New Work (Xing): Hier können Sie sich auf die Lauer legen

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XING (New Work)
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New Work / Xing ist wieder zum zentralen Support zurückgesetzt. Genau hier haben die letzten Rallyes der Aktie ihren Ursprung.
Kommt es jetzt wieder dazu? Wie sieht es fundamental aus?

Zu viel des Guten

New Work ist der Betreiber von Xing. Mit mehr als 19 Millionen Mitgliedern ist es das führende Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum.

Dereinst ein gefeierter Börsenstar, läuft die Aktie inzwischen seit mehreren Jahren seitwärts. Interessanterweise wurde das Hoch gerade zu dem Zeitpunkt erreicht, als die zweifelhafte Umbenennung des Unternehmens von „Xing“ in „New Work“ erfolgte.

Die lange Seitwärtsphase ist aber wohl eher darauf zurückzuführen, dass das KGV am Hoch auf 60 gestiegen war. Früher oder später rächen sich solche Bewertungen, auch bei guten Unternehmen.

Auf der anderen Seite hatte man aufgrund von Corona auch operative Probleme. Man muss sich allerdings die Frage stellen, ob die Kursverluste nicht zu weit gehen.
Immerhin notiert die Aktie heute auf dem Niveau von 2017 – und seitdem ist geschäftlich Einiges passiert.

Ein Vergleich

Seit 2017 konnte man den Umsatz von 185 Mio. auf 277 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis kletterte zwischenzeitlich von 4,56 auf 6,23 Euro je Aktie.

Durch Corona kam im Vorjahr das Wachstum allerdings fast zum Erliegen und das Ergebnis rutschte von 6,23 auf 4,65 Euro je Aktie.

Jetzt scheint man die Probleme langsam zu überwinden und die schlankere Unternehmensstruktur schlägt sich positiv nieder.
Im ersten Quartal stagnierte der Umsatz zwar, das Ergebnis legte allerdings sprunghaft von 1,27 auf 2,15 Euro je Aktie zu.

Im zweiten Quartal konnte man den Umsatz um 5% und den Gewinn auf 2,41 Euro je Aktie weiter steigern.

In Summe hat man im letzten Halbjahr 4,57 Euro je Aktie verdient und somit auch wesentlich mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Damals konnte man in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis von 3,33 Euro je Aktie verbuchen.

Rekordergebnis in Aussicht?

Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass man 2021 den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte einfahren wird.
Derzeit wird ein Ergebnis von 7,00 Euro je Aktie erwartet. In Anbetracht der Tatsache, dass man in den ersten sechs Monaten bereits 4,57 Euro verdient hat, erscheint das eher tiefgestapelt.

Ohne positive Überraschungen entspricht das aktuell einem KGVe von 33,6. Als klassisches Schnäppchen geht New Work damit nicht durch.
In den letzten fünf Jahren lag das KGV allerdings im Durchschnitt bei 50.

Die Bewertung muss nicht wieder auf dieses Niveau steigen, es zeigt aber, was möglich ist.
Kann New Work auf den Wachstumspfad zurückkehren, könnte der Gewinn dank der vollzogenen Verschlankung in Zukunft stark überproportional steigen. Bereits jetzt sind die Margen höher als jemals zuvor.

Chart vom 10.09.2021 Kurs: 235 Kürzel: NWO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 10.09.2021 Kurs: 235 Kürzel: NWO – Wochenkerzen

Antizyklische Anleger können sich also auf die Lauer legen oder die aktuelle Situation für sich nutzen.
Derzeit notiert die Aktie nahe der zentralen Unterstützung bei 226 Euro. Dort hat New Work in den letzten Jahren mehrfach einen Boden ausgebildet. Das könnte auch jetzt wieder der Fall sein.

Mögliche Ziele einer Erholung liegen bei 250 sowie 270 Euro. Über 275 Euro hellt sich das Chartbild zunehmend auf.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 220 Euro, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 190 – 200 Euro gerechnet werden.

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Da kann man als Charttechniker nicht meckern. Was die Aktie des im TecDAX gelisteten Karriere-Netzwerks New Work (vormals XING) da zeigt, ist die Vollendung einer blitzsauberen, umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation. Am Dienstag schaffte es der Kurs über die Nackenlinie der Formation bei 291 Euro. Und damit wäre jetzt ein rechnerisches Kurspotenzial bis 337 Euro vorhanden. Laut Lehrbuch also, aber kommt es auch dazu? Das Kurspotenzial einer solchen Formation errechnet sich, indem man vom höchsten Punkt (291 Euro) an der Nackenlinie den tiefsten Punkt innerhalb der Formation (244,50 Euro) subtrahiert und diese Distanz (46,50 Euro) vom Punkt des Ausbruchs nach oben abträgt (291 + 46,50 = 337,50 Euro). Eine ziemlich theoretische Sache, die aber funktioniert, wenn ausreichend viele Marktteilnehmer sich dieses Kursziels „annehmen“ und weiter kaufen, bis dieser Level erreicht ist. Aber das sollte idealerweise von einem fundamental positiven Umfeld gestützt werden, sprich „good news“ zu New Work könnten nicht schaden. Gibt es die? Expertenmeinung: Genau da wird es interessant. Denn eigentlich ist heute nichts anders als vor dem 13. August, als die Aktie nach Veröffentlichung der Bilanz zum zweiten Quartal wie vom Blitz getroffen wegbrach. Da diese Bilanz zwar die Analystenprognosen minimal verfehlte, nichtsdestotrotz aber Wachstum zu verzeichnen war, erschien der Sell Off überzogen und zum Großteil der relativen Marktenge der Aktie geschuldet. Einige wollten aussteigen, kaum jemand wollte kaufen und schon kann es zu einer solchen massiven Bewegung kommen, zumal damals auch noch die 200-Tage-Linie fiel, was viele Stop Loss-Verkäufe ausgelöst haben dürfte. Am 7. November folgte die Bilanz des dritten Quartals. Da war alles im Lot, das Wachstum bestätigte sich. Der Umsatz lag 16,6, der Gewinn als EBITDA 21,6 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Aber Sie sehen es im Chart: Diese Zahlen sorgten nicht für eine Rallye. Diese Trendwendeformation wurde auf andere Weise vollendet. Im Vorfeld der Zahlen war New Work an diese Linie bei 291 Euro herangelaufen und wurde dann im Zuge der Bilanz erst einmal abgewiesen. Das führte zur Entstehung der rechten Schulter der Formation. Und der Ausbruch nach oben war offenbar eine rein charttechnische Angelegenheit: Am Montag erfolgte der Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie, am Dienstag dann der Anstieg über die Nackenlinie der umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation. Die Zahlen des Unternehmens tragen die Wende also nicht unmittelbar. Richtig ist: Sieht man den Abverkauf vom August als überzogen an, kann man unterstellen, dass New Work auf dem Level vor dem Sell Off korrekt bewertet wäre. Und das ist genau der Bereich, in den das rechnerische Kursziel der Formation die Aktie tragen würde. Aber derzeit dominiert die Charttechnik. Und da New Work bereits auf dem derzeitigen Level ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 45 auf Basis der 2019er-Gewinnerwartung hat, ist sie keineswegs „billig“ … und der Ausbruch mit zwei Euro über der Nackenlinie ist noch nicht signifikant. Rein charttechnisch sieht das gut aus, aber enge Stopps wären hier bei Long-Trades allemal zu überlegen! New Work Aktie (vorm. Xing): Chart vom 26.11.2019, Kurs 293,00 Euro, Kürzel NWO | LYNX Online Broker

New Work ist der Betreiber von Xing. Mit mehr als 16 Millionen Mitgliedern ist es das führende Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen hat über 1.000 Mitarbeiter und gehört mehrheitlich der Medien- & Technologieunternehmen Burda.

Langfristiger Outperformer

In den letzten zehn Jahren konnte Xing den Umsatz von 44 auf 232 Mio. Euro steigern. Der Gewinn legte im selben Zeitraum von nahe null auf zuletzt 31 Mio. Euro, oder 5,51 Euro je Aktie zu. Kein Wunder also, dass sich die Aktie deutlich stärker entwickelt hat, als der Gesamtmarkt. Wer durchgehalten hat, konnte bis heute eine Verzehnfachung eintüten – obwohl die Aktie zuletzt massiv unter die Räder gekommen ist. Das sind die Momente, auf die man an der Börse wartet: Starke Aktien, die den Markt langfristig deutlich geschlagen haben, zuletzt aber bedeutende Kursverluste hinnehmen mussten.

Lohnt sich der Einstieg jetzt?

Im vergangenen Jahr hatte ich die Aktie bei 240 Euro zum Kauf empfohlen (nur noch Teaser verfügbar). Anschließend ging ohne größere Korrektur bis auf 380 Euro aufwärts. Da wir uns heute wieder auf einem ähnlichen Niveau befinden, sollte das fundamentale Votum im Normalfall wieder positiv ausfallen. Es sei denn, Xing ist seitdem deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das lässt sich glücklicherweise recht einfach überprüfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um 24% auf 235,1 Mio. Euro zu. Der Gewinn kletterte um 32% auf 5,51 Euro je Aktie. Das entspricht, bereinigt um die Anpassung der IFRS-Richtlinien, weitgehend den damaligen Erwartungen. Bisher sieht es also gut aus. In den ersten zwei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres stieg die Zahl der Nutzer um mehr als 1,0 auf 16,3 Millionen. Der Umsatz kletterte um 18% auf 128,2 Mio. Euro und der Gewinn um 22% auf 18,7 Mio. Euro, was rund 3,32 Euro je Aktie entspricht. Das Wachstum ist also weiterhin hoch, hat jedoch etwas nachgelassen. Die Kursverluste sind daher nur gerechtfertigt, weil die Bewertung zuvor einen Extremwert erreicht hatte. Am Hoch lag das KGV von Xing bei 69. Eine derartige Bewertung bringt immer Gefahren mit sich und ist per Definition eine Wette auf eine glorreiche Zukunft. Durch den Kurssturz von 380 auf aktuell 267 Euro ist das KGV auf 48 gesunken, das KGVe liegt bei 41. Auch das ist noch eine ambitionierte Bewertung und selbst bei einem Gewinnwachstum von 20% grenzwertig. Da Xing aber hohe Margen erwirtschaftet, keine nennenswerten Schulden hat, nicht kapitalintensiv ist und einen starken Cashflow aufweist, relativiert sich diese Aussage. Im historischen Vergleich ist die aktuelle Bewertung im Normalbereich.

Charttechnik

Langsam rücken die maßgeblichen Unterstützungen und der langfristige Aufwärtstrend in Greifweite. Darüber hinaus ist die Aktie klar oversold. Bei 265 sowie 260 und 250 Euro reihen sich die Supports auf und entfalten bereits ihre Wirkung. Über 275 Euro hellt sich die Lage langsam auf. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Xing zeitnah einen Boden ausbildet. Der Bereich nahe 250 Euro wäre dafür prädestiniert. Darüber hinaus ist es eher unwahrscheinlich, dass die Aktie nachhaltig unter 225 Euro fällt. Mehr als 5.800 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Auf der Suche nach dem optimalen Broker? Ich empfehle Ihnen LYNX.   Chart vom 20.08.2019 Kurs: 267 Kürzel: NWO oder O1BC - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Wenn man sich den Chart der XING-Aktie, die seit Neuestem als New Work firmiert, so ansieht, scheint ihr die Namensänderung nicht bekommen zu sein. Das gestrige Minus von 12,8 Prozent war die Reaktion auf die am Morgen vorgelegte Quartalsbilanz. Aber dieser Abschlag resultierte auch aus dem Umstand, dass diese Ex-XING relativ markteng ist. Wenn zu viele zugleich ein- oder aussteigen wollen, kann es zu sehr heftigen Kursimpulsen kommen. Und mit diesem Minus muss es hier auf der Unterseite noch nicht getan sein. Am Tagestief standen sogar 18 Prozent Minus zu Buche. Und diejenigen, die die New Work-Aktie von ihrem gestrigen Tagestief weg kauften, taten das unter der wichtigen 200-Tage-Linie, noch weit über der nächsten markanteren Supportzone und damit in einem charttechnisch luftleeren Raum. Sollten diese Käufer heute keine Anschlusskäufe sehen, kann es daher sein, dass sie ganz schnell wieder aussteigen. Dass diese Marktenge tückisch sein kann und viel dazu beitrug, dass New Work am Dienstag derart wegbrach, lässt sich auch an der Bilanz erkennen, denn die Zahlen hätten ein solches Minus nicht unterfüttert: Expertenmeinung: New Work lag zwar bei Umsatz und Gewinn, gerechnet als EBITDA, ganz leicht unter der Konsensprognose der Analysten, aber immer noch klar besser als im Vorjahresquartal. Diese geringe Abweichung kann ein solch dramatisches Minus nicht rechtfertigen. Und auch, wenn es richtig ist, dass die Aktie hinsichtlich ihrer Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) sehr teuer war (am Rekordhoch von 380,50 Euro lag das KGV bei knapp 60, nach dem Kursrutsch jetzt bei 44 auf Basis der 2019er-Gewinnprognose): Das wusste man vor der Quartalsbilanz auch schon. Aber: Bei einem solchen Abriss der Aktie wird diese hohe Bewertung vielen erst bewusst. Das heißt, dass das hohe KGV zwar nicht der Auslöser der Verkäufe war, jetzt aber zum Klotz am Bein der Bullen wird. Solange die Aktie wie auf Schienen stieg, störte dieses Damoklesschwert niemanden. Jetzt, da die Aktie kippt, mag das aber manchen, der zu Beginn, der das erste Halbjahr dominierenden Aufwärtsbewegung eingestiegen war, verleiten, doch lieber noch den Gewinn mitzunehmen, solange er noch da ist. Ob New Work sich wieder über die bei 305 Euro verlaufende 200-Tage-Linie rettet und damit erst einmal wieder stabilisiert wird oder aber in die Unterstützungszone 223/226,50 Euro durchgereicht wird, ist daher davon abhängig, ob mehr Akteure diesen Abverkauf als Einstiegschance ansehen als fürchten, dass das nur der Anfang vom Ende ist. Die kurzfristige Tendenz wird von emotionalen Entscheidungen in einer recht marktengen Aktie abhängen, da ist höchste Vorsicht geboten, wenn man sich hier einen Trade überlegt. Chart vom 13.08.2019, Kurs 286,00 Euro, Kürzel O1BC | LYNX Aktienempfehlungen