Börsenblick

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Aktienanalyse:
Lufthansa: Das Gap ist geschlossen – und jetzt?

Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

Ein Plus von 6,84 Prozent als Lohn einer Quartalsbilanz, die besser als erwartet ausfiel, das ist grundsätzlich nachvollziehbar. Was sich indes im Fall der Lufthansa-Aktie erst noch herausstellen muss ist, ob dieser Kurssprung Anschlusskäufe nach sich zieht oder Gewinnmitnahmen. Denn ja, die Bilanz des dritten Quartals war ermutigend. Aber nur, wenn sich die um sich greifende Hoffnung, dass Europa um eine Rezession herumkommt, erfüllt, wäre damit zu rechnen, dass auch die kommenden Quartale die Anleger erfreuen. Und das jetzt berichtete dritte Quartal hat ja seine Reaktion gestern gesehen. Und man reagierte nicht nur auf das, was da passierte, sondern auch darauf, was die Lufthansa zugleich avisierte.

Umsatz und Gewinn vor Steuern und Zinsen lagen etwas über den Analystenprognosen, aber nicht allzu viel. Nur der Nettogewinn übertraf mit 1,154 Milliarden Euro die Erwartungen von im Schnitt 890 Millionen Euro bei weitem. Was aber nicht minder zum Einstieg lockte war die Aussage, dass man weitere Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und der Rentabilität derzeit schwächelnder Bereiche wie Eurowings oder Austrian Airlines ergreifen werde. Die Lage ist also besser als befürchtet und wird, so dachten sich die Käufer zweifellos, in Kürze noch viel besser. Da wurden also Vorschusslorbeeren verteilt.

Expertenmeinung: Das Ergebnis war auch aus charttechnischer Sicht bedeutsam. Aber nicht insofern, als das dadurch ein charttechnischer Befreiungsschlag erfolgt wäre. Der würde nur gelingen, wenn die Bullen jetzt eisern am Ball bleiben. Sie sehen im Chart, dass die Aktie als Reaktion auf das Zahlenwerk die Widerstandslinie bei 16,22 Euro überwand und massiv zulegte. Dadurch wurde die aktuell bei 17,53 Euro verlaufende 200-Tage-Linie erreicht … aber nicht überwunden. Genau dort kam es zu Gewinnmitnahmen, die die Aktie wieder etwas unter das Tageshoch drückten. Gleichzeitig führte dieser Run an die 200-Tage-Linie dazu, dass das im Juni entstandene Abwärts-Gap präzise geschlossen wurde. So etwas kann kurzfristige Trader zu Gewinnmitnahmen veranlassen. Zumal die Aktie in den letzten vier Wochen um die 25 Prozent zugelegt hat und die „good news“ jetzt erst einmal auf dem Tisch liegen.

Das bullische Lager muss daher unbedingt konsequent am Ball bleiben. Der erste Schritt wäre, die Aktie auf Schlusskursbasis über die 200-Tage-Linie zu ziehen. Wenn das gelingt, dürften die Trader umgehend die nächste, entscheidende Widerstandszone ins Visier nehmen. Das ist der Bereich zwischen 18,70 und 19,18 Euro, wo sich der übergeordnete Abwärtstrend mit zwei unteren Wendepunkten aus dem Dezember und März kreuzt. Aber erst, wenn die Aktie diesen Bereich bezwungen hätte, würde aus einem Trading-Long-Status ein mittelfristiges Kaufsignal.

Lufthansa Chart vom 07.11.2019, Kurs 17,26 Euro, Kürzel LHA | LYNX Online-Broker

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