Pfeiffer Vacuum Technology Aktie aktuell Pfeiffer Vacuum: Kann man auf diesen Zug noch aufspringen?

News: Aktuelle Analyse der Pfeiffer Vacuum Technology Aktie

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Pfeiffer Vacuum Technology
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Zur Pfeiffer Vacuum Technology Aktie

Am späten Donnerstagabend legte Pfeiffer Vacuum die Bilanz des ersten Quartals vor. Starke Zahlen und eine angehobene Prognose sorgten für einen Kurssprung. Geht da noch mehr? Kann man da noch einsteigen?

Der Vakuumpumpen- und Messgerätehersteller Pfeiffer Vacuum ist eines der Urgesteine des TecDAX, gehörte zu den beiden ersten Aktien des damaligen Neuen Markts. Trotzdem ist das Papier eher unauffällig und relativ markteng, denn es ist ein Geschäftsfeld, das nicht so spannend wirkt wie die Hightech-Branche oder die Biotechnologie. Für kurzfristige Trader ist das ein Nachteil. Aber für mittel- und langfristig ausgerichtete Investoren kann das sogar ein Vorteil sein, das haben die vergangenen Monate gezeigt.

Am 11. Januar hob das Unternehmen seine mittelfristigen Ziele an und meldete, dass der Umsatz des Jahres 2020 höher liegen werde als zuvor erwartet. Was in der Tat so war, wenngleich der Gewinn durch eine durch Corona unter Druck geratene Marge trotzdem kräftig zurückkam. Aber das wusste man im Januar 2021 bereits, weshalb die Aktie aufgrund dieser positiveren mittelfristigen Perspektive rasant anstieg und das alte Rekordhoch überbot.

Doch was passierte dann? Der Kurs sah nahe der 200 Euro-Marke keine Anschlusskäufe, bildete ein Topp aus und bröckelte immer weiter ab, bis er zuletzt da wieder ankam, wo er vor dieser positiven Meldung vom Januar lag – als hätte es diese Meldung nicht gegeben. Das ist eine Folge relativ geringer Umsätze: Wenn der Markt nicht besonders liquide ist, drücken auch kleinere Verkäufe auf eine Aktie, die eigentlich, was die Perspektiven und die Bewertung angeht, höher notieren könnte. Wird das mit dem aktuellen Zahlenwerk anders, zieht die Aktie diesmal einfach davon, so dass nicht zum Zug kommt, wer auf Gewinnmitnahmen als Einstiegschance wartet?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Pfeiffer Vacuum Technology Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das weiß man bei relativ marktengen Aktien im Vorfeld nie. Aber in den letzten zwölf Monaten war es in der Tat so, dass der Kurs nach „good news“ nach einer Weile wieder zurückkam, so dass billiger einsteigen konnte, wer die Nerven hatte, zu warten. Aber was Pfeiffer Vacuum am Donnerstagabend vorlegte, ist gut genug gewesen, um eher eine zweigleisige Strategie zu fahren. Wen der Einstieg reizt, könnte direkt eine Teilposition aufbauen, um einen Fuß in der Tür zu haben und zukaufen, sollte der Kurs wieder in den jetzt nach oben verlassenen Supportbereich 158/166 Euro zurücksetzen, der durch die 20-Tage- und die 200-Tage-Linie definiert wird. Kommt die Aktie doch nicht zurück, sondern läuft über die vorherige, im Januar überbotene Begrenzung der mittelfristigen Handelsspanne 147/176 Euro hinaus weiter, wäre man auf diese Weise zumindest mit einer kleinen Position dabei.

Pfeiffer Vacuum Aktie:Chart vom 16.04.2021, Kurs 174,20 Euro, Kürzel PFV | Online Broker LYNX

Was war es denn nun, das diesen Kurssprung ausgelöst hat? Pfeiffer meldete einen überraschend starken Umsatzanstieg von 25 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020. Zugleich stieg die Vorsteuer-Marge deutlich von 8,4 Prozent im Vorjahresquartal auf satte 11,8 Prozent. Das bemüßigte das Unternehmen, die Gesamtjahresprognose nach oben zu korrigieren, der Umsatz soll jetzt über zehn Prozent zulegen und die Vorsteuer-Marge über zehn Prozent liegen (2020: 7,3 Prozent). Daraus errechnet sich, dass Pfeiffer Vacuum die „Gewinn-Delle“ des Jahres 2020 auf Vorsteuer-Ebene mindestens ausbügeln und den Level von 2019 wieder erreichen würde. Und spannend ist dabei das Wort „über“, es wäre also durchaus denkbar, dass bei Umsatzanstieg und Marge sogar mehr als die genannten zehn Prozent drin wären. Da soll keiner sagen, dass ein Unternehmen wie Pfeiffer Vacuum nicht spannend wäre.

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Vorherige Analysen der Pfeiffer Vacuum Technology Aktie

Die Aktie des Pumpen- und Messgeräteherstellers Pfeiffer Vacuum hat ein äußerst bewegtes zweites Halbjahr 2019 hinter sich. Zunächst zog der Kurs ab Mitte August zusammen mit dem Gesamtmarkt kräftig an, doch dann brach die Aktie am 25.9. wie vom Blitz getroffen ein. Auslöser war eine Umsatz- und Gewinnmargenwarnung, die indes mit dem Crash der Aktie mehr als eingepreist war. Das sahen auch die Investoren so und nutzten diesen Kursrutsch zum Einstieg. Doch noch war unklar, wie sich die Lage nach dieser Warnung Ende September wirklich darstellt. Die Auflösung wurde am 5. November mit dem Ergebnis des dritten Quartals geliefert: Die Ergebnisse blieben im Rahmen der vorherigen Absenkung der Prognosen. Der Umsatz legte minimal zu. Der Gewinn, gerechnet vor Steuern und Zinsen, kam zwar um gut 20 Prozent niedriger als im Vorjahr herein, lag damit aber im Bereich der Analysenerwartungen. Die Marktteilnehmer reagierten erleichtert und trieben die Aktie deutlich höher. Höher allerdings als vor der Umsatz- und Gewinnmargenwarnung Ende September. Und damit ist jetzt ein Niveau erreicht, das mit Blick auf die ausstehenden Ergebnisse des vierten Quartals einer Bestätigung bedarf, um zu halten. Expertenmeinung: Das Problem der Anleger ist, dass die offizielle Bilanz des dritten Quartals wie bei vielen deutschen Unternehmen zeitverzögert ansteht, um dann gleich ein komplettes Jahresergebnis vorlegen zu können. Für Pfeiffer Vacuum steht da der 26. März im Kalender. Aber es könnten jederzeit vorläufige Ergebnisse auf den Tisch kommen. Nur sind die normalerweise nicht vorab terminiert. Hier hieße es also, sich auf einen starken Impuls einzustellen … jederzeit. Dessen Richtung ist offen, unter dem Strich hätten die Bullen aber, in einer Trading-Range auf dem höchsten Niveau seit dem Frühjahr 2018, mehr zu verlieren, da dieses Kursniveau eine gute Bilanz bereits vorwegnimmt. Das Spannende dabei ist, dass sich die Aktie in einer Seitwärtsbewegung eingerichtet hat, die schmal genug ist, um mit neuen Daten umgehend verlassen zu werden und damit einen charttechnischen Impuls auszulösen. Vor allem, da diese Aktie eher markteng ist und deshalb starke Bewegungen entstehen, wenn viele Akteure zugleich in einer Richtung agieren. Die Unterseite der Handelsspanne liegt genau auf Höhe der Hochs des Sommers im Bereich 149/150 Euro. Auf der Oberseite liegen die Begrenzungen bei 160 bis 163,50 Euro, letzterer Level ist der Peak, der im Zuge der Reaktion auf die Bilanz des dritten Quartals Anfang November entstanden war. Sobald Pfeiffer Vacuum neue Zahlen vorlegt, dürfte diese Range verlassen werden und damit eine spannende Gelegenheit für aggressive Trader auf kurzfristiger Ebene bieten. Dem vorzugreifen, solange die Aktie noch in ihrer Range und die Bilanz des vierten Quartals in den Schubladen ist, wäre indes gewagt: Hier sollte man unbedingt die charttechnische Entscheidung abwarten. Chart vom 28.01.2020, Kurs 151,57 Euro, Kürzel PFV | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Pfeiffer Vacuum ist einer der weltweiten Marktführer im Bereich Vakuumtechnik. Das Leistungsspektrum umfasst Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Komponenten und Systemen zur Vakuumerzeugung, -messung und -analyse.

Es geht wieder los

Die Berichtssaison hat noch gar nicht begonnen, doch bereits im Vorfeld scheint sich das Spiel des letzten Quartals zu wiederholen. Es hagelt wieder eine gekappte Prognose nach der anderen. In dieser Woche hat es unter anderem Deutz und SAF Holland getroffen. Heute ist Pfeiffer Vacuum an der Reihe. Es scheint so, als würde sich dieses Quartal nahtlos in das letzte einreihen. Wirklich zu beeindrucken scheint das aber niemanden. Am Aktienmarkt werden Probleme gerne ignoriert, bis es eben nicht mehr geht.

Zurück zu den alten Problemen?

Langfristig sieht es bei Pfeiffer Vacuum nicht schlecht aus. Unternehmen und Aktie gehören nicht zu den übergeordneten Verlierern, die man grundsätzlich meiden sollte. Doch zwischenzeitlich hatte man auch Probleme. Von 2011 bis 2014 waren Umsatz und Gewinn rückläufig. Das Unternehmen hatte zu kämpfen. Seitdem schien es allerdings, als hätte sich das Blatt gewendet. Der Umsatz kletterte in wenigen Jahren von 407 auf 660 Mio. Euro und erreichte im Vorjahr ein Rekordniveau. Der Gewinn stieg im selben Zeitraum von 3,29 auf 6,98 Euro je Aktie, ebenfalls ein Rekordwert. Das führte zeitweise zu einer regelrechten Euphorie und die Aktie verdoppelte sich in wenigen Monaten. Wie immer extrapolierten Anleger die damals gute Geschäftslage in die Zukunft und zahlten ein zu hohes KGV. Ich kann nur immer wieder davor warnen, das zu tun. Das Ende ist immer dasselbe. Es folgt eine unausweichliche Korrektur und teilweise heftige Kursverluste. In diesem Fall stürzte die Aktie von 175 Euro auf 103 Euro ab. Im laufenden Geschäftsjahr entwickelt sich das Geschäft wieder schleppend, daher sind die Sorgen groß. Droht eine ähnlich schlechte Entwicklung wie 2011 bis 2014? Das ist aktuell schwer zu beantworten, Warnsignale findet man aber.

Warnsignale?

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 8,0% auf 311 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis ist sogar um 32% auf 2,36 Euro je Aktie eingebrochen. Diese Zahlen wurden Anfang August vorgelegt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Jetzt wird es problematisch. Doch wie reagierten Anleger darauf? Am Tag der Veröffentlichung gab die Pfeiffer-Vacuum-Aktie nach. Dann wurde wieder freudig gekauft und die Aktie kletterte von 115 auf 150 Euro. Es ist wirklich erstaunlich und kommt in dieser Art und Weise auch nicht oft vor. Wie immer: Am Aktienmarkt werden Probleme ignoriert, bis es eben nicht mehr geht.

Prognose gekappt

Seitdem hat sich die Lage deutlich verschlechtert und dementsprechend müsste die Aktie eigentlich unter dem damaligen Kurs von 115 Euro notieren. Es gibt schließlich keinen logischen Grund dafür, heute mehr für eine Aktie zu zahlen, obwohl sich die Rahmenbedingungen und das Geschäft eingetrübt haben. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde von 640 – 660 Mio. Euro auf 620 – 640 Mio. Euro gesenkt. Die EBIT -Marge dürfte nun bei 10 statt 11 – 14% liegen. Das bedeutet im Klartext, dass Umsatz und Gewinn auf Jahressicht stark rückläufig sein werden. Der Betriebsgewinn dürfte demnach von 95,1 auf circa 63 Mio. Euro einbrechen. Bisher wurde von einem Rückgang des Gewinns von 6,98 auf 5,85 Euro je Aktie ausgegangen. Die aktuelle Prognose entspricht aber einem Gewinneinbruch auf ungefähr 4,65 Euro je Aktie. Wenn man bedenkt, dass der Gewinn 2012 bereits auf diesem Niveau lag, ist die Entwicklung über die Jahre hinweg eher dürftig. Pfeiffer Vacuum kommt derzeit auf ein KGVe von 27,5. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 22,8. Selbst wenn man das beste Jahresergebnis unterstellt, welches Pfeiffer jemals erzielt hat, läge das KGV aktuell bei 18,3. Ein Investment kann man also nur rechtfertigen, wenn das Unternehmen zügig auf den Erfolgspfad zurückkehrt. Dafür gibt es aktuell aber keine Hinweise.

Charttechnik

Auch diese Front liefert wenig Positives. Der Aufwärtstrend ist noch intakt, doch zunehmend angeschlagen. Unterhalb von 130 Euro muss eine Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Mögliche Kursziele liegen bei 125 sowie 122 und 116 Euro. Darunter trübt sich das Chartbild weiter ein. Gelingt hingegen eine Rückkehr über 130 Euro, entspannt sich die Lage vorerst. Mehr als 6.000 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX. Chart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Tageskerzen | LYNX Online Broker