Die besten Palladium Aktien 2019

Die besten Aktien, mit denen Sie 2019 von hohen Palladium-Preisen profitieren

Bereits seit der Erstanalyse Anfang Februar 2018 entwickelten sich unsere Palladium Aktien glänzend. In der Spitze stiegen die Aktien von Norilsk Nickel +41%, Anglo American Platinum +130% und North American Palladium +200%. Langfristig sollten alle drei Werte weiteres Kurspotenzial haben.

Palladium gehörte in den vergangenen drei Jahren mit einer Kurssteigerung von +160% zu den Rohstoffen mit den stärksten Preisanstiegen. In der Elf-Jahres-Betrachtung steht gar ein unglaubliches Plus von +900% zu Buche. Der Preis für eine Unze des Edelmetalls überschritt 2018 erstmals seit 2001 wieder die 1.000 USD-Marke und liegt derzeit nach kurzzeitigem Überschreiten der 1.600 USD-Marke bei 1.570 USD. Während andere Metalle und Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium im Jahr 2018 stark korrigiert haben, legte der Palladiumpreis auch im vergangenen Jahr um +19% zu und setzte seine Klettertour 2019 fort. Damit wurde ein neues Allzeithoch erzielt, so dass Palladium mittlerweile sogar wertvoller ist als Gold. Was sind die Gründe für diese Entwicklung und mit welchen starken Aktien können Sie als Anleger davon profitieren? Werfen wir dazu zunächst einen Blick auf den Palladium Chart.

Palladium Chart

Palladium-Aktien profitieren vom Diesel-Skandal

In den vergangenen beiden Jahren zählte der Dieselskandal zu den bewegenden Wirtschaftsthemen. Die 2015 aufgedeckten Abgas-Manipulationen von Volkswagen und anderen Autoherstellern brachten die bis dahin sehr beliebte Antriebsart Diesel stark in Verruf und sorgten für heftige Kursturbulenzen bei den Autoaktien. Auch zunehmende Fahrverbote in Innenstädten aufgrund hoher Feinstaub-Belastungen haben dazu geführt, dass die Produktions- und Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen in den Keller fielen.

Sie werden sich fragen, was das mit dem Edelmetall Palladium zu tun hat? Die Antwort ist recht einfach: Die Verwendung in Katalysatoren für Benzinmotoren ist mit Abstand das wichtigste Anwendungsgebiet des Rohstoffs. Das Metall filtert bis zu 90% der schädlichen Abgase und wandelt diese in weniger schädliche Substanzen um. Deshalb profitiert Palladium in erster Linie, wenn mehr Benzin- bzw. Hybridantriebe und weniger Dieselmotoren auf den Straßen unterwegs sind. Da das Edelmetall sehr knapp ist, ist es kein Wunder, dass sich viele Palladium-Aktien im Aufwärtstrend befinden. Auch 2019 könnten Palladium-Aktien an der Börse weiterhin zu den Gewinnern gehören.

Fakten zum Rohstoff Palladium

Das Edelmetall Palladium ist ein silberweißes metallisches Element der Platinmetallgruppe das jedoch nur halb so viel wiegt wie Platin. Palladium und palladiumhaltige Legierungen sind selten und werden in der Natur hauptsächlich in Flusssedimenten gefunden. Solche Vorkommen gibt es im Ural, Nord- und Südamerika, Australien und Äthiopien. Allerdings gelten diese bereits als erschöpft bzw. wirtschaftlich nicht förderbar.

Palladium wird heute daher hauptsächlich aus Kupfer-, Nickel-, Blei und Silbererz gewonnen. Hauptproduktionsländer sind Russland und Südafrika, die knapp 80% der Weltproduktion auf sich vereinen. Kleinere Förderländer sind Kanada, die USA und Simbabwe. Über 90% der nachgewiesenen Reserven lagern in Südafrika. Allerdings gibt es aus Russland keine verlässlichen Daten, so dass auch dort noch bedeutende Lagerstätten vermutet werden können. Neben der Förderung aus Minen spielt auch das Recycling d.h. die Neuraffination von Palladium eine immer wichtigere Rolle bei der Versorgung der Märkte.

Geschichte von Palladium

Der englische Chemiker und Mediziner William Hyde Wollaston entdeckte das Edelmetall 1803 zusammen mit dem bis dato ebenfalls noch unbekannten Rhodium bei chemischen Versuchen mit südamerikanischem Erz. Wollaston benannte das Metall nach dem Asteroiden Pallas, der zwei Jahre vorher entdeckt worden war. Im Jahr 1820 wurden dann bereits die katalytischen Eigenschaften von Palladium und anderen Metallen der Platinmetallgruppe durch Michael Faraday nachgewiesen. Im Gegensatz zu Platin, das als Glühdraht in Glühbirnen und als Kontaktmetall in Telegrafen eingesetzt wurde, fand Palladium in der Zeit der Industrialisierung kaum Verwendung. Seit den 70er Jahren wird Palladium zunehmend für den Bau von Katalysatoren eingesetzt, so dass die Nachfrage seitdem sprunghaft anstieg.

Hohe industrielle Nachfrage

Im Vergleich zu anderen Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin, ist bei Palladium die industrielle Nachfrage mittlerweile am höchsten. Das liegt unter anderem daran, dass das Metall unter den Nickelmetallen den niedrigsten Schmelzpunkt hat und zudem als sehr reaktionsfreudig gilt. Mehr als zwei Drittel des produzierten Palladiums wird für die Herstellung von PKW-Katalysatoren eingesetzt, mit steigender Tendenz. Denn die Zahl der Autos mit Katalysator soll laut dem Bankhaus Julius Bär bis zum Jahr 2025 von derzeit knapp 76 Mio. auf bis zu 90 Mio. pro Jahr steigen. Prognosen von J.P. Morgan zufolge soll der Anteil von Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen am gesamten Automobilmarkt im selben Zeitraum von aktuell rund 3% auf bis zu 23% der Verkäufe anwachsen. Aber auch in der Elektronikindustrie, der Chemiebranche, in der Medizintechnik sowie als Legierungsbestandteil (z.B. bei Weißgold-Schmuck) wird Palladium benötigt.

Prekäre Versorgungslage: Minenschließungen und Streiks

Neben dem Diesel-Thema und der steigenden Anzahl von Benzin- und Hybridantrieben ist vor allem die rückläufige Bergbauförderung dafür verantwortlich, dass es im Palladium-Markt seit etwa sieben Jahren eine Unterversorgung gibt. Citigroup schätzt, dass die Angebotslücke 2018 bei mindestens 600.000 Unzen lag und dass die Defizite mindestens bis zum Jahr 2020 anhalten werden und sich sogar noch vergrößern. Gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg kommentierte der Chefanalyst Maxwell Gold von Aberdeen Standard Investments die Preisentwicklung: „Die Preise reagieren auf eine klare Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage“. Zuletzt führten Streiks in der südafrikanischen Bergbauindustrie zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin schon prekären Versorgungslage. Dies hatte zur Folge, dass die Palladium-Preise zuletzt weiter anzogen und neue Allzeithochs bei rund 1.600 USD je Unze erzielten.

Der Marktführer Norilsk Nickel kauft angesichts stagnierender Produktionsmengen immer größere Mengen Palladium aus russischen Staatsbeständen, um die Nachfrage bedienen und Preisschwankungen abzufedern zu können. Wie groß die russischen Lagerbestände noch sind, ist mehr als fraglich, Experten nehmen jedoch an, dass diese bald zur Neige gehen dürften. Auch in Südafrika ist kein steigendes Angebot zu erwarten, da dort tendenziell mehr Minenschächte geschlossen als neu eröffnet werden.

Preisdämpfende Faktoren in Summe schwächer

Allerdings gibt es auch Faktoren, die dämpfend wirken. So dürfte die Nachfrage aus China und den USA, die zusammen fast 50% des gesamten Palladiumbedarfs ausmacht, aufgrund eines zunehmend gesättigten Automobilmarktes und dem weiterhin belastenden Zollstreit nicht mehr so stark steigen wie in den Vorjahren. Dazu kommt, dass die steigenden Notierungen das Recycling von Palladium attraktiver machen. Dementsprechend steigt der Anteil von aufbereitetem bzw. neu raffiniertem Palladium.

Zudem ist Palladium mittlerweile erheblich teurer als Platin, das Mitte 2018 ein Zehn-Jahres-Tief markierte und kürzlich in einen zögerlichen Aufwärtstrend übergegangen ist. Vor einigen Jahren, als der Platin-Preis zeitweise viermal so hoch lag, galt das noch als unvorstellbar. Katalysatoren Hersteller könnten bei einer weiteren Ausweitung der Preisdiskrepanz Palladium durch das ebenso geeignete – und bislang vor allem in Diesel-Motoren verwendete – Platin ersetzen. Allerdings sind solche Umstellungsprozesse teuer und nehmen viel Zeit in Anspruch. Deshalb macht dies für die Automobilindustrie allenfalls dann Sinn, wenn absehbar ist, dass der Preisaufschlag dauerhaft hoch genug bleibt oder sich noch ausweitet. Experten und Analysten halten einen Umstieg auf Platin oder Rhodium auch auf dem aktuellen Preisniveau weiterhin für unrentabel. Mehr zum Thema Platin lesen Sie in unserem Artikel Die besten Platin Aktien 2019.

Unterm Strich überwiegen jedoch die angebotsseitigen Argumente für einen weiterhin starken Palladiumpreis. Schauen wir uns nun an, wie Sie als Anleger davon profitieren können.

Palladium-Münzen und Palladium-Barren für Anleger uninteressant

Als Anlageprodukt kann man das Metall z.B. in Form von Palladium-Münzen oder Palladium-Barren erwerben. Hierzulande fällt auch beim Kauf von physischem Palladium zu Anlagezwecken der volle Mehrwertsteuersatz von 19% an. Hinzu kommt in der Regel ein hoher Spread d.h. eine große Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis. Deshalb muss der Metallpreis nach einem Kauf allein schon deshalb erheblich steigen, um ohne Verlust wieder aussteigen zu können. Bei diesen Rahmenbedingungen macht ein Investment natürlich wenig Sinn.

Direkt in Palladium investieren: Palladium ETFs bzw. Palladium-ETCs

Aber auch als Palladium-ETFs bzw. Palladium-ETCs fristet das Edelmetall ein Schattendasein hinter Gold und Silber. Über den BNP Paribas Issuance B.V. OPEN END ETC Palladium (ISIN: DE000PB8PAL7 – Symbol Frankfurt: BNQL – Währung: USD), den ETFS Physical Palladium ETC (ISIN: DE000A0N62E5 – Symbol Frankfurt: VZLB – Währung: USD), sowie den iShares Physical Palladium ETC (ISIN: IE00B4556L06 – Symbol Frankfurt: PPFA – Währung: USD) wäre allerdings ein Investment möglich. Mit dem Xtrackers Physical Palladium EUR Hedged ETC (ISIN: DE000A1EK3B8 – Symbol Frankfurt XAD4 – Währung EUR) gibt es auch ein in Euro notierten ETC. Doch am Interessantesten sind für viele Anleger ohnehin direkte Investments in Palladium Aktien. Lesen Sie nun, welche unserer Palladium-Aktien weiterhin ein Kauf sind und bei welchen Werten nach den steilen Kursanstiegen der letzten Monate ggf. Teilgewinnmitnahmen ratsam wären.

Die besten Palladium Aktien 2019

Im Folgenden werden wir Ihnen drei erstklassige Palladium-Aktien vorstellen, mit denen Sie von den hohen Preisen des Rohstoffs profitieren können. Falls Sie über ein ETF oder ETC an der Entwicklung des Palladiumpreises partizipieren wollen, könnte unser Artikel Die besten Palladium Aktien für Sie interessant sein.

Norilsk Nickel: Russischer Palladium-Gigant

Der russische Minenbetreiber Norilsk Nickel (ISIN: US55315J1025 – Symbol: NILSY – Währung: USD) ist nicht nur der weltgrößte Nickel-Produzent, dass Unternehmen gilt mit einer Jahresproduktion von rund 3,5 Mio. Unzen auch als der weltweit größte Hersteller von Palladium. Daneben produziert der an der Börse derzeit mit rund 40 Mrd. USD bewertete Rohstoff-Konzern auch andere Metalle wie Platin und Kupfer. Die Oligarchen Vladimir Potanin, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender ist, und Oleg Deripaska halten jeweils einen Anteil von 30% bzw. 28% an Norilsk Nickel. Roman Abramowitsch ist über den von ihm gelenkten Rohstoffriesen Rusal mit weiteren 25% beteiligt.

Kritik an Norilsk Nickel: Starke Umwelt- und Luftverschmutzung

Der Abbau von Nickel durch Norilsk Nickel führt zu schwersten Umweltverschmutzungen, so dass Stadt Norilsk und das Umland seit November 2001 für Ausländer gesperrt sind. Im Jahr 2006 wurde Norilsk vom Blacksmith Institute in die Top 10 der am meisten verschmutzten Orte der Welt aufgenommen. Auch in Sachen Luftverschmutzung nimmt Norilsk Nickel unter den russischen Industrieunternehmen Platz eins ein. In diesem Bereich gibt es also noch erheblichen Nachholbedarf für Norilsk Nickel auch wenn in Unternehmenspräsentationen deutliche Verbesserungen, sowie Umweltinitiativen und -ziele dargestellt werden.

Die Bracket-Order: Intelligent Aktienposition absichern

Die Bracket-Order verbindet auf intelligente Art und Weise eine Limit-Order mit einer Stop-Order. Sie können Gewinnziel sowie maximalen Verlust festlegen – und wenn der Aktienpreis eine der festgelegten Schwellen erreicht, wird die entsprechende Order ausgeführt, während die andere automatisch gelöscht wird.

Verantwortlich für 41 Prozent der weltweiten Palladium-Produktion

Rund ein Drittel des Konzernumsatzes gehen mittlerweile auf das Konto der Palladium-Förderung, mit dem Verkauf von Platin, Nickel und Kupfer erzielt das Unternehmen die restlichen Umsätze. Palladium ist seit 2017 der umsatzstärkste Bereich. Insgesamt ist Norilsk Nickel laut The Balance für 41% der weltweiten Palladium-Förderung verantwortlich, im Jahr 2018 produzierte das Unternehmen 3,5 Mio. Unzen.

Palladium und Platin produziert Norilsk Nickel in seinen Minen im russischen Taimyr und Kola Peninsulas, sowie in Minen in Botswana und Südafrika. Ende 2017 hat der Rohstoff-Riese zudem ein neues Bergbauprojekt in Sibirien gestartet. Das dort geförderte Gold, Kupfer und Eisen soll vor allem ins relativ nahegelegene China exportiert werden. Insgesamt plant das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren rund 12 Mrd. USD in die Entwicklung seiner Produktionskapazitäten zu investieren, um die Fördermengen signifikant zu erhöhen.

Im Jahr 2018 wurde der Umsatz um +28% auf 11,7 Mrd. USD gesteigert, während der Nettogewinn um +44% von 2,1 Mrd. USD auf 3,5 Mrd. USD gesteigert werden konnte. Im ersten Halbjahr 2019 legte der Umsatz um weitere +8% auf 6,3 Mrd. USD zu, während der Nettogewinn aufgrund höherer Metallpreise um +81% von 1,7 Mrd. USD auf 3,0 Mrd. USD kletterte.

Stattliche 10 Prozent Dividendenrendite

Ein weiteres starkes Argument für die Aktie von Norilsk ist die ansehnliche Dividendenrendite. Berichten zufolge einigte sich Konzernlenker Potanin nach einer Auseinandersetzung mit Abramowitsch offenbar darauf, dass rund 60% der Nettogewinne als Dividende ausgeschüttet werden. Falls jedoch der Nettogewinn im Verhältnis zur Bilanzverschuldung geringer ausfällt, so kann die Ausschüttungsquote schrittweise auf 30% reduziert werden. Im vergangenen Jahr 2018 wurden pro ADR-Anteilsschein (Aktien-Hinterlegungsschein) in zwei Halbjahrs-Dividenden insgesamt 2,11 USD ausgezahlt. 2019 erfolgte bereits eine Halbjahresdividende in Höhe von 1,22 USD.

Bei einer erwarteten stabilen Ausschüttung fürs zweite Halbjahr 2019 errechnet sich bei einem Aktienkurs von 25 USD eine stattliche Rendite von knapp 10 Prozent. Analysten zufolge sollen die Gewinne im Jahr 2019 insgesamt um ca. +31% von 2,32 USD je Aktie auf 3,03 USD je Aktie steigen und dann im Jahr 2019 nochmals leicht um +2% auf 3,10 USD je Aktie zulegen. Deshalb darf auch im kommenden Jahr 2020 mit einer stattlichen Dividende gerechnet werden.

Chart in US-Dollar

Chart in Euro

Aktie langfristig interessant

Die Gewinnentwicklung des Konzerns dürfte auch über 2019 hinaus weiterhin erfreulich ausfallen. Auch die hohe Dividendenrendite von knapp zehn Prozent spricht für ein langfristiges Investment in die Aktie. Der Wert ist zudem in einer interessanten charttechnischen Konstellation: In den vergangenen 10 Jahren ging es für die Aktie mehrmals zwischen 10 Euro und 19 Euro auf und ab. 2019 gelang nun der charttechnische Ausbruch auf neue Hochs. Deshalb bestehen aus charttechnischer Sicht keine aktuellen Widerstände mehr.

Doch Anleger sollten neben der Kritik für Umweltverschmutzungen nicht außer Acht lassen, dass es sich um eine russische Firma handelt. Das bedeutet, dass es zwar auf der einen Seite günstigere Bewertungen und höhere Dividenden gibt. Auf der anderen Seite bestehen dafür generell größere Risiken und Unsicherheiten, die vor allem im Wechselkurs des Rubels und in der Politik liegen. Im April 2018 gab es beispielsweise einen kurzzeitigen scharfen Rücksetzer auf 15 Euro. Aufgrund der US-Sanktionen gegen einige russische Oligarchen war Norilsk Nickel in „Sippenhaft“ genommen worden, obwohl in diesem Fall keine Auswirkungen auf den Konzern befürchtet wurden. Deshalb erholte sich die Aktie im Anschluss rasch wieder.

Anglo American Platinum: Die Nummer 2

Anglo American Platinum (ISIN: ZAE000013181 – Symbol (Johannesburger Börse): AMS – Währung: ZAR) ist mit ca. 38% Weltmarktanteil der weltgrößte Platin-Produzent. Aber auch Palladium produziert das in Johannesburg ansässige Unternehmen in seinen südafrikanischen Minen. Mit einer Förderung von mehr als 1,2 Mio. Unzen Palladium, ist Anglo American Platinum der weltweit zweitgrößte Palladium-Produzent nach Norilsk Nickel. Neben geförderten Metallen beliefert der Konzern seine zahlreichen Kunden auch mit recycelten Metallprodukten. Rund 38% des Konzerns gehören der Muttergesellschaft, dem Rohstoffgiganten Anglo American.

Produktion für die kommenden Jahre gesichert

Anglo American Platinum verfügt in Südafrika über mehrere produzierende Minen sowie Schmelzhütten und Raffinerien. Dabei kann es auf die größte bekannte Platinlagerstätte, das Merensky Reef im Bushveld-Komplex in Südafrika, zurückgreifen. Zusätzlich stehen einige hochkarätige Platinvorkommen als Reserve zu Verfügung, die auch in den kommenden Jahren eine wirtschaftliche Förderung von Platin und Palladium sicherstellen sollten. Nebenprodukte des an der Börse umgerechnet mit ca. 14 Mrd. Euro bewerteten Unternehmens sind Rhodium, Ruthenium, Iridium und Osmium.

Starkes Gewinnwachstum, Kostenführerschaft und Dividendenerklärung

Nach dem Verkauf von weniger profitablen Minen werden Fokus und Kapitaleinsatz nun auf die stärksten Projekte gerichtet. Anglo American Platinum hat laut eigenen Angaben im Vergleich mit seinen wichtigsten Wettbewerbern die niedrigsten durchschnittlichen Produktionskosten. Die Fördermengen konnten im Jahr 2018 immerhin um 4% gesteigert werden, während die Umsätze um +14% auf 74,6 Mrd. Rand (ca. 5,1 Mrd. USD) stiegen. Die höheren Metallpreise wirkten dabei wie ein Gewinnhebel. Statt der in Aussicht gestellten Gewinnverdopplung gab es sogar eine Gewinnverdreifachung von 7,41 Rand (ca. 0,50 USD) je Aktie auf 25,6 Rand (ca. 1,74 USD) je Aktie. Auch Kostensenkungen und verbesserte Produktionsabläufe hätten dazu beigetragen. Im Jahr 2019 hielt die glänzende Entwicklung des operativen Geschäfts an. So meldete Anglo American Platinum mit den Halbjahreszahlen erneut ein starkes Umsatzwachstum von +28% von 33,5 Mrd. Rand (ca. 2,3 Mrd. USD) auf 42,9 Mrd. Rand (2,9 Mrd. USD), sowie ein Gewinnwachstum von +236% auf 28 Rand oder 1,90 USD je Aktie.

Die positive Geschäftsentwicklung sowie der erfolgreiche komplette Schuldenabbau ermöglicht es dem Management wieder eine starke Dividende auszuschütten. Fürs erste Halbjahr 2019 wurden pro Aktie immerhin 11 Rand (ca. 0,75 USD) ausgeschüttet, Zukünftig soll dividendenpolitisch eine Ausschüttungsquote von ca. 40 Prozent beibehalten werden.

Rücksetzer abwarten: Langfristiges Investment zur Depotbeimischung

Mitte 2018 gelang es der Aktie aus einer charttechnischen Seitwärtsbewegung auszubrechen und auf neue Höchststände zu klettern. Durch die verbesserte Kostenstruktur und die Fokussierung auf besonders profitable Konzernteile gab es in den vergangenen beiden Jahren eine hohe Gewinndynamik, die dem Aktienkurs Auftrieb verlieh. Auch für das zweite Halbjahr 2019 sind die Aussichten auf hohe Profite gut. Nachdem nach dem Palladium-Preis auch der Platin-Preis in die Gänge kam, ist dies ein Gewinn-Turbo für Anglo American Platinum. Die Firma ist zwar bei weitem nicht so günstig bewertet wie Norilsk Nickel, hat allerdings auch keinen „Russland-Faktor“. Der Wert eignet sich im Falle eines Rücksetzers im Kursbereich von 40 Euro für langfristig orientierte Anleger als Depotbeimischung bzw. Diversifizierung. Kurse zwischen 55 und 60 Euro können nach den starken Kursanstiegen durchaus auch zu Teilgewinnmitnahmen genutzt werden.

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North American Palladium: Spekulativer Geheimtipp

Anstatt Ihnen noch einen weiteren großen Bergbaukonzern mit Palladium-Anteil wie Vale, Stillwater Mining oder Impala Platinum zu präsentieren, möchte wir Ihnen mit der kanadischen Firma North American Palladium (ISIN: CA65704X1096 – Symbol: PDL – Währung: CAD) noch ein relativ kleines Unternehmen der Rohstoffbranche vorstellen. Die Firma ist weltweit der einzige Rohstoffkonzern mit ausschließlichem Fokus auf Palladium.

Erstklassige Mine in Kanada

North American Palladium (NAP) betreibt seine Mine Lac des Iles in Kanada bereits seit mehr als 20 Jahren und verfügt dort über einen enorm großen, erstklassigen Erzkörper. Mit moderner Infrastruktur werden eine unterirdische Mine sowie eine Tagebaumine betrieben. Das erfahrene Managementteam hat es sich zum Ziel gesetzt, einen kostengünstig und nachhaltig wachsenden Palladiumproduzenten zu schaffen. Dazu werden stetig weitere Ressourcen erschlossen und Konzessionen erworben. Mit einer Fördermenge von 201.592 Unzen Palladium übertraf das Unternehmen im Jahr 2017 seine Zielvorgabe von 180.000 – 190.000 Unzen deutlich. Im Jahr 2018 lag das Förderergebnis von North American Palladium mit 237.500 Unzen im oberen Bereich der eignen Prognose von 230.000 – 240.000 Unzen an.

Turnaround gelungen – Starke Geschäftsentwicklung

Für das Jahr 2018 meldete das Unternehmen starke Zahlen. Der Netto-Gewinn verdreifachte sich gegenüber 2017 von 36 Mio. USD auf 119 Mio. USD. Dabei fielen sogar die Gesamtkosten pro Unze Palladium leicht von 694 USD auf 690 USD. Das bedeutet, dass das Unternehmen bei den aktuellen Palladiumpreisen von mehr als 1.500 USD äußerst profitabel wirtschaftet. Damit ist der Turnaround endgültig gelungen, denn noch im Jahr 2016 verzeichnete das Unternehmen aufgrund niedriger Metallpreise herbe Verluste. Im Jahr 2018 hingegen konnten auch die Netto-Schulden um 38 Mio. USD auf 37 Mio. USD halbiert werden.

Aktie für spekulative Anleger: Teilgewinne mitnehmen

North American Palladium ist mit einer Marktkapitalisierung von gerademal 680 Mio. Euro (Aktienkurs: 11,60 Euro) weiterhin ein vergleichsweise kleiner Player. Die Aktie konnte sich aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr bereits verdreifachen und in der Spitze sogar vervierfachen. Gelingt es dem Management die Produktion weiter hochzufahren und erfolgreich neue Ressourcen zu erschließen, so könnte langfristig noch deutlich mehr für das Unternehmen möglich sein. Die Aktie könnte sich dann weiterhin als Geheimtipp im Palladium-Sektor erweisen, denn nur mit diesem Wert setzen Sie voll und ganz auf das Edelmetall Palladium. Im Vergleich zu den anderen vorgestellten Werten weist NAP aber eine deutlich höhere Volatilität auf, ist also sehr schwankungsanfällig. Sinkt der Palladiumpreis deutlich, so dürften die Gewinne des Unternehmens entsprechend stark zurückgehen. Deshalb sollten Sie – sofern Sie unserer Erstempfehlung zu 5,50 Euro gefolgt sind – bei weiterhin starken Kursen zumindest über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Bei einem Rücksetzer in den Bereich 8 bis 9 Euro können sehr risikofreudige Anleger erneut in Betracht ziehen, einen kleinen Depotanteil zu investieren.

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