Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Lufthansa: Ganz dünnes Eis

Ob da bei der Lufthansa einige womöglich vom Gesetz der Serie ausgehen und unterstellen, dass die Aktie in diesem neuen Jahr wie ein Strich steigen müsste, weil sie 2017 ebenso wie auf Schienen stieg und zum Überflieger im DAX wurde, dann aber 2018 von Jahresbeginn an fiel und auch da den Trend das ganze Jahr über durchhielt?

Es wäre eigentlich närrisch. Aber dennoch nicht ausgeschlossen, immerhin erlebt man es so selten auch wieder nicht, dass manche Investoren stur wider die Vernunft handeln. Allzu gute Voraussetzungen dafür, dass 2019 wieder ein bullisches Jahr für die Kranich-Aktie wird, hat man zumindest nicht.

Am 10. Januar hatte der Konzern die Sitz- und Frachtauslastungsdaten für das abgelaufene Jahr veröffentlicht: Sitzauslastung +0,5 Prozent, Frachtauslastung -2,8 Prozent gegenüber 2017. Das ist keineswegs überzeugend. Dass 2018 sagenhafte 142 Millionen Passagiere mit den Maschinen des Lufthansa-Konzerns flogen, 6,9 Prozent mehr als 2017, mochte manchen beruhigen, was das Wachstum angeht. Aber dieser Zuwachs basierte entscheidend darauf, dass die Lufthansa sich durch Zukäufe vergrößert hatte. Und nicht nur das:

Expertenmeinung: Selbst wenn die gestiegenen Passagierzahlen zu rappelvollen Fliegern geführt hätten statt „nur“ zu einer Sitzauslastung von 81,4 Prozent, es wäre keine Wegweisung für das neue Jahr. Das Airline-Geschäft ist äußerst volatil, reagiert schnell und oft auch stark auf einen sich drehenden, konjunkturellen Wind. Und derzeit ist der eher kühl und kommt als Gegenwind daher.

Noch ist keineswegs gesichert, dass die derzeitige Abkühlung des Wachstums weitergeht oder sich sogar intensiviert. Das ist davon abhängig, ob und wie bald positive Lösungen in den Themenkreisen Handelskrieg und BrExit gefunden werden. Dass sich die nicht zu unterschätzenden Risiken für die Lufthansa-Gewinne aber derzeit in keiner Weise im Aktienkurs wiederspiegeln, sondern der steigt, als wäre man in einem optimalen Umfeld unterwegs, ist ein Tanz auf reichlich dünnem Eis. Immer dann, wenn Vorsicht angebracht wäre, davon aber weit und breit nichts zu sehen, ist, sind Kurse absturzgefährdet.

Aktuell ist die Aktie an den markanten Kreuzwiderstand aus dem Dezember-Zwischenhoch bei 21,98 Euro und der 200-Tage-Linie bei 21,87 Euro herangelaufen. Wenn es gelingen sollte, diesen Kreuzwiderstand zu überwinden, wäre aus rein charttechnischer Sicht Luft bis in die Zone 23,50/24,45 Euro. Aber wie gesagt: Auf diesem Eis kann man leicht einbrechen. Würde die Oktober-Aufwärtstrendlinie bei derzeit 19,55 Euro fallen, wären sofort wieder die Bären am Zuge!

Chart vom 22.01.2019, Kurs 21,29 Euro, Kürzel LHA | LYNX Online Broker

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