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Aktuelle Analyse:
Newell Brands: Großinvestoren schlagen nach Massaker zu

Newell Brands ist einer der weltweit größten Hersteller von Marken-Konsumgütern, dazu zählen Haushaltswaren ebenso wie Büromaterialien, Wohnzubehör und Küchenartikel. In Deutschland dürfte wohl die Marke „NUK“ am bekanntesten sein.

Schrittweise einsteigen

Ich hatte die Aktie bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Anschließend ging es noch etwas abwärts, doch inzwischen liegen wir wieder im Plus. Wie immer ist es schwer das Tief exakt zu treffen, daher sollte man bei Abverkäufen immer schrittweise einsteigen.

Solange man grundsätzlich richtig liegt, wird man am Ende fürstlich belohnt. Wir haben das beispielsweise bei Dialog Semiconductor gesehen, die ich zu 15,21 sowie 16,00 und 17,40 Euro um das Tief herum empfohlen hatte.

Wie Dialog Semiconductor in Deutschland war Newell Brands über Monate hinweg die schwächste Aktie im gesamten S&P500. Dafür gab es natürlich gute Gründe.

Wie ist es zum Kurssturz gekommen?

Man hat mit Jarden Corp einen ähnlich großen Konkurrenten übernommen. Bei der Integration gab es allerdings erhebliche Probleme, der Gewinn brach ein und dementsprechend rauschte die Aktie in die Tiefe.

Das ist nachvollziehbar, denn schließlich hat man einen Großteil des Kaufpreises durch Schulden aufgebracht. Eine gefährliche Gesamtkonstellation.

Wie immer muss man sich aber die Frage stellen, ob ein Abverkauf nicht zu weit geht. Ich habe diese Meinung vertreten.

Großinvestoren schlagen zu

Eine ganze Reihe von Valueinvestoren scheint bei Newell ebenfalls zu diesem Schluss gekommen sein. Inzwischen tummelt sich eine recht illustre Gesellschaft in der Aktie.

Bill Miller ist im zurückliegenden Quartal eingestiegen und hat gleich 2,46 Millionen Aktien erworben. Richard Pzena und Olstein Capital haben ihre Positionen aufgestockt.

Doch am interessantesten ist sicherlich Carl Icahn. Inzwischen hält er mehr als 35 Millionen Aktien. Das entspricht rund 8,5% aller ausstehenden Papiere und auch eine der größten Positionen in seinem Fonds. Icahn ist bekannt dafür, sich aktiv in das Management einzumischen und Veränderungen zu erzwingen. Es dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein.

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Wie läuft es aktuell?

Man hat nach wie vor Probleme mit der Integration, doch die die Quartalszahlen lagen zuletzt mehrfach über den Erwartungen und man ist wieder auf einem Wachstumspfad. Die wahren Fortschritte offenbart aber erst ein Blick in die Bilanz.

Seit der Übernahme wurden die langfristigen Schulden von 11,3 auf 9,3 Mrd. USD reduziert. Insgesamt sind die Verpflichtungen um mehr als 6,0 Mrd. USD gesunken. Gleichzeitig sind die Bargeldbestände von 0,27 auf zuletzt 1,44 Mrd. USD gestiegen und man hat knapp 25 Mio. Aktien zurückgekauft.

Mit dem laufenden Buyback-Programm könnte man derzeit nahezu ein Viertel aller Papiere erwerben.

Die bilanzielle Lage hat sich also spürbar verbessert und natürlich fallen diese Summen nicht vom Himmel. Sie wurden erwirtschaftet.

Die echte P/E dürfte im laufenden und nächsten Geschäftsjahr bei 12 liegen. In der Vergangenheit waren Werte von 15 bis 18 die Regel.

Ein weiterer Hinweis könnte der Verkauf einiger Tochtergesellschaften liefern, die seit 2015 vorgenommen wurden. Es sind keineswegs die Sahnestücke und Newell hatte nicht gerade die beste Verhandlungsposition. Dennoch lag der Kaufpreis im nahe dem doppelten vom Umsatz. Newell Brands ist bei einem Umsatz von 10 Mrd. USD aktuell knapp 15 Mrd. USD Wert.

Charttechnik

Newell Brands hat Anfang des Monats eine brutale Kehrtwende vollzogen. Langsam dürfte die Luft für die Bären dünner werden. Immerhin sind noch immer mehr als 11% aller Aktien leerverkauft.

Gelingt nun ein Ausbruch über 22 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit ersten Kurszielen bei 23 und 25 USD.

Antizyklische Gelegenheiten ergeben sich im Falle eines Rücksetzers bis 20 USD. Darunter könnte allerdings der Bereich zwischen 17 und 18 USD noch einmal angesteuert werden. Nach wie vor sollte man vorsichtig agieren.

Chart vom 22.11.2018 Kurs: 21,75 Kürzel: NWL – Wochenkerzen | LYNX Online Broker20181122-newell-brands-grossinvestoren-schlagen-nach-massaker-zu20181122-newell-brands-grossinvestoren-schlagen-nach-massaker-zu-tageschart

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