Pro und Kontra

Vorteile und Nachteile dieser Charttechnik

Zeit, ein Fazit zu ziehen und vor allem die Vorteile und Nachteile dieser Charttechnik zusammen zu fassen. Dies wird den einen oder anderen Investor und Trader freuen.

Klare Signale

Die Point & Figure Signale sind eindeutig. Es bleibt also wenig bis gar kein Spielraum für Interpretationen.

Einfach und schnell zu ermitteln

Der Bullish-Percent-Index gibt dem Investor und Trader einen klaren Überblick, ob gerade die Bullen oder die Bären am Ruder sind. Hier werden zusätzliche Informationen verwendet, um den Zustand eines Index zu bestimmen. Entscheidend ist hier die Entwicklung des Verhältnisses der Aktien in einem Kaufsignal zu allen Werten des betrachteten Index. Das ist also eine Zusatzinformation, die in die Bewertung einfließt, während andere Chartarten nur Indikatoren verwenden, die Ableitungen des Kursverlaufs des Index und damit ohne zusätzliche Informationen sind.

Point and Figure ist für Intraday geeignet

Ein Gegenargument kann ich allerdings überhaupt nicht gelten lassen, entpuppt es sich als klares Missverständnis. Viele Marktteilnehmer gehen immer noch davon aus, dass sich Point and Figure nur für längere Zeiträume eignet. Daran bin auch ich ein wenig schuld. Denn ich publiziere hauptsächlich Point and Figure Analysen, die für den Positionstrader geeignet sind. Der Grund ist ganz einfach, denn wie jeder Analyst bin auch ich daran interessiert, dass meine Artikel eine gewisse Haltedauer aufweisen. Und dann nimmt man nun einmal die Einstellungen die das gewährleisten. Bei Candlestick-Analysen sind das die Tageskerzen. Als Point and Figure Analyst bevorzuge ich entsprechend die größeren Kästcheneinheiten. Aber, um es ganz klar zu sagen, Point and Figure kann durch die Kästchengröße für jedes „Zeitfenster“ angepasst werden. Wer Intraday damit agieren möchte, kann das ohne Probleme anwenden.

Tipp: Ich verwende beim DAX gerne eine Kästchengröße von 5 Punkten, wenn ich Intraday unterwegs bin.

Die fehlende Zeitachse

Sehr oft höre ich, dass gerade Anfänger in der Point & Figure Charttechnik die lineare Zeitachse vermissen und sich erst einmal recht schwer tun, sich mit der Säulendarstellung anzufreunden. Das faktische Weglassen der Zeitkomponente sehe ich nur als geringes Manko. Zwar mag es hin und wieder sinnvoll sein, in der Nachbetrachtung zu schauen, wann sich Signale gehäuft haben. Allerdings hat diese Betrachtung oft nur theoretischen Wert.

Wenig Point & Figure Chartprogramme

Das stimmt leider wirklich. Die Auswahl an Chartprogrammen, die Point & Figure korrekt darstellen ist begrenzt.

Point & Figure Experte Jörg Mahnert

Mein persönliches Fazit

Point & Figure stellt meiner Meinung nach nicht nur eine interessante Alternative zu anderen Chartarten dar. Diese Charttechnik lässt sich auch hervorragend mit anderen Methodiken kombinieren. In welchem Umfang Sie schlussendlich mit Point and Figure arbeiten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Aber ich sage es ganz klar: Einen ernsthaften Versuch ist es auf jeden Fall wert!

Jörg Mahnert, für LYNX

Disclaimer

Dieses Handbuch über Point and Figure ist nach bestem Wissen und Gewissen formuliert. Eine exakte Korrektheit und Vollständigkeit kann nicht gewährleistet werden. Damit entbindet Sie dieses Handbuch nicht davon, in Zweifelsfragen, insbesondere wenn hierbei wirtschaftliche Einbußen drohen, beispielsweise bei einem Vermögensberater oder Börsenexperten nachzufragen. LYNX führt keine Wertpapierberatung durch. Keine der Formulierungen, Aussagen, Wörter oder Erläuterungen in diesem Handbuch stellt eine Handelsempfehlung seitens LYNX dar.