Die besten Kobalt Aktien 2018

Die besten Aktien, mit denen Sie 2018 von der Preisexplosion bei Kobalt profitieren

Die Preise für den Rohstoff Kobalt sind im Jahr 2017 regelrecht durch die Decke gegangen, das Jahresplus betrug unglaubliche +129%. Von den Tiefstständen im Jahr 2016 gerechnet verdreifachte sich der Kobaltpreis bis Ende Dezember 2017 auf 75.500 USD je Tonne. Aktuell liegt der Preis bereits über 80.000 USD je Tonne. Wir sind für Sie daher der Frage nachgegangen, was den Kobaltmarkt bewegt und wie Sie als Investor von der Knappheit des Rohstoffs profitieren können.

Der Kampf um Kobalt hat begonnen

Kobalt galt lange Zeit als recht obskures Metall, das als Kobaltblau zum Färben von Glas und Keramik verwendet wurde. Später fand man heraus, dass man damit hitzebeständigen Hochleistungsstahl und Superlegierungen z.B. für Wind- und Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke herstellen kann. Heute steht Kobalt jedoch aus einem anderen Grund im Fokus, denn es gehört neben Lithium und Coltan zu den Metallen, die essenziell für Elektroauto-Batterien und Smartphone-Akkus sind. Kobalt ist nämlich ein wichtiger Bestandteil in Lithium-Ionen-Akkus. Dabei ermöglicht es das rasche Aufladen der Batterien bei gleichzeitig hoher Energiedichte. Auch wenn intensiv an technologischen Alternativen geforscht wird, erscheint das seltene Metall für die Revolution auf der Straße, bei der digitalen Kommunikation und in den Energiespeichern von Morgen unersetzbar. Deshalb stehen die Chancen hervorragend, dass die Rallye der Kobalt-Aktien an der Börse auch im Jahr 2018 eine Fortsetzung findet.

Fakten zum Rohstoff Kobalt

Kobalt ist ein silberblaues, relativ schweres Metall, das leitfähig und extrem hitzebeständig ist. Außerdem behält es seine magnetische Eigenschaft bis zu einer Temperatur von 1.150 Grad Celsius und damit länger als jedes andere bekannte Metall. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Kobalt heutzutage vielseitig einsetzbar. Im Mittelalter gab es häufig Verwechslungen mit Silber- und Kupfererzen. Da es sich damals jedoch noch nicht verarbeiten ließ und zudem beim Erhitzen schlechte Gerüche abgab, wurde es als wertloses, „von Kobolden verhextes“ Metall angesehen.

Die weltweit bekannten Kobalt-Vorkommen betragen rund 25 Mio. Tonnen. Dabei wird Kobalt im modernen Bergbau überwiegend aus Kupfer- und Nickelerzen gewonnen. Fast zwei Drittel des weltweit geförderten Kobalts kommt aus der Demokratischen Republik Kongo wo sich sechs der zehn größten Kobaltminen befinden. Daneben gibt es noch nennenswerte Vorkommen in Australien, Kuba, Sambia, Kanada, Marokko, Russland und den USA.

Konfliktmineralien aus der Demokratischen Republik Kongo

Der Kongo als Hauptförderland gilt als politisch instabil und unruhig, auch der Begriff der „Konfliktmineralien“ wurde dort geprägt. Bis zu 20% des Kobalts stammen aus unkontrollierten, teilweise improvisierten, ungesicherten Minen bzw. dem Kleinbergbau. Unfälle, Kinderarbeit und Gesundheitsgefährdung sind laut Amnesty International an die Tagesordnung. Auch ökologisch richten diese Minen große Schäden an, da säurehaltige Abwässer entstehen und in die Umwelt gelangen. Die Instabilität des afrikanischen Landes, in dessen Osten sich bewaffnete Rebellengruppen und Milizen bekämpfen, sowie Berichte über Kinderarbeit haben einige Bergbauunternehmen bereits veranlasst das Land zu verlassen und stattdessen die Produktion in anderen Ländern wie Kanada oder Australien zu erhöhen. Der Rohstoffkonzern Glencore hingegen erhöht die Förderung in der Demokratischen Republik Kongo und eröffnet aus sozialer und ökologischer Sicht äußerst umstrittene Minenprojekte. Schätzungen zufolge könnte Glencore damit die Kobaltförderung nahezu verdoppeln und in wenigen Jahren 40% des weltweiten Marktes kontrollieren.

Elektrofahrzeuge lassen die Nachfrage explodieren

Zwischen 2010 und 2015 verdoppelte sich die weltweite Kobalt-Nachfrage von 65.000 auf über 120.000 Tonnen pro Jahr. Grund für die enorme Zunahme ist der steigende Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien und Akkus. Und die Nachfrage wird weiter zulegen, denn ohne den Einsatz von Kobalt fährt kein Elektroauto. Pro Fahrzeug benötigt Tesla für neuere Modelle beispielsweise immerhin rund 12 kg Kobalt. Auch wenn der Marktanteil elektrischer und hybrider Fahrzeugantriebe mit 4% noch überschaubar ist, nehmen die Verkaufszahlen gerade Fahrt auf: Einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zufolge werden Elektro- und Hybridfahrzeuge den weltweiten Marktanteil von Verbrennungsmotoren, von derzeit 96% bis 2030 auf etwa 50% zurückdrängen. Bis dahin werden weltweit 36% der Fahrzeuge über einen hybriden und 14% über einen rein elektrischen Antrieb verfügen. Der Bedarf für Elektromobilität verspricht daher ein besonders explosives Wachstum. Denn auch wenn bis 2030 nur ca. 30% der Neufahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen sollten, würden Schätzungen zufolge jährlich über 300.000 Tonnen Kobalt zusätzlich benötigt, das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Marktvolumens.

Autokonzerne konkurrieren um Lieferverträge

Es ist daher kein Wunder, dass viele Großkonzerne hektisch versuchen mit Lieferverträgen eine möglichst langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Volkswagen zum Beispiel war bei einem Versuch, langlaufende Lieferverträge mit fixen Preisen abzuschließen, im Herbst 2017 kläglich gescheitert. Auch BMW sucht langfristige Lieferanten und rechnet damit 2025 bis zu zehnmal so viele Rohstoffe für Batterien zu benötigen wie jetzt. So lange keine echte Alternative entdeckt und zur Marktreife gebracht wird, sind bei Kobalt aufgrund der Marktkonstellation kaum stärkere Preisrückgänge zu erwarten.

Das Angebot wird nur allmählich gesteigert

Das Angebot kann mit dem steigenden Bedarf kaum Schritt halten, da Kobalt zu 94% als Nebenprodukt in Kupfer- und Nickelminen anfällt und der Abbau mit großem Aufwand verbunden ist. Zwar gehen z.B. im Kongo in den kommenden Jahren einige neue Minen in Betrieb, während bestehende Kobalt-Minen sukzessive ausgebaut werden, aber die Nachfrage nach Kobalt dürfte weitaus schneller steigen. Die Minenbetreiber sind sich dessen bewusst und zieren sich verständlicherweise langfristige Lieferverträge mit Fixpreisen über 5 bis 10 Jahre einzugehen, auch wenn solche Verträge sicher bereits jetzt extrem lukrativ wären. Getrieben vom Elektroauto-Boom überlegen deshalb bereits erste Autohersteller sich direkt an Rohstoff-Minen zu beteiligen.

Der Wettlauf um Kobalt wird auch 2018 anhalten

Die Branche hofft, dass die Weiterentwicklung von Akkus und Batterien dazu führt, dass zunehmend weniger Rohstoffe benötigt werden. Das würde die Preisentwicklung bei Rohstoffen wie Kobalt und Lithium sicher etwas dämpfen. Forschung und Entwicklung in diesem Bereich sind jedoch sehr zeitintensiv. Technologische Durchbrüche dürften sich wenn überhaupt frühestens in einigen Jahren auf die Nachfrage auswirken. Aktuell halten sich Angebot und Nachfrage mengenmäßig noch einigermaßen die Waage, allerdings könnte es aufgrund von Eindeckungskäufen bereits 2018 eine nennenswerte Angebotslücke geben. Anfang 2018 erhöhte die kongolesische Regierung Senat Kongo die Abgabe für den Export des Metalls von 2% auf 3,5%. Auch diese Kostensteigerung wirkt sich unmittelbar auf den Weltmarktpreis aus. Der Wettlauf um Kobalt wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch 2018 anhalten, so dass weiterhin hohe Notierungen zu erwarten sind. Wie können Sie als Anleger davon profitieren?

Die besten Kobalt Aktien

Einen Kobalt-ETF, der die Preisentwicklung des Metalls oder eine Auswahl an Kobalt-Aktien abbildet, gibt es leider noch nicht. Deshalb bleibt nur ein Investment in Kobalt-Unternehmen. Beim Weltmarktführer Glencore, macht Kobalt aber trotz eines aktuellen Weltmarktanteils von 22% nur einen sehr kleinen Umsatzanteil aus. Genau wie bei anderen großen Rohstoffunternehmen z.B. Vale oder Freeport McMoran würde dies eine Klassifizierung als Kobalt-Aktie nicht unbedingt rechtfertigen.

Die Aktie der umstrittenen 86%igen Glencore-Tochtergesellschaft Katanga Mining hingegen ist als eines von wenigen Unternehmen stark auf Kobalt ausgerichtet. Allerdings sieht sich das Bergbauunternehmen im Kongo diversen schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt. Aufgrund des augenscheinlich großen „Sündenregisters“, das unter anderem Korruption, Umweltsünden, unfaire Konzessionsverträge, Steuerhinterziehung und Ausbeutung der Arbeiter beinhaltet, ist ein Investment in die Aktie aus ethischen Gesichtspunkten kaum vertretbar. Daher sind in Bezug auf ein Investment in Kobalt die folgenden drei Aktien aus unserer Sicht sehr interessant.

China Molybdenum: Die Nummer zwei auf dem Kobaltmarkt

Der chinesische Minenbetreiber China Molybdenum (ISIN: CNE100000114 – Symbol: 3993 – Währung: HKD) ist nach Glencore der zweitgrößte Kobaltproduzent der Welt. Daneben baut der Konzern Kupfer, Phosphate, Wolfram und Gold sowie die sehr gefragten seltenen Erden Niobium und Molybdän ab. An der Börse ist China Molybdenum aktuell mit rund 22 Mrd. USD (18 Mrd. Euro) bewertet.

Kobalt-Aktivitäten werden ausgebaut

Der Rohstoffkonzern aus dem Reich der Mitte richtet sein Geschäft mehr und mehr in Richtung Kobalt aus. Natürlich auch um den gigantischen Bedarf der chinesischen Industrie zu decken. Mit dem mehrheitlichen Erwerb der kongolesischen Tenke-Mine von Freeport McMoran sicherte sich das Unternehmen 2016 eines der größten Kobaltvorkommen der Welt. Die Mine hat einen besonders hohen Kobalt-Anteil und die nachgewiesenen Reserven reichen für mindestens 25 Jahre. Im Jahr 2016 förderte China Molybdenum 9.300 Tonnen Kobalt. Für das Gesamtjahr 2017 wurden dank der Minenübernahme bereits 16.000 Tonnen erwartet. Der Konzern festigt damit seine Stellung als zweitgrößter Kobalt-Produzent, der erste Platz ist wohl auf absehbare Zeit fest an Glencore vergeben.

Deutliche Gewinnsteigerungen

Die besten Kobalt Aktien: Entwicklung der China Molybdenum Aktie von März 2014 bis Februar 2018 | LYNX Broker

Dank der gesteigerten Fördermenge und höheren Kupfer- sowie Kobaltpreisen erwartet das Unternehmen für 2017 gegenüber dem Vorjahr eine Gewinnsteigerung zwischen +237% und +270%. So soll der den Aktionären zugerechnete Nettogewinn von umgerechnet ca. 145 Mio. USD im Jahr 2016 auf ca. 490 Mio. USD bis 535 Mio. USD verdreifacht  werden. Analysten gehen davon aus, dass China Molybdenum den Gewinn mit einem erwarteten Plus von +43% auch 2018 deutlich steigern kann.

Basis-Investment für langfristig orientierte Kobalt-Investoren

Bergbau-Aktien sind stets spekulativer als Standardaktien, da die Preise der geförderten Rohstoffe eine Hebelwirkung auf das Unternehmensergebnis haben. Wer jedoch auf das Metall Kobalt setzen will, der kommt an China Molybdenum kaum vorbei. Zwar ist die Aktie nach den Kursanstiegen des vergangenen Jahres und einem 2018er KGV von über 30 alles andere als günstig bewertet, langfristig betrachtet könnte sich ein Investment dennoch auszahlen. Der charttechnische Aufwärtstrend sollte bei starken Kupfer- und Kobaltpreisen auch 2018 intakt bleiben.

Cobalt 27: Reine Kobalt-Aktie mit Potenzial

Das kanadische Unternehmen Cobalt 27 (ISIN: CA19075M3093 – Symbol KBLT – Währung: CAD), dessen Name sich von der Ordnungszahl 27 des chemischen Elements Cobalt ableitet, wurde erst im vergangenen Jahr 2017 mit Hilfe eines Börsenmantels gegründet. Über Kapitalerhöhungen wurden mittlerweile insgesamt rund 285 Mio. CAD (ca. 185 Mio. Euro) in die Firmenkasse gespült. Der Konzern produziert selbst allerdings noch gar kein Kobalt wie China Molybdenum oder Sherritt International. Das übergeordnete Ziel ist es viel mehr, Anlegern eine Möglichkeit zu bieten, in ein reines Kobalt-Unternehmen zu investieren. Dazu wurden im vergangenen Jahr rund 3.000 Tonnen Kobalt aufgekauft, die in Baltimore, Antwerpen und Rotterdam eingelagert und von der London Metal Exchange zertifiziert sind. Bei einem aktuellen Kobalt-Preis von 80.000 USD je Tonne haben die Bestände einen Wert von ca. 190 Mio. Euro. Der Börsenwert von Cobalt 27 liegt aktuell bei rund 265 Mio. Euro. Von allen Investitionsmöglichkeiten kommt das Unternehmen daher einem Kobalt ETF wohl am nächsten.

Geschäftsmodell mit drei Säulen

Der erfahrene Vorstandsvorsitzende Anthony Mileski kommt vom Schweizer Investmenthaus Pala Investments und gilt als Experte im Bereich Kobalt und Batteriemetalle. Das Geschäftsmodell des jungen Unternehmens soll von drei Säulen getragen werden: Zunächst soll das Risiko von Preisschwankungen und Explorationsmisserfolgen durch den Besitz und die Lagerung von physischem Kobalt abgesichert werden. Als zweites Standbein ist die Exploration eigener Kobalt-Projekte mit anschließender Produktion geplant. Dazu wurden Experten an Bord geholt, die bereits über große Erfahrungen in anderen Bergbauunternehmen verfügen. Der Aufbau dieses Geschäftsbereichs dürfte allerdings am meisten Zeit in Anspruch nehmen, denn bis ein Explorationsprojekt in Produktion geht, vergehen in der Regel viele Jahre. Bevor jedoch überhaupt in eine eigene Mine investiert wird, muss das Management auch die Erfolgsaussichten eingehend prüfen.

Investitionen in sieben Kobalt-Explorer

Das dritte Standbein, Royalties und Streams, soll langfristig für Basisumsätze sorgen. In diesem Segment hat das Unternehmen bereits in sieben Kobalt-Projekte investiert, die sich in der Explorationsphase befinden. Am Erfolg der Minenbetreiber profitiert man direkt. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder bekommt als Entlohnung das geförderte Kobalt später zu besonders günstigen Preisen (sog. Streaming). Cobalt 27 erhält dank der abgeschlossenen Verträgen im Erfolgsfall als Kapitalgeber später Royalties in Höhe von 2% an den Preisen, die Weiterverarbeitungsbetriebe wie Schmelzhütten und Raffinerien für das geförderte Kobalt bezahlen. Ausgezahlt wird die Beteiligung in Form von physischem Kobalt, das dann den Lagerbeständen des Unternehmens zu Gute kommt.

Ein Treffer genügt

Die besten Kobalt Aktien: Entwicklung der Cobalt 27 Aktie von Juni 2017 bis Februar 2018 | LYNX Broker

Da sich die Projekte in die Cobalt 27 investiert allesamt noch in der Explorationsphase befinden, wird es noch ein paar Jahre dauern, bis aus den Vereinbarungen Einnahmen generiert werden. Erfahrungsgemäß schaffen es nur wenige Explorer tatsächlich eine produzierende Mine aufzubauen. Aus diesem Grund setzt das erfahrene Management von Cobalt 27 das Kapital auf mehrere Pferde. Schafft mindestens eines der Unternehmen den Durchbruch, so dürfte sich das Gesamtinvestment als äußerst lukrativ erweisen.

Wette auf den Kobaltpreis

Zieht man die Kobaltbestände zu den aktuellen Marktpreisen vom Börsenwert ab, so wird das restliche operative Geschäft von Cobalt27 mit rund 75 Mio. Euro bewertet. Um Einnahmen aus der Kobalt-Förderung zu erzielen, muss zwar noch einiges investiert werden, aber finanzkräftig genug ist das Unternehmen. Auch das Managementteam ist erstklassig. Deshalb könnte hier langfristig betrachtet durchaus ein bedeutender Kobalt-Konzern entstehen. Vorerst bleibt Cobalt27 jedoch eine reine Wette auf den Kobaltpreis. Steigt der Kobaltpreis weiter, so dürfte auch die Aktie von Cobalt27 deutlich zulegen.

Die Bracket-Order: Intelligent Aktienposition absichern

Die Bracket-Order verbindet auf intelligente Art und Weise eine Limit-Order mit einer Stop-Order. Sie können Gewinnziel sowie maximalen Verlust festlegen – und wenn der Aktienpreis eine der festgelegten Schwellen erreicht, wird die entsprechende Order ausgeführt, während die andere automatisch gelöscht wird.

Sherritt International: Spannende Turnaround-Spekulation

Sherritt International (ISIN: CA8239011031 – Symbol: S – Währung: CAD) ist einer der weltgrößten Nickelproduzenten mit Bergbauaktivitäten in Kanada, Kuba und Madagaskar. Der Konzern ist jedoch auch zu 50% am Joint Venture Nickel-Kobalt-Projekt Moa in Kuba und zu 12% am Ambatovy-Nickel-Kobalt-Projekt in Madagaskar beteiligt. Kobalt macht rund 20% des Umsatzes von Sherritt aus, während Nickel mit rund 50% den Löwenanteil einnimmt. Der restliche Umsatz in Höhe von ca. 20% wird mit der Förderung von Öl- und Gas, sowie mit Stromerzeugung erzielt.

Keine Mineralien aus Konfliktregionen

Für Sherritt spricht, dass das Kobalt nicht aus der Demokratischen Republik Kongo stammt, denn in Konfliktregionen werden vom Unternehmen bewusst keine Projekte gestartet oder übernommen. Das Bewusstsein der Technologieunternehmen und Automobilkonzerne wurde durch umfangreiche Medienberichterstattung in den letzten beiden Jahren für die Thematik „ethische Batterierohstoffe“ sensibilisiert. Apple z.B. trennte sich von mehreren Zulieferern bei denen offensichtlich Kinderarbeit stattfand. Ähnlichen Vorwürfen sehen sich Sony, Samsung und mehrere chinesische Konzerne ausgesetzt. „Saubere“ Unternehmen wie Sherrit können davon profitieren und besonders lukrative Lieferverträge aushandeln. BMW beispielsweise hat angekündigt besonders genau darauf zu achten ausschließlich einwandfreie Rohstoffe zu verwenden.

Kobalt-Produktion im Jahr 2016 bei ca. 3.156 Tonnen

Der auf Sherrit entfallende Anteil der Kobalt-Produktion belief sich im Jahr 2016 auf ca. 3.156 Tonnen. Der Konzern ist damit unter den Top-Ten der Kobaltproduzenten weltweit und erzeugt zudem eine außerordentlich hohe Metall-Qualität. Mit einem Reinheitsgrad von 99,9% werden die Anforderungen der Londoner Metallbörse LME deutlich übertroffen. Da das Kobalt von Sherritt in Kanada verarbeitet wird, kann der nordamerikanische Markt direkt beliefert werden.

Breakeven für 2018 erwartet

Nachdem das Unternehmen durch niedrige Metallpreise und Projekte mit zu hohen Förderkosten jahrelang Verluste schrieb, wird auch für das Jahr 2017 nochmals ein Verlust erwartet. Kürzlich führte das Management jedoch eine finanzielle Restrukturierung durch, so dass die Schuldenlast bereits deutlich reduziert wurde. Unter anderem wurden Laufzeiten für Unternehmensanleihen verlängert und Anteile an unprofitablen Projekten veräußert. Für das Jahr 2018 wird der Turnaround angestrebt. Angesichts der gestiegenen Metallpreise sollte dieser auch gelingen, denn ein positiver operativer Cashflow wird bereits erzielt. Mit 300 Mio. CAD Cash hat das Unternehmen zudem genügend finanzielle Mittel, um den Geschäftsbetrieb mittelfristig sicherzustellen.
Die besten Kobalt Aktien: Entwicklung der Sherritt International Aktie von März 2014 bis Februar 2018 | LYNX Bro

Spekulative Aktie für mutige Anleger

Die Aktie von Sherritt International ist zweifellos sehr spekulativ. Das Unternehmen muss erst noch beweisen, dass es die gestiegenen Metallpreise für Nickel und Kobalt auch in Gewinne ummünzen kann. Wenn die Preise allerdings einigermaßen stabil bleiben, so sollte der Breakeven im laufenden Jahr gelingen. Bei einem Aktienkurs von 1,18 CAD ist das Unternehmen mit 460 Mio. CAD bewertet. Von den Tiefstständen bei ca. 0,75 CAD hat sich die Aktie bereits etwas erholt, ein leichter Aufwärtstrend ist erkennbar. Doch Vorsicht: Es handelt sich um eine stark schwankende, spekulative Aktie, die nur von sehr risikobereiten Anlegern gekauft werden sollte. Im Erfolgsfall könnte jedoch eine hohe Belohnung winken. Denn schreibt das Unternehmen erst wieder Gewinne, so könnte der Aktienkurs einen dreistelligen Prozentbetrag höher stehen.

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