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Aktienanalyse:
Lufthansa: Es gehört mehr als Mut dazu, jetzt einzusteigen

Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

Die Aktie der Deutschen Lufthansa hat am Tief der vergangenen Woche mit 8,02 Euro knapp über dem Tief des Jahres 2012 (7,88 Euro) gedreht und damit eine recht wichtige Supportzone verteidigt. Denn dieses Tief bildet zusammen mit dem Jahrestief 2009 (7,73 Euro) den letzten Halt vor dem tiefsten Stand des Jahrhunderts, der 2003 bei 6,29 Euro erreicht wurde. Dass es zum Wochenschlusskurs gelang, das Jahrestief 2016 bei 9,10 Euro wieder knapp zu überbieten, wirkt wie eine gute Basis für eine Wende. Auf die natürlich viele hoffen.

Die Aktie der Kranich-Airline gehört zu den äußerst konjunktursensiblen Aktien, die in beide Richtungen derart intensiv auf Veränderungen der Rahmenbedingungen reagieren, dass man sie „Fahrstuhl-Aktien“ nennt. Und jetzt, so scheint es, hat der Kurs im Keller aufgesetzt und müsste somit eigentlich wieder seinen Weg in höhere Gefilde finden. Der Haken ist: Derzeit sind die Perspektiven derart kritisch und extrem unsicher, dass man selbst das Tief 2003 in Frage stellen könnte. Eine Aussage des Lufthansa-Chefs am Freitag macht das bildhaft deutlich: Der derzeitige Flugplan der Airline entspricht dem Umfang des Jahres 1955!

Expertenmeinung: Das macht klar, dass man besser nicht einfach davon ausgehen sollte, dass bereits das unterste Kellergeschoss angesteuert wurde. Richtig ist, dass der Weg zur 200-Tage-Linie bei derzeit 14,98 Euro oder gar zur übergeordneten Abwärtstrendlinie bei 16,55 Euro ein immenses Gewinnpotenzial bedeuten würde. Wenn man aber so rechnen will, sollte auch eine realistische Basis dafür bestehen, dass diese beiden Chartmarken in absehbarer Zeit wieder erreicht werden. Und das ist, sollte sich die Gemengelage nicht in den kommenden drei, vier Wochen deutlich verbessern, eben nicht wahrscheinlich.

Mit Blick auf die immensen Risiken für das Unternehmen, auch, wenn der Staat hilfreich eingreift, wäre eine unmittelbare Aufwärtswende in Form einer V-Formation die weniger realistische Variante. Deutlich wahrscheinlicher wäre ein Bodenbildungsversuch, der sicherlich volatil ablaufen würde, sich aber Wochen, ggf. sogar Monate hinziehen kann und dabei immer das Risiko birgt, dass der in einem Umfeld wie diesem fragile Boden bei 7,73/7,88 Euro doch noch bricht. Daher wäre es zumindest im Moment nicht mutig, hier in der Erwartung einer Super-Rallye einfach mal auf Verdacht einzusteigen, sondern reichlich verwegen.

Lufthansa Aktie Chart vom 20.03.2020, Kurs 9,16 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

 

 

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