Börsenblick

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Aktienanalyse:
Qiagen: Achtung, sehr zockerhaltig!

Aktuelle Analyse der Qiagen Aktie

In den letzten drei Monaten wies die Aktie des Diagnostiktechnologie-Spezialisten Qiagen, vom Tief gerechnet, eine Handelsspanne von fast 75 Prozent auf. Erst steil abwärts, dann umso steiler wieder nach oben, dann ein erneuter Einbruch und jetzt, vielleicht, wieder aufwärts? Wer weiß, denn bei dieser Aktie dominieren momentan die Zocker, die auf Basis von Gerüchten agieren und jederzeit imstande wären, über Nacht ihre Positionen zu drehen. Was geht hier vor?

Das Ganze begann Anfang Oktober mit einer Umsatzwarnung, basierend auf einem unerwartet schwachen Wachstum des Geschäfts in China. Die Aktie brach steil ein, sackte bis auf 22,54 Euro durch. Doch umgehend begann eine Erholung, die zunächst das Gap, die Kurslücke, die als Reaktion auf die Umsatzwarnung entstanden war, schloss. Kaum war das geschafft, gab es auf einmal ein Aufwärts-Gap. Wieder einmal änderte sich die Situation quasi über Nacht, wurden die Marktteilnehmer zu Handelsbeginn vor eine neue Situation gestellt. Es waren Gerüchte, dass Qiagen Gespräche mit möglichen Käufern führen würde. Und als Qiagen selbst diese Gespräche bestätigte, kam es drei Handelstage später zum nächsten Aufwärts-Gap, das die Aktie Anfang Dezember bis 39,19 Euro trug. Aber am 27. Dezember hieß es „alles retour“ und es ging mit einem noch größeren Gap abwärts. Der Grund:

Expertenmeinung: Qiagen meldete, man habe entschieden, die Gespräche mit möglichen Käufern des Unternehmens zu beenden und eigenständig zu bleiben. Die Zocker fielen aus allen Wolken, obwohl Qiagen von Anfang an betont hatte, dass die Gespräche ergebnisoffen geführt würden. Man hatte gewettet – und verloren. Oder doch nicht? Der Grund, warum Qiagen am Montag um 4,9 Prozent stieg und damit zum klaren Tagessieger im TecDAX wurde, war die Meldung eines Internetportals, dass ein (ungenanntes) Unternehmen immer noch Gespräche mit Qiagen führe. Was bislang, Stand Montagabend, aber von Qiagen nicht bestätigt wurde. Dort steht bislang die Aussage, dass es keine Gespräche mehr gibt. Wer also gestern bei Qiagen Long ging, wettet erneut, dass dieses vage Gerücht zutreffen und die Aktie doch wieder an das Dezember-Hoch sausen könnte. Muss man da dabei sein?

Auch, wenn das natürlich eine subjektive Ansicht ist: Ich denke, man muss da nicht mithalten. In etwa bewegt sich der Kurs jetzt wieder auf dem Niveau, bevor diese Serie von Kurssprüngen begonnen hat, ist damit auch relativ fair bewertet. Dass die Aktie jetzt, wie der Chart zeigt, im Bereich der wichtigen gleitenden Durchschnitte der letzten 20 und 200 Börsentage angekommen ist, deren Überwinden den Weg in Richtung 37 Euro freimachen würde, dass man zudem jetzt eine Aufwärtstrendlinie bei aktuell ca. 30,30 Euro einzeichnen könnte, mag alles sein. Aber wenn so viele Spieler in einer nicht allzu umsatzstarken Aktie unterwegs sind, müssen solche charttechnischen Fakten nicht greifen. Sollte Qiagen das Gerücht bestätigen, wäre womöglich die nächste Kurslücke nach oben fällig, dementiert das Unternehmen aber, führt das Gap nach unten. Da man das nicht vorhersehen kann, würde man hier definitiv nichts anderes tun als eine Wette eingehen … und das hat mit Investment nichts zu tun. Dieses Eisen ist zu heiß, um es vernünftig anzupacken.

Chart vom 20.01.2020, Kurs 32,51 Euro, Kürzel QIA | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

 

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