Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
iRobot: Der ideale Zeitpunkt?

iRobot ist einer der führenden Hersteller von Robotern, bekannt ist das Unternehmen vor allem für autonome Staubsauger und Bodenwischer.

Fern ab von Staubsaugern

Die Angebotspalette reicht jedoch deutlich weiter, das Unternehmen bietet auch Polizei- und Militär-Roboter an. Der sogenannte SUGV ist Teil des Future-Combat-Programms der US-Armee und wird bereits in Afghanistan, dem Irak oder von SWAT-Teams eingesetzt.

Weitaus interessanter ist aber die Perspektive. Ich bin bereits in der letzten Analyse darauf eingegangen und wiederhole meine These:

Roboter aller Art werden in unseren Alltag einziehen. Wie tiefgreifend und umfassend, das können sich wohl die Wenigsten vorstellen.

Die Branche könnte größer werden als die Autoindustrie.

Hört sich übertrieben an?

Gedankenexperiment

Bereits jetzt wächst der Sektor mit atemberaubendem Tempo. Von 2015 bis 2020 dürfte sich die Nachfrage verfünffachen.

Die Geschwindigkeit dürfte aber noch weiter zunehmen.

Bisher können Roboter nur einfachste Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel staubsaugen oder müssen gesteuert werden.

Das wird sich durch KI und Fortschritte in der Robotertechnik aber grundlegend ändern.

Roboter sind uns in Sachen Präzision, Kraft und Ausdauer bereits jetzt weit überlegen.

Was die Geräte heute schon können, ist der breiten Masse vollkommen unbekannt, ich empfehle Ihnen folgendes Video der Softbank-Tochter (Analyse zu Softbank) Boston Dynamics:

What’s new, Atlas?

Ich schwanke zwischen Begeisterung, Vorfreude und Gedanken an Terminator.

Doch eines ist wohl sicher:

Sinkt der Preis der Roboter unter eine gewisse Schwelle, wird der Markt explodieren. Jeder wird eine Haushaltshilfe wollen die all die Aufgaben wie Staubsaugen, Kochen, Waschen oder meinetwegen Holzhacken übernimmt.

Der Markt ist gigantisch.

Der Laden läuft

In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei iRobot beschleunigt. Seit 2014 hat sich der Umsatz von 557 Mio. auf 1,09 Mrd. USD nahezu verdoppelt.

Darüber hinaus ist das Unternehmen stetig profitabel und finanziert das Wachstum aus dem Cashflow, nicht über Kapitalerhöhungen oder Schulden.

Das ist für die Aktionäre sehr erfreulich und keineswegs die Regel, vor allem nicht in Wachstumsbranchen.

Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 1,25 auf 3,07 USD je Aktie.

Abverkauf nach den Zahlen

Übergeordnet stimmt die Richtung also, massive Kurssprünge nach Quartalszahlen sind aber die Regel – wohlgemerkt in beide Richtungen.

Im vergangenen Jahr hatten wir diesen Umstand zweimal für uns genutzt. Kaufempfehlungen erfolgten bei 60 USD (nur noch Teaser verfügbar) sowie 80 USD.

Handelt es sich jetzt um eine ähnliche Situation?

Nach Vorlage der Zahlen schmiert die Aktie jedenfalls ab und brach vom Allzeithoch bei 130 auf 100 USD ein.

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 9% auf 237,6 Mio. USD. Das Ergebnis stieg von 0,71 auf 0,78 USD je Aktie.

Der Gewinn lag zwar über den Erwartungen, allerdings auch nur dank eines positiven Steuereffekts. Der Umsatz enttäuschte, denn es wurden 252 Mio. USD erwartet.

Auf der anderen Seite erhöhte das Unternehmen aber die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr von 3,00 – 3,25 auf 3,15 – 3,40 USD je Aktie.

Die Zahlen waren also gemischt, einen Kurssturz von 30% rechtfertigen sie aber kaum. Der war nur möglich, weil die P/E zuvor bei über 40 lag.

Auf dem aktuellen Niveau kommt iRobot auf eine P/E von 32,6 und eine forward P/E von 30,6.

Das ist noch immer kein Schnäppchen, doch auch in den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 35. Der Markt gesteht der Aktie also einen Premiumpreis zu.
Bestenfalls kauft man nur in Extremsituationen, wie zum Zeitpunkt der beiden letzten Empfehlungen.

Charttechnik

In der aktuellen Situation gibt es zwei Varianten, die mir sinnvoll erscheinen. Wer bereits seit 60 oder 80 USD dabei ist, für den besteht kein Handlungsbedarf.

Risikobereite Trader könnten auf dem aktuellen Niveau durchaus einsteigen und die Position mit einem Stopp absichern. Solange die Unterstützung bei 100 USD nicht nachhaltig unterschritten wird, besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Aktie direkt wieder zur Oberseite dreht. Mögliche Kursziele liegen bei 105 sowie 115 USD.

Geht es noch eine Etage tiefer, wird es auch für langfristige Investoren interessant. Aus heutiger Sicht ist es unwahrscheinlich, dass die Aktie unter 80 USD fällt. Die antizyklische Kaufzone beginnt bereits bei 86 USD.

Mehr als 5.000 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 29.04.2019 Kurs: 100 Kürzel: IRBT - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN