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Caterpillar ist kein KI-Unternehmen und hat auch mit Halbleitern nichts am Hut. Trotzdem ist diese Aktie seit dem Tief nach Trumps „Zoll-Schock“ im April 2025 in der Spitze um die 250 Prozent gestiegen. Seit einigen Wochen läuft sie aber seitwärts – wie mag das wohl ausgehen?
Die Analysten trauen dem US-Baumaschinenkonzern im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 12 bis 15 Prozent zu. Und, auf Basis steigender Gewinnmargen, einen überproportionalen Anstieg des Gewinns pro Aktie um ca. 30 Prozent auf etwa 24,65 US-Dollar. Das ist natürlich respektabel. Aber zu wenig, wenn man sich die Performance der Aktie ansieht. Die ist dem Gewinnanstieg massiv davongelaufen. Und das führt zu einer Bewertung, bei der man sogar bei vielen Technologieaktien eine Augenbraue hochziehen würde.
Rechnet man den Gewinn pro Aktie der letzten vier gemeldeten Quartale, käme das Kurs-/Gewinn-Verhältnis auf 45. Nimmt man die durchschnittliche Analysten-Gewinnprognose für das Jahr 2026, von dem bislang ja nur für ein Quartal Zahlen vorliegen, läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bei 36. Solch eine hohe Bewertung wäre nur gerechtfertigt, wenn man davon ausgehen dürfte, dass Caterpillars Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren mindestens 20 Prozent per annum weiter zulegt. Und das ist zumindest offen. Das kann also auf Dauer nicht gutgehen, oder?
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Expertenmeinung: Es gibt durchaus Aktien, die über Jahre hinweg eher teuer sind. Da fallen einem hierzulande Aktien wie Beiersdorf oder Nemetschek ein. Aber davon mal abgesehen, dass sich solche irrational hohen Bewertungen irgendwann rächen und in eine größere Abwärtsbewegung münden (wiederum siehe Beiersdorf oder Nemetschek) ist das bei Caterpillar durchaus nicht so:
In den vergangenen zehn Jahren lag das Kurs-/Gewinn-Verhältnis der Aktie, abgesehen von dem durch Corona verzerrten Jahr 2020, zum jeweiligen Jahresende in einer Range zwischen 12 und 20. Erst 2025 zog die Bewertung an – und das erheblich. Und was sagen die Experten? Immerhin 15 von 28 Analysten stufen die Aktie auch jetzt, nahe des Rekordhochs, als kaufenswert ein. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 944 US-Dollar sogar etwas über dem letzten Kurs vom Freitag. Erreicht wurde dieses durchschnittliche Kursziel aber schon: Anfang des Monats hatte die Caterpillar-Aktie mit 946,83 US-Dollar ihr bisheriges Allzeithoch markiert. Aber jetzt sehen wir hier ja eine Toppbildung, müsste die Luft also nicht erst einmal heraus sein?

Nicht zwingend. Das höchste aller Kursziele liegt derzeit bei sagenhaften 1.165 US-Dollar. So etwas kann in intakten Aufwärtstrends wie ein Magnet wirken. Und dass Caterpillar dann ein fast doppelt so hohes Kurs-/Gewinn-Verhältnis hätte als Nvidia momentan, sollte zwar eine Warnung sein. Doch solange der Aufwärtstrend läuft, sind viele Trader gegen solche Warnsignale immun – man ignoriert so etwas einfach. Daher sollte man sich nicht zu sicher sein, dass wir da wirklich gerade die Ausbildung eines Topps sehen … erst einmal ist das nur eine Seitwärtsbewegung. Und die kann grundsätzlich auch nach oben verlassen werden.
Erst, wenn Caterpillar die untere Begrenzung der derzeitigen Handelsspanne bei 845 US-Dollar durchbrechen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass eine Korrektur die hohe Bewertung abkühlt, deutlich erhöht. Aber Sie sehen es am Chartbild: Auch dann wäre Caterpillar für das bärische Lager nicht gerade erste Wahl, denn bis hinunter auf 660 US-Dollar (wo die 200-Tage-Linie verläuft) staffeln sich zahlreiche Supportlinien, die Short-Trades Steine in den Weg legen können. Wenn, ginge es hier also im Fall des Bruchs des 845 US-Dollar-Supports nur um den Ausstieg oder die Reduzierung laufender Positionen. In Bezug auf die Short-Seite würde man sich bei so mancher anderen Aktie wohl deutlich leichter tun.
Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/CAT/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.06.2026 um 23:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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