Deutsche Börse Aktie Prognose Deutsche Börse: Das könnten die Bullen noch hinbiegen

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Börse Aktie

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Deutsche Börse
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Zur Deutsche Börse Aktie

Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen der Deutschen Börse waren nicht umwerfend, aber sie waren gut. Und das ist im aktuellen Umfeld schon viel wert. Die Reaktion reichte zwar nicht, um die Aktie auf neue Hochs zu tragen. Aber es könnte einen zweiten Versuch geben.

Umsatz und Gewinn lagen im ersten Quartal zwar deutlich über dem Vorjahresquartal, aber insgesamt bestätigte die Deutsche Börse AG für 2022 ihren Ausblick eines um etwa 8,3 Prozent steigenden Netto-Umsatzes und eines EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), das mindestens 7,8 Prozent über Vorjahr zulegen soll.

Das klingt mager, aber nur, wenn man Maßstäbe früherer Jahre und anderer Branchen anlegen würde. Und in „großen Zahlen“ zu denken, von Umsatz- und Gewinnanstiegen von 50 Prozent und mehr zu träumen, das gewöhnt die Realität vielen Anlegern ja gerade ab. So gesehen wäre es durchaus möglich, dass Stabilität mit einem leichten Wachstum im Rücken in den kommenden Wochen noch attraktiver wird, als es zuletzt ohnehin schon war. Was auch bedeutet: Die Aktie der Deutschen Börse könnte in nächster Zeit durchaus noch schaffen, was am Dienstag misslang: Das Erreichen eines neuen Rekordhochs.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Deutsche Börse Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Alleine der Umstand, dass wir bei dieser Aktie über ein Allzeithoch sprechen, sollte aufmerken lassen, denn die Aktien, die gerade an oder nahe von Rekordhochs notieren, lassen sich an den Fingern einer Hand aufzählen. Und letzten Endes bietet die Deutsche Börse eine gewisse „Sicherheit“ … was man in dieser Gemengelage auch hier besser mit Anführungszeichen versieht … in Sachen Umsatz und Gewinn. Denn der Umsatz an den Börsenplätzen wird auch in einer Baisse nicht nennenswert fallen, womöglich sogar durch hektisch hin und her agierende Anleger noch zulegen.

Die Aktie hatte bereits Anfang des Monats mehrere Tage lang an dem bisherigen, im Juli 2020 bei 170,15 Euro markierten Verlaufsrekord „angeklopft“. Dass sie am Dienstag nicht durchkam, lag nicht nur an den Ergebnissen des ersten Quartals selbst, sondern an dem insgesamt zum Handelsende ins Minus gedrehten Gesamtmarkt. Bei einem Intraday-Turnaround des DAX nach unten ist es kein Wunder, wenn Anleger versuchen, dort Gewinne mitzunehmen, wo auch welche vorhanden sind: bei der Deutsche Börse-Aktie.

Aber das bereits als Signal dafür zu sehen, dass der Versuch, sich nach oben abzusetzen, gescheitert ist, dürfte verfrüht sein. Die Aktie belegt nach Bayer Platz zwei in der Performance-Rangliste des DAX seit Jahresbeginn. Und relative Stärke wird im Zweifel gerne gekauft. Short zu gehen wäre also gewagt, zumal die Deutsche Börse-Aktie ohnehin erst dann ein klar bärisches Signal abliefern würde, wenn sie unter die Unterstützungszone 149,70/152,65 Euro und die knapp darunter verlaufende 200-Tage-Linie rutschen sollte. Dieser Aktie wäre nach oben durchaus noch etwas zuzutrauen, solange der Gesamtmarkt nicht so massiv unter die Räder käme, dass er schlicht alles mit in die Tiefe zieht.

Deutsche Börse-Aktie: Chart vom 26.04.2022, Kurs 165,35 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Deutsche Börse Aktie

Die Deutsche Börse gehört zu den wenigen Aktien des DAX, die gegenüber Jahresende 2021 ein Plus ausweisen. Was zwar Anfang letzter Woche noch nicht der Fall war, doch dann setzte eine Rallye ein, die sie rasant nahe an das bisherige Jahreshoch trug. Was war da los?

Wer als Erklärung für diesen Kursanstieg, der die Deutsche Börse-Aktie binnen sechs Handelstagen von 136,90 auf 162,15 Euro und damit um über 18 Prozent nach oben katapultierte, nach starken Bilanzdaten oder einem äußerst optimistischen Ausblick sucht, wird da ebenso wenig fündig wie auf der Suche nach drastisch angehobenen Kurszielen der Analysten. Die Bilanz 2021 nebst Ausblick auf 2022 kam bereits am 9. Februar. Die war zwar gut, aber nicht weltbewegend, denn die unternehmenseigene Perspektive eines Gewinnanstiegs um gut acht Prozent ist nicht gerade dynamisch. Aber dennoch dürfte genau da die Basis der Kaufwelle zu finden sein, denn:

Expertenmeinung: In einem Umfeld, in dem selbst die normalerweise als „sicherer Hafen“ angesehenen Energieversorger großen Unsicherheiten gegenüberstehen, ist die Zahl an Aktien, die man als defensiv und damit als weniger anfällig für dramatische Rückgänge bei Umsatz und Gewinn ansehen könnte, klein. Und die Deutsche Börse ist eine von ihnen. Denn selbst wenn der Aktienmarkt weiter deutlich abrutschen sollte, wäre doch zu erwarten, dass der Börsenumsatz hoch bleiben würde. Die Einnahmeseite wäre also voraussichtlich stabil, wobei große Wendeformationen gemeinhin besonders viel Umsatz generieren … und davon könnte es 2022 gleich mehrere geben. Doch hieße das, dass man hier ein „sicheres“ Investment vor sich hätte?

„Sicher“ in dem Sinne, dass die Luft nach unten zwingend geringer wäre als die nach oben, wohl kaum. Denn die „Entdeckung“ der Deutsche Börse-Aktie als Ausweich-Investment ist ja bereits vonstattengegangen, wie die Rallye nahe an das am 21. Januar bei 163,35 Euro markierte Jahreshoch zeigt. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass dieser Widerstand bezwungen wird, wenn die Umschichtungen in defensivere Bereiche weitergehen. Aber für den Moment ist der Kurs eben erst einmal an und nicht über diesen Widerstand gelaufen und könnte daher dort auch abdrehen. Z.B., weil der DAX von institutionellen Investoren gemeinhin in „Körben“ ge- und verkauft wird, d.h. die DAX-Aktien werden dann entsprechend ihrer Gewichtung im Index eingesammelt oder abgestoßen. Ein wieder nach unten abdrehender DAX würde damit auch Druck auf die Deutsche Börse-Aktie auslösen, dem die Käuferseite erst einmal standhalten müsste.

Deutsche Börse-Aktie: Chart vom 17.03.2022, Kurs 159,20 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

Hier jetzt noch zuzugreifen, wäre daher nicht gerade ohne Risiko. Auch, wenn man nie sicher sein kann, wann ein Rücksetzer ansteht, wie weit der reicht und ob daraus nicht unversehens doch ein größerer Abwärtsimpuls wird, wäre eine bessere Einstiegsbasis gegeben, wenn die Aktie einen solchen Rücksetzer vollzieht. Und zwar dann, wenn der Kurs dabei an oder in die jetzt zum Support gewordene Zone 149,70/152,65 Euro zurückkommt. Denn dann ließe es sich mit einem engeren Stoppkurs von zwei, drei Euro unterhalb dieser Zone agieren, der das Risiko nach unten akzeptabel eingrenzt.