Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Covestro: -15,56 % … und das muss noch nicht das Ende sein!

Der Nächste bitte … man hat den Eindruck, dass sich die DAX-Unternehmen in Bezug auf Gewinnwarnungen in letzter Zeit die Klinke in die Hand geben. Diesmal war es der Kunststoffspezialist Covestro, ehemals Bayer MaterialScience und erst vor gut drei Jahren vom Bayer-Konzern an die Börse gebracht, der die Marktteilnehmer unangenehm überraschte. Was dabei besonders unerfreulich wirkte:

Noch vor vier Wochen hatte Covestro im Zuge der Veröffentlichung der Bilanz zum dritten Quartal den Jahresausblick bestätigt. Und jetzt wird dieser auf einmal kassiert: Umsatz- und Gewinnerwartung wurden reduziert, wobei Covestro jetzt von einem EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) unter dem des Jahres 2017 ausgeht.

Argumente für die gekappte Prognose war neben Logistikproblemen durch das Niedrigwasser auf dem Rhein ein „unerwartet harter Wettbewerb“. Da mag sich so mancher Investor gefragt haben, wieso man das am 25. Oktober im Zuge der Quartalsbilanz offenbar noch nicht wusste … und stieg aus. Aber wäre das Dienstags-Minus von 15,56 Prozent nicht bereits genug der Buße? Könnte Covestro jetzt nicht attraktiv sein?

Expertenmeinung: Rein bezogen auf die Größenordnung der Prognose-Reduzierung im Vergleich zum gestrigen Kursverlust wäre man geneigt, diese Frage mit „Ja“ zu beantworten. Aber es ist immer äußerst ungünstig, wenn ein Unternehmen plötzlich dunkle Wolken sieht, wo kurz zuvor angeblich noch blauer Himmel war. Vergleichbar reagierten die Investoren auf solch eine kurz nach den Quartalszahlen plötzlich auftretende Prognose-Kappung bei OSRAM. Das Vertrauen ist erschüttert … und man fragt sich natürlich: Was kann da womöglich noch nachkommen?

Da immer mehr Marktteilnehmer darüber hinaus davon ausgehen, dass es mit dem Wachstum der vergangenen Jahre vorerst vorbei ist und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen aufgrund der nicht berechenbaren US-Politik völlig unsicher sind, tun sich solche „Ikarus-Aktien“, die derart schnell und weit fallen, schwer, Käufer zu finden. Umso mehr, wenn sie, wie Covestro, ohnehin bereits in einem Abwärtstrend unterwegs waren.

Der Kurs hat sich damit seit dem Rekordhoch vom Frühjahr glatt halbiert. Aber das muss trotzdem noch nicht das Ende der Abwärtsbewegung sein. Charttechnisch betrachtet ist Covestro damit durch eine potenzielle Haltelinie bei 48,15 Euro durchgerutscht. Die nächste Wendemarke, die eventuell Unterstützung bieten würde, liegt erst bei 41,72 Euro. Auch das ist hier ein Aspekt, der den Bären in die Karten spielt: Die relativ kurze Historie der Aktie und deren fast ununterbrochener Anstieg im Jahr 2016 führt dazu, dass sich unterhalb des Dienstags-Schlusskurses nur wenige charttechnische Unterstützungen anbieten, an denen es sich auf der Long-Seite ansetzen ließe.

Chart vom 20.11.2018, Kurs 47,20 Euro, Kürzel 1COV

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN