Deutsche Börse: Das hat keiner kommen sehen

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Deutsche Börse
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Zur Deutsche Börse Aktie

Dass es bei der Deutschen Börse im letzten Jahr gut lief, ist keine Überraschung. Doch wer hätte damit gerechnet, dass es gerade jetzt zu einem Gewinnsprung kommt? Bisher hat die Aktie auf die gestrigen Zahlen kaum reagiert.

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Die Deutsche Börse ist einer der weltweit führenden Börsenbetreiber und die Kernkompetenz liegt in der Bereitstellung von Kapitalmarktinfrastruktur.

Das Angebot ist nach eigenem Bekunden jedoch breiter als das anderer Börsen und reicht von der überwachten Ausführung der Handelsaufträge über die Verrechnung, Abwicklung und Verwahrung der Wertpapiere im Nachhandel bis hin zu der dafür nötigen elektronischen Infrastruktur und der Bereitstellung von Marktinformationen.

Börsenbetreiber wie die Deutsche Börse sind grundlegend interessante Investments. Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv und in der Regel handelt es sich um faktische Monopole. Die Gewinnspannen sind enorm.
Einzelne Börsenplätze, wie bei uns Xetra, beherrschen die entsprechenden Märkte.

Daher kommt es in der Branche auch immer wieder zu Übernahmen und Fusionen.    

Krisengewinner und mehr

Durch Corona ist es zu einer zusätzlichen Belebung des Geschäfts gekommen. Deutschland ist kein Land der Aktionäre, doch im Lockdown scheinen sich viele erstmals und wieder mit der Börse beschäftigt zu haben.

Im letzten Geschäftsjahr legte der Umsatz um 12% auf 3,72 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis stieg um 10% auf 5,89 Euro je Aktie.
Das kann sich sehen lassen. Nach der enormen Volatilität im Vorjahr war das aber auch zu erwarten.

Es wäre auch naheliegend gewesen, dass die Dynamik in diesem Jahr nachlässt. Der Markt schleppt sich schließlich nur dahin. Volatilität Fehlanzeige.

Im Jahresverlauf entwickelte sich das Geschäft trotzdem erstaunlich gut. Seit gestern wissen wir, dass das auch im dritten Quartal der Fall war.
In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 20% auf 3,09 Mrd. Euro zu. Der Gewinn legte immerhin um 12% auf 5,34 Euro je Aktie zu.

Beschleunigung

Im dritten Quartal lag das Umsatzplus bei 18% und der Gewinn legte um 32% auf 1,74 Euro je Aktie sprunghaft zu.
Es ist erstaunlich, dass die Aktie auf diese Quartalszahlen kaum reagiert hat.

Die Prognose wurde bestätigt. Die bisherigen Konsensschätzungen erscheinen allerdings zu niedrig zu sein.
Bisher erwartet der Markt „nur“ einen Anstieg des Gewinns von 5,89 auf 6,45 Euro je Aktie. Die Chancen stehen also gut, dass es auch in Q4 zu einer positiven Überraschung kommt.

Doch nehmen wir an, die Prognosen werden nicht übertroffen. In diesem Szenario kommt die Deutsche Börse auf ein KGVe von 23,3.
Im bald anbrechenden Geschäftsjahr könnte das KGV auf 21,4 sinken.

In den letzten fünf Jahren lag das KGV der Deutschen Börse durchschnittlich bei 23,5. Allerdings waren die Wachstumsraten in dieser Zeit auch meist niedriger.
Man könnte also durchaus auch mehr rechtfertigen.
Größere Rücksetzer dürften sich demnach als Gelegenheit herausstellen und selbst ohne eine Korrektur ist Potenzial vorhanden.

Chart vom 20.10.2021 Kurs: 150 Kürzel: DB1 - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.10.2021 Kurs: 150 Kürzel: DB1 – Tageskerzen

Für antizyklische Investoren wäre die Unterstützung nahe 140 Euro interessant. Aus heutiger Sicht ist es unwahrscheinlich, dass es tiefer geht.
Fällt die Aktie allerdings unter 140 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario müsste mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 125 – 130 Euro gerechnet werden. Auf diesem Niveau läge das KGV dann bei unter 20.

Über 149 Euro ist es zu einem untergeordneten Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 153 und 155 Euro gekommen.
Über 155 Euro wäre der Weg in Richtung 160 und 170 Euro frei.

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Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX.

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Insgesamt hinkt die Deutsche Börse-Aktie dem DAX hinterher, wenn man die Performance seit Jahresbeginn misst. Betrachtet man sich aber die Entwicklung seit dem DAX-Verlaufshoch am 13.8., schneidet die Deutsche Börse besser ab. Und da könnte noch Luft nach oben sein.

Die Zahl der Marktteilnehmer, die fürchten, dass der Herbst für den Aktienmarkt insgesamt ungemütlich werden könnte, scheint zuzunehmen. Inflation, Flaschenhals und jetzt auch noch China … es läuft nicht so, wie man sich das noch im Frühjahr dachte. Und auf vielen Highflyern dieses Jahres ist noch eine Menge „Speck drauf“, d.h. viele Aktien weisen noch beachtliche Gewinne aus, die man mitnehmen könnte. Aber wohin dann mit dem freiwerdenden Kapital?

Gold ist volatil und kommt bislang nicht aus den Startlöchern. Am Anleihemarkt müsste man angesichts der tendenziell steigenden Renditen als Reaktion darauf, dass zumindest die US-Notenbank am Geldhahn drehen wird, kurzfristig noch mit Kursverlusten rechnen. Und über anderen europäischen und überseeischen Aktienmärkten hängen die gleichen Damokles-Schwerter wie hierzulande. Da neigen viele dazu, sich nach defensiven Aktien umzusehen. Nach Aktien von Unternehmen also, die im Fall eines wegbrechenden Wachstums stabil bleiben könnten. Energieversorger wären da in der Regel die erste Wahl. Aber deren Margen-Perspektive ist angesichts der gerade haussierenden Energiepreise womöglich wacklig. Da gelangt man auf der Suche nach Alternativen schnell zu Aktien wie der der Deutschen Börse.

Expertenmeinung: Die Deutsche Börse bietet, was einem Anleger auf der Suche nach einer „Parkmöglichkeit“ im Defensiv-Bereich zusagen würde: Auch, wenn die Aktienmärkte kippen, würde die Umsatz- und Gewinnentwicklung hier solider bleiben als bei konjunktursensiblen Unternehmen, denn das Unternehmen verdient ja nicht am Kurslevel der Indizes, sondern an den Umsätzen. Zugleich kann man hier mit einer Dividende von gut zwei Prozent rechnen und die Analysten sind mehrheitlich positiv eingestellt, das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell um 162 Euro.

Das sind keine grandiosen Gewinnperspektiven, aber darum geht es bei einem Defensiv-Trade ja auch nicht. Es geht darum, sein Geld gut über eine schwierige Phase zu retten und dabei im schlechtesten Fall weniger zu verlieren und im besten Fall ein wenig Gewinn zu machen, während man bei sehr zyklischen Aktien größere Verluste zu fürchten hätte. Aber:

Ob der Trend des Aktienmarkts wirklich kippt, ist ja noch offen. Daher würde es sich anbieten, nicht zu schnell und nicht mit zu viel Kapital auf die defensive Seite zu wechseln, bevor nicht klar ist, dass bei Dax, Euro Stoxx 50 & Co. mittelfristig eine Abwärtswende vollzogen wurde. Dass die Deutsche Börse-Aktie zuletzt die vor knapp einem Jahr etablierte, mittelfristige Aufwärtstrendlinie verteidigte, ist schon mal gut. Dass daraus die Chance auf ein kleines Doppeltief entstanden ist, ebenso. Aber vollendet ist das noch nicht … und nachdem der im August vollzogene Ausbruch über die Widerstandslinie bei 150 Euro zur Bullenfalle wurde, ist Vorsicht angezeigt. Wer vorsichtig vorgehen will, würde abwarten, bis ein Schlusskurs über 152,65 Euro ein charttechnisches Kaufsignal signalisiert und sicherheitshalber gleich einen Stoppkurs knapp unter die 150 Euro-Linie legen, um im Fall einer erneuten Bullenfalle schnell und konsequent wieder auszusteigen … denn Buy & Hold ist auch bei Defensiv-Titeln keine gute Lösung, wenn der Markt ins Wanken gerät.

Deutsche Börse-Aktie: Chart vom 04.10.2021, Kurs 142,75 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Bislang ist die Performance der Deutsche Börse-Aktie im Vergleich zum DAX ernüchternd. Aber der Kurs nähert sich einer wichtigen Widerstandslinie, deren Überwinden die Aktie in die obere Hälfte der seit letzten Sommer geltenden Handelsspanne katapultieren würde.

Der DAX hat bei seiner Rekordjagd eine relativ schwache Marktbreite. Nur 13 der 30 Aktien sind, gerechnet von Jahresbeginn, besser gelaufen als der DAX, 17 hinken hinterher. Eines dieser Mauerblümchen, in der Performance-Rangliste auf Platz 17, ist die Aktie der Deutschen Börse. Und es sind die zurückgebliebenen Aktien, die laufen müssen, wenn der DAX weiter zulegen soll, gerade jetzt, wo z.B. die Autobauer, vormals die Zugpferde, immer mehr nachlassen. Das wissen auch die Bullen. Und damit hätten sie mit dieser Aktie einen Hebel, zumal an steigenden Kursen bei der Deutschen Börse grundsätzlich nichts auszusetzen wäre, denn:

Expertenmeinung: Die fundamentalen Parameter passen. Der Umsatz legte im Ende Juli berichteten zweiten Quartal zu, der Gewinn ebenso, die Prognosen wurden bestätigt. Und der Umsatz wächst, nicht zuletzt aufgrund der immer weiter steigenden Zahl an Anlegern, seit Jahren stetig. Hinzu kommt eine moderate Bewertung und eine, wenngleich nicht grandiose, so doch mit gut über zwei Prozent ordentliche Dividendenrendite. Und ein Chartbild, das zeigt, dass die Käufer ein bullisches Signal quasi direkt vor der Nase hätten.

Wir sehen im Chartbild sukzessiv höhere Zwischentiefs, das ist schon mal gut. Entscheidend ist aber der Widerstand um 150 Euro. Dort ist die Aktie im April ebenso wie im Juni nach unten abgewiesen worden. Diese Hürde muss genommen werden … und das so zeitnah, dass diejenigen, die skeptisch sind, gar nicht erst ins Grübeln kommen, ob sie dort nicht womöglich doch besser aussteigen sollten. Gelingt dieser Ausbruch, wäre der Weg nach oben erst einmal frei, erst im Bereich 160/161 Euro würde dann die nächste Charthürde warten. Und gerade jetzt brauchen die Bullen Aktien mit frischen Kaufsignalen, um dem DAX den weiteren Weg nach oben freizuhalten. Dennoch, genommen werden müsste dieser Widerstand eben schon, einem solchen Befreiungsschlag vorzugreifen, könnte leicht daneben gehen!

Chart vom 16.08.2021, Kurs 147,40 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der letzten Monate hat es die Deutsche Börse-Aktie Anlegern wahrlich nicht leicht gemacht. Immer wieder waren kleinere Fehlsignale zu beobachten, die im Chart unten markiert sind. So fanden allein im Dezember des vorigen Jahres zwei kleinere Fehlausbrüche Richtung Norden statt. Die Kaufsignale entpuppten sich schnell als Bullenfallen und die positiven Verläufe lösten sich in Luft auf. Anders wiederum hatten auch die Bären ein schweres Los. Sämtliche neuen Zwischentiefs wurden rasch aufgekauft und lieferten wiederum Fehlsignale nach unten. Nun haben nach dem Fehlausbruch zu Beginn des Monats erneut die Bullen das Zepter an sich gerissen und wir sehen einen Test des bislang hartnäckigen Widerstands rund um den Bereich von 141/142 EUR. Gelingt der Aktie dieses Mal der ganz große Coup? Vorerst bleibt der Trend in einer neutralen Gesamtsituation.

Expertenmeinung: Der Chart liefert viel Fantasie auf mögliche Kursgewinne nach oben. Während sich der DAX bereits auf neuen Allzeithochs befindet, hat die Deutsche Börse noch einiges an Aufholpotenzial. Dennoch sollte der Ausbruch nicht zu schnell erfolgen, denn der Anstieg in Richtung des Widerstandsniveaus verlief überaus steil. Hier bedarf es einer Verschnaufpause von 2-3 Tagen, um der Aktie die nötige Energie zu geben, einen nachhaltigen Breakout zu generieren. Sollte hingegen der Ausbruch bereits heute oder morgen erfolgen, ist die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Fehlsignals definitiv höher.     

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 16.03.2021 Kurs: 141.60 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX

Die Deutsche Börse Aktie gehört zu den Profiteuren hoher Volatilität. Geht es an den Kapitalmärkten auf und ab wird mehr gehandelt. Könnte uns die nächste Phase großer Unruhe bevorstehen?

Auch das noch

An der Börse kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Das trifft auf das Jahr 2020 geradezu exemplarisch zu.

Wer hätte vor wenigen Monaten auf neue Allzeithochs gewettet? Vor allem mit dem Wissen, dass es keine V-förmige Erholung der Wirtschaft geben wird.

Aber genau das ist die aktuelle Lage. Die meisten Indizes weisen Rekordstände.

Mutation in England

Zunächst muss man klarstellen, dass Viren andauernd mutieren. Das trifft auch Covid-19 zu. In der Regel führt das nur zu geringfügigen Veränderungen, die keine biologische Relevanz haben.
Inzwischen wurden aber neue Varianten des Virus identifiziert, bei denen das nicht der Fall ist.

Sind die derzeitigen Kurse also noch haltbar?

Beginnen wir mit England. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass man im Süden des Landes eine neue Virus-Variante („B.1.1.7“) entdeckt hat.
Diese Version von Corona ist demnach wohl wesentlich ansteckender und breitet sich rasant aus.

Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist die Mutation um 40 – 70% ansteckender als die bisher bekannte Form.
Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass sie schwerere Krankheitsverläufe auslöst oder tödlicher ist.
Es sei demnach wahrscheinlich, dass die entwickelten Impfstoffe auch bei dieser Variante wirkt.

Das ist der aktuelle Informationsstand, der aber keineswegs ein abschließendes Bild sein soll oder Vollständigkeit beansprucht.

UPDATE vom 22.12.2020 um 9:29 Uhr:
Die vorläufige Genom-Charakterisierung von B.1.1.7 finden Sie hier: virological.org

Demnach hat die neue Variante drei biologisch relevante Mutationen:
1. Die Mutation N501Y führt zu einer zunehmenden Bindungsaffinität beim Menschen (höhere Ansteckung).
2. Die Spike-Veränderung 69-70del steht im Zusammenhang mit der Umgehung der menschlichen Immunantwort.
3. Die Mutation P681H könnte dem Virus das Eindringen in das respiratorische Epithel erleichtern. (Das respiratorische Epithel ist eine Schicht aus spezialisierten Epithelzellen, welche den größten Teil der Atemwege auskleidet)

Auswirkungen der England-Mutation

Bestätigen sich die bisherigen Erkenntnisse, hat das eine ganze Reihe von ernstzunehmenden Konsequenzen.

Es dürfte nahezu sicher sein, dass sich diese Virus-Variante bereits in anderen Ländern angekommen und daher nicht mehr eindämmbar ist.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Pandemie schneller voranschreiten dürfte als bisher angenommen.

Die Pandemie wird also härter und schneller.
Je stärker die Verbreitung der ansteckenderen Virus-Variante ist, desto schneller werden die Infektionszahlen steigen.
Im schlimmsten Fall wird das das Gesundheitssystem über die Belastungsgrenze hinausbringen.

In Großbritannien sind die Infektionszahlen in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen. Mutmaßlich auch durch die Mutation.

Auch noch Südafrika

Derzeit scheint es so, als würden die schlechten Nachrichten einfach nicht aufzuhören.

In Südafrika wurde eine weitere Variante des Corona-Virus entdeckt, die ebenfalls deutlich ansteckender ist.
In den Hotspots des Landes entfielen zuletzt rund 90% der Proben auf den mutierten Virus „501.V2“.

Eine höhere Sterblichkeit zeichnet sich hier bisher nicht ab. Eine Sache macht den Forschern allerdings Sorgen: Bei der neuen Virus-Variante ist der Anteil der jungen Menschen, die schwere Krankheitsverläufe aufweisen, wohl deutlich erhöht.

Südafrikanischen Forschern zufolge ist 501.V2 bereits seit Monaten im Umlauf und wurde jetzt erst entdeckt.
Daher muss man auch in diesem Fall annehmen, dass die Mutation schon lange den Sprung in andere Länder geschafft hat.
Das ist alles andere als erfreulich

Wie geht es weiter?

Steigt die Zahl der Infizierten und/oder der Anteil der schwer Erkrankten erhöht das den Druck auf das Gesundheitssystem nur noch weiter.

Man kann nur hoffen, dass es nicht „so schlimm“ kommt.
Die WHO oder auch Herr Drosten haben jedenfalls vor einer Panikmache gewarnt. Demnach verhalten sich die neuen Corona-Varianten im Hinblick auf Ansteckungswege oder Schwere der Erkrankung kaum oder gar nicht anders als der bisherige Virus.

Dass die neuen Varianten ansteckender sind, hat man bei der WHO allerdings nicht verneint.

Die Lage ist ernst

Noch mehr Ansteckungen können wir derzeit aber wirklich nicht gebrauchen.

Laut Intensivregister ist die Lage auch jetzt schon besorgniserregend. Demnach melden 31,8% der Krankenhäuser, dass in der Intensivbetreuung keine Kapazitäten mehr verfügbar sind.

Weitere 33,0% der Krankenhäuser melden eine hohe Auslastung und wenige verfügbare Betten.
Der wahre Engpass ist aber gar nicht die Zahl der Intensivbetten, es ist das Personal.
Wir haben nicht genug Personal, um auch wirklich alle Betten zu betreiben.

Derzeit kann wohl niemand abschätzen, wie lange der Lockdown andauern wird oder ob sogar noch strengere Maßnahmen beschlossen werden.
Ebenso wenig, wie stark die wirtschaftlichen Auswirkungen sein werden.

Ich wünschte, ich hätte an diesem Montag kurz vor Weihnachten erfreulichere Nachrichten für Sie.

Steigende Volatilität oder sogar ein Crash?

All das könnte zu einer steigenden Volatilität führen. Die Lage könnte durchaus kippen.
Das macht die Aktie der Deutschen Börse aus meiner Sicht zu einem vergleichsweise sicheren Hafen.

Das Papier ist ohnehin ein langfristiger Outperformer und selbst derzeit läuft das Geschäft gut.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Umsatz um 14% auf 2,57 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis legte um 8% auf 4,64 Euro je Aktie zu.

Die Deutsche Börse kommt somit auf ein KGVe von 23,3. Das ist fair, in den letzten Jahren war die Bewertung meist ähnlich.
Rücksetzer könnten sich als Gelegenheit herausstellen.

Für antizyklische Investoren sind vor allem drei Marken interessant: Die Unterstützung bei 127 Euro sowie der Bereich zwischen 116 – 120 Euro und die untere Aufwärtstrendlinie nahe 100 Euro.

Chart vom 21.12.2020 Kurs: 135,90 Kürzel: DB1 - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 21.12.2020 Kurs: 135,90 Kürzel: DB1 – Wochenkerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Monate über zeigte sich die Aktie der Deutschen Börse nicht wirklich von ihrer besten Seite. Die Talfahrt begann, als das Pivot-Tief von Mitte Juli gebrochen wurde. Danach folgte der Bruch des Tiefs von August, was die Lage erstmals bärisch machte. Im September hatten wir unser Kursziel auf 140 EUR gesenkt. Dieses Niveau wurde auch relativ schnell angesteuert. Nach Erreichen der Zielmarke ging der Titel in den freien Fall über, welcher Ende Oktober in einem finalen Abverkauf endete. Eine große grüne Powerkerze beendete das Treiben der Bären dann und die Kurse konnten sich langsam wieder erholen. Inzwischen konnte sogar ein höheres Tief generiert werden, was auf steigendes Käuferverhalten schließen lässt. Angekommen an der 50-Tage-Linie werden die Karten gerade neu gemischt. Schafft die Aktie den Ausbruch nach oben?

Expertenmeinung: Sollten in den kommenden Tagen Schlusskurse über der Marke von 140 EUR generiert werden, stünden die Chancen auf eine nachhaltige Kurserholung überaus gut. Wir haben es hier mit einem typischen „Bottom-Fishing“ Kandidaten zu tun. Die ersten Anzeichen einer möglichen und nachhaltigen Bodenbildung sind da. Nun liegt es an den Bullen mehr daraus zu machen und den nach wie vor intakten Abwärtstrend in eine neutrale Kaufphase überzuführen. Danach wäre ein Anstieg der Deutsche Börse Aktie auf bis zu 160 EUR durchaus denkbar. Wichtig ist, dass das letzte Zwischentief knapp über der Marke von 130 EUR wenn möglich nicht mehr nach unten gebrochen wird.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 02.12.2020 Kurs: 139.50 Kürzel: DB1 | Online Broker LYNX