Deutsche Börse Aktie aktuell Dt. Börse: Boden gefunden … oder ist das nur eine „bear flag“?

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Börse Aktie

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Deutsche Börse
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Zur Deutsche Börse Aktie

Die Aktie der deutschen Börse ist einer dieser Fälle, an dem sich die Geister scheiden. In welche Kategorie müsste man diese Aktie einordnen? Ist sie den „Corona-Gewinnern“ zuzuordnen oder zumindest denen, die von Pandemie und Rezession nicht betroffen sind? Oder müsste man sie doch eher in der zyklischen, konjunktursensiblen Gruppe ansiedeln?

Für Ersteres spräche, dass die Umsätze an den Börsen steigen, je kritischer die Lage wird. Denn das steigert die Volatilität, die Akteure steigen öfter ein und aus – zum Vorteil des Börsenbetreibers. Man könnte indes auch argumentieren, dass die Zahl der Anleger in Krisen sinkt, die Umsätze dann austrocknen. Die Ergebnisse der beiden vergangenen Quartale geben da keiner Seite zwingend Recht. Im hektischen zweiten Quartal lag der Gewinn über dem des Vorjahres, im dritten Quartal, das von einem umsatzarmen Seitwärtstrend geprägt war, lagen sie unter Vorjahr. Nicht überraschend also, so dass es am Ende darum geht, womit die Anleger für die kommenden Monate rechnen: Ruhiges Geschäft oder volatile, hektische Bewegungen unter hohen Umsätzen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Deutsche Börse Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dass die Entscheidung dahingehend noch offen ist, zeigt das Chartbild. Auffällig ist zwar, dass die Aktie früher als der DAX begonnen hat, nach unten abzudrehen und kurzzeitig wichtige Supportlinien, konkret die Zone 128,50 zu 133,15 Euro, durchschlagen hatte. Aber im Zuge der DAX-Rallye nach der US-Wahl konnte sich die Aktie wieder in diese Zone hineinretten und versucht sich jetzt an einer Bodenbildung. Oder ist das womöglich gar keine? Könnte es sich hier eventuell bloß um eine bärische Flagge handeln und der nächste, markante Abwärtsschub unmittelbar vor der Tür stehen?

Chart vom 17.11.2020, Kurs 133,55 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Wenn es nach den Analysten ginge, dann nicht. Denn dort finden sich nur die Einschätzungen „Kaufen“ oder „Halten“, kein Experte sieht die Aktie derzeit als Verkaufsposition. Und selbst das niedrigste Kursziel liegt mit 130 Euro momentan im Bereich der vorgenannten Unterstützungszone. Nur pflegen sich die Anleger nicht unbedingt an das zu halten, was die Experten erwarten. Könnte man vorhersagen, in welche Richtung sich diese Situation auflösen wird? Natürlich nicht, dazu müsste man heute bereits wissen, wozu sich die Anleger erst noch entscheiden werden. Gerade in solchen „einerseits, andererseits“-Situationen muss man das gar nicht erst versuchen. Aber es ist auch nicht nötig, die Glaskugel zu bemühen, die charttechnische Konstellation ist ja recht gut zu umreißen:

Sollte die Aktie es schaffen, die Juli-Abwärtstrendlinie und danach die 200-Tage-Linie bei aktuell 146,80 Euro zu überwinden, wäre der Knoten geplatzt und ein klar bullisches Signal gegeben. Rutscht die Aktie aber erneut aus dieser Unterstützungszone 128,50/133,15 Euro nach unten hinaus und unterbietet das Anfang November bei 124,85 Euro markierte Tief auf Schlusskursbasis, wäre tatsächlich eine bärische flagge vollendet und der Weg nach unten erst einmal frei!

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Deutsche Börse Aktie

Da, wo die Aktie der Deutschen Börse am Freitag die Woche beendete, wäre einiges möglich – in beide Richtungen. Der Kurs ging mit einem klassischen Patt ins Wochenende: Er konnte sich zwar einerseits nicht von wichtigen Unterstützungen nach oben absetzen, hielt diese aber andererseits. Seit Anfang September ringt die Aktie mit ihrer im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie bei 147,57 Euro, deren Bruch nicht nur an sich schon ein bärisches Signal wäre. Die Linie verläuft derzeit knapp über den Zwischentiefs vom Mai und Juni um 145 Euro, deren Unterschreiten ein mittelfristiges Topp vollenden würde. Das aber, solange die Aktie diese Zone hält, ein potenzielles Topp bleibt.

Würde die Aktie des Börsenbetreibers klar unter 145 Euro schließen, könnte dieses Topp seine negative Wirkung entfallen, Bis dahin könnte das bullische Lager jederzeit noch die Widerstände bezwingen, die für dieses Topp den „Deckel“ darstellen. Gelänge es, die Aktie über die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei 154 Euro sowie über die Widerstandszone 155,90/161,45 Euro hinauszutragen, wäre eine mittelfristig relevante Abwärtstrendwende mit einer unmittelbaren Kurszielzone im Bereich 128,45/133,30 Euro, das ist das große Abwärts-Kurslücke vom März, erst einmal kein Thema mehr. Bis jetzt gelingt es, das Startsignal für die Bären zu verhindern. Aus der Welt bekommt man es aber nicht.

Expertenmeinung: Dass es seit drei Wochen nicht gelingt, eine Trendentscheidung herbei zu führen, ist nicht unbedingt überraschend, denn die Deutsche Börse sitzt zwischen den Stühlen. Wer mit einem großen Einbruch der Kurse als Folge der platzenden Hoffnungen auf eine rasante konjunkturelle Wende rechnet, würde hier nicht Short gehen, weil ein neuer Baisseschub immer mit steigenden Umsätzen verbunden wäre, was die Kassen des Börsenbetreibers füllen würde. Auf der anderen Seite wäre dieser Effekt nicht stark genug, damit sich die Deutsche Börse als ein „sicherer Hafen“ im Fall eines abwärts kippenden Gesamtmarkts anbieten würde, da wären andere Aktien einfach lukrativer.

Dem bullischen Lager hingegen ist die Gewinndynamik zu schwach. Die Analysten rechnen zwar damit, dass der Gewinn im laufenden Jahr um gut zehn Prozent zulegen dürfte. Aber in Relation zu anderen Unternehmen, die bislang von der Rezession verschont bleiben oder sogar von der Krise profitieren, ist das nicht attraktiv genug. Zu gut zwar, um Short zu gehen, aber doch zu mager, um hier gezielt auf den Ausbruch zu spekulieren.

Aber keine Aktie bleibt ewig in einer Seitwärtsrange, erst recht nicht, wenn dabei die 200-Tage-Linie im Feuer steht. Die kurzfristigen Trader werden die Akteure zweifellos von ihrer Unentschlossenheit erlösen, wobei der Weg nach unten derzeit der leichtere wäre, da die Aktie bereits am unteren Ende des potenziellen Topps rangiert. Vor einer klaren Entscheidung durch Schlusskurse über 162 oder unter 145 Euro sollte man die Aktie aber besser (noch) den Daytradern überlassen.

Deutsche Börse Aktie: Chart vom 25.09.2020, Kurs 147,00 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang September hatten wir die angespannte Gesamtsituation in der Aktie der Deutschen Börse beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Titel gerade ein weiteres tieferes Tief generiert. Dies war gleichzeitig auch der Übergang in einen Abwärtstrend. Zwar konnten sich die Kurse dieser Tage wieder leicht erholen, doch es scheint, als ob der Verkaufsdruck nun an den fallenden gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 wieder deutlich zunimmt. Augenscheinlich bildet sich hier eine Bärenflagge, welche darauf wartet, in Richtung Süden gebrochen zu werden. Dies würde zum Plan der Bären passen und könnte die Kurse eine weitere Etage tiefer bringen. Das technische Gesamtbild bleibt deutlich angeschlagen.

Expertenmeinung: Die Bären haben hier das Ruder übernommen und solange wir kein neues höheres Hoch oder ein höheres Tief im Chart bekommen, gibt es auch keinen Grund, die bärische Gesamthaltung auf die Deutsche Börse Aktie zurückzunehmen. Wohin könnten die Kurse noch fallen? Wenn wir uns den gesamten Anstieg von März bis Juli ansehen und darüber die sogenannten Fibonacci-Reihen legen, dann ergäbe sich das nächste Kursziel mit rund 140 EUR. Hier befände sich das 38.2% Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung. Somit sehen wir doch noch einiges an Potential nach unten.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 15.09.2020 Kurs: 150.60 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Charttechnik kann ja so einfach sein … aber diesen Eindruck hat man vor allem dann, wenn man vollendete Konsolidierungs- oder Trendwendeformationen im Nachhinein betrachtet, sich verteidigte oder gebrochene Trendlinien, Kanäle oder Unterstützungen ansieht. Während sich solche Formationen entwickeln, ist alles im Fluss und davon abhängig, was als nächstes passiert. Und das ist selten logisch herzuleiten. Würden zum Beispiel hinsichtlich der Aktie der Deutschen Börse alle davon überzeugt sein, dass das Unternehmen nicht nur von der Chaos-Phase im Frühjahr profitiert hat, sondern auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich gut verdienen wird und die Aktie daher noch kaufenswert sei, wäre der Kurs gar nicht erst in diese wacklige Situation geraten.

Natürlich dürfte kaum jemand anzweifeln, was seitens der Experten nahezu Konsens ist, nämlich dass Umsatz und Gewinn bei der deutschen Börse in diesem Jahr zulegen werden und gute Chancen bestehen, dass das 2021 so bleiben wird. Die Frage, die derzeit Käufer und Verkäufer trennt ist, ob der Aktienkurs das nicht schon hinlänglich eingepreist hat, so dass die Aktie jetzt langsam teuer genug ist, um auszusteigen oder gar Short zu gehen. Was das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht, das für 2020 (vorausgesetzt, die Konsens-Gewinnschätzung der Experten würde eintreffen) im Bereich um 23 liegt, ließe sich von zu teuer eigentlich nicht sprechen. Das ist eine Bewertung, die im Bereich der drei vorangegangenen Jahre liegt. Es sei denn, man würde unterstellen, dass der jahrelange, stetige Zuwachs der Umsätze ab 2021 deutlich an Schwung verliert. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob das Lager der Optimisten oder das der Skeptiker Recht bekommen wird. Aber die charttechnische Entscheidung steht eben jetzt an, da wird niemand bis Ende 2021 warten. Ist das ein Problem?

Expertenmeinung: Nein, denn der Vorteil klarer Trendentscheidungen ist, dass sie imstande sind, Meinungen zu „überstimmen“. Sollte die Deutsche Börse-Aktie die jetzt angesteuerten Unterstützungen brechen, würde kaum jemand in ein dann fallendes Messer greifen, weil er/sie eigentlich der Ansicht ist, die Aktie müsste weiter steigen. Man würde das erst dann wieder als Kaufargument sehen, wenn der Kurs die nächsten Auffanglinien halten oder eine solide Aufwärtstrendwende vollziehen würde. Ebenso würden die meisten Skeptiker nicht stur dagegenhalten, wenn der Aktie der Befreiungsschlag gelingt, sondern würden dem charttechnischen Signal folgen. Nur in welche Richtung das geht, das ist per Montagabend noch offen. In dieser Entscheidungsphase sind vorgenannte, mögliche Sichtweisen wichtig; sie sind imstande, die Ausschlagrichtung des Pendels zu bestimmen. Ist das Signal indes erst einmal da, hat man es einfacher: Man folgt der Ausbruchsrichtung.

Daher würde es sich anbieten, dieses Gerangel innerhalb der entscheidenden charttechnischen Ankerpunkte anderen zu überlassen und erst aktiv zu werden, wenn die Würfel gefallen sind. Aber welche Ankerpunkte sind das überhaupt? Sie sehen im Chart, dass die Aktie momentan eine Konsolidierung in Form einer Flagge vollzieht (im Chart blau markiert). Deren untere Begrenzungslinie bildet momentan zusammen mit Zwischentiefs vom Mai und Juni und der 200-Tage-Linie (im Chart dick schwarz) bei 145/147 Euro eine markante Kreuzunterstützung. Sollte der Kurs hier nach oben drehen und die „Flagge“ dadurch ebenso überwinden wie die bis in den Februar zurückreichende Widerstandszone 159/162 Euro, wäre der Weg nach oben wieder frei … und die Skeptiker würden dann erst einmal die Füße stillhalten. Sollte die Chance für einen neuen Aufwärtsimpuls, den eine solche potenziell bullische Flaggenformation immer bietet, aber liegen gelassen werden, die Deutsche Börse unter 145 Euro schließen, wäre eine Toppbildung vollendet, der Weg in Richtung der nächsten, markanteren Supportlinie um 130 Euro erst einmal geebnet. Eine ebenso offene wie spannende Konstellation, die sich zeitnah zu Gunsten eines klaren, charttechnischen Signals auflösen wird.

Chart vom 07.09.2020, Kurs 150,70 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse auf die Aktie der Deutschen Börse war die Welt noch in Ordnung. Der Chart zeigte eine Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs und der Titel befand sich bis zu diesem Zeitpunkt in einem beständigen Aufwärtstrend. Mit dem Bruch des Pivot-Tiefs von Mitte Juli wurde dieser aber beendet und die Aktie ging in eine neutrale Verkaufsphase über. Hierbei wurden auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 verletzt – kein sonderlich positives Zeichen. Nachdem sich mittlerweile eine mehrwöchige Seitwärtsphase bilden konnte, wurde diese jetzt auch noch nach unten verlassen. Mit dem Bruch des Bodens bei 152.40 EUR ist die Deutsche Börse Aktie nunmehr sogar in einen Abwärtstrend übergegangen.

Expertenmeinung: Die Lage sieht alles andere als gut aus und Anleger müssen wohl damit rechnen, dass die Kurse auch in den kommenden Tagen wohl weiter unter Druck geraten dürften. Was könnte die Aktie retten? Nun hierzu müssten die Kure schnell wieder über den letzten kleineren Widerstand bei 160 EUR springen. Sollte dies nicht gelingen und danach sieht es wohl aus, müssen wir uns wohl oder übel die nächsten Ziele nach unten suchen. Kleinere Support-Ebenen befinden sich bei 145.20 und 133.15 EUR. Dies waren die letzten bereits im Chart eingezeichneten Pivot-Punkte. Wir senken unsere Erwartungen auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 04.09.2020 Kurs: 148.70 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Kampf um das bisherige Allzeithoch in der Aktie der Deutschen Börse wurde von Mai auf Juni ausgetragen. Immer wieder bissen sich die Bullen rund um die Marke von rund 156 EUR ihre Zähne aus, bis schlussendlich der Breakout nach oben gelang. Somit wird dieses Niveau zu einer wichtigen Unterstützung im Chart der Aktie. Der Weg in Richtung neuer Höchststände ist frei, denn es gibt keine Widerstände mehr. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig in Richtung Norden und unterstreichen das aktuell vorherrschende positive Momentum. Die Outperformance und die relative Stärke gegenüber dem DAX ist schier beeindruckend. Hier stehen vorerst alle Ampeln auf Grün. Expertenmeinung: Solange die Kurse nicht wieder unter die erörterte Unterstützungsebene zurückfallen, ist mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Aktie auf jedwedem Niveau gekauft werden sollte. Aktuell wäre ein Pullback in Richtung der Marke von 160 USD für einen möglichen Einstieg zu favorisieren. Hier wartet die 20-Tage-Linie, welche bereits in der bisherigen Aufwärtsbewegung immer wieder für eine solide Unterstützung sorgte und der Einstieg wäre um einiges günstiger, als auf dem aktuellen Niveau. Wir bleiben vorerst bei unserer bullischen Einstufung der Aktie. Aussicht: BULLISCH Chart vom 09.07.2020 Kurs: 165.30 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX