MarketAxess Holdings Aktie Prognose Inflation, steigende Zinsen, Konflikte: Für MarketAxess eine gute Nachricht

News: Aktuelle Analyse der MarketAxess Holdings Aktie

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MarketAxess Holdings
ISIN: US57060D1081
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Zur MarketAxess Holdings Aktie

Die anhaltend hohe Inflation und die steigenden Zinsen dürften für einige Bewegung an den Anleihenmärkten sorgen. Im Januar lag das Handelsvolumen bereits weit über dem Vorjahresniveau. Ist das erst der Anfang? Für MarketAxess wäre es ein Segen.

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MarketAxess ist eine echte Erfolgsgeschichte. Die Aktie ist einer der größten Outperformer der letzten Jahre und das mit gutem Grund.

Die geschäftliche Entwicklung des auf Anleihen spezialisierten Brokers sprechen für sich selbst.
In der zurückliegenden Dekade ist man von Rekord zu Rekord gesprintet. In Summe ist der Umsatz von 181 auf 689 Mio. USD gestiegen.
Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, die operative Marge legte von 43,5 auf 54,4% zu.

Das ist typisch für gut skalierbare Geschäftsmodelle, in diesem Fall ist die Gewinnspanne allerdings außerordentlich groß.
Gleichzeitig ist der Kapitalbedarf gering, daher konnte man auch die Expansion auch vollständig aus dem laufenden Cashflow finanzieren und gleichzeitig auch noch eine stetig steigende Dividende ausschütten.

Die Bilanz ist lupenrein. All das macht das Unternehmen krisenfest und die hohen Margen geben im Wettbewerb entsprechenden Spielraum.

Der Gewinn legte im selben Zeitraum von 1,20 auf 7,85 USD je Aktie zu.

Bewegung am Anleihenmarkt

Nach einem enormen Gewinnsprung im Geschäftsjahr 2020 ist es 2021 zu einer Verschnaufpause gekommen.
Betrachtet man die beiden Jahre in Summe, liegt das durchschnittliche Wachstum exakt in Mittel der vorherigen Zeit.

Bei MarketAxess ist also genau das passiert, wozu es bei vielen Unternehmen gekommen ist.
Die zugrundeliegenden Trends sind jedoch vollkommen intakt.

Für 2022 und darüber hinaus werden wieder Wachstumsraten von 13-18% erwartet, was für MarketAxess allerdings eher am unteren Ende der historischen Werte liegt.

Positive Überraschungen sind also nicht ausgeschlossen, vor allem, wenn es zu erhöhter Volatilität an den Anleihenmärkten kommt.
Genau das ist aktuell der Fall.

Im Januar lag das Handelsvolumen auf MarketAxess 33% über dem Vorjahresniveau. Setzt sich das auch nur annähernd in dieser Art und Weise fort, wird das erste Quartal außerordentlich gut ausfallen.
Das mehrt natürlich die Chancen auf eine Bodenbildung.

In Anbetracht steigender Leitzinsen und der anhaltend hohen Inflation könnte das aber erst ein kleiner Vorgeschmack von dem sein, was uns bevorsteht.

Schlagen jetzt die Großinvestoren zu?

Einige Großinvestoren scheinen ebenfalls zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Presseberichten zufolge haben Citadel, Sequoia und Paradigm Interesse an einem Einstieg bei MarketAxess angemeldet.
Gemeinsam will man wohl 1 Mrd. USD auf den Tisch legen und 4,54% am Unternehmen kaufen.

Und genau jetzt wird es spannend. Die Großinvestoren würden MarketAxess demnach mit 22 Mrd. USD bewerten, weitaus mehr als der aktuelle Börsenwert von 13,8 Mrd. USD.

Als klassisches Schnäppchen geht die Aktie aber sicherlich nicht durch. Aktuell liegt die forward P/E bei 47,4.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 53,0 und das hat einem Investment-Erfolg keinen Abbruch getan.

Tatsächlich war die Bewertung in diesem Zeitraum selten niedriger als jetzt. Selbst mitten im Corona-Crash kam MarketAxess auf eine P/E von 50,9.

Chart vom 15.02.2022 Kurs: 370 Kürzel: MKTX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 15.02.2022 Kurs: 370 Kürzel: MKTX – Wochenkerzen

Eine Bodenbildung zeichnet sich zunehmend ab, der große Verkaufsdruck scheint passé zu sein.
Gelingt jetzt ein Anstieg über 380 USD, könnte es zu einem erneuten Angriff auf das Widerstandsband bei 420-435 USD kommen.
Darüber hellt sich das Chartbild deutlich auf.

Antizyklische Investoren dürften jedoch darauf hoffen, dass es zuvor nochmal zu einem Rücksetzer zum oberen Aufwärtstrend oder dem Support bei 320 USD kommt. Aus technischer Sicht wären selbst Kurse von 282 USD noch unproblematisch, erst darunter würde das Chartbild kippen.

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Vorherige Analysen der MarketAxess Holdings Aktie

Dass wir es an der Börse ständig mit Übertreibungen zu tun haben, ist keine neue Erkenntnis. Wir erleben es jeden Tag, wie einstige Überflieger komplett kollabieren. Das jüngste Beispiel dürfte Zoom sein.
Kürzlich notierte die Aktie noch bei 588 USD, gestern rutschte das Papier zeitweise unter 200.

Selbstverständlich geht es auch umgekehrt. Nehmen wir als Beispiel Macy’s. Die Aktie wurde in den Boden gestampft und verlor 90% an Wert.
Seitdem hat sich der Kurs verfünffacht.

Hier finden Sie einen älteren Artikel zum Thema:
Diese Aktien wurden ausgebombt: Völlig übertrieben?

Darin wurden Macy’s, Alliance Data und National Beverage behandelt. Das Timing war nicht gerade optimal. So gut wie alles, was man Ende 2019, also vor dem Corona-Crash gekauft hat, hätte man später noch günstiger bekommen können.
Aber was wussten wir damals von Corona?

Am Ende hätte es sich trotzdem gelohnt. Macy’s hat sich seitdem verdoppelt, bei Alliance Data wären immerhin +25% möglich gewesen und National Beverage hat sich verdreifacht und zeitweise sogar fast verfünffacht (Achtung: Bei National Beverage ist es zu einem Aktiensplit 2:1 gekommen).
In Summe nicht schlecht.

Darauf kommt es wirklich an

Das bringt uns zu der einfachen Erkenntnis, dass es vor allem auf den Preis ankommt, zu dem man einsteigt.
Das gilt für mittelprächtige Unternehmen wie Macy’s, aber auch für langfristige Outperformer.

Schauen wir uns also die Aktien aus dem S&P500 an, die am stärksten abgestürzt sind. Meistens gibt es gute Gründe für die Kursverluste, übertrieben sind sie in einigen Fällen trotzdem.

Aktuell ergibt sich hier ein erstaunliches Bild. Unter den Flop20 der Aktien im S&P500, die am weitesten von den 52-Wochen-Hochs entfernt sind, tummeln sich eine ganze Reihe von langfristigen Outperformern.

Das sieht man nicht oft und noch seltener, dass in dieser Liste Aktien wie PayPal auftauchen. PayPal dürfte sich seit dem Börsengang 2015 noch nie bei den Kellerkindern eingereiht habe.
In all den Jahren ist die Aktie nie mehr als ~30% vom Hoch zurückgekommen – und das war mitten im Corona-Crash. Aktuell liegt das Minus bei rund 40%.

Das hat zwei einfache Gründe: Die Aktie hatte sich zuvor in kurzer Zeit vervielfacht und war so teuer wie nie zuvor. Jetzt wird das korrigiert.
Wir sehen also wieder: Der Preis, also die Bewertung, zu der man einsteigt, ist von entscheidender Bedeutung.

Gelegenheit für Investoren

Bei den meisten Aktien aus der Flop20 sieht es ähnlich aus (Link). Die Aktien haben sich nach dem Corona-Crash vervielfacht und es kam zu einer Überreibung zur Oberseite.
Jetzt könnte es bei einigen zu einer Übertreibung zur Unterseite kommen.

In solchen Situationen sollte man vor allem auf langfristige Outperformer einen zweiten Blick werden.

Um es konkret zu machen: Aktien wie Viacom, Las Vegas Sands, Tha Gap oder Western Union, die bereits seit Jahren seitwärts/abwärts laufen, sind für Investoren tendenziell uninteressant, auch wenn sie optisch günstig wirken oder auf niedrige KGVs kommen.

Interessant könnten hingegen zum Beispiel MarketAxess, Activision, PayPal, Global Payments und womöglich auch Twitter sein.

MarketAxess: Wo würde ich zuschlagen?

MarketAxess ist ein auf Anleihen spezialisierter Broker und Outperformer. Die geschäftliche und auch die kurstechnische Entwicklung der letzten kann sich wirklich sehen lassen und es gibt keinen greifbaren Grund, warum sich das in Zukunft nicht fortsetzen sollte.

Darüber hinaus hat das Geschäft von Corona profitiert. Umsatz und Gewinn sind spürbar angesprungen, der Kurs ist allerdings unter das Vorkrisen-Niveau gesunken.
Das würde ich als interessante Gesamtkonstellation bezeichnen.

Ein klassisches Schnäppchen ist die Aktie dennoch nicht. In den kommenden Jahren werden zwar erhebliche Gewinnsteigerungen erwartet, die forward P/E (2022) liegt allerdings auch bei 40.
Günstig war MarketAxess allerdings nie, in den letzten fünf Jahren die P/E durchschnittlich bei 53.

Dass die Bewertung von MarketAxess vergleichsweise hoch ist und war, ist bei den Geschäftszahlen aber auch kein Wunder.
In der letzten Dekade konnte man den Umsatz von 181 auf 689 Mio. USD steigern.
Die Gewinnspanne ist enorm, die operative Marge ist in diesem Zeitraum von 43,5 auf 54,4% gestiegen.

Da das Geschäft nicht kapitalintensiv ist, ist die Bilanz sauber und neue Aktien wurden auch nicht ausgegeben.

In Summe führte das dazu, dass das Ergebnis von 1,20 auf 7,85 USD je Aktie stark überproportional zulegen konnte.
Solange sich die Geschäftszahlen in dieser Art und Weise entwickeln, wird man schwer Schiffbruch erleiden können. MarketAxes hätte auch noch erhebliches Potenzial für Preissenkungen, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Chart vom 24.11.2021 Kurs: 362,75 Kürzel: MKTX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 24.11.2021 Kurs: 362,75 Kürzel: MKTX – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht wird es ebenfalls interessant. Bei 360 und 280 USD verlaufen die beiden mehrjährigen Aufwärtstrends. Darüber hinaus reihen sich die Unterstützungen in diesem Bereich regelrecht auf.

Aus heutiger Sicht ist es unwahrscheinlich, dass es tiefer als 280 USD geht. Die Chancen gut, dass bereits zuvor ein Boden ausgebildet wird.

Zu prozyklischen Kaufsignalen kommt es hingegen über 380 sowie 405 USD. Über 435 USD hellt sich das Chartbild deutlich auf.

Die Handelsspannen sind bei MarketAxess also vergleichsweise groß. Wer sich hier engagieren möchte, sollte die Positionsgröße entsprechend anpassen.