Hella Aktie aktuell HELLA: Geschenke sollte man annehmen … oder?

News: Aktuelle Analyse der Hella Aktie

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Hella
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Zur Hella Aktie

Übernahmegerüchte pflegen den Kurs des zu übernehmenden Unternehmens nach oben zu treiben. Und manchmal kommt es sogar zu einer gewaltigen Hausse, wenn sich mehrere Bieter um ein Unternehmen streiten. Aber gilt das auch für HELLA?

Die Aktie des im MDAX notierten Zulieferers der Automobilindustrie machte zu Wochenbeginn einen Riesansatz von 11,2 Prozent, nachdem Gerüchte aufgetaucht waren, dass zwei französische Automobilzuliefer-Unternehmen eine Kapitalerhöhung vorbereiten würden, mit deren Erlös man dann HELLA übernehmen wolle. Bislang gibt es dafür keine Bestätigung, aber die HELLA-Aktie hat dadurch am Montag mit 68,72 Euro ein neues Verlaufshoch markiert.

Richtig ist, dass im April bekannt wurde, dass die Gründerfamilie des Unternehmens den Verkauf ihres 60-Prozent-Aktienpakets an HELLA sondiert. Aber bislang gab es noch keine echten Verhandlungen. Zuletzt war Knorr-Bremse im Gespräch, von dort hieß es Anfang Juli aber, man verfolge diese Überlegung nicht weiter. Jetzt stehen also neue Interessenten an … wenn die Gerüchte zutreffen sollten. Wie geht man mit so etwas um?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Hella Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Manchmal ist es schon so, dass eine Aktie weit über ihren fairen Wert hinausschießt, wenn nicht nur ein, sondern zwei Unternehmen sich um die Übernahme balgen und ihre Angebote gegenseitig immer höher treiben. Aber das ist nicht die Regel. Und wenn sich eine Aktie, rein auf Gerüchtebasis, so weit über ihren normalen Kurslevel hinaus bewegt, muss man sich die Frage stellen, ob man sich auf ein solches Pokerspiel einlassen will, bei dem bislang keine einzige Karte offen liegt … oder nicht doch das Geschenk annehmen sollte, das ein solcher Kurssprung bedeutet.

Im Fall der HELLA-Aktie sollte man Letzteres zumindest überlegen. Denn die Ende Juli für das hier immer am 31. Mai endende Geschäftsjahr vorgelegten, vorläufigen Ergebnisse weisen zwar ein deutliches Wachstum gegenüber dem Jahr 2019/2020 aus. Aber 2019/2020, das fiel in die Phase des „harten Lockdowns“. Der 2020/2021 erzielte Umsatz lag unter dem der drei vorangegangenen Geschäftsjahre, die EBIT-Gewinnmarge zumindest niedriger als im „Prä-Corona“ Geschäftsjahr 2018/2019. Doch die Aktie hat das Hoch des Jahres 2018 bei 59,15 Euro weit überboten. In den Wochen zuvor mäanderte die HELLA-Aktie noch um diese alte Hürde herum, dieses neuerliche Übernahmegerücht brachte den Ausbruch. Aber:

HELLA-Aktie: Chart vom 10.08.2021, Kurs 67,20 Euro, Kürzel HLE | Online Broker LYNX

Wie Sie in diesem langfristigen Chart auf Wochenbasis sehen, brachte das den Kurs auch an die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. Und das derzeitige, durchschnittliche Kursziel der Analysten, die HELLA mehrheitlich mit „Halten“ einstufen, liegt, da man da auf Gerüchte hin keine Kursziele ändert, bei nur 55 Euro …da liegt die Aktie über 20 Prozent darüber. Wer gezielt darauf spekulieren will, dass sich die Gerüchte bestätigen und die interessierten Unternehmen vielleicht sogar noch mehr pro Aktie bieten als die jetzt erreicht hat, könnte dieses Geschenk wohl ablehnen und dabei bleiben. Aber würde man diesen Aspekt ausblenden und erwägen, wo die Aktie wohl ohne solche unbestätigten Meldungen stehen würde, würde man wohl dazu neigen, den Gewinn in trockene Tücher zu packen.

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Vorherige Analysen der Hella Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatten wir das Wertpapier des deutschen Automobilzulieferers Mitte Mai besprochen. Die Kurse hatten zu diesem Zeitpunkt gerade eine überaus konstruktive Bullenflagge gebildet und es sah stark danach aus, dass die Hella-Aktie bald nach oben ausbrechen würde.

Die Bullen übernahmen wenig später wie nach Plan das Zepter und der Breakout erfolgte. Die Aktie legte über 10% an Wert zu und erfüllte unsere Erwartungen. Auf dem Weg nach oben sollten Anleger dennoch nicht vergessen auch Gewinne mitzunehmen, denn die Börse ist bekanntermaßen keine Einbahnstraße. Kurzfristig könnte hier durchaus die eine oder andere kleine Zwischenkorrektur losgetreten werden. Des Weiteren ist auch anzumerken, dass die Kurse gerade das Hoch von 2017 erreicht haben und der Widerstand bei 59.10 EUR überaus markant ist.    

Expertenmeinung: Derzeit gibt es noch keine konkreten Verkaufssignale, doch der kurzfristig gebildete Boden bei 56.66 EUR sollte möglichst nicht gebrochen werden. Ansonsten könnte ein Rücklauf auf bis zu 52.50 EUR drohen. Dies war jene Marke, welche in unserer letzten Analyse das Kaufsignal nach oben auslöste. Vorerst haben die Bullen nach wie vor das Zepter in der Hand und es gibt noch keinen Grund von unserer bullischen Haltung Abstand zu nehmen.          
Aussicht: BULLISCH

Chart vom 16.06.2021 Kurs: 57.36 Kürzel: HLE | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang Mai hatten wir über einen möglichen Ausbruch der Aktie des deutschen Automobilzulieferers berichtet. Die Hella-Aktie war zum damaligen Zeitpunkt gerade dabei, die Marke bei 52 EUR zu brechen, was sie wenige Tage später auch tat. Doch danach fiel der Kurs wieder etwas zurück. Schauen wir uns daher diesen Ausbruchsversuch einmal genauer an. Das Handelsvolumen der Aktie am 07. Mai, als die Kurse erstmals deutlicher über die Hürde bei 52 EUR nach oben sprangen, war überaus gering. Dies sprach dafür, dass hier nur wenige Marktteilnehmer mit an Bord waren. Auch der Schlusskurs der Ausbruchskerze war alles andere als überzeugend, denn es bildete sich eine rote Kerze. Der anschließende Pullback war kaum noch aufzuhalten und stoppte bestimmt zahlreiche Trader aus ihren Positionen aus, welche für den Stop die Marke bei 49 EUR benutzten. Nun scheint sich allerdings ein weiterer Versuch abzuzeichnen, die Marke von 52 EUR zu brechen. Die Kurse drehten zum Ende der vorigen Woche nochmals ordentlich auf und nähern sich erneut der kritischen Zone.

Expertenmeinung: Meist kommt es erst dann zur gewünschten Bewegung, wenn die schwachen Hände aus dem Markt geschüttelt wurden. Dieses Spiel einiger Market Maker ist nur allzu oft zu beobachten. Diese Tatsache vor Augen, könnte der zweite Breakout über die Marke bei 52 EUR womöglich zu einem besseren Ergebnis führen. Weiterhin wichtig ist, dass die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nicht nachhaltig nach unten gebrochen werden dürfen. Mal sehen, ob diese Woche der große Coup gelingt.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 15.05.2021 Kurs: 51.60 Kürzel: HLE | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits in der letzten Woche hatten wir uns die Hella-Aktie in unserem YouTube Live Stream genauer angesehen. Bis März des vorigen Jahres verlor die Aktie des international operierenden Automobilzulieferers regelrecht den Boden unter den Füßen. Die Kurse halbierten sich zu Beginn der Pandemie, um danach wie Phönix aus der Asche wieder emporzuschießen. Mittlerweile befindet sich die Aktie wieder auf den Niveaus von 2019 und konnte sämtliche Abschläge ausgleichen. Angefacht vom Rückenwind der zuletzt positiven Stimmung im Automobilbereich, ging es bis Januar dieses Jahres stetig nach oben. Danach bildeten sich aber erste kleinere Verkaufssignale und der Trend ging zwischenzeitlich sogar in eine bärische Phase über. Jüngst machten Nachrichten über ein mögliches milliardenschweres Übernahmeangebot die Runde, welche die Kurse zu Beginn der Woche wieder steil nach oben trieben.

Expertenmeinung: Derzeit befindet sich die Aktie in einer neutralen Phase mit einem klaren Widerstand bei rund 52 EUR. Die eingezeichnete Widerstandslinie wurde mittlerweile bereits einige Male getestet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Berührung zu einem Breakout führen dürfte, ist sehr hoch. Somit gute Voraussetzungen, um sich das Wertpapier auf die Beobachtungsliste zu setzen. Noch sind keine klaren Kaufsignale am Tisch, aber ein Ausbruch über die Marke von 52 EUR könnte den Aufwärtsimpuls weiter anheizen. Vorerst bleiben wir neutral auf Hella und beobachten die weitere Bewegung.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 03.05.2021 Kurs: 50.68 Kürzel: HEL | Online Broker LYNX

Angeblich will der bisherige Mehrheitsaktionär des Automobilzulieferers HELLA seine Anteile verkaufen. Die HELLA-Aktie machte daraufhin zur Wochenmitte einen Riesensatz nach oben. Wie sollte man sich verhalten?

Das „Manager Magazin“ berichtete am Mittwoch, dass die Familie Hueck, die 60 Prozent des Unternehmens hält, Sondierungen hinsichtlich eines Verkaufs der Anteile begonnen habe. Diese Meldung führte dazu, dass die Aktie am Mittwoch markant zulegte und dieses höhere Niveau am Donnerstag hielt. Aber welche Basis hat dieser Kursanstieg?

Gar keinen, was die Eingangsfrage beantwortet, wie man sich jetzt verhalten sollte: vorsichtig. Denn davon mal abgesehen, dass beginnende Sondierungen nicht bedeuten, dass diese in ein Stadium kommen, in dem mehrere Interessenten konkrete Gebote für diesen Mehrheitsanteil des Unternehmens abgeben, ist selbst dann nicht gesagt, dass es zu einem Bieter-Wettbewerb kommt. Käme es so, wäre es in der Tat möglich, dass sich zwei oder drei Interessenten immer wieder überbieten, aber:

Auch das müsste den Aktienkurs nicht höher treiben, weil es ja nicht um die an der Börse gehandelten, frei umgehenden Aktien geht, sondern um einen festen Anteil der Haupteigner. Nur, wenn dann auch noch seitens des Gewinners in einem Bieter-Wettlauf angestrebt würde, den Anteil über die Börse weiter auszubauen oder sogar ein Delisting angestrebt würde, wäre es denkbar, dass es zu Angeboten an die Aktionäre käme, die womöglich weit über dem derzeitigen Kursniveau liegen.

Expertenmeinung: Das sind deutlich zu viele „Wenns“, um jetzt zu glauben, dass die Aktie auf einmal in Schnäppchen ist und über kurz oder lang ein Gebot an die freien Aktionäre kommen müsste, das jemandem, der hier und heute einsteigt, einen Riesengewinn einbringt.

Die Aktie war unmittelbar vor dieser Meldung aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal herausgerutscht und knapp unter die 200 Tage-Linie gefallen. Jetzt ist sie mit einem Mal an die im Januar etablierte Abwärtstrendlinie gelaufen. Natürlich könnte die überboten werden, aber wer darauf setzen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser Kurs jetzt von der Nachrichtenlage komplett abhängig ist.

HELLA Aktie: Chart vom 28.04.2021, Kurs 51,78 Euro, Kürzel HLE | Online Broker LYNX

Kommen Informationen über tatsächliche Gebote, kann die Rallye weitergehen. Käme die Nachricht, dass die Sondierungen eingestellt werden, würde nichts dagegen sprechen, dass der Kurs schlagartig dorthin zurückfällt, wo er herkam. Hier jetzt neu einzusteigen wäre daher nicht als Investment, sondern als reine wette zu sehen. Und da gilt: Vorsicht, heiß!

Die Corona-Krise wird die Automobilhersteller brutal treffen und dadurch deren Zulieferer erst recht. Dessen war man sich im vergangenen Frühjahr gewiss und verkaufte unter anderem HELLA-Aktien sowie die der anderer Automobilzulieferer blind und bestens. Doch es scheint, als hätte man sich da geirrt. Zumindest bei HELLA läuft es derzeit tadellos. Am Donnerstagmorgen legte das Unternehmen die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2020/2021 vor (Geschäftsjahresende 31. Mai). Und bei diesem Zahlenwerk gab es auf den ersten Blick wirklich nichts zu meckern:

In diesem 2. Quartal 2020/2021 gelang es, den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 142 Millionen Euro im 2. Quartal 2019/2020 auf jetzt 213 Millionen Euro zu steigern (+50 Prozent), was vor allem durch eine sehr deutlich gesteigerte EBIT-Gewinnmarge erreicht wurde, die von 8,3 Prozent vor einem Jahr auf jetzt 12,1 Prozent stieg. Zugleich aktualisierte HELLA die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr. Man rechnet jetzt mit einem Umsatz zwischen 6,1 und 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr 5,8 Millionen) und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen sechs und acht Prozent (Vorjahr vier Prozent). Also ein starkes Wachstum … oder?

Expertenmeinung: Gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 schon, nur übersieht man leicht, dass dieses Geschäftsjahr dasjenige war, in das der massive Lockdown vom Frühjahr 2020 fiel. Daher ist es nicht überraschend, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr höher erwartet wird. Setzt man die aktuell seitens HELLA avisierten 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro aber in Relation zum vorherigen, „normalen“ Geschäftsjahr 2018/2019, so erkennt man, dass diese Prognose immer noch unter den damals erreichten Umsätzen von knapp sieben Milliarden Euro liegt.

Der Aktienkurs, derzeit auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2018 und sukzessiv in Reichweite des bisherigen Rekordhochs von 59,15 Euro kommend, preist damit bereits die Rückkehr zu der Profitabilität in der Zeit vor Corona ein, die aber zumindest im Geschäftsjahr 2020/2021 nicht erreicht wird. Läuft in Sachen Konjunktur alles ideal, wäre das womöglich 2021/2022 zu schaffen … aber es wäre nicht ratsam, das in einem Umfeld wie diesem einfach vorauszusetzen.

Die Aktie ist also nicht wirklich billig und zugleich in einem charttechnischen Widerstandsbereich angekommen. Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Kurs seit Wochen im Bereich der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals unterwegs ist, ohne diesen überwinden zu können. Und diese obere Begrenzungslinie nähert sich jetzt dem Widerstand aus den Hochs des Jahres 2018 bei 58,10/59,15 Euro. Denkbar wäre zwar, dass HELLA diese Zone anläuft und testet, aber wer hier schon eine Zeitlang investiert ist, sollte sich dann schon überlegen, bei einem Teil der Position den Gewinn mitzunehmen. Für den Fall, dass den Bullen Geld und/oder Zuversicht ausgehen sollte, wäre es zudem opportun, sich nach unten abzusichern. Hier sticht die Unterstützungszone 49,94/50,85 Euro ins Auge. Würde diese Zone fallen, wäre es, mit Blick auf das sich dann eröffnende, charttechnische Abwärtspotenzial, ratsam, über das Ziehen der Reißleine nachzudenken.

Chart vom 14.01.2021, Kurs 53,80 Euro, Kürzel HLE | Online Broker LYNX