Vestas: Hier entscheidet es sich

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Vestas Wind Systems
ISIN: DK0061539921
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Zur Vestas Wind Systems Aktie

Vestas ist zum langfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Hier entscheidet es sich. Startet jetzt die nächste Rallye oder geht es noch eine ganze Ecke tiefer?
Wir zeigen Ihnen die Schlüsselstellen im Chart.

Vestas hat sich durchgesetzt

Vestas Wind Systems ist der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen.

Dass das ein hartes Geschäft ist, dürfte jedem klar sein. Der Wettbewerb in Wachstumsmärkten ist außerordentlich hart.

Viele Wettbewerber mit ausreichend Kapital kämpfen um Marktanteile und versuchen sich gegenseitig auszubooten.
Es ist nicht leicht, sich in diesem Umfeld durchzusetzen, doch Vestas ist es gelungen.

Inzwischen ist die Branche bis zu einem gewissen Maß konsolidiert und die Zahl der Konkurrenten ist durch Insolvenzen geschrumpft.

Die meisten verbliebenen Akteure sind bis heute nicht profitabel – im Gegensatz zu Vestas.

Daher hatte ich mich hier ebenfalls positiv zur Aktie geäußert:
Vestas Wind: Uns steht etwas bevor (Achtung! Seitdem gab es einen Aktiensplit)

Anschließend schoss die Aktie knapp 50% in die Höhe.

Grund genug

Da Vestas in den letzten Wochen eine umfassende Korrektur vollzogen hat, sondieren wir die Lage jetzt neu.
Womöglich haben wir es abermals mit einer Gelegenheit zu tun.

An der grundlegend positiven Geschäftsentwicklung von Vestas hat sich nichts geändert. Umsatz und Gewinn entwickeln sich übergeordnet in die richtige Richtung, wenngleich das Ergebnis zuletzt auch hinterherhinkt.

In dieser Branche ist es allerdings schon bemerkenswert, dass man überhaupt nachhaltig profitabel ist.
Vestas ist dazu in der Lage die Expansion aus dem laufenden Cashflow zu finanzieren.

Daher waren und sind auch keine großen Kapitalerhöhungen wie zum Beispiel bei Nordex (Analyse: Jetzt entscheidet es sich: Nordex zwischen Großaufträgen und Kapitalerhöhung) notwendig und man hat auch keine nennenswerten Schulden.

Gegenwind

Seit der letzten Analyse hat Vestas zweimal Zahlen vorgelegt, die wir uns natürlich ansehen sollten.

Im inzwischen abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 22% auf 14,82 Mrd. Euro gesteigert werden.
Das Ergebnis kletterte von 0,71 auf 0,78 Euro je Aktie, ein Plus von knapp 10%

Das Bruttoergebnis und der operative Cashflow sind allerdings seit Jahren rückläufig. Für Vestas scheint es immer schwieriger zu werden die Profitabilität aufrechtzuerhalten.

Die zunehmende Konkurrenz, zum Beispiel aus Fernost, scheint dem Unternehmen zunehmend zuzusetzen.

Aktuell dürfte der stark gestiegene Stahlpreis für weiteren Gegenwind sorgen. Daher wird im laufenden Geschäftsjahr auch ein weitgehend stagnierendes Ergebnis erwartet.

Auf der anderen Seite könnte Vestas in diesem Umfeld sicherlich auch Preiserhöhungen durchsetzen, was nicht nur jetzt, sondern auch langfristig helfen würde.

Ausblick und Bewertung

Im ersten Quartal hatte man darüber hinaus Probleme mit Lieferanten, wodurch weniger Anlagen fertiggestellt werden konnten.

Dadurch ist der Umsatz auf Jahressicht um 12% auf 1,96 Mrd. Euro gesunken und man verbuchte einen Verlust von 57 Mio. Euro.

Das ist zwar unerfreulich, die Probleme sind allerdings nicht hausgemacht, denn Vestas hat derzeit einen Auftragsbestand von 19,4 Mrd. Euro.

Perspektivisch sieht es also gut aus, vor allem mit Blick auf das wachsende Service-Geschäft.

In diesem Bereich erzielt Vestas zwar nur ein Zehntel des Umsatzes, aber einen Großteil des Gewinns.
Darüber hinaus handelt es sich um planbare und wiederkehrende Einnahmen.

Das honorieren Anleger und aus diesem Grund kommt Vestas in der Regel auch auf eine Premium-Bewertung.
Mit einem KGV von 38 ist die Aktie jedenfalls kein Schnäppchen. Mit Blick auf die starke Positionierung in einem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt und dem langfristigen Ertragspotenzial ist die Bewertung aber auch nicht ausufernd.

Im kommenden Geschäftsjahr wird derzeit ein Ergebnis von über 1,00 Euro je Aktie erwartet. Dadurch würde das KGV auf 29,8 sinken.

Chart vom 19.07.2021 Kurs: 29,80 Kürzel: VWSB - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.07.2021 Kurs: 29,80 Kürzel: VWSB – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist die Lage ebenfalls interessant. Vestas hat in den letzten Wochen mehrfach am langfristigen Aufwärtstrend gedreht und wurde im Unterstützungsbereich zwischen 28 und 30 Euro gekauft.

Gelingt eine Rückkehr über 30 Euro, wäre eine Erholung in Richtung 32,50 Euro möglich. Darüber käme es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 34,20 und 36 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 27,50 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario muss mit einer größeren Korrektur gerechnet werden.

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Vestas Wind Systems ist der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen.

Das kann sich sehen lassen

Die Herstellung von Turbinen und Windkraftanlagen ist ein hartes Geschäft. Jedem ist klar, dass es sich um einen Wachstumsmarkt mit Zukunft handelt und dementsprechend hart ist auch der Wettkampf um Marktanteile.

Inzwischen hat aber eine Konsolidierung der Branche stattgefunden und eine ganze Reihe kleinerer Hersteller ist in die Insolvenz geschlittert.
Vestas hat sich hingegen zum Marktführer aufgeschwungen.

Den Umsatz konnte man in den letzten zehn Jahren von 6,92 auf 12,15 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert und das Ergebnis kletterte von 0,77 auf 3,55 Euro je Aktie.
Der Gewinn lag allerdings auch schon über 4,00 Euro je Aktie.

Marktdynamik

Inzwischen wird die Branche weitgehend von vier großen Akteuren beherrscht: Vestas, General Electric, Siemens und Nordex.

Bei der Konkurrenz wird bis heute Geld verbrannt. Nordex war und ist zum Beispiel nicht nachhaltig profitabel. Seit Jahren hat man keinen Gewinn erzielt.

Ewig kann man das nicht fortsetzen und jetzt, da die Konsolidierung der Branche weit fortgeschritten ist, kann man mit steigenden Preisen rechnen.
Das würde Unternehmen wie Nordex in die Profitabilität hieven und bei Vestas zu einem stark steigenden Gewinn führen.

Selbst ohne weiteres Wachstum könnte Vestas dann rund 6,00 Euro je Aktie verdienen. Das entspräche einem KGV von 22,8 und relativiert die derzeit sehr hohe Bewertung.

Doppelt verdient

Die Nachfrage ist trotz Corona ungebrochen und die Investitionen in größere Produktionskapazitäten scheinen sich auszuzahlen.

Im ersten Halbjahr 2020 ist der Umsatz um 50% auf 5,78 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis stagnierte allerdings bei 2,60 Euro je Aktie.

Die Momentaufnahme ergibt also ein gemischtes Bild, perspektivisch sieht es aber richtig gut aus.

Das hat vor allem einen Grund: Das Service-Geschäft mit Wartung & Co.

Vestas erzielt zwar nur ein Zehntel des Umsatzes in diesem Segment, aber einen Großteil des Gewinns.
Die EBIT-Marge ist mit 27,4% außerordentlich hoch. Im ersten Halbjahr hat Vestas im Service-Geschäft einen Umsatz von 979 Mio. und ein EBIT von 268 Mio. Euro erzielt.

Der Bereich ist aber nicht nur hochprofitabel, sondern liefert auch planbare und wiederkehrende Einnahmen.

Die Verträge haben in der Regel eine lange Laufzeit. Insgesamt summiert sich der Wert aller laufenden Service-Verträge auf 18,9 Mrd. Euro.
Tendenz steigend, denn jede installierte Windkraftanlage bedeutet gleichzeitig auch Wartung – für Jahre.

Chart

Leider ist die Aktie zuletzt sehr gut gelaufen. Antizyklische Investoren müssen also auf einen Rücksetzer hoffen.

Kommt Vestas in den Bereich 127-130 Euro zurück, könnte man eine erste Position aufnehmen.
Zwischen 110 und 115 Euro wäre das Chance-Risiko-Verhältnis noch besser.

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Chart vom 01.10.2020 Kurs: 137,45 Kürzel: VWS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.10.2020 Kurs: 137,45 Kürzel: VWS – Wochenkerzen