Lennar: Der nächste Kracher

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Lennar
ISIN: US5260571048
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Zur Lennar Aktie

In den letzten Monaten hatte ich mich bereits mehrfach zu US-Bauunternehmen geäußert. Darunter NVR, DR Horton und auch Lennar:
Die Baubranche boomt

Anschließend stieg Lennar von 77 auf im Hoch 110 USD.

Jetzt hat die Aktie endlich eine größere Korrektur vollzogen. Grund genug, um die Lage neu zu sondieren.
Denn der Boom in der Branche hat nicht im Geringsten nachgelassen.

Chart

Lennar ist übergeordnet bullisch und der Aufwärtstrend intakt. Die Aktie hat innerhalb des Trendkanals eine Korrektur von der Oberseite zur Unterseite vollzogen und scheint dort auf Interesse zu stoßen.

Solange Lennar nicht nachhaltig unter 90 USD fällt, ist eine Fortsetzung der Rallye wahrscheinlich. Die nächstgelegenen Kursziele sind 95 und 100 USD, wobei bei Überschreiten dieser Marken jeweils ein Kaufsignal ausgelöst wird.

Grundlegend würde der Trendkanal auch Raum bis 115 USD bieten.

Fällt die Aktie hingegen unter 90 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. Für antizyklische Anleger wäre dieses Szenario umso interessanter.

Chart vom 17.06.2021 Kurs: 91,34 Kürzel: LEN - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 17.06.2021 Kurs: 91,34 Kürzel: LEN – Tageskerzen

Der nächste Hammer

Damals waren die abermals starken Quartalszahlen und die Erhöhung der Prognose der Anlass für die Analyse.
Heute ist das wieder der Fall.

Bisher hat Lennar auf die gestrigen Quartalszahlen nicht reagiert, dabei haben sie es wieder in sich.

Der Gewinn lag mit 2,65 je Aktie weit über den Erwartungen von 2,40 USD. Der Umsatz übertraf mit 6,40 Mrd. die Analystenschätzungen von 6,18 Mrd. USD ebenfalls deutlich.

Auf Jahressicht entspricht das einem Gewinnsprung von 61% und einem Umsatzplus von 22%.

Und das obwohl man im vermeintlichen Krisenjahr 2020 auch schon Rekorde feiern konnte.

Be- oder Entschleunigung?

Derzeit gibt es auch keinerlei Hinweise darauf, dass der Bauboom zeitnah nachlassen wird.

Lennar hat im abgeschlossenen Quartal 14.493 Häuser an die neuen Eigentümer übergeben. Im selben Zeitraum hat man 17.157 neue Bestellungen erhalten, gleichzeitig ist der Preis pro Haus gestiegen.

Das Auftragsvolumen und Auftragsbestand sind auf Jahressicht jeweils um 56% gestiegen.
Aktuell hat man einen Backlog von 24.741 Häusern mit einem Gesamtwert von 11,0 Mrd. USD.

Lennar dürfte demnach auf absehbare Zeit unter Vollauslastung arbeiten, was neben dem Wachstum auch die Margen befeuert.

Ausblick und Bewertung

Im letzten Quartal lag die Bruttomarge bei 26,1% nach 21,6% im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr hat man die Prognose für die Bruttomarge von 25 auf 26,5 – 27,0% erhöht.

Dementsprechend ist es wahrscheinlich, dass die meisten Analysten zeitnah ihre Gewinnerwartungen für 2021 erhöhen werden.

Bisher war man von einem Gewinnsprung um 48% auf 11,64 USD je Aktie ausgegangen. Es dürfte wohl noch mehr werden.

Dementsprechend kommt Lennar auf eine forward P/E von 7,9 oder weniger. Das ist weder absolut noch relativ gesehen viel.
Der breite Markt ist sehr viel teurer und in den letzten fünf Jahren kam Lennar durchschnittlich auf eine P/E von 11,4.

Dam man die langfristigen Schulden in den letzten Quartalen bereits von über 9 auf unter 6 Mrd. USD gesenkt hat, hochverzinste Anleihen eingezogen hat und gleichzeitig auf 2,6 Mrd. USD Cash sitzt, sollte und könnte der Vorstand nennenswerte Buybacks beschließen.

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Lennar ist eines der führenden US-Bauunternehmen und vor allem im Bereich Eigenheimen aktiv.

Antizyklisch gewinnt

Nach der Finanzkrise wollte niemand in der Branche investieren, selbst heute sind Anleger noch zurückhaltend.
Dabei hätte man im Sektor herausragend gut verdienen können, eben gerade, weil die Aktien niemand haben wollte.

Wie immer haben antizyklische Investoren, die sich von derartigen Emotionen freimachen können, am besten verdient.

Man muss nicht mal das Tief aus der Finanzkrise heranziehen, um das zu zeigen. Selbst wenn man erst 2010 oder 2011 eingestiegen wäre, hätte man bis heute ein Plus von 500-600% erzielen können.

Seit dem Corona-Tief hat sich die Aktie auch mehr als verdoppelt. Das erscheint es auf den ersten Blick unsinnig, jetzt noch eine Empfehlung auszusprechen.

Wir werden sehen, ob die Gesamtkonstellation vielleicht trotzdem noch interessant ist.

Es hat sich viel getan

Seit der Finanzkrise hat sich bei Lennar auch wahrlich viel getan. Der Umsatz ist von 3,07 auf 22,26 Mrd. USD gestiegen.
Die Profitabilität hat sich verbessert und das Ergebnis hat sich vervielfacht. Seit 2010 hat sich der Gewinn nahezu verzwanzigfacht. Ein sinnvollerer Bezugspunkt dürfte 2012 sein, seitdem hat sich das Ergebnis immerhin verdreifacht.

Die größte Veränderung lässt sich aber am Cashflow erkennen. Lennar ist auch an der Finanzierung von Eigenheimen beteiligt. Dadurch war der FCF regelmäßig negativ, da man in Vorleistung gehen muss.
Auch das hat sich geändert. Der freie Cashflow ist seit 2016 positiv und seitdem auf weit über eine Milliarde pro Jahr gestiegen.   

Billiges Geld

Die Notenbanken haben die Welt mit billigem Geld überschüttet. Immobilienfinanzierungen waren nie günstiger und gleichzeitig fürchten sich viele Menschen vor einer Geldentwertung.

Es findet also eine Flucht in reale Güter statt, was durchaus nachvollziehbar ist. In Summe wirkt sich das natürlich positiv auf Immobilienpreise und die Bauaktivität aus. Das ist von Notenbanken auch gewollt.

Boombranche

Nach der Corona-Panik wurde recht schnell klar, dass die US-Baubranche zu den Profiteuren der Krise gehören könnten.

Die am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen von Lennar zeigen das eindrucksvoll.

Der Gewinn lag mit 2,12 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,60 USD. Der Umsatz übertraf mit 5,87 Mrd. die Analystenschätzungen von 5,50 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht konnte der Umsatz sogar gesteigert werden und das Ergebnis legte um über 30% zu.
Das hatte so wohl niemand erwartet.

Es handelt sich hierbei auch nicht um Nachholeffekte. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres legte der Umsatz immerhin um 3% auf 14,63 Mrd. USD zu.
Da man kostenseitig sehr diszipliniert war, schoss der Gewinn um 39% auf 5,03 USD je Aktie in die Höhe.

Lennar kommt derzeit auf eine P/E von 13,4. Im laufenden Geschäftsjahr könnte der Wert unter 10 sinken. Das ist bei den gegeben Charakteristiken und vor allem im Vergleich zum breiten Markt nicht viel.

Prognose angehoben

Lennar erwartet auch in den kommenden Quartalen eine starke Nachfrage. Die Auftragseingänge haben sich stärker entwickelt als bisher angenommen.

Im vierten Quartal erwartet man 15.750 Bauabschlüsse, bisher war man von 14.450 ausgegangen.
Der Auftragsbestand lag bei 19.700 Eigenheimen, mehr noch als im Vorjahr.

Chart

Die Aktie gab nach Veröffentlichung um 2,54% nach. „Sell the news“.

Als Investor sollte man sich darüber freuen. Mit etwas Glück wird eine größere Korrektur eingeleitet.
Für antizyklische Anleger sind die Unterstützungen bei 71 sowie 62 – 65 USD interessant.

Über 80 USD kommt es hingegen zu einem prozyklischen Kaufsignal. Extrapolierte Kursziele lägen bei 85 und 89 USD.

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Chart vom 15.09.2020 Kurs: 77 Kürzel: LEN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 15.09.2020 Kurs: 77 Kürzel: LEN – Wochenkerzen