Covestro Aktie aktuell Covestro: Das Topp steht kurz vor der Vollendung

News: Aktuelle Analyse der Covestro Aktie

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Covestro
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Zur Covestro Aktie

Der Polymerspezialist Covestro legte am Dienstagmorgen die Bilanz des dritten Quartals vor. Die Aktie reagierte kaum, weil das Unternehmen bereits am 9. Oktober die vorläufigen Ergebnisse präsentiert hatte und bereits da die Gewinnprognose angehoben bzw. konkretisiert hatte. Interessant wird die Aktie aber, wenn man sich die damalige Reaktion und das Chartbild ansieht.

Dabei sollte man sich den plötzlichen Sprung der Aktie am 18. September am besten wegdenken, denn der hat mit der Geschäftsentwicklung nichts zu tun. Ausgerechnet unmittelbar zum großen Abrechnungstermin an der Terminbörse am 18. September wurde das Gerücht gestreut, der große Private Equity-Investor Apollo Global Management sei an einer Übernahme interessiert. Ein praktisches Gerücht für große Adressen, die auslaufende Call-Optionen auf die Aktie hielten, aber eben nur ein Gerücht. Eines, das unmittelbar danach auch von Covestro dementiert wurde, nicht mehr auftauchte und damit keine Rolle spielt. Anders sieht es aber die Reaktion auf die vorläufige Bilanz am 9. Oktober aus, denn:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Covestro Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Obwohl Covestro diese Vorab-Daten mit dem Hinweis versah, dass man damit weit besser abgeschnitten habe als seitens der Analysten im Schnitt erwartet und zugleich die vorherige EBITDA-Prognose (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 0,7 – 1,2 Milliarden Euro auf etwa 1,2 Milliarden präzisierte und somit ans obere Ende der Range setzte, blieb eine positive Reaktion aus. Die Aktie schloss nach leichten, anfänglichen Gewinnen an diesem 9. Oktober sogar leicht im Minus. Dabei fällt auf, dass dieser Abverkauf anfänglicher, zögerlicher Käufe dazu führte, dass der Kurs auf Höhe der oberen Begrenzung des im Frühjahr etablierten Aufwärtstrendkanals abgewiesen wurde, der zuvor nur einmal kurz am 18./21.9. durch dieses Übernahmegerücht überboten wurde.

Jetzt bröckelt die Aktie sukzessiv ab, von einem Aufbäumen keine Spur. Und damit wird das Chartbild für die Short-Seller, die Bären, langsam interessant. Denn dadurch nähert sich die Aktie einer markanten Unterstützung, die man als Nackenlinie einer Toppbildung sehen darf: dem Bereich um 42 Euro. Dort bilden das August-Hoch sowie die Tiefs vom September und Oktober eine auffällige Supportlinie. Würde sie eindeutig und auf Schlusskursbasis fallen, wäre das Topp vollendet; die nächsten Kursziele wären dann die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, die zusammen mit den Verlaufshochs vom Juni und Juli im Bereich 38/38,50 Euro eine Kreuzunterstützung bildet und darunter dann die derzeit bei 36,10 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Eine lukrative Konstellation, die den Bären zweifellos nicht entgeht.

Chart vom 27.10.2020, Kurs 42,76 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Covestro Aktie

Covestro ist ein führender Anbieter von Hightech-Polymerwerkstoffen.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 von Bayer abgespalten und unter dem neuen Namen Covestro eigenständig an die Börse gebracht.

Das sollten Sie wissen

Es liegen also rückwirkend ab 2012 Zahlen vor, doch leider sind die eher durchwachsen.
Der Umsatz kletterte zwischenzeitlich von 11,61 auf 14,62 Mrd. Euro, brach dann aber wieder auf 12,41 Mrd. Euro ein.

Beim Gewinn sieht es ähnlich aus. Zwischenzeitlich konnte man fast 10 Euro Gewinn je Aktie erzielen, im Vorjahr waren es nur noch 3,02 Euro.

Covestro hatte also schon vor Corona mit Problemen zu kämpfen und es ist sehr schwer abzuschätzen wie profitabel das Unternehmen mittelfristig sein wird.

Die Margen sind jedenfalls ordentlich unter Druck gekommen und das schlägt natürlich auf Gewinn und Cashflow durch.

Daher hatte ich in der letzten Analyse auch vor der Aktie gewarnt. Anschließend ging es von 41,20 auf 23,80 Euro im Tief.

Die Kernfrage

Davon hat sich die Aktie inzwischen wieder erholt, nicht zuletzt dank der Übernahmegerüchte durch Apollo, doch dazu später mehr.

Die eigentliche Kernfrage für Anleger, ist, ob die Aktie auch ohne eine mögliche Übernahme attraktiv bewertet ist.

Pluspunkte sammelt Covestro mit der sauberen Bilanz, denn nennenswerte Schulden hat man nicht.

Davon abgesehen läuft es schon seit geraumer Zeit eher mittelprächtig. Aktuell hat man dank Corona aber noch sehr viel größere Probleme.

So läuft es derzeit

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 13,6% auf 4,94 Mrd. Euro gesunken, im zweiten Quartal lag das Minus sogar bei 22,7%.

Das Ergebnis brach von +2,01 auf -0,17 Euro je Aktie ein. Die Verluste sind nicht bedrohlich, erfreulich ist es aber auch nicht.

Es ist auch fragwürdig, ob man in Anbetracht dieser Entwicklung noch eine Dividende zahlen sollte. Es wäre also durchaus möglich, dass Anleger in diesem Jahr leer ausgehen werden.

Mittelfristig sollte Covestro aber in der Lage sein, einen Gewinn von 4-6 Euro je Aktie zu erzielen.
Auf dieser Basis läge das KGV gemittelt bei 9,5. Das wäre vertretbar. Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass man bei Covestro noch günstiger zum Zug kommt.
Der Kurs hat sich bereits verdoppelt und operativ hat man noch immer massive Probleme.

Übernahme / Dementi

Presseberichten zufolge hat Apollo Global dennoch Interesse angemeldet und angeblich 10 Mrd. USD geboten.
Der Dax-Konzern dementierte allerdings. Einem Unternehmenssprecher zufolge befinde man sich nicht in Übernahmeverhandlungen.

Man wird sehen, ob es dennoch zu einem Deal kommt. Der könnte für Apollo auch ungleich attraktiver sein als für Sie als Privatanleger.
Appollo hätte nach einem Kauf schließlich Möglichkeiten, die Ihnen nicht zur Verfügung stehen.

Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie der Finanzinvestor vorgehen würde.
Vermutlich würde man einige Töchter verkaufen, die Organisation „straffen“ und währenddessen ordentlich Kapital abziehen.
Anschließend würde man Covestro weiterverkaufen oder wieder an die Börse bringen. Neu ist das alles nicht.

Noch was zu holen?

Ihnen als Privatanleger stehen diese Optionen aber nicht zur Verfügung, sie können keine Kontrolle ausüben.
Kauft man die Aktie jetzt, ist es aus meiner Sicht eine Spekulation darauf, dass doch ein Deal Zustande kommt und Covestro von der Börse genommen wird.

Doch auch das hat einen Haken. Der Kurs liegt jetzt schon über dem, was Apollo angeblich bietet, denn 10 Mrd. USD entsprechen rund 46 Euro je Aktie.

Chart

Das Chartbild ist übergeordnet angeschlagen, wenn sich seit dem Corona-Tief auch ein Aufwärtstrend ausgebildet hat.

Darüber hinaus ist die Aktie nach den Kursgewinnen der letzten Wochen klar überkauft.
Aus Sicht der Bullen darf die Unterstützung bei 47 Euro nicht unterschritten werden, nur dann sind Kursgewinne in Richtung 52 Euro möglich.

Fällt das Papier jedoch unter 47 Euro, droht eine Korrektur. Mögliche Kursziele liegen bei 42 sowie 40 und 37,50 Euro.
Für die Bullen wäre das aber kein Weltuntergang, der Aufwärtstrend wäre noch intakt.

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Chart vom 18.09.2020 Kurs: 47,80 Kürzel: 1COV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.09.2020 Kurs: 47,80 Kürzel: 1COV – Tageskerzen
Chart vom 18.09.2020 Kurs: 47,80 Kürzel: 1COV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.09.2020 Kurs: 47,80 Kürzel: 1COV – Tageskerzen

Rein prozentual gerechnet ist der Anstieg der Covestro-Aktie von ihrem März-Tief durchaus beachtlich. Mittlerweile ist der Kurs wieder auf seinem „Prä Corona“-Level angelangt. Unser vier Jahre abbildender Chart auf Wochenbasis zeigt jedoch, dass dieser Anstieg trotzdem bislang nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Denn schwierig wurde die Lage für die ehemalige Bayer-Tochter schon im Jahr 2018. Damals begann der Gewinn ins Stocken zu geraten. Und 2019 fielen dann neben den Gewinnen auch die Umsätze. Die Käufe der letzten Monate preisen damit nur die Corona-Problematik aus, der Margendruck der letzten zwei Jahre verschwindet damit nicht. Wie weit kann die Aktie unter diesen Umständen kommen?

Covestro selbst hielt bei der Vorlage der Bilanz zum zweiten Quartal am 23. Juli an der Mitte April an die Lage angepassten Prognose für 2020 fest. Das klingt, als laufe alles nach Plan, aber dieser Plan ist eben aus Sicht eines Anlegers nicht gerade bullisch. Der Polymer-Spezialist rechnet mit einem Rückgang im Mengenwachstum, d.h. im preisunabhängigen Absatz, wobei die Größenordnung dieses Rückgangs offengelassen ist. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wird bislang in einer Range zwischen 0,7 und 1,2 Milliarden Euro erwartet. 2019 standen da noch 1,6 Milliarden zu Buche, 2018 waren es stolze 3,2 Milliarden Euro gewesen. Doch selbst diese 0,7 bis 1,2 Milliarden Euro müssten erst einmal erreicht werden, in den ersten sechs Monaten kamen bislang 380 Millionen Euro zusammen. Ob das Gewinnziel erreicht wird, ist somit noch offen. Ermutigend war zwar die Aussage seitens des Unternehmens, dass der Tiefpunkt überwunden sei. Aber das Kurspotenzial der Aktie hängt natürlich entscheidend davon ab, wie schnell Covestro dieses Tief unter sich lassen wird.

Expertenmeinung: Der Blick auf die Einschätzungen der Analysten ist interessant. Denn da findet sich derzeit keine einzige direkte „Verkaufen“-Einstufung, die Experten teilen sich zu gleichen Teilen auf die Lager „Kaufen“ und „Halten“ auf. Aber das durchschnittliche Analysten-Kursziel ist bereits leicht überschritten, liegt derzeit um 40 Euro. Einige Experten haben zwar in den letzten Wochen ihre Ziele angehoben, aber nur ein Teil davon lag deutlicher über dem aktuellen Niveau der Aktie … und da wirkt es, als habe man eher dem gestiegenen Kurs als einer veränderten Lage Rechnung getragen. Wie könnte man diese Situation handeln?

Charttechnisch betrachtet kommt die Aktie derzeit klar bullisch daher. Mit dem Anstieg über die übergeordnete Abwärtstrendlinie und dem im August vollzogenen Sprung über die 200-Tage-Linie wurden wichtige Hürden genommen, zuletzt gelang auch noch der Break über den bis ins Frühjahr 2019 zurückreichenden Widerstandsbereich 37,90/38,40 Euro. Aus charttechnischer Sicht hätte der Kurs dadurch Luft bis an die nächste, markante Wendemarke bei 48,18 Euro. Aber solange sich seitens der Rahmenbedingungen keine klare Wende abzeichnet, bestenfalls ein „besser als befürchtet“ für die kommenden Monate ansteht, wäre der Spielraum nach oben eher begrenzt, so dass ein Neueinstieg Long aktuell kein ideales Chance/Risiko-Verhältnis birgt. Alleine bis zur wichtigen März-Aufwärtstrendlinie, die eine geeignete Basis für einen Stoppkurs wäre, beträgt die Distanz derzeit ca. 15 Prozent. In Rücksetzer einsteigen? Schon eher. Der Aktie jetzt hinterherlaufen? Besser nicht.

Chart vom 02.09.2020, Kurs 41,33 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Kunststoffexperten Covestro geht aktuell durch die Decke. Schon seit geraumer Zeit zeigt der Titel relative Stärke gegenüber dem DAX und liefert seit voriger Woche wieder klare Kaufsignale. Grund für den jüngsten Kursschub ist der Breakout über den Widerstand bei rund 38 EUR. Dieser war bislang eine hartnäckige Hürde im Chart und konnte sowohl im Juni als auch im Juli nicht gebrochen werden. Nachdem die Bären Ende Juli nochmals einen Versuch nach unten wagten, ergriffen die Bullen abermals das Zepter. Seither ist die Aktie kaum noch zu halten und liefert bereits unzählige Tage im positiven Terrain ab. Der Anstieg erinnert ein wenig an den Impuls von Mai auf Juni. Die damalige Impulshöhe betrug rund 10 Euro. Mal sehen, ob dieses Kunststück ein weiteres Mal gelingen wird.

Expertenmeinung: Wenn wir diese Impulshöhe zum letzten Pivot-Tief von Anfang August hinzuzählen, ergäbe sich ein theoretisches Kursziel auf bis zu 42/43 EUR. Viel Platz nach oben ist also nicht mehr vorhanden. Gleichzeitig steigt aber das Risiko einer möglichen Zwischenkorrektur, welche bei Covestro bislang recht heftig ausgefallen sind. Das Chance-Risiko-Verhältnis spricht also derzeit nicht mehr für einen Einstieg. Ein Pullback in Richtung der neuen aufgebauten Unterstützung bei rund 38 EUR wäre für Neueinstiege definitiv interessanter. Wer also einkaufen will, sollte sich dieser Tage noch etwas in Geduld üben. Dennoch bleiben wir bullisch auf die Aktie. Mehr als eine kleine Korrektur ist vorerst in den kommenden Tagen nicht zu erwarten.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 24.08.2020 Kurs: 41.14 Kürzel: 1COV | Online Broker LYNX

Eigentlich ist es ziemlich gewagt, so unmittelbar vor der am Donnerstag erwarteten Quartalsbilanz kräftig zu kaufen. Schließlich weiß man noch nicht, wie sich die Perspektiven beim Hightech-Werkstoffspezialisten Covestro momentan darstellen. Das Ergebnis des ersten Quartals war alles andere als gut, mit einem Umsatzminus von zwölf und einem Gewinneinbruch auf EBITA-Basis von 42 Prozent. Und auch, wenn die Eckdaten des zweiten Quartals am 9. Juli vorab veröffentlicht wurden und anlegerwirksam betont wurde, dass diese über den Analystenerwartungen gelegen hätten: Mit 2,156 Milliarden Euro Umsatz und einem EBITDA von 124 Millionen liegt man da fast ein Drittel unter dem Umsatz und knapp 73 Prozent unter dem Ergebnis des zweiten Quartals 2019. Und da wiederum lag der Gewinn schon gut 50 Prozent unter den 985 Millionen, die Covestro im zweiten Quartal 2018 als EBITDA verdient hatte. Gut ist etwas anderes. Und erst mit den am Donnerstagmorgen erwarteten, endgültigen Daten ließe sich auch mit einer Aussage zu den kommenden Monaten rechnen, auf die es letztlich ankommt, wollte man entscheiden, bei dieser Aktie einzusteigen, zu verkaufen oder gar Short zu gehen. Expertenmeinung: Zwar wähnen sich die Bullen dieser Tage unverwundbar, immerhin liest man doch fast durch die Bank, dass einlaufende Ergebnisse die Erwartungen übertroffen hätten. Dennoch hat man sich durch den Kursanstieg der vergangenen Wochen in eine rückschlaggefährdete Position gebracht. Denn es muss schon ein klares Statement in Richtung einer zügigen Erholung her, um den aktuellen Stand der Aktie nachhaltig zu halten. Erst recht, sollte es zu einem Ausbruch über die jetzt nahezu durchbrochene Widerstandszone kommen. Immerhin hat der Kurs jetzt das untere Ende der Handelsspanne zwischen Juni 2019 und Ende Februar erreicht, was hieße: Das Corona-Element wurde bereits „weggekauft“, während der EBITA-Gewinn massiv gedrückt ist. Die Aktie ist im Vorfeld der Bilanz bereits über die bei aktuell 36,90 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und über die markante Wendemarke um 37,50 Euro hinausgelaufen. Am Dienstag touchierte der Kurs die letzte Hürde vor einem charttechnischen Befreiungsschlag, die übergeordnete, im Chart dick rot hervorgehobene Abwärtstrendlinie bei 38,10 Euro. Gelänge der Durchbruch, würde die nächste potenzielle Widerstandslinie in Form des Februar-Verlaufshochs bei 41,54 Euro warten. Aber wenn man sich ansieht, dass die Aktie allemal bis an die die Rallye als Basis führende März-Aufwärtstrendlinie bei aktuell 33,10 Euro zurücksetzen könnte, ohne auch nur den Trend zu brechen, stellt sich das Chance/Risiko-Verhältnis, auch mit Querblick auf den überkauften Stochastik-Oszillator (unten im Chart), im Vorfeld der quasi schon vorweg genommenen Zahlen nicht unbedingt verlockend dar. Covestro Aktie Chart vom 21.07.2020, Kurs 37,41 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX    

Die Aktie des Spezialchemieunternehmens Covestro stieg am Mittwoch als Reaktion auf das am Morgen vorgelegte Ergebnis des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2019 sowie den mitgelieferten Ausblick auf das laufende Quartal und das Gesamtjahr. Die Frage stellt sich indes, ob diese Käufe auf neuer Zuversicht basierten, auf einem „es hätte ja schlimmer kommen können“ oder darauf, dass Ergebnis und Ausblick nur nicht schwach genug waren, um Short-Positionen nahe des kurz zuvor verteidigten Jahrestiefs 2019 offen zu lassen. Nur im Fall, dass die erste Variante dominiert, wäre wirklich Optimismus hinsichtlich weiterer Kursgewinne nennenswert und damit ein charttechnischer Befreiungsschlags opportun. Und wirklich gut waren weder die 2019er-Bilanz noch der Ausblick. Covestro musste 2019 einen Umsatzrückgang von 15 Prozent und eine Halbierung des EBITDA (des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) hinnehmen. Dass die Analysten genau das erwartet hatten, macht das Ergebnis nicht besser, es war aber zumindest keine böse Überraschung. Doch dass Covestro für 2020 mit einem weiteren Gewinnrückgang kalkuliert (Prognosespanne 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro nach 1,604 Milliarden in 2019), ist nicht unbedingt motivierend. Dass die Aktie am Mittwoch trotzdem 2,94 Prozent zulegte, wirkt zwar, als würde seitens der Anleger der Optimismus zurückkehren, aber: Expertenmeinung: Aus charttechnischer Sicht ist mit diesem Kursanstieg noch nichts gewonnen, denn noch bleibt die Aktie damit unter den kurz- und mittelfristig entscheidenden Widerständen. Erst, wenn diese eindeutig bezwungen würden, ließe sich unterstellen, dass das gestrige Plus mehr war als Käufe zum Zweck des Schließens von Leerverkäufen. Erst, wenn Covestro solche Widerstände überwinden würde, wäre daraus abzulesen, dass das Bären-Lager solche Marken, die normalerweise konsequent über Leerverkäufe verteidigt werden, aufgegeben hat und damit weiterer Spielraum nach oben gegeben wäre. Es ist zwar eine gute Basis für eine Trendwende, dass Covestro Anfang des Monats genau auf Höhe des im August markierten 2019er-Jahrestiefs drehte. Aber Schwung als Reaktion darauf kam vor dem gestrigen Kursanstieg nicht auf. Und dieser Anstieg um knapp drei Prozent gestern hat die Aktie nur an, aber nicht über die Hürden gehoben, die es eindeutig zu bezwingen gälte. Die Aktie schloss an der im Chart violett gehaltenen, langfristigen Abwärtstrendlinie, die ihren Ursprung im Frühjahr 2018 hat. Das Tageshoch lag genau auf Höhe der knapp darüber liegenden, mittelfristigen Oktober-Abwärtstrendlinie. Und selbst, wenn diese beiden Linien überwunden wären, müsste Covestro auch noch an der aktuell bei 42,23 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie vorbei, bevor man unterstellen könnte, dass die Aktie wirklich auf dem Weg in Richtung einer auch mittelfristig relevanten Trendwende nach oben wäre. Bis dahin darf man in Sachen Wende noch ein wenig misstrauisch sein. Covestro Aktie: Chart vom 19.02.2020, Kurs 40,61 Euro , Kürzel 1COV | LYNX Online BrokerOffenlegung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.