankündigung neuer Strafzölle hat den US-Markt am Vorabend gehörig unter Druck gebracht.
Die deutschen Indizes zeigen sich ebenfalls tiefrot, im TecDax notiert nicht eine einzige Aktie im Plus.

Wie sieht die charttechnische Lage bei den größten Verlierern aus dem Dax aus?

Covestro -4,6%

Während die Indizes seit Jahresstart erheblich zulegen konnten, blicken die Anleger bei Covestro bisher in die Röhre.

Jetzt steht sogar der Boden auf der Kippe. Der kurzfristige Aufwärtstrend wurde im heutigen Handel unterschritten. Jetzt besteht die Gefahr eines Rückfalls auf 38,50 Euro.

Darunter muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 35 Euro gerechnet werden.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 40 Euro, würde sich die Lage vorerst entspannen.

Chart vom 02.08.2019 Kurs: 39,63 Kürzel: 1COV - Tageskerzen | LYNX Online Broker

BMW -4,8%

Beim bayrischen Autobauer gab es in diesem Jahr ebenfalls wenig Grund zur Freude.

Jetzt wurde auch noch der kurzfristige Aufwärtstrend durchbrochen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls in Richtung 62 Euro erheblich gestiegen.

Wird das Juni-Tief bei 61,14 Euro nachhaltig unterschritten, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 56 Euro.

Chart vom 02.08.2019 Kurs: 64,40 Kürzel: BMW - Tageskerzen | LYNX Online Broker

ThyssenKrupp -5,0%

Die Aktionäre von Thyssen sind leiderprobt. Die Aktie notiert heute auf dem Niveau von 1995 und die übergeordnete Marschrichtung ist seit einer halben Ewigkeit abwärts.

Das laufende Jahr bildet keine Ausnahme, selbst die geplante Abspaltung der wertvollen Aufzugssparte hat den Kursen nur kurzzeitig geholfen.

In den letzten 15 Jahren lagen alle markanten Tiefs knapp über 11 Euro, dass die Aktie jetzt unter diese Marke rutscht, ist aus charttechnischer Sicht äußerst bedenklich.

Man muss fast bis zur Jahrtausendwende zurückgehen, um überhaupt noch Unterstützungen zu finden. Sie liegen bei 10 und 7,50 Euro und es wäre durchaus möglich, dass diese Marken jetzt angesteuert werden.

Chart vom 02.08.2019 Kurs: 11,04 Kürzel: TKA - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Infineon -5,9%

Der Halbleiter-Konzern gehörte in den letzten Jahren zu den Outperformern, ist allerdings auch konjunkturanfällig und volatil.

Seit dem Vorjahreshoch hat die Aktie mehr als ein Drittel an Wert verloren und zumindest kurzfristig stehen die Ampeln ebenfalls auf Rot.

Mit dem Rückfall unter den Support bei 16,50 – 17 Euro, ist es zu einem Verkaufssignal gekommen. Mögliche Kursziele liegen bei 15,75 sowie 14,50 und 14,10 Euro.

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Chart vom 02.08.2019 Kurs: 16,30 Kürzel: IFX - Tageskerzen | LYNX Online Broker