Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Lufthansa: Vorsichtige Bären werden nicht gleich zu Bullen

Am Dienstagmorgen legte die Deutsche Lufthansa ihre Bilanz zum dritten Quartal vor. Die Reaktion war eindeutig: die Aktie brach um 7,8 Prozent ein. Am Mittwoch stabilisierte sich der Kurs auf dem Niveau des am Vortag erreichten, neuen Jahrestiefs – und schoss am Donnerstag auf einmal um ganze 7,3 Prozent nach oben und egalisierte dadurch die negative Reaktion auf die Quartalsbilanz vollständig. Wieso?

Interessant war: Es war in den Nachrichten nichts zu finden, was einen derartigen Kurssprung hätte unterfüttern können. und die Analysten? Die hatten auf diese Quartalsbilanz mit acht Kursziel-Senkungen reagiert, nur ein einziger Analyst nahm das Kursziel daraufhin leicht nach oben. Und dass man beim dritten oder vierten Lesen der Bilanz plötzlich kollektiv zum Schluss gekommen ist, dass dieses Ergebnis und die ausgegebene Perspektive doch positiv seien – wer wollte das glauben.

Der Umsatz lag im dritten Quartal leicht über dem des Vorjahres, der Nettogewinn leicht darunter – und beides kam unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten herein. Damit bekam die Vermutung Nahrung, die diese Aktie bereits seit Jahresbeginn drückt:

Das starke Wachstum, das der Kranich-Airline in den Vorjahren zu schnell steigenden Gewinnen verhalf, neigt sich dem Ende zu oder ist womöglich schon auf dem Rückzug. Dass der Kurs dieses Szenario seit Monaten vorwegnimmt, mag ein Argument sein, nicht weiter auszusteigen – aber nicht, um zu kaufen. Aber das gilt aus Sicht der Bullen. Wir haben Ihnen hier extra den langfristigen Chart auf Wochenbasis abgebildet, um das übergeordnete Bild zu zeigen. Und dieser Chart lässt eine Lösung für diese wundersamen Kursgewinne erahnen.

Expertenmeinung: Die Aktie hatte die Unterstützung in Form des markanten Zwischentiefs von Juli 2017 bei 17,80 Euro in der vorvergangenen Woche verteidigt, danach kam es zu einer Gegenbewegung nach oben. Die wurde am Dienstag förmlich „abgeschossen“:

Mit einem Schlag sackte die Aktie sogar knapp unter das vorherige Tief zurück. Und das ist ein typischer Punkt, an dem Leerverkäufer in kurzfristig kräftig abrutschende Kurse hinein ihre Positionen eindecken und den Gewinn sichern, indem sie die Aktien zurückkaufen. Diejenigen, die da gehofft hatten, die Aktie würde noch tiefer fallen, sahen am Mittwoch, dass sie sich im Gegenteil stabilisierte und deckten ebenfalls ein … was weitere Leerverkäufer, sprich „Bären“ dazu gebracht haben dürfte, die vorher leer verkauften Aktien zurückzukaufen, bevor ihnen die Gewinne abhandenkommen oder sie sogar in die Verlustzone geraten. Denn da wurde deutlich:

Bis zur nächsten Supportzone im Bereich 15,30/15,40 Euro dürfte es kurzfristig nicht reichen. Das ist oft die Basis für scheinbar grundlos stark steigende Kurse. Und es wäre grundsätzlich keine Basis für die Wende, denn eindeckende Bären werden dadurch zwar zu vorsichtigeren Bären, nicht aber automatisch zu Bullen!

Chart vom 01.11.2018, Kurs 19,06 Euro, Kürzel LHA

Handeln über LYNX Broker: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN