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Selbst einer einfachen Trading-Strategie konsequent zu folgen fällt vielen Tradern enorm schwer. Als Trader müssen Sie sich jedoch folgendes klar machen: Eine höhere statistische Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn zu haben als für einen Verlust ist der einzige Vorteil der Ihnen profitables Trading überhaupt ermöglicht. Diesen Vorteil dürfen Sie um nichts in der Welt preisgeben. Denn sonst rutschen Sie unwillkürlich in die Zockerei ab und erzielen unkontrollierbare Ergebnisse – und das hat natürlich nichts mehr mit Trading zu tun.

Warum es vielen Tradern schwer fällt einer Handels-Strategie konsequent zu folgen

Die allermeisten Trader sind sich nicht bewusst, dass es ein Fehler ist, stets nur den Erfolg oder Misserfolg des gerade laufenden Trades im Blick zu haben. Durch ihre auf den Einzeltrade bezogenen Hoffnungen und Ängste bekommen sie einen regelrechten Tunnelblick. Sie bemerken nicht, wenn bestimmte Verhaltensweisen wie zu frühe Gewinnmitnahmen „chronisch“ werden und somit das Chance-Risiko-Profil Ihres Tradings insgesamt verzerren. Statt die Hoffnungen in den nächsten perfekten Trade zu setzen, brauchen Sie also einen „Blick von oben“ auf Ihr Trading. Dies möchte ich Ihnen anhand von Münzwürfen erklären.

Das Gesetz der großen Zahl rückt zufällige Abweichungen zurecht

Bei dem Spiel „Kopf oder Zahl“ mit einer Münze, wird sich kaum jemand ernsthaft ärgern, wenn er verliert. Jeder weiß, dass das Ergebnis zufällig ist und die Wahrscheinlichkeit bei 50% liegt. Gemäß dem Gesetz der großen Zahlen erwarten wir aber bei 100 Münzwürfen ca. 50 mal Kopf und 50 mal Zahl. Also zum Beispiel 55 mal Kopf und 45 mal Zahl. Bei den 100 Würfen sind beispielsweise auch zehn bis zwölf Mal hintereinander Kopf keine Seltenheit. Daraus folgen zwei wichtige Aussagen: Bei einem einzelnen Wurf wird das Ergebnis komplett vom Zufall bestimmt. Mit einer steigenden Anzahl von Würfen bewegt die „Ordnung“ oder das „Gesetz der großen Zahl“ das Gesamtergebnis mehr und mehr in Richtung der statistischen Erwartung von 50%. Auf diese Weise wird der Faktor Zufall nahezu eliminiert.

Fatal: Das Vertrauen in eine Trading-Strategie fällt durch Verlust-Trades

Trader hingegen sind oft felsenfest davon überzeugt mit dem laufenden bzw. dem nächsten Trade einen Gewinn zu erzielen. Kommt es anders, so entsteht emotionaler Schmerz und es kommt nicht selten zu Selbstzweifeln. Tritt früher oder später eine (völlig im statistischen Rahmen liegende) Verlust-Serie ein, so wird das Vertrauen der Trader in die Trading-Strategie zerstört, ohne dass dies aus mathematischer Perspektive gerechtfertigt wäre.

Serien bringen viele Trader aus dem Konzept

Denn Trading ähnelt dem Münzwurf-Spiel sehr, nur die Gewinn-Wahrscheinlichkeiten sind anders verteilt. Im Optimalfall natürlich unterm Strich auf der Seite des Traders, davon gehen wir aus. Ein einzeln betrachtetes Trade-Ergebnis ist dennoch völlig zufällig und auch Serien von mehreren aufeinanderfolgenden Gewinn- oder Verlust-Trades sind sehr wahrscheinlich. Gerade an der Börse treten Gewinne und Verluste oft in Serien sogenannten „Clustern“ auf. Kaum ein Trader, der acht oder zehn Verlusttrades in Folge verbucht hat Spaß daran, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Laune in den Keller rutscht. Damit steigt oft auch die Fehleranfälligkeit und es kommt zu emotional bedingten Kurzschlussreaktionen wie das Nachkaufen im Verlust oder die Herausnahme von Stopp-Ordern. Auch im umgekehrten Fall lauern Gefahren für den Trader: Eine Gewinnserie kann zu Selbstüberschätzung und damit ebenfalls zu einer Überhöhung des Risikos führen.

Je mehr Trades, desto aussagekräftiger das Gesamtergebnis

Je mehr Trades jedoch ausgeführt werden, desto näher kommen die Ergebnisse dem statistischen Erwartungswert – genau wie beim Münzspiel. Um den Erfolg Ihrer Trading-Strategie zu bewerten sollten Sie also generell nur das Gesamtergebnis einer ausreichenden Anzahl von Trades betrachten. Je nachdem wie groß der Vorteil Ihrer Trading-Strategie ist, können dies z.B. 30, aber auch bis zu 100 Trades sein. Durch eine übergeordnete Sichtweise kommt Ihr Trading-Fundament zukünftig nicht mehr so schnell ins Wanken. Beispielsweise wird es Ihnen besser gelingen zu akzeptieren, dass jeder Einzeltrade statt einem Gewinn auch ein Verlust werden kann und darf. Wenn Sie sich diese Grundüberzeugung erfolgreicher Trader zu Eigen machen, meistern Sie einen wichtigen Schritt zu stetigen Trading-Gewinnen.

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