Börsenblick

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Aktienanalyse:
Covestro: Auf dünnem Eis – neue Jahrestiefs nicht ausgeschlossen

Aktuelle Analyse der Covestro Aktie

Auch die Aktie des Polymer-Spezialisten Covestro hatte das Schicksal ereilt, nach unten abzudrehen, kaum dass die Aktie in den DAX aufgenommen worden war. Im Frühjahr 2016 hatte man Covestro noch für 25 Euro pro Aktie bekommen, kurz vor der Aufnahme in den DAX Mitte März 2018 notierte sie im Hoch bei 95,78 Euro.

Der Anfang 2018 beginnende Abstieg war besonders frustrierend, weil Covestro damals außerhalb der normalen „Verkettungstermine“ in den DAX kam. Covestro hatte so schnell an Marktkapitalisierung zugelegt, dass die Deutsche Börse die „Fast Entry“-Regel greifen ließ und die Aktie außerhalb des jährlichen, regulären Wechsels im September in den DAX aufnahm. Doch das Problem, das wir in unserer heutigen Analyse zum kommenden Aufsteiger MTU Aero Engines dargelegt haben, existierte auch hier:

Die schiere Größe ist zwar ein Kriterium, um in das deutsche Index-Flaggschiff aufzusteigen. Aber es ist kein Garant dafür, dass das Kursniveau, das die Aktie in den Index „spült“, gerechtfertigt ist und der Aufwärtstrend erhalten bleibt. Und der Trend drehte aus zwei Gründen:

Expertenmeinung: Zum einen, weil wie so oft sehr viele Investoren im Vorfeld auf die DAX-Aufnahme gewettet hatten und eingestiegen waren, so dass der Aktie die Käufer ausgingen, als es soweit war. Zum anderen, und das ist der weitreichendere Aspekt, weil die bullischen Erwartungen der Analysten und Trader, die die starken Gewinnsteigerungen der vorangegangenen Jahre einfach mit dem Lineal in die Zukunft verlängert hatten, zerplatzten wie Seifenblasen. 2018 konnte der Gewinn des Vorjahres nicht gehalten werden, lag moderat darunter.

Für 2019 rechnet man mit einem massiven Gewinneinbruch. Und noch finden sich keine Hinweise darauf, dass sich die Ertragslage kurzfristig wieder nennenswert verbessern würde. Daher gehört Covestro in diesem Jahr bislang zu den klaren Underperformern im DAX. Und sollten sich die am Gesamtmarkt aufkeimenden Hoffnungen zerschlagen, dass sich die Lage bei den beiden Hauptbelastungsfaktoren Handelskrieg und BrExit aufhellen wird, könnte diese Aktie zu den ersten gehören, die ihre bisherigen Jahrestiefs unterbieten.

Sie sehen in unserem Chart auf Wochenbasis, dass das Anfang Juni ausgebildete Tief bei 38,43 Euro Mitte August mit Mühe und Not verteidigt wurde. Seither hat die Aktie nicht nennenswert Boden gutgemacht, bleibt noch in ihrem mittelfristigen Abwärtstrend. Der ist jetzt zwar erreicht. Aber auch, wenn Covestro diese Hürde nimmt: Bei 45,58 Euro verläuft die 200-Tage-Linie. Bevor die nicht überboten wäre, wäre der Spielraum nach oben begrenzt, während die Aktie jederzeit nach unten abdrehen und mit Schlusskursen unter dem August-Verlaufstief von 37,30 Euro einen erneuten, dynamischen Abwärtsschub initiieren könnte. Der vorletzte DAX-Aufsteiger bleibt ein heißes Eisen.

Chart vom 05.09.2019, Kurs 41,47 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker Aktienempfehlungen

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