Perrigo Company Ordinary Aktie aktuell Perrigo: Ausgebombt mit Verdopplungspotenzial

News: Aktuelle Analyse der Perrigo Company Ordinary Aktie

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Perrigo Company Ordinary
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Zur Perrigo Company Ordinary Aktie

Perrigo ist einer der weltweit führenden Anbieter von rezeptfreien „Selfcare-Produkten“ und Medikamenten. Dereinst war die Aktie ein echter Überflieger und Anlegerliebling.

Vor einigen Jahren fiel das Unternehmen allerdings in Ungnade und hat seitdem drei Viertel an Wert verloren.

Wie kam es dazu?

Perrigo erkannte in der Finanzkrise die Gelegenheit und begann kleinere Unternehmen zu übernehmen.
Im Jahr 2008 erfolgten gleich vier Zukäufe, bis 2016 folgten neun weitere.

Das kam bei den Anlegern gut an, Umsatz und Gewinn stiegen sprunghaft. Die Schulden interessierte niemand, die Branche schien sicher genug, um eine derartige Strategie zu rechtfertigen.

Daher gab es auch eine ganze Reihe von Akteuren, die ähnlich handelten und eine Übernahme nach der anderen durchführten. Das prominenteste Beispiel war Valeant Pharma.
Im Hoch war das Unternehmen knapp 90 Mrd. USD Wert. Am Tiefpunkt zwei Jahre später waren es nur noch 2,5 Mrd. USD.

Man hatte sich überhoben und kam in Schieflage. Der Imageschaden für Valeant war sogar so groß, dass man sich einen neuen Namen geben musste. Heute firmiert man unter Bausch Health.

Ganz knapp

Für Perrigo hätte die Sache übrigens fast als gigantischer Erfolg geendet. Im April 2015 legte Mylan ein Übernahmeangebot über 28,9 Mrd. USD vor.
Anleger, die ein paar Jahre dabei waren, hätten ihr damaliges Investment dadurch vervielfachen können.

Später, als die Probleme im Sektor begannen, zog man das Angebot wieder zurück. Mylan hatte zu ihrem Glück nur 40% der Aktien angedient bekommen.

Schlechter hätte es nicht laufen können

Valeant als mahnendes Beispiel sorgte jedoch dafür, dass Anleger dem Sektor den Rücken kehrten.

Für Perrigo kam das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn man hatte relativ kurz davor die zwei mit Abstand größten Zukäufe der Unternehmensgeschichte durchgeführt.

Man hatte für 8,6 Mrd. USD das Biotech-Unternehmen Elan gekauft. Und für 3,6 Mrd. Euro Omega Pharma, die vor allem für die Marken Abtei und Wartner bekannt sind.

Perrigo war also hochverschuldet und da der Sektor in Ungnade gefallen war, sanken die Bewertungen. Am Ende musste man Milliarden abschreiben und die Aktie stürzte ab.

Seitdem ist viel passiert

Heute kommt Perrigo noch auf einen Börsenwert von 6,25 Mrd. USD. Ein Bruchteil von dem, was Mylan dereinst auf den Tisch legen wollte und auch sehr viel weniger als all die gekauften Töchter gekostet haben.

Man hat in den Jahren der Ungnade aber nicht geschlafen. Perrigo hat konstant Geld verdient, immer eine Dividende ausgeschüttet und eigene Aktien zurückgekauft.

Darüber hinaus hat man die langfristigen Schulden seit 2017 von 5,23 auf 3,54 Mrd. USD reduziert.

Man hat also bewiesen, dass man wertvolle Assets besitzt und einen positiven Cashflow erwirtschaften kann.

Hinter dem Nebel

Anleger scheinen das zu übersehen, da kein oder kaum ein Gewinn gemeldet wird und die Zahlen durch den Verkauf unprofitabler Sparten verzerrt werden.

Nehmen wir als Beispiel das laufende Geschäftsjahr. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 6% auf 3,77 Mrd. USD zu.
Das gemeldete Ergebnis lag allerdings nur bei 0,09 USD je Aktie, oder 12,4 Mio. USD.

Das steht zu einer recht scharfen Diskrepanz zum operativen Gewinn abseits von Abschreibungen.
Taucht man ein wenig in die Bilanz und die Cashflow-Daten ein, wird die Lage recht eindeutig. Perrigo dürfte in den letzten neun Monaten rund 370 Mio. USD verdient haben.

Perrigo schreibt in Wirklichkeit also Goodwill aus den Übernahmen ab und mindert so gezielt den gemeldeten Gewinn. Womöglich auch um Steuern zu sparen.

Ausblick

Das Unternehmen kommuniziert diese Tatsachen auch ganz offen. Es scheint nur niemand zuhören zu wollen.

In laufenden GJ stellt man ein organisches Wachstum von 6-7% und ein operatives Ergebnis von 4,05 USD in Aussicht.
Auf dieser Basis käme Perrigo auf eine P/E von 11,1. Für die Branche ist das wenig.

Daher hat man auch 150 Mio. USD für den Rückkauf eigener Aktien bereitgestellt. Derzeit würde das für 2,5% aller ausstehenden Papiere ausreichen.

Der Durchbruch?

Darüber hinaus hat das Unternehmen auch eine ganze Reihe von strategischen Möglichkeiten.
Anleger fordern schon seit einiger Zeit den Verkauf der Sparte für verschreibungspflichtige Medikamente, da dieser Bereich nicht zum Kerngeschäft gehört.
CEO Kessler, der den Posten 2019 übernommen hat, scheint Willens zu sein.

Die Sparte dürfte 1,5 – 2,0 Mrd. USD bringen. Damit könnte Perrigo einen bedeutenden Teil der Schulden tilgen und so die Zinslast maßgeblich verringern.

Das verbleibende Unternehmen könnte in diesem Szenario mittelfristig ein EBT von 800 Mio. USD verdienen.
Das würde einen Börsenwert rechtfertigen, der einem Aktienkurs von 80 oder 100 USD entspricht.

Chart

Es wäre gut möglich, dass die Aktie endlich einen Boden ausgebildet hat. Über 46 USD wäre jedenfalls der Weg in Richtung 50 USD frei.
Darüber rücken Kursziele bei 55 sowie 57 und 60 USD in den Fokus.

Chart vom 16.02.2021 Kurs: 44,98 Kürzel: PRGO - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 16.02.2021 Kurs: 44,98 Kürzel: PRGO – Tageskerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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