Caterpillar Aktie aktuell Caterpillar: Der Bauboom schlägt voll durch

News: Aktuelle Analyse der Caterpillar Aktie

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Caterpillar
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Zur Caterpillar Aktie

Caterpillar ist der weltweit führende Hersteller von Baumaschinen und gehörte in den letzten Monaten zu den Börsen-Überfliegern.
Der Bauboom in den USA und weltweit hat Anleger zum Kauf der Aktie bewogen. Wir werden später noch sehen, ob das fundamental gerechtfertigt ist, oder nicht.

Der Gewinn von Caterpillar dürfte in diesem Jahr regelrecht explodieren. Aber reicht das aus, um die Aktie auf ein neues Allzeithoch zu hieven?

Aus technischer Sicht steht die Aktie jedenfalls auf Messers Schneide. Noch ist der langfristige Aufwärtstrend intakt und es ist wahrscheinlich, dass Caterpillar jetzt nochmal einen Anlauf in Richtung 225 oder 235 USD unternimmt.

Fällt die Aktie allerdings unter 210 USD, kommt es zu einem bedeutenden Verkaufssignal. Übergeordnet wäre in diesem Szenario sogar in Rückfall in Richtung 150 USD denkbar.
Kurzfristige Kursziele lägen bei 200 sowie 180 USD.

Chart vom 16.06.2021 Kurs: 221 Kürzel: CAT - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 16.06.2021 Kurs: 221 Kürzel: CAT – Tageskerzen

Profiteur des Baubooms

Dass Anleger positiv gestimmt sind, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich haben wir es seit Jahren mit einem weltweiten Bauboom zu tun, der durch Corona nur noch weiter befeuert wurde.

Der führende Hersteller von Baumaschinen sollte entsprechend profitieren. Es gibt nur leider zwei Probleme: Die Aktie hat sich in den letzten Monaten in Erwartung auf bessere Geschäftszahlen vervielfacht.
Bisher und vor allem auch übergeordnet ist das Zahlenwerk von Caterpillar aber erstaunlich schwach.

Bisher klappt das (nicht)

Betrachtet man die langfristige Entwicklung, dürfte schnell Ernüchterung einsetzen. Von einem Profiteur des Baubooms kann erstaunlicherweise keine Rede sein.

Der Umsatz ist seit mehr als einem Jahrzehnt tendenziell rückläufig und seit 2011 von 60,14 auf 41,75 Mrd. USD gesunken.
Selbst vor der Krise 2019 konnte man „lediglich“ Einnahmen von 53,8 Mrd. USD verbuchen, weitaus weniger als noch Jahre zuvor.

Wirklich überzeugend ist diese Entwicklung nicht. Beim Gewinn sammelt Caterpillar eher Pluspunkte.
Das Ergebnis entwickelt sich branchentypisch unstetig, tendiert über lange Zeiträume aber zur Oberseite.

Ein Großteil der positiven Entwicklung ist allerdings auf den Rückkauf eigener Aktien zurückzuführen.
Der Gewinn schwankte in der letzten Dekade zwischen -0,11 und +10,74 USD je Aktie, wobei das beste Ergebnis 2019 erzielt wurde.

Aktuelle Entwicklung

Das letzte Geschäftsjahr war, das dürfte keine große Überraschung sein, schlecht.

Ein Vergleich der aktuellen Geschäftszahlen mit damals ergibt daher wenig Sinn, vielmehr sollte untersucht werden, ob das Unternehmen zeitnah wieder zum Vorkrisen-Niveau zurückkehren oder die damaligen Kennzahlen übertreffen kann.

Genau das wäre notwendig, um den aktuellen Kurs zu rechtfertigen, denn schließlich steht die Aktie heute 50% höher als vor dem Corona-Crash.

Ich denke, genau hier liegt der Denkfehler der meisten Anleger. Sie sehen die gute Entwicklung auf Jahressicht und haben große Hoffnungen, viel mehr ist es bisher allerdings auch nicht.

Im ersten Quartal 2021 lag der Umsatz zwar 12% über dem Vorjahresniveau.
Die Einnahmen von 11,9 Mrd. USD waren allerdings noch weit unter dem Wert von 2019 mit 13,5 Mrd. USD.

Beim Gewinn ergibt sich dasselbe Bild. Das Ergebnis ist von 1,98 auf 2,77 USD je Aktie gesprungen, noch ein Jahr zuvor waren es allerdings 3,25 USD.

Fundamentale Bewertung

Die Kombination aus dem stark gestiegenen Kurs und den bisher nur mittelprächtigen Fundamentaldaten stellt für Investoren eine enorme Hürde dar.
Das Chance-Risiko-Verhältnis ist problematisch.

Im laufenden Geschäftsjahr wird zwar ein massiver Gewinnsprung erwartet, das Ergebnis dürfte mit 9,30 USD je Aktie aller Voraussicht nach aber unter dem Niveau von 2019 von 10,74 USD je Aktie liegen.
Trotzdem steht der Kurs heute knapp 50% höher.

Daher kommt Caterpillar derzeit auf eine forward P/E von 23,6 – was weitaus mehr ist als der langjährige Normalwert von 18,7.

Man muss fast drei volle Geschäftsjahre vorwegnehmen, um diese Lücke zu schließen.
Erst wenn man die Prognose für 2023 heranzieht, soweit das überhaupt sinnvoll ist, ergibt sich ein realistisches Kursziel über dem heutigen Niveau.

Bis dahin kann und wird allerdings noch viel passieren und die Chancen stehen sehr gut, dass man Caterpillar zuvor nochmal günstiger bekommen kann.

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Vorherige Analysen der Caterpillar Aktie

Die ganz großen US-Unternehmen sind bislang gut durch die Krise gekommen, die die US-Gesamtwirtschaft erfasst hat. Zu Lasten der kleineren Unternehmen, das ist klar. Aber wenn man Aktionär eines Marktführers ist, der auch in einem Jahr wie 2020 Gewinn einfahren konnte, ist einem das natürlich ziemlich gleichgültig, Hauptsache, das „eigene“ Unternehmen läuft. Und die Analyse von Caterpillar zeigt, das Unternehmen kam in der Tat recht gut durch das Jahr. Wenn die Experten hinsichtlich ihrer Gewinnprognose für das jetzt beendete vierte Quartal nicht völlig schief liegen sollten, dürfte der Baumaschinen-Riese 2020 nur um die zehn Prozent weniger verdient haben als 2019. Das ist den Anlegern einen Aufwärtstrend wert, in dessen Verlauf sich der Aktienkurs vom März-Tief aus bis zum Jahresende glatt verdoppelt hat. Was geht da noch nach oben?

Wenn man sich das Chartbild der Caterpillar-Aktie so ansieht, könnte man sich vorstellen, dass ein kräftiger Schub nach oben noch drin wäre, wenn es zu der „Kick Off-Rallye“ zum Start ins neue Jahr kommen sollte, mit der die Bullen rechnen. Denn der Kurs lief zuletzt oberhalb der im Chart blau gehaltenen Hausse-Begrenzung vom April seitwärts und notierte zum Jahresultimo in Schlagdistanz zum Anfang Dezember markierten Jahres-Verlaufshoch von 183,81 US-Dollar. Geht die Aktie da drüber, wären alleine aufgrund des dadurch generierten, erneuten charttechnischen Kaufsignals Anschlusskäufe möglich. Aber:

Expertenmeinung: Käme es so, sollte man sich Gewinnmitnahmen überlegen. Und es würde sich anbieten, sich für den Fall mit einem Stoppkurs abzusichern, dass dieser erneute Rallye-Schub ausbleiben sollte. Hierfür sollte man die im Mai etablierte, aktuell bei 168 US-Dollar verlaufende, etwas steilere Aufwärtstrendlinie im Auge behalten. Sollte die Caterpillar-Aktie die vorgenannte Hausse-Begrenzungslinie, die 50-Tage-Linie und dazu noch diese Mai-Aufwärtstrendlinie brechen, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht bis hinunter an die Supportzone 148/150,50 US-Dollar frei. Und „billig“ wäre die Aktie auch dann nur unter der Voraussetzung, dass sich die Hoffnung erfüllt, dass Caterpillar im neuen Jahr kräftig steigende Gewinne sieht. Denn die Bewertung ist derzeit ebenso hoch wie die Erwartungen der Anleger.

Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von gut 30 liegt die Bewertung der Caterpillar-Aktie deutlich über dem Schnitt der letzten zehn Jahre, der in etwa bei 20 anzusiedeln ist. Und derzeit bauen die Akteure darauf, dass die Konjunktur weltweit 2021 wieder an alte Stärke anknüpft, am besten noch den 2019er-Level übersteigt und dieses Durchstarten idealerweise durch viele Infrastrukturprogramme bewerkstelligt wird, die kräftig steigenden Umsatz und Gewinn für Caterpillar bedeuten. Aber ob es so kommt, ist völlig offen, daher wäre es ratsam, bei hier bestehenden Long-Trades immer einen Blick nach unten zu werfen, um abgesichert zu sein, wenn das Seil reißt, an dem die Bullen sich derzeit höher hangeln.

Chart vom 31.12.2020, Kurs 182,02 US-Dollar, Kürzel CAT | Online Broker LYNX

Wo wird die Aktie des Baumaschinen-Riesen Caterpillar als nächstes landen? Bei 110 US-Dollar? Oder doch bei 150? Diese beiden Kurslevels wären innerhalb der aktuellen Trading-Range erreichbar. Derzeit notiert der Kurs ziemlich genau in der Mitte und ringt dabei um die 200-Tage-Linie. Mit großen Kurslücken zur Eröffnung in beide Richtungen. Die Aktie ist hochvolatil, ein Eldorado für risikofreudige, kurzfristige Trader. Und es sind vor allem Meinungen und Emotionen, die den Kurs so volatil machen. Denn wie sich die Lage für das Unternehmen derzeit darstellt, ist offen. Die Zahlen stehen Ende Juli an, vorher ist man auf Spekulationen angewiesen. Und es wird fleißig spekuliert, nicht nur in der Aktie selbst, denn: Für Caterpillar wäre es entscheidend, wie es mit dem bereits zu Trumps Wahlprogramm gehörenden, großen Infrastrukturprogramm weitergeht. Seit Trumps Wahlkampf sind vier Jahre ins Land gezogen, das Infrastrukturprogramm kam nie. Aber vielleicht jetzt? Immerhin scheint man in Washington zu erwägen, dieses Programm als Joker im Wahlkampf auszuspielen. Das Problem ist aber, dass die Demokraten, die im Prinzip auch für eine umgehende Verbesserung der maroden, über Jahrzehnte vernachlässigten US-Infrastruktur wären, solche Bemühungen so kurz vor der Wahl in vier Monaten wohl „abschießen“ würden. Und käme es so, wäre die Perspektive für Caterpillar vorerst reichlich trübe. Käme es doch zu einem solchen Programm, stünde die Aktie wohl umgehend am oberen Ende ihrer Handelsspanne um 150 Euro, würde womöglich darüber hinausschießen. Würde klar, dass 2020 kein Jahr mit einem solchen Infrastrukturprogramm wird, wären die 110 US-Dollar leicht erreicht. Nur lässt sich nicht vorhersagen, ob eine solche politische Entscheidung fällt, dazu ist die Wahl zu nahe und die US-Regierung zu unberechenbar. Also? Expertenmeinung: Also muss sich, wer sich an diese hochvolatile Aktie heranwagt, darauf einstellen, dass es jederzeit zu großen Kurssprüngen in beide Richtungen kommen kann. Wie sehr Caterpillar zum einen von diesem Infrastrukturprogramm, zum anderen von der Entwicklung der Pandemie abhängt (nicht nur auf die USA bezogen, Caterpillar liefert seine Maschinen ja weltweit), zeigt auch die Spanne der Kursziele, die die Analysten derzeit ausgegeben haben: Die reichen von 95 bis 198 US-Dollar. Wer damit rechnet, dass sich die beiden vorgenannten Faktoren positiv entwickeln, legt sein Kursziel deutlich über den aktuellen Level. Wer vermutet, dass der Verlauf der Pandemie die wirtschaftliche Erholung blockieren wird und Mr. Trump „sein“ Infrastrukturpaket nicht mehr bis zur Wahl auf den Tisch legt, setzt das Kursziel für Caterpillar deutlich unter das derzeitige Kursniveau. Wie geht man mit dieser so offenen Konstellation um? Letztlich haben wir hier eine Aktie, die in der Mitte einer breiten Handelsspanne um die 200-Tage-Linie kämpft. Je nachdem, in welche Richtung der Kurs sich von dieser Linie löst, wäre grundsätzlich mit einem Anlauf in die Regionen 140/150 bzw. 110/120 US-Dollar zu rechnen. Aber man sieht, dass bisherige, vermeintliche Entscheidungen immer wieder abgefangen wurden, bevor die Extrempunkte der beiden charttechnischen Zonen erreicht wurden. Wer sich ins Getümmel wagt, sollte daher schnell, flexibel und mit engen Stop Loss agieren. Caterpillar Aktie Chart vom 02.07.2020, Kurs 127,72 US-Dollar, Kürzel CAT | Online Broker LYNX  

Caterpillar ist der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen.

Die Aktie läuft

Die Aktie von Caterpillar hat sich seit Anfang 2016 mehr als verdoppelt. Mir stellt sich die Frage warum. Der Umsatz ist in diesem Zeitraum weitgehend stagniert und liegt heute noch weit unter dem Niveau von 2011. Die Margen sind mittelprächtig, immer wieder kommt es zu schwachen Jahren und Gewinneinbrüchen.

Auf den ersten Blick

Wirklich überzeugend ist das aus meiner Sicht nicht, doch auf den ersten Blick wirkt die Aktie günstig bewertet. Die P/E liegt bei 13 und die Dividende bei 3,23%. Es handelt sich um einen Branchenführer usw. Das scheint Anleger ausreichend zu überzeugen, denn der Kurs steht quasi dort, wo er vor Corona war. In Wirklichkeit ist der freie Cashflow aber weitaus niedriger als der Gewinn. Das relativiert die vermeintliche P/E. Darüber hinaus hat Caterpillar 24,4 Mrd. USD an Schulden. Wie man die in einer zyklischen Branche, mit rund 50 Mrd. USD Jahresumsatz und niedrigen Margen jemals tilgen möchte, kann wohl niemand beantworten. Bezieht man diese Faktoren mit ein, liegt die echte P/E über 20 – wohlgemerkt in einem guten Jahr. Warum das bei den genannten Charakteristiken zahlen sollte, erschließt sich mir nicht.

Die Klippe

Als wäre das nicht schon problematisch genug, wird der Konzern jetzt auch noch mit den Auswirkungen von Corona zu tun haben. Die These ist gewohnt simpel: Die Pandemie muss sich nicht Mal ewig hinziehen, Unternehmen werden dennoch zurückhaltend investieren. Die Kunden von Caterpillar werden es sich derzeit zweimal überlegen, ob man gerade jetzt neue Bagger, Radlader & Co. anschafft. Im Endeffekt ist das auch keine These. Wir wissen, dass das die Realitität ist. Bereits im Januar lag der Absatz 7% unter dem Vorjahr. Februar -11%. März -17%. April -22%. Mai -23%. Caterpillar hat die Produktion entsprechend heruntergefahren, einige Werke stehen bis heute still. Der Aktie hat das bisher nicht geschadet, dabei ist die Nachfrage geradezu implodiert. Ganz nach dem Motto: Heute stehen wir vor dem Abgrund, morgen sind wir einen Schritt weiter.

Was passiert in solchen Zeiten?

Wie sich Zahlen und Kurs von Caterpillar in solchen Zeiten entwickeln, kann man exemplarisch am Geschäftsjahr 2016 ablesen. Damals trübte sich die Konjunktur etwas ein, die Welt schrammte an einer Rezession vorbei. Der Umsatz von Caterpillar brach von 47,0 auf 38,5 Mrd. USD ein und man verbuchte einen Verlust. Die Aktie stürzte von 110 auf 56 USD ab und verlor knapp die Hälfte an Wert. Das wurde lediglich durch den Anflug einer Rezession ausgelöst. Heute haben wir es aber mit einer schweren und handfesten Rezession zu tun. Der mittelfristige Ausblick ist vollkommen unklar. Man sollte meinen, dass das sowohl das Geschäft als auch die Aktie von Caterpillar deutlich stärker unter Druck bringen müsste, als damals.

Meine 2 Cent

Meines Erachtens würde dem Konzern derzeit nur eine Sache helfen: Umfassende Infrastrukturprogramme in möglichst vielen Ländern. So sinnvoll das wäre, die Regierungen der meisten Länder sind bisher erstaunlich zurückhaltend. Gerade in Deutschland wäre der Ausbau der Infrastruktur, vor allem der digitalen, dringend notwendig. Warum man diese wichtigen Projekte nicht umsetzt, wo man sich Geld mit negativen Zinsen leihen kann – auch das erschließt sich mir mal wieder nicht. Das ist übrigens ein Thema, welches in der ganzen Schuldendiskussion vollkommen untergegangen ist. Auf allen Nachrichtenportale fand man Artikel, in denen gefragt wurde, wer all die Schulden denn zahlen solle, die der Bund nun mache? Wie man das den Kindern nur aufbürden könnte, all diese Schulden mit negativen Zinsen…? Wirtschaftliches Verständnis? Null. Die Autoren wären wohl blöd genug auch ganz privat einen Milliardenkredit nicht aufzunehmen, bei dem sie etliche Millionen nicht zurückzahlen müssen. Falls mir jemand so ein Angebot machen möchte, ich stehe jederzeit zur Verfügung. Bitte melden Sie sich.

Technische Einschätzung

Die Aktie befindet sich in einem stabilen Abwärtstrend und notiert derzeit am oberen Ende dessen. Das Kurspotenzial erscheint begrenzt, ganz im Gegensatz zu den Risiken. Mögliche Ziele einer Korrektur liegen bei 120 und 113. Darunter trübt sich das Chartbild zunehmend ein. Mehr als 10.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich. Chart vom 03.07.2020 Kurs: 168,90 Kürzel: CAT - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Anfang 2018 gehörte die Aktie des Baumaschinen-Riesen Caterpillar noch zu den ganz großen Gewinnern im Dow Jones. Damals war man sich sicher, dass das gigantische Infrastrukturprogramm, das US-Präsident Trump im Zuge seines Wahlkampfes 2016 angekündigt hatte, der damals gerade vollzogenen Steuerreform auf dem Fuße folgen würde. Doch mit jedem Monat, der ins Land zog, wurden die Gesichter der Bullen länger. Statt diesem Infrastrukturprogramm, das zweifellos eine steigende Nachfrage nach Baumaschinen nach sich gezogen hätte, kam der Handelskrieg. Und nicht nur in den USA wurde das Wirtschaftswachstum immer kleiner, auch weltweit ging kaum noch etwas voran. Als dann Anfang dieses Jahres auch noch der „Lockdown“ kam, wurde die Caterpillar-Aktie zu Fallobst, halbierte sich im Vergleich zum 2018er-Rekordhoch kurzzeitig im Kurs. Aber zuletzt hatte sich die Aktie unter wilden Sprüngen deutlich höher gekämpft, notiert derzeit etwa in der Mitte der Spanne zwischen dem alten Rekordhoch und dem „Corona-Tief“, hatte zuletzt sogar noch einmal zehn US-Dollar höher gelegen. Die Hoffnung, dass das Wachstum weltweit schnell wieder anzieht, die massive Scharte, die der „Lockdown“ nach sich zog, schnell wieder ausgebügelt ist, ist gewaltig. Kein Wunder, dass Caterpillar da kräftig reagierte, als am Dienstag Spekulationen umgingen, Trump könnte das Infrastrukturprogramm kurzfristig durchbringen, um das Wachstum zu beleben und so seine Wahlchancen zu erhöhen. 5,26 Prozent stieg die Aktie daraufhin. Expertenmeinung: Aber nicht nur politische Börsen haben bisweilen kurze Beine, auch Hoffnungen, die zu lange ihrer Bestätigung harren. Und das könnte für die Erwartung, Caterpillar könnte schnell wieder an alte Ertragskraft anknüpfen, durchaus zutreffen. Dass CNBC noch am selben Dienstag berichtete, dass einige Trump-Berater hinsichtlich eines Infrastrukturpakets noch vor der Wahl skeptisch seien, reagierten die Käufer einfach nicht. Aber da könnte der übermorgen anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse seine stützende Hand unter den Kurs gehalten haben. Denn es ist kaum zu übersehen, dass große Adressen am Terminmarkt jetzt alles versuchen, um die Kurse wieder an die vorherigen Zwischenhochs zu ziehen. Dort, idealerweise sogar höher, sollten Aktien und Indizes in diese Abrechnung am Freitag gehen. Dann kamen die Abgaben aufgrund wieder steigender Infektionszahlen in mehreren US-Bundesstaaten dazwischen. Die Käufe, die wir seit dem Wochenstart nicht nur bei Caterpillar sehen, sollen diese Scharte auswetzen. Aber ob das gelingt und wenn ja, ob dieser Kurslevel auch in der kommenden Woche, nach dieser Abrechnung, gehalten werden kann, ist zumindest offen. Dieser Rallye ein wenig zu misstrauen, kann nicht schaden. Long-Trades knapp unter dem letzten Zwischentief, am Montag bei 118,02 US-Dollar markiert, abzusichern, auch nicht. Caterpillar Aktie Chart vom 16.06.2020, Kurs 130,11 US-Dollar, Kürzel CAT | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.    

Es ist typisch für die derzeit zunehmende Sorglosigkeit, dass die Marktteilnehmer die Aktie des Baumaschinen-Riesen Caterpillar am vergangenen Dienstag, im Vorfeld der Mittwoch vor Handelsbeginn präsentierten Quartalsbilanz, kräftig einsammelten. Was indes nichts hilft, wenn die Ergebnisse wie in diesem Fall enttäuschten. Als erste Reaktion auf das Zahlenwerk sackte der Kurs am Mittwoch fast um sieben Prozent durch. Dann aber löste sich die Aktie vom Tagestief und schloss genau auf Höhe der 200-Tage-Linie. Das war unübersehbar eine gezielte Rettungsaktion der bullischen Akteure, um markantere Verkaufssignale durch den Bruch dieses so wichtigen gleitenden Durchschnitts zu verhindern. Ob das ausreicht, um die Aktie effektiv vor einem weiteren Abstieg zu bewahren, muss sich indes erst herausstellen. Denn nachdem es am Donnerstag auf Basis der gehaltenen 200-Tage-Linien zu Käufen kam, rutschte der Kurs am Freitag schon wieder ab. Diese bei aktuell bei 131,30 US-Dollar verlaufende Linie bleibt dadurch in Schlagdistanz. Und kurzfristige Trader hätten auf der Short-Seite eine lukrativere Gemengelage als bei einem Long-Trade. Aber werden sich in einem Umfeld intakter Gesamtmarkt-Aufwärtstrends genug Bären zusammenrotten, um Caterpillars 200-Tage-Linie im zweiten Anlauf zu brechen? Expertenmeinung: Das wäre durchaus denkbar, denn wenngleich der US-Gesamtmarkt wie auf Schienen zulegt, finden sich doch immer mehr vormalige Schrittmacher der Hausse, die nach unten abdrehen. Und die Zeit, dass Caterpillar zu diesen Vorreitern der Hausse gehörte, ist bereits seit anderthalb Jahren, seit Januar 2018, vorbei. Die unter den Erwartungen ausgefallenen Gewinne im zweiten Quartal und die moderate Senkung der Gewinnprognose für das Gesamtmahr sind nicht angetan, die Aktie ausgerechnet als Reaktion auf diese Bilanz wieder in einen nachhaltigen Aufwärtstrend zurückzuführen. Und auf der Oberseite finden sich in Form der übergeordneten, im Chart dick rot hervorgehobenen Abwärtstrendlinie und den Wendemarken vom April und Juni mehrere Hürden, die es dazu zu überwinden gälte … unterhalb der 200-Tage-Linei hingegen wäre der Weg bis in die Region 112/118 US-Dollar frei. Es wäre aber ratsam, erst dann über Short-Trades nachzudenken, wenn das Tagestief des vergangenen Mittwochs, das bei 128,46 US-Dollar markiert wurde, ebenfalls auf Schlusskursbasis gefallen ist, denn solange das halten würde, wäre der Bruch des 200-Tage-Durchschnitts noch nicht signifikant. Chart vom 26.07.2019, Kurs 132,92 US-Dollar, Kürzel CAT | LYNX Aktienempfehlungen