Hella Aktie aktuell Hella: Steht die Aktie vor einer größeren Kursbewegung?

News: Aktuelle Analyse der Hella Aktie

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Hella
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Hella Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits in der letzten Woche hatten wir uns die Hella-Aktie in unserem YouTube Live Stream genauer angesehen. Bis März des vorigen Jahres verlor die Aktie des international operierenden Automobilzulieferers regelrecht den Boden unter den Füßen. Die Kurse halbierten sich zu Beginn der Pandemie, um danach wie Phönix aus der Asche wieder emporzuschießen. Mittlerweile befindet sich die Aktie wieder auf den Niveaus von 2019 und konnte sämtliche Abschläge ausgleichen. Angefacht vom Rückenwind der zuletzt positiven Stimmung im Automobilbereich, ging es bis Januar dieses Jahres stetig nach oben. Danach bildeten sich aber erste kleinere Verkaufssignale und der Trend ging zwischenzeitlich sogar in eine bärische Phase über. Jüngst machten Nachrichten über ein mögliches milliardenschweres Übernahmeangebot die Runde, welche die Kurse zu Beginn der Woche wieder steil nach oben trieben.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Hella Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Derzeit befindet sich die Aktie in einer neutralen Phase mit einem klaren Widerstand bei rund 52 EUR. Die eingezeichnete Widerstandslinie wurde mittlerweile bereits einige Male getestet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Berührung zu einem Breakout führen dürfte, ist sehr hoch. Somit gute Voraussetzungen, um sich das Wertpapier auf die Beobachtungsliste zu setzen. Noch sind keine klaren Kaufsignale am Tisch, aber ein Ausbruch über die Marke von 52 EUR könnte den Aufwärtsimpuls weiter anheizen. Vorerst bleiben wir neutral auf Hella und beobachten die weitere Bewegung.

Aussicht: NEUTRAL

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Vorherige Analysen der Hella Aktie

Angeblich will der bisherige Mehrheitsaktionär des Automobilzulieferers HELLA seine Anteile verkaufen. Die HELLA-Aktie machte daraufhin zur Wochenmitte einen Riesensatz nach oben. Wie sollte man sich verhalten?

Das „Manager Magazin“ berichtete am Mittwoch, dass die Familie Hueck, die 60 Prozent des Unternehmens hält, Sondierungen hinsichtlich eines Verkaufs der Anteile begonnen habe. Diese Meldung führte dazu, dass die Aktie am Mittwoch markant zulegte und dieses höhere Niveau am Donnerstag hielt. Aber welche Basis hat dieser Kursanstieg?

Gar keinen, was die Eingangsfrage beantwortet, wie man sich jetzt verhalten sollte: vorsichtig. Denn davon mal abgesehen, dass beginnende Sondierungen nicht bedeuten, dass diese in ein Stadium kommen, in dem mehrere Interessenten konkrete Gebote für diesen Mehrheitsanteil des Unternehmens abgeben, ist selbst dann nicht gesagt, dass es zu einem Bieter-Wettbewerb kommt. Käme es so, wäre es in der Tat möglich, dass sich zwei oder drei Interessenten immer wieder überbieten, aber:

Auch das müsste den Aktienkurs nicht höher treiben, weil es ja nicht um die an der Börse gehandelten, frei umgehenden Aktien geht, sondern um einen festen Anteil der Haupteigner. Nur, wenn dann auch noch seitens des Gewinners in einem Bieter-Wettlauf angestrebt würde, den Anteil über die Börse weiter auszubauen oder sogar ein Delisting angestrebt würde, wäre es denkbar, dass es zu Angeboten an die Aktionäre käme, die womöglich weit über dem derzeitigen Kursniveau liegen.

Expertenmeinung: Das sind deutlich zu viele „Wenns“, um jetzt zu glauben, dass die Aktie auf einmal in Schnäppchen ist und über kurz oder lang ein Gebot an die freien Aktionäre kommen müsste, das jemandem, der hier und heute einsteigt, einen Riesengewinn einbringt.

Die Aktie war unmittelbar vor dieser Meldung aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal herausgerutscht und knapp unter die 200 Tage-Linie gefallen. Jetzt ist sie mit einem Mal an die im Januar etablierte Abwärtstrendlinie gelaufen. Natürlich könnte die überboten werden, aber wer darauf setzen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser Kurs jetzt von der Nachrichtenlage komplett abhängig ist.

Kommen Informationen über tatsächliche Gebote, kann die Rallye weitergehen. Käme die Nachricht, dass die Sondierungen eingestellt werden, würde nichts dagegen sprechen, dass der Kurs schlagartig dorthin zurückfällt, wo er herkam. Hier jetzt neu einzusteigen wäre daher nicht als Investment, sondern als reine wette zu sehen. Und da gilt: Vorsicht, heiß!

Die Corona-Krise wird die Automobilhersteller brutal treffen und dadurch deren Zulieferer erst recht. Dessen war man sich im vergangenen Frühjahr gewiss und verkaufte unter anderem HELLA-Aktien sowie die der anderer Automobilzulieferer blind und bestens. Doch es scheint, als hätte man sich da geirrt. Zumindest bei HELLA läuft es derzeit tadellos. Am Donnerstagmorgen legte das Unternehmen die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2020/2021 vor (Geschäftsjahresende 31. Mai). Und bei diesem Zahlenwerk gab es auf den ersten Blick wirklich nichts zu meckern:

In diesem 2. Quartal 2020/2021 gelang es, den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 142 Millionen Euro im 2. Quartal 2019/2020 auf jetzt 213 Millionen Euro zu steigern (+50 Prozent), was vor allem durch eine sehr deutlich gesteigerte EBIT-Gewinnmarge erreicht wurde, die von 8,3 Prozent vor einem Jahr auf jetzt 12,1 Prozent stieg. Zugleich aktualisierte HELLA die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr. Man rechnet jetzt mit einem Umsatz zwischen 6,1 und 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr 5,8 Millionen) und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen sechs und acht Prozent (Vorjahr vier Prozent). Also ein starkes Wachstum … oder?

Expertenmeinung: Gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 schon, nur übersieht man leicht, dass dieses Geschäftsjahr dasjenige war, in das der massive Lockdown vom Frühjahr 2020 fiel. Daher ist es nicht überraschend, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr höher erwartet wird. Setzt man die aktuell seitens HELLA avisierten 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro aber in Relation zum vorherigen, „normalen“ Geschäftsjahr 2018/2019, so erkennt man, dass diese Prognose immer noch unter den damals erreichten Umsätzen von knapp sieben Milliarden Euro liegt.

Der Aktienkurs, derzeit auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2018 und sukzessiv in Reichweite des bisherigen Rekordhochs von 59,15 Euro kommend, preist damit bereits die Rückkehr zu der Profitabilität in der Zeit vor Corona ein, die aber zumindest im Geschäftsjahr 2020/2021 nicht erreicht wird. Läuft in Sachen Konjunktur alles ideal, wäre das womöglich 2021/2022 zu schaffen … aber es wäre nicht ratsam, das in einem Umfeld wie diesem einfach vorauszusetzen.

Die Aktie ist also nicht wirklich billig und zugleich in einem charttechnischen Widerstandsbereich angekommen. Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Kurs seit Wochen im Bereich der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals unterwegs ist, ohne diesen überwinden zu können. Und diese obere Begrenzungslinie nähert sich jetzt dem Widerstand aus den Hochs des Jahres 2018 bei 58,10/59,15 Euro. Denkbar wäre zwar, dass HELLA diese Zone anläuft und testet, aber wer hier schon eine Zeitlang investiert ist, sollte sich dann schon überlegen, bei einem Teil der Position den Gewinn mitzunehmen. Für den Fall, dass den Bullen Geld und/oder Zuversicht ausgehen sollte, wäre es zudem opportun, sich nach unten abzusichern. Hier sticht die Unterstützungszone 49,94/50,85 Euro ins Auge. Würde diese Zone fallen, wäre es, mit Blick auf das sich dann eröffnende, charttechnische Abwärtspotenzial, ratsam, über das Ziehen der Reißleine nachzudenken.

Es ist ein ungewöhnlicher Zeitpunkt für Quartalsergebnisse, aber der Automobilindustrie-Zulieferer HELLA hat auch ein ungewöhnliches Geschäftsjahr, das jeweils am 31. Mai endet. Dementsprechend wurde gerade das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 beendet. Und am Montag nach Handelsende legte das Unternehmen vorläufige Ergebnisse vor, die den Anlegern am Dienstag ein sattes Plus von 8,28 Prozent wert waren. Und ja, was da gemeldet wurde, war beeindruckend:

Der Umsatz wurde in diesem von Anfang September bis Ende November dauernden Quartal zum Vorjahr um 4,4 Prozent verbessert. Was normalerweise nicht die Welt wäre, in einem schwierigen Umfeld wie derzeit aber aller Ehren wert ist. Noch wichtiger: HELLA meldete zwar noch keine konkreten Gewinne, teilte aber mit, dass die EBIT-Marge, d.h. die Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen, von 8,3 Prozent im zweiten Quartal 2019/2020 auf jetzt 12,1 Prozent gesteigert wurde. Das ist stark. Dementsprechend wurde zur „Halbzeit“ auch gleich eine Anhebung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr mitgeliefert:

Die bisherige Umsatzprognose von 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro wurde auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro angehoben. Die EBIT-Marge sieht man jetzt bei sechs bis acht Prozent nach zuvor vier bis sechs Prozent. Dass die Anleger daraufhin beherzt zugriffen, ist nachvollziehbar. Aber ob da noch mehr drin wäre?

Expertenmeinung: Keine Aktie steigt dauerhaft wie ein Strich, es kann auch bei HELLA jederzeit zu Rücksetzern kommen. Aber angesichts dieses Zahlenwerks ließe sich behaupten, dass die Bären es hier auch in der nächsten Zeit schwer haben dürften. Denn wenn ein Zulieferer der Automobilindustrie sich in einer Phase wie dieser so respektabel schlägt, mag sich mancher überlegen, wie würde es dann laufen, wenn der Konsum wieder auf Normalniveau zurückfindet, die Zurückhaltung aufgrund der ungewissen Perspektive verschwinden würde? Dass HELLA dann eine Lizenz zum Gelddrucken bekäme, ist zwar ein alberner Gedanke. Aber Ergebnisse wie diese schaffen das Vertrauen, dass hier vieles richtig läuft … und das ist vor allem für Marktteilnehmer wichtig, die länger am Ball bleiben wollen und damit das Rückgrat eines mittelfristigen Aufwärtstrends darstellen.

Dieser mittelfristige Aufwärtstrend hat durch diesen Anstieg als Reaktion auf die Vorab-Ergebnisse eine wichtige Hürde genommen, indem die Aktie dadurch die auf Anfang 2018 zurückgehende Abwärtstrendlinie ebenso überwand wie die Hochs vom Frühjahr 2019 und von der Jahreswende 2019/2020. Grundsätzlich würde der Kurs jetzt im Bereich von 53 Euro an einen Widerstand in Form der oberen Begrenzung eines ab März zu konstruierenden Aufwärtstrendkanals heranlaufen. Aber diese Aufwärtstrendlinie ist nur durch zwei, ihre obere Parallele nur durch einen Punkt definiert, was bedeutet, dass dieser Trendkanal bislang nicht als gültig bestätigt wurde. Die Bullen müssten also vor dieser Hürde nicht zurückschrecken.

Angesichts solch starker Ergebnisse wäre es keineswegs ausgeschlossen, dass HELLA mittelfristig sogar einen Test des bisherigen Rekord-Verlaufshochs bei 59,10 Euro unternimmt. Solange die Aktie das bisherige Wochen-Verlaufstief vom Montag bei 47,88 Euro nicht wieder unterschreitet, bliebe das Tor für weitere Kursgewinne offen.

Hella KGaA Hueck & Co. ist einer der weltweit 40 größten Automobilzulieferer und auf Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik spezialisiert.

Lang ist es her

Zuletzt hatte ich 2018 eine Analyse zu Hella veröffentlicht und das Ergebnis war gewohnt eindeutig.
Damals bildete der weltweite Automarkt ein Plateau aus, dennoch waren die Analystenerwartungen hoch.
Eine ganz schlechte Kombination.

Dabei hatte Hella ganz klar kommuniziert, dass man Probleme hatte. Wenig später wurde die Prognose gekappt, der CFO musste gehen.

Die Eigentümerfamilie trennte sich von 12,5% der Anteile am Unternehmen. Ihr Votum war so klar wie meines.

Seitdem konnte man mit der Aktie kaum mehr Geld verdienen, hätte zwischenzeitlich aber Buchverluste von 60% hinnehmen müssen.

Plateau oder schlimmer?

Heute ist die Lage nicht besser, die Aktie hat sich seit dem Corona-Crash aber nahezu verdoppelt und fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Dabei läuft es schon seit längerer Zeit eher mittelprächtig. Im Vorjahr stagnierten Umsatz und Cashflow bereits.

In den ersten drei Quartalen des gerade abgeschlossenen Geschäftsjahres war der Umsatz bereits leicht rückläufig, der Gewinn hatte sich bereits halbiert.

Dann kam Corona und aus dem Plateau wurde plötzlich eine Klippe.

Was sagt uns das?

Das Geschäftsjahr endet bei Hella am 31. Mai und am vergangenen Freitag hat man Zahlen vorgelegt.

In den ersten drei Quartalen war der Umsatz um 3% rückläufig, das EBIT aber bereits um 52% auf 312 Mio. eingebrochen.

Nach einiger Zeit habe ich die Suche nach den Zahlen für das vierte Quartal aufgegeben. Vielleicht sind Sie ja erfolgreicher.

Man kann sich aber ungefähr ausrechnen, wie groß das Minus in Q4 war: Der Umsatz im Gesamtjahr ist um 14,3% auf 5,80 Mrd. Euro eingebrochen.

Das EBIT drehte von +808 auf -343 Mio. Euro. Die Dividende soll vorerst ausgesetzt werden.

Investor Relations

An dieser Stelle möchte ich die IR-Arbeit von Hella auch ganz grundsätzlich kritisieren. Der Internetauftritt ist unübersichtlich und teilweise lückenhaft. Im Bereich Jahresabschlüsse fehlt im Archiv zum Beispiel das Vorjahr.

Die PDF-Dateien sind auch nicht sinnvoll durchsuchbar, da Formatierungsfehler vorliegen. Das macht es Anlegern nicht gerade einfacher.

Das dauert bis 2025

All das wäre noch hinnehmbar. Wir haben es eben mit einer schweren Krise zu tun, die der Konzern nicht selbst verschuldet hat.

Wie wir gesehen haben, hatte man aber bereits zuvor Probleme und der Ausblick ist auch nicht erfreulich.

Hella geht davon aus, dass die Fahrzeugproduktion in den kommenden vier Quartalen deutlich unter Vorkrisenniveau liegen wird.

Die weltweite Fahrzeugproduktion dürfte voraussichtlich erst 2025 wieder das Niveau von 2018 erreichen.

Wachstum wird es also auf Jahre hinweg nicht mehr geben. Man muss sich auf magere Zeiten einstellen.
Das trifft Autozulieferer ganz besonders hart, müssen sie doch gleichzeitig gigantische Investitionen stemmen, um sich für die Elektromobilität fit zu machen.

Warnende Worte

Der Vorstandsvorsitzende Breidenbach drückt es wie folgt aus: „Die Automobilbranche durchläuft einen tiefgreifenden Transformationsprozess. Wettbewerbs- und Kostendruck werden daher weiter steigen.

Ich kann dem nichts hinzufügen. Er weiß, wovon er spricht.

Selbst wenn man ein Idealszenario unterstellt, in dem der freie Cashflow von Hella in diesen Jahren nicht sinkt und nahezu Rekordwerte erreicht, läge der P/FCF bei über 20.
Bei den offensichtlichen Herausforderungen, der hohen Unsicherheit in diesem Umfeld und ohne Wachstum ist das deutlich zu viel.

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Chart

Hella hat eine schnelle Kursverdopplung hinter sich, ist jetzt aber in einen Widerstandscluster eingetaucht.
Maßgebliche Widerstände liegen bei 40,00 – 41,70 sowie 45,00 – 46,00 und 50,00 Euro.

Mögliche Kursziele auf der Unterseite liegen bei 35,00 und 32,70 Euro.

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