Roche: Sichere Hausnummer mit Kurspotenzial

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Roche
ISIN: CH0012032048
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Zur Roche Aktie

Roche ist womöglich genau die richtige Mischung aus Sicherheit und Potenzial, die man in diesem Umfeld suchen sollte. Wie sieht die Prognose für die Aktie aus?

Genau richtig

Roche ist einer der weltweit führenden Pharmakonzerne und dementsprechend wenig konjunkturanfällig.
Das Unternehmen hat keine Nettoschulden und haushaltet äußerst konservativ.

Dass es sich um eine sichere Hausnummer handelt, muss man also kaum erwähnen.

Roche wächst zwar langsam, aber stetig und die Dividendenrendite von 2,80% ist ordentlich.
Die Aktie eignet sich also vor allem für defensive Anleger, die ein hohes Risiko scheuen.

Es summiert sich

Über die Jahre hinweg summiert sich das vermeintlich langsame Wachstum. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 42,53 auf 58,32 Mrd. CHF gesteigert werden.
Das Ergebnis kletterte von 10,98 auf 16,52 CHF je Aktie.

Daher hat sich die Aktie langfristig auch erfreulich entwickelt, zuletzt war Roche allerdings nicht sehr gefragt.

Der Kurs tendiert seit nahezu einem Jahr weitgehend seitwärts. Inzwischen befindet sich das Wertpapier in einem Spannungsfeld zwischen langfristigem Aufwärtstrend und kurzfristigem Abwärtstrend.

Eine Richtungsentscheidung könnte unmittelbar bevorstehen. Können die kurzfristigen Abwärtstrends, die derzeit bei 324 und 327 CHF verlaufen, überwunden werden, kommt es zu prozyklischen Kaufsignalen.
Die ersten Kursziele lägen bei 340 sowie 350 CHF.

Für antizyklische Anleger wäre der Bereich um 310 CHF interessant. Fällt die Aktie nachhaltig unter diese Marke, muss eine größere Korrektur in Richtung 280 CHF eingeplant werden.

(Nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 01.04.2021 Kurs: 322 Kürzel: RO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.04.2021 Kurs: 322 Kürzel: RO – Wochenkerzen

Das Geschäftsjahr 2020 war für Roche so schlecht, wie es nur sein konnte. Der Umsatz kam durch Biosimilar-Konkurrenz, Covid und den starken Schweizer Franken unter Druck.
Diese negativen Effekte sollten im Jahresverlauf aber spürbar nachlassen.

Ausblick und Bewertung

Der Gewinn legte trotz des Gegenwinds um 6% auf 16,52 CHF je Aktie zu.

Mittelfristig sollte sich die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen. Es gibt kaum ein Unternehmen, welches eine derart prall gefüllte Pipeline vorweisen kann.

Derzeit befinden sich 6 Medikamente in der Zulassungsprüfung, weitere 8 könnten in diesem Jahr folgen. Darüber hinaus befinden sich Dutzende in Phase 3 der Forschung (Link).
Mehr konnte man noch nie vorweisen.

Durch die zurückliegende Korrektur liegt das KGV inzwischen bei 19,5 und das KGVe bei 18,6.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 22,0.

Eine Rückkehr zum Normalniveau würde demnach einem Kursplus von 18% entsprechen.

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Das wird noch immer unterschätzt

Inzwischen dürfte es jedem klar sein. Wir haben es mit einer massiven Wirtschaftskrise zu tun. Meine erste Einschätzung vom Februar scheint sich leider zu bewahrheiten: Die wirtschaftlichen Folgen von Corona werden unterschätzt. Wenn ich mir die Kurszettel und Indexstände anschaue, scheint das aber leider noch immer der Fall zu sein. Der Markt hofft wohl auf ein Wunder. Doch selbst im besten Fall sind wir Monate von einem Impfstoff entfernt und selbst wenn man ein zuverlässiges Medikament finden würde, könnte man überhaupt genug davon herstellen? Ich denke die breite Masse hat nicht die geringste Ahnung davon, wie kompliziert das sein könnte. Je nachdem welche Grundstoffe das Medikament benötigen würde. Die Zeit vergeht unerbittlich und jeden Tag kommen weitere Unternehmen in Schieflage, noch mehr Menschen verlieren ihre Jobs. In den USA sind es inzwischen mindestens 26 Millionen. Das wird Folgen haben. Der Konsum wird dadurch massiv gedämpft. In einem Land wie den USA, in denen 70% der Wirtschaftsleistung am Konsum hängen, ist das ein enormes Problem. Die Zweit- und Drittrundeneffekte sind vorprogrammiert. Der wirtschaftliche Schaden nimmt jeden Tag zu. Oder nehmen wir als Beispiel europäische Länder, in denen Entlassungen bisher noch nicht so ein großes Thema sind. Kurzarbeitergeld und Arbeitszeitkonten helfen, doch wer kann dauerhaft von 60-67% seines Gehalts leben? Kaum jemand. Inzwischen zahlen 1,6 Millionen Haushalte keine Miete mehr, das macht niemand grundlos.

Wie kommt man da raus?

Kurzfristig sehe ich eigentlich nur eine Möglichkeit, die wirklich helfen würde. Zumindest für einen Teil der Bevölkerung. Einer der Schlüssel aus der aktuellen Misere sind aus meiner Sicht Antikörper Tests. Bisher wissen wir viel zu wenig über das Virus. Vor allem nicht, wie weit es sich bereits in der Bevölkerung verbreitet hat. Vielleicht haben sich in Deutschland bereits Millionen Menschen angesteckt und waren symptomlos. Wenn Sie keine Symptome haben, lassen Sie sich schließlich nicht testen. Gleichzeitig wissen Sie aber nicht, dass Sie bereits Immun sind. Solange man es aber nicht weiß, wird man sich eher vorsichtig verhalten. Doch stellen Sie sich nur selbst die Frage: Wie würden Sie reagieren, wenn Sie sicher wüssten, dass Sie immun sind? Ich persönlich würde wohl direkt Urlaub buchen. Was hält mich noch auf? Die positiven gesellschaftlichen Auswirkungen wären enorm. Immune Menschen können gefahrlos auch in engem Kontakt mit anderen arbeiten. Könnte man einem immunen Restaurantbetreiber überhaupt noch untersagen, zu öffnen? Ich denke nicht, warum sollte man es auch? Gleiches gilt für alle Branchen.

Noch eine gute Nachricht

Das wäre aber nur die erste gute Nachricht. Bis wir einen Impfstoff haben, wird es zwar noch dauern, es gibt aber eine einfache Alternative. Dazu muss man verstehen, wie eine Impfung funktioniert. In der Regel wird bei dem Geimpften eine Immunreaktion ausgelöst, die zur körpereigenen Produktion von Antikörpern führt. Zur akuten Behandlung kann man aber auch einfach Antikörper verabreichen. Wenn wir die Bevölkerung testen und gegen Covid-19 immune Menschen finden, können sie Blut spenden. Daraus kann man ein Serum herstellen, welches man bei der Behandlung von Erkrankten einsetzen kann. Man verabreicht den Erkrankten schlichtweg die passenden Antikörper. Das ist keine Lösung für die breite Masse, da die Produktion von Serum relativ aufwändig ist. Es würde aber helfen, die Sterblichkeit weiter zu senken und die Behandlung zu verbessern. In kleinem Stil wird das bereits getan, mit genug Spendern wäre aber viel mehr möglich.

Ein anderer Milliardenmarkt

Im vergangenen Jahr wurden weltweit 2,5 Mrd. USD mit Antikörper-Tests umgesetzt. Aktuell dürfte der Markt um ein vielfaches größer sein, vielleicht um den Faktor 5 oder mehr. Wer zuverlässige Tests herstellen kann und die notwendige Infrastruktur hat, dem winken also erhebliche Einnahmen. Dementsprechend sind einige Unternehmen schnell vorgeprescht, die Zuverlässigkeit der ersten Tests war aber schlecht. Inzwischen stehen auch namhafte Anbieter in den Startlöchern, darunter Roche. Die Schweizer haben erst kürzlich ihren Ausblick für 2020 bestätigt. Die Diagnostiksparte dürfte derzeit aus dem Schatten der eigentlich deutlich größeren Pharmasparte treten. Roche hat angekündigt, dass man Anfang Mai eigene Antikörper-Tests auf den Markt bringen wird. Seit Mitte März hatte man die eigenen Tests hunderttausendfach geprüft. Scheinbar mit Erfolg, sonst würde man nicht in die Massenproduktion übergehen. Bereits im Juni könnte die Produktion im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Newsflow

Roche ist zwar kein langfristiger Outperformer und das Wachstum ist eher gering. Im Gegenzug ist man aber grundsolide und zahlt eine ordentliche Dividende. Darüber hinaus dürfte der Newsflow vorerst unterstützend wirken, vor allem im Vergleich zu den meisten anderen Unternehmen. Mit einem KGV von 20 ist man auch nicht so teuer, dass ich von einem Investment abraten würde. Das kann man durchaus rechtfertigen, es ist auch im historischen Vergleich ein normaler Wert. Ich sehe das Setup dennoch eher als Trade. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Aktie auf ein neues Allzeithoch ausbricht. Die extrapolierten Kursziele lägen dann bei 365 und 385 CHF. Antizyklische Anleger müssen hingegen auf einen Rücksetzer zur Unterstützung bei 310 CHF oder an den Aufwärtstrend nahe 300 CHF hoffen. Der Chart bezieht sich auf die Notierung in der Schweiz in CHF, Kürzel RO. Mehr als 9.300 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Mehr als 50.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon. Chart vom 24.04.2020 Kurs: 347 Kürzel: RO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker