Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Es gibt etwas umsonst. Wir kaufen dann mal.

Softbank ist einer der größten Telekommunikations- und Medienkonzerne Japans. Doch inzwischen ist das Unternehmen diesen Anfängen entwachsen und zu einem globalen Technologieinvestor aufgestiegen.

Zum Konzern gehören Softbank Corp, der Softbank Vision Fund, sowie die vollständig übernommenen ARM Holdings, Fortress Investment und der Roboter-Hersteller Boston Dynamics.
Zum Thema Roboter und Boston Dynamics empfehle ich diese beiden kurzen Videos: Parkour Atlas und Atlas, The Next Generation.

Die wichtigsten Beteiligungen sind wohl die 29% an Alibaba, 85% an Sprint, 43% an Yahoo Japan, 15% an Uber, 5% an Nvidia. Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt.

Softbank selbst

Das Unternehmen hat also einige erfolgreiche Investments vorzuweisen und verfolgt eine klare Strategie. Gründer Masayoshi Son glaubt an eine vernetzte Welt, in der IoT, Roboter, künstliche Intelligenzen und Daten die maßgeblichen Faktoren sind.
Die Investments entsprechen exakt diesem Bild der Zukunft.

Doch auch Softbank selbst kann eine sehr erfreuliche Entwicklung vorweisen. Seit der Übernahme von Vodafone Japan im Jahr 2006 geht es stetig bergauf.

In den letzten zehn Jahren ist der Umsatz, umgerechnet zum aktuellen Wechselkurs, von 20,3 auf 71,6 Mrd. Euro gestiegen.
Der Gewinn ist gleichzeitig um den Faktor 30 gestiegen, auf zuletzt knapp 8,0 Mrd. Euro.

Diese Tatsachen rechtfertigen eine dementsprechende Bewertung.
Im laufenden, sehr schwachen Geschäftsjahr kommt Softbank auf ein KGV von 11,2. Der Wert könnte im Folgejahr bereits auf 6,3 sinken.

Die Bewertung erscheint bereits an diesem Punkt sehr attraktiv, doch die eigentlichen Fragen sind auch noch ungeklärt: Investments und Schulden.

Sum-Of-Parts Valuation (SOTP)

Softbank selbst ist an der Börse knapp 75 Mrd. Euro Wert, hinzu kommen erhebliche Schulden in Höhe von 103 Mrd. Euro.
Die Schulden dürften aber zeitnah auf 86 Mrd. Euro sinken, da die US-Tochter Sprint mit T-Mobile US fusionieren wird und bisher für einen erheblichen Teil der Gesamtverschuldung verantwortlich war.
Daraus ergibt sich ein Unternehmenswert von 161 Mrd. Euro.

Dem stehen im kommenden Jahr rund 11,7 Mrd. Euro an operativem Gewinn gegenüber. Das echte KGV liegt an diesem Punkt also eher bei 13,7.

Neben dem eigenen operativen Geschäft besitzt man aber noch „kleinere“ Investments:

29% an Alibaba = 94,5 Milliarden Euro.

27% an T-Mobile US / Sprint = rund 19 Milliarden Euro.

43% an Yahoo Japan = 6,9 Milliarden Euro.

5% an Nvidia = 5,5 Milliarden Euro.

15% an Uber dürften rund 9,5 Milliarden Euro Wert sein, gemessen an der letzten Finanzierungsrunde.

Der Übernahme von ARM kostete damals knapp 27 Mrd. Euro und auch die ehemalige Google-Tochter Boston Dynamics dürfte auch nicht umsonst gewesen sein.

Man könnte die Liste noch eine ganze Weile fortsetzen, doch an diesem Punkt übersteigen die Investments bereits den Börsenwert von Softbank inklusive aller Schulden.
Das operative Geschäft, welches all diese Investments erst möglich gemacht hat und alle weiteren Beteiligungen bekommt man faktisch umsonst.

Mag man den Schätzungen des Hedgefonds Tiger Global Glauben schenken, könnte das NAV den Börsenwert um mehr als das Doppelte übersteigen.

Charttechnik

Die Aktie hat scharf korrigiert, doch der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt.
Zuletzt scheint Softbank wieder auf größeres Kaufinteresse zu stoßen und es ist wahrscheinlich, dass wir zwischen 60 und 66 Euro die Verlaufstiefs sehen werden.

Kursziele auf der Oberseite liegen bei 70 und 74 sowie 80 Euro.

Der Chart bezieht sich auf die Notierung in Deutschland. Kunden von LYNX Broker haben aber auch die Möglichkeit, direkt an der Heimatbörse in Tokio zu handeln, Ticker 9984.

Darüber hinaus wird der Wert auch in den USA unter deutlich höherem Volumen und mit einem geringeren Spread gehandelt, Tickersymbol SFTBY. Für Kunden von LYNX Broker ist das neben der Heimatbörse wohl die günstigste Alternative.

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