Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
iRobot: Rücksetzer trotz Top Zahlen bietet 50% Potenzial

iRobot ist einer der führenden Hersteller von Robotern, bekannt ist das Unternehmen vor allem für autonome Staubsauger und Bodenwischer. Die Angebotspalette reicht jedoch deutlich weiter, das Unternehmen bietet auch Polizei- und Militär-Roboter an. Der sogenannte SUGV ist Teil des Future-Combat-Programms der US-Armee und wird bereits in Afghanistan, dem Irak oder von SWAT-Teams eingesetzt.

Roboter werden zum Alltag

Die Branche ist ein Wachstumsmarkt mit enormem Potenzial, durch die technischen Fortschritte sinken die Preise und die Einsatzfelder nehmen zu. Die wenigsten werden sich vorstellen können, wie alltäglich Arbeitsroboter in den kommenden Jahrzehnten werden könnten.

Im Haushalt übernehmen die Roboter lästige Arbeiten, im industriellen oder militärischen Bereich gefährliche Aufgaben wie die Aufklärung oder Entschärfung von Sprengkörpern. Doch das sind nur die naheliegendsten Anwendungsfelder.
Sinkt der Preis der mechanischen Helfer weit genug, könnte die Nachfrage explodieren. Gerade wenn Kraft oder Präzision gefragt sind, haben Roboter große Vorteile. Nahezu alle manuellen Arbeiten können grundsätzlich automatisiert werden, vom Kochroboter bis hin zum Müllmann.

Langfristig ein positives Umfeld für die Marktführer dieser Branche. Der Bereich persönliche Roboter gehört bereits jetzt zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereichen überhaupt. Einer Studie der Credit Suisse zufolge, steigt die globale Nachfrage zwischen 2015 und 2020 um den Faktor Fünf.

Marktführer einer Wachstumsbranche?

iRobot hat also durchaus Rückenwind und die Zukunft könnte sehr erfreulich aussehen.
Doch wie immer müssen auch Zahlen und Preis passen. Schließlich ist der Wettkampf in Wachstumsbranchen besonders hart und es gibt immer auch Verlierer. Ich habe diesen Punkt bereits unzählige Male zum Ausdruck gebracht: Nur weil sich eine Aktie in einem Wachstums- oder Zukunftsmarkt bewegt, ist sie noch lange kein gutes Investment. Man könnte unzählige Beispiele nennen, um diese Tatsache zu untermauern.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Kommen wir zu iRobot. In den zurückliegenden zehn Jahren konnte der Umsatz von 308 auf 884 Mio. USD gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,03 auf 1,91 USD je Aktie.
Wirklich schwarze Zahlen hat man aber erst ab 2010 geschrieben, damals waren es 0,88 USD je Aktie. Dieser Wert ist als Vergleichsbasis wesentlich sinnvoller.

Darüber hinaus lag der freie Cashflow in den meisten Jahren über dem Gewinn und bei dem hohen Wachstum ist es ohnehin erfreulich, dass man stets profitabel war.

Dieser Punkt sollte nicht unterschätzt werden und spricht für das Unternehmen. Es ist ganz und gar nicht die Regel, dass ein so hohes Wachstum ohne Schulden oder Kapitalerhöhungen erreicht werden kann.

Diese Gesamtkonstellation hatte mich bereits im Februar zu einer Kaufempfehlung bewogen. Direkt nach dem Kurssturz sind wir bei 60,71 USD eingestiegen. Anschließend hat sich die Aktie im Hoch nahezu verdoppelt. (iRobot bricht nach Quartalszahlen ein – Leider ist nur noch der Teaser aufrufbar).

Damals lag die P/E im Tief bei 22, doch das Geschäftsjahr neigt sich langsam dem Ende zu.
Beim aktuellen Kurs käme iRobot für 2019 auf eine forward P/E von 25,2. Wir befinden uns also wieder in Greifweite.

Der Sektor ist spannend und regt die Phantasie an. Daher waren Anleger in der Vergangenheit auch immer wieder bereit eine P/E von mehr als 40-50 zu bezahlen. Wir kaufen jedoch lieber halb so teuer…
Die Bewertung ist also durchaus zu rechtfertigen, denn in den kommenden beiden Jahren wird ein Gewinnwachstum von über 17% erwartet.

Wieder mal Quartalszahlen

Die jüngsten Quartalszahlen untermauern diese These.
Im dritten Quartal lag der Gewinn mit 1,12 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,44 USD. Der Umsatz übertraf mit 265 Mio. die Analystenschätzungen von 245 Mio. USD ebenfalls.

Darüber hinaus wurden die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr von 2,30 – 2,50 auf 2,55 – 2,75 USD je Aktie angehoben.

Bemerkenswert sind daran zwei Tatsachen. iRobot hat bereits in den beiden Quartalen zuvor die Prognose angehoben. Und das trotz zusätzlicher Belastungen durch den Handelsstreit, die das Unternehmen im vierten Quartal wohl rund 0,18 USD je Aktie kosten werden.

Die Zahlen wurden am 23. Oktober veröffentlicht und vom Markt bisher vollkommen ignoriert. Ganz im Gegenteil, seitdem hat die Aktie noch einmal mehr als 10% nachgegeben.

Charttechnik

Die langfristigen Aufwärtstrends sind weiterhin intakt und die Aktie ist an der zentralen Unterstützung bei 80 USD angekommen. Das erhöhte Kaufinteresse an dieser Marke ist offensichtlich.

Es sollte daher mit einer baldigen Bodenbildung und Trendwende gerechnet werden. Weitere antizyklische Kaufgelegenheiten würden sich bei 73 und 75 USD ergeben.

Die maßgeblichen Kursziele auf der Oberseite liegen bei 90 und 95 USD. Darüber kommt es zu weiteren Kaufsignalen.

20181029-irobot-ruecksetzer-trotz-top-zahlen-bietet-50-potenzial-tageschart20181029-irobot-ruecksetzer-trotz-top-zahlen-bietet-50-potenzial-langfristig

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN