Börsenblick

Zurück März Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
Lufthansa: Kampf um die charttechnische Schlüsselzone

Die Deutsche Lufthansa legte gestern ihre Bilanz 2018 vor. Eine Bilanz, die nicht überraschte. Der Umsatz lag in etwa auf dem Niveau von 2017, der Gewinn ein wenig darunter. Dass die Dividende nicht erhöht wird, sondern bei 80 Cent pro Aktie bleiben soll, war indes von der Größenordnung her nicht bedeutsam, von der Sache her schon. Die Dividendenrendite liegt zwar dennoch um die vier Prozent, das ist höchst erfreulich … aber auch vergänglich. Für 2009, 2012 und 2014 gab es beispielweise gar nichts. Und diese 80 Cent wurden in den letzten 20 Jahren nur einmal, für 2007, übertroffen. War das Ausbleiben der Dividendenerhöhung ein Hinweis darauf, dass es jetzt doch eher abwärts geht mit den Gewinnen? Das war es wohl, zumal den Anlegern zugleich ja noch die Prognose für 2019 mit serviert wurde. Und da visiert die Kranich-Airline zwar einen Umsatzanstieg zwischen vier und sechs Prozent an, rechnet aber mit einer tendenziell geringeren Gewinnmarge. Via EBIT soll die in einem Korridor zwischen 6,5 und 8,0 Prozent liegen, 7,9 Prozent waren es 2018 gewesen. Zudem fiel auf, dass man die Treibstoffkosten wieder höher ansetzt, da rechnet die Lufthansa mit 6,7 bis 6,8 Milliarden Euro, zuletzt hatte die Erwartung bei 6,3 Milliarden gelegen. Das bedeutet, dass der Gewinn 2019 tendenziell nicht steigen dürfte.

Expertenmeinung: Natürlich ist all das gerade bei einem derart konjunktursensiblen Unternehmen wie der Lufthansa nicht sicher vorhersagbar. Aber die Anleger schielten in Richtung des weltweit abkühlenden Wachstums, Richtung der unberechenbaren US-Politik und zum Dauer-Brandherd Brüssel/London und bekamen kalte Füße, dann ein gutes Wachstums-Umfeld sieht eindeutig anders aus. Doch es ist schon verwunderlich, dass man so deutlich reagierte, denn all das hätte erwarten können, wer mit offenen Augen durch die letzten Monate ging. Dass hier offenbar nicht wenige Marktteilnehmer negativ überrascht wurden, kann durchaus beispielhaft für den Gesamtmarkt sein, an dem man derzeit auch versucht, die eigentlich unübersehbaren und allgegenwärtigen Risiken zu ignorieren. Die Frage ist, ob das so weitergeht. Dann bestünde eine Chance, dass der heftige Abschlag der Aktie am Donnerstag von einer sofortigen Gegenbewegung abgelöst wird, denn der Kurs landete an einer charttechnischen Schlüsselmarke. Bei 21,20/21,35 Euro kreuzen sich die Ende Oktober etablierte Aufwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie. Dreht der Kurs dort wieder nach oben, wäre das eine Chance, den Trend zu bestätigen. Wobei, Sie sehen es im Chart, erst dann ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis für deutlich anziehende Notierungen gegeben wäre, wenn die Aktie durch die Zwischenhochs der Monate August und September hindurchgeht (23,54/24,45 Euro), an denen der Kurs im Vorfeld nach unten abgewiesen worden war. Bricht die jetzt im Feuer stehende Kreuzunterstützung, dürften sich die Bullen indes zügig zurückziehen, die nächste Zielzone der Aktie auf der Unterseite läge dann um 18,75 Euro.

Chart vom 14.03.2019, Kurs 21,35 Euro, Kürzel LHA | LYNX Aktienempfehlungen

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN