Vivendi Aktie aktuell Vivendi: Hier ist Musik drin

News: Aktuelle Analyse der Vivendi Aktie

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Vivendi
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Zur Vivendi Aktie

Als Vivendi im Februar bekanntgab, dass man die Musik-Tochter Universal an die Börse bringen wolle, machte die Aktie einen gewaltigen Satz. Seither haben sich die Gemüter beruhigt, aber der Trend weist weiterhin aufwärts. Könnte man hier einsteigen?

Vivendi ist ein französischer Medienkonzern, der sich in allen relevanten Medien-Bereichen betätigt: im Filmgeschäft, im Bereich Musik, bei Spielen und im Verlagswesen. Der Umsatz ist über die vergangenen Jahre stetig gestiegen, die Entwicklung der Unternehmensgewinne hingegen gestaltete sich eher wankelmütig. Hinzu kommt, dass die komplexe Struktur des Konzerns die Anpassung an neue Herausforderungen schwerfällig wirken lässt. Großinvestoren hatten daher schon lange gefordert, einzelne Segmente gesondert an die Börse zu bringen, um diese Struktur aufzusprengen und Vivendi insgesamt für Investoren attraktiver zu machen. Dem hat Vivendi jetzt nachgegeben:

Universal Music soll im September in Amsterdam an die Börse gebracht werden. Dieser Börsengang soll mindestens 30 Milliarden Euro einbringen, wobei dann 60 Prozent des eingenommenen Kapitals über eine Sonderausschüttung an die Aktionäre weitergegeben werden sollen. Das war natürlich eine Nachricht, die einen gewaltigen Kurssprung wert war: Am Tag der Bekanntgabe dieser Pläne, dem 15. Februar, schloss die Aktie knapp 20 Prozent höher. Aber dann setzten umgehend Gewinnmitnahmen ein, der Großteil dieses Kurssprungs wurde wieder abverkauft. Ein schlechtes Zeichen … oder eine Einstiegschance?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Vivendi Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Solange die Aktie fiel, hätte man sagen müssen: Erst einmal abwarten, wie sich das entwickelt. Doch heute, gut drei Monate später, kann man festhalten: Vivendi hat seinen Aufwärtstrend gehalten und läuft sukzessiv wieder höher – das ist schon mal gut.

Ende April hatte der Konzern den Umsatz des ersten Quartals vorgelegt. Der stieg organisch zwar nur um fünf Prozent, das ist aber eine Größenordnung, die für Vivendi eher normal ist. Und Universal Music konnte deutlich stärker wachsen, da kam es zu einem organischen Umsatzanstieg um knapp zehn Prozent. Das hält die Aufmerksamkeit hinsichtlich dieses Börsengangs hoch und damit auch die Erwartung, dass diese Abspaltung die Holding insgesamt werthaltiger machen wird. Momentan läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis von Vivendi auf Basis der durchschnittlichen 2021er-Gewinnprognose um 23 – eine normale Bewertung, die ein „Mehr“ durch eine selbständige Tochter Universal Music noch nicht wirklich enthält.

Damit besteht die Chance, dass der Aufwärtstrend weitergeht und der Peak, der als Reaktion auf die Universal-Meldung am 15. Februar bei 32,38 Euro entstand, angelaufen und im Idealfall überboten wird. Man sollte zwar nicht erwarten, dass die Aktie jetzt zum D-Zug wird. Aber solange die Leitlinien der Hausse halten, wäre man auf der Long-Seite richtig. Ob es opportun wäre, unmittelbar einzusteigen, ist von der individuellen Risikobereitschaft abhängig, optimal wäre natürlich ein erfolgreicher Test der entscheidenden Trendlinien als Basis eines Kaufs.

Entscheidend für aggressivere, kurzfristige Long-Positionen wäre aktuell die im März 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie bei momentan 28,40 Euro. Für mittel- und langfristige Positionen würde sich als Basis für eine Absicherung der Supportbereich 26,42/26,85 Euro anbieten, der derzeit durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird.

Vivendi-Aktie: Chart vom 27.05.2021, Kurs 29,70 Euro, Kürzel VIV | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Vivendi Aktie

Vivendi ist ein weltweit aktiver Medienkonzern.

Vom Wandel erschlagen oder getragen?

Vivendi ist mit ihrem breiten Portfolio einer der Weltmarktführer im Bereich Medien und Entertainment. Mit dem französischen Pay-TV-Anbieter Canal+ Group agiert der Konzern auch in Polen, Vietnam und dem französisch-sprachigen Afrika. Die Tochter StudioCanal ist ein führender europäischer Akteur in der Produktion, dem Handel und Vertrieb von internationalen Filmen. Die Tochter Universal EMI ist die Nummer eins im globalen Musikgeschäft. Sowohl das Fernseh- als auch das Musikgeschäft haben schwierige Zeiten hinter sich, es vollzieht sich ein tief greifender Wandel. Alles verschiebt sich ins Internet, weg vom klassischen TV und physischen Tonträgern. Streaming ist die Zukunft. Im Musikbereich sind aber auch Merchandise und Liveauftritte hochprofitabel. Doch zwischenzeitlich übten die Umwälzungen über Jahre hinweg enormen Druck aus. Einstige Branchengrößen sind nur noch ein Schatten, andere haben sich klüger positioniert. Vivendi könnte zu der zweiten Kategorie gehören.

Man erkennt es

Man kann es eigentlich recht einfach an den Zahlen ablesen. Von 2010 bis 2016 war das Wachstum schwach. Der Umsatz legte lediglich von 9,15 auf 10,82 Mrd. Euro zu, der Gewinn von 0,40 auf 0,59 Euro je Aktie. Seitdem hat sich die Lage grundlegend verändert. Der Umsatz kletterte von 10,82 auf 15,90 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,59 auf 1,28 Euro je Aktie. Dazu hat vor allem die Musiktochter Universal EMI beigetragen. Das einstige Sorgenkind wächst mit ordentlichem Tempo und ist wieder hochprofitabel. In den letzten vier Geschäftsjahren legte der Umsatz jeweils um 10% und mehr zu. Insgesamt kletterte er von 5,27 auf 7,16 Mrd. Euro. Wachstumstreiber ist das lukrative Streaminggeschäft, welches im Vorjahr um 21,5% wachsen konnte. In diesem Segment erzielt man inzwischen 3,33 Mrd. Euro Umsatz. Das hat auf Konzernebene zu einem Gewinnsprung geführt und einen weiteren Giganten auf den Plan gerufen.

Die Chinesen kommen

Die Verhandlungen liefen im Hintergrund wohl schon eine ganze Zeit. Am Ende hat sich Tencent für 3,0 Mrd. Euro eine 10%-Beteiligung an Universal gesichert. Einerseits scheint man ein interessantes Investment gefunden zu haben, andererseits kann man das eigene Musikgeschäft in China stärken. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass Tencent seine Beteiligung zu gleichen Bedingungen auf 20% aufstocken kann. Tencent strukturiert Deals oft in dieser Art und Weise, ich halte das für sehr intelligent. Am Ende ergibt sich aus dem Deal aber eine recht paradoxe Situation. Tencent bewertet Universal mit 30 Mrd. Euro. Vivendi selbst ist an der Börse aktuell aber nur 33 Mrd. Euro Wert. Universal ist sicherlich das wertvollste Asset, aus meiner Sicht wäre man eigenständig vielleicht sogar mehr Wert als der ganze Konzern. Doch selbst jetzt bleibt für die anderen Sparten nur eine „Lücke“ von 3,0 Mrd. Euro. In diesen Segmenten wurde im Vorjahr aber 8,74 Mrd. Euro an Umsatz und ein Ergebnis von 402 Mio. Euro erzielt. Unter dem Strich ergibt sich daraus eine interessante Gesamtkonstellation. Vivendi kauft eigene Aktien zurück, ist hochprofitabel und hat ein schnell wachsendes Kernsegment. Das KGV liegt bei 19,7. Im laufenden Geschäftsjahr könnte der Wert auf 16,8 sinken. Die Dividendenrendite liegt bei 2,37%, die Hauptversammlung findet am 20. April statt.

Charttechnik

Vivendi ist übergeordnet klar bullisch und bewegt sich in einem stabilen Aufwärtstrendkanal. Dieser erstreckt sich aktuell von 18,50 bis 28,50 Euro. Für Antizykliker könnte die Unterstützung nahe 21 Euro interessant sein. Bei 18,50 – 20,00 wäre das Chance-Risiko-Verhältnis umso besser – aktuell erscheint es aber unwahrscheinlich, dass dieser Bereich erneut angesteuert wird. Solange die Aktie nicht nachhaltig unter 23,40 Euro fällt, besteht jederzeit die Chance auf Kursgewinne in Richtung 26,40. Darüber wäre der Weg in Richtung 28 Euro frei. Mehr als 8.000 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Ihre Ordergebühren sind zu hoch? Mein Broker ist LYNX. Chart vom 17.02.2020 Kurs: 52,22 Kürzel: VIV - Wochenkerzen | LYNX Online Broker