BNY Mellon Aktie Prognose Bank of New York Mellon: Hier schlummert enormes Potenzial

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Beim Thema kurzer und prägnanter Name schneidet The Bank of New York Mellon Corporation eher schlecht ab.
Wenn es allerdings darum geht, dass steigende Zinsen eine gute Nachricht sind, schneiden Banken sehr gut ab.

Bank of New York Mellon (BK) ist zwar keine klassische Bank, könnte aber außerordentlich stark davon profitieren, wenn die Leitzinsen steigen.

Auf den ersten Blick…

Die Bank of New York hat ein anderes Geschäftsmodell als die meisten anderen Großbanken.

Das Kerngeschäft von Banken sieht stark vereinfacht wie folgt aus: Die meisten Banken generieren Einnahmen, indem sie Kundeneinlagen entgegennehmen und verwahren und darauf einen niedrigen Zins zahlen als sie selbst bei der Vergabe von Krediten verlangen.

Darüber hinaus ist es Banken erlaubt, sehr viel mehr an Krediten zu vergeben als sie selbst an Einlagen haben.

Die Differenz zwischen dem, was Banken an Zinsen für ihre Einlagen zahlen, und dem, was sie an Zinsen für ihre Kredite verdienen, ist oder war das eigentliche Bankgeschäft.
Heute machen die meisten Banken noch hundert andere Dinge, vor allem im Investment-Bereich.

BK ist jedoch vor allem eine Treuhandbank. Das bedeutet, dass ein Großteil der Einnahmen durch Gebühren generiert werden.
Bank of New York Mellon ist beispielsweise einer der größten Verwalter von Investmentfonds und Einlagen von Altersvorsorge.

BK wickelt beispielsweise auch die Zu- und Abflüsse von Fonds ab und erhält dafür eine entsprechende Gebühr.
Fonds-Kunden können sich dadurch sicher sein, dass die eingezahlten Mittel auch wirklich vorhanden sind und nicht veruntreut werden können, da ein Fondsverwalter in diesem System keinen direkten Zugriff auf das Kapital hat.

Ferner ist BK im Bereich Clearing von Anleihen und anderen festverzinslichen Produkten und im Clearing tätig.

Eine besondere Gelegenheit

Bisher möchte man meinen, dass BK daher eher in einem geringen Umfang von steigenden Zinsen profitiert, da man eben keine klassische Bank ist, die vor allem an der Kreditvergabe verdient.

Möglicherweise ist das auch einer der Gründe, warum Bank of New york Mellon zuletzt so stark abgestraft wurde.

Durch die niedrigen Zinsen sah sich BK jedoch dazu gezwungen, die Gebühren von Tagesgeldkonten („money market account“) zu senken und teilweise auch zu streichen.

Kunden können in diesen Konten ausschließlich liquide Investments mit einem Investment-Rating halten. Faktisch werden auf Bankseite vor allem kurzlaufende US-Staatsanleihen gehalten, deren Zinssatz über weite Strecken gegen null tendierte.

Da diese Konten in den USA keine negative Performance aufweisen dürfen, musste BK die Gebühren erlassen oder senken.
Bank of New York Mellon musste also faktisch die Kosten für die Kunden tragen und verdiente an den Tagesgeldkosten nichts mehr. Man zahlte sogar drauf.

BK beziffert die dadurch entgangenen Einnahmen im Geschäftsjahr 2021 auf mehr als 900 Mio. USD.
Da keinerlei Kosten dadurch entstehen würden, wenn die Gebühren für Tagesgeldkonten in Zukunft auch wirklich wieder erhoben werden, wäre wohl die gesamte Summe Reingewinn.

Da BK im Vorjahr ein Vorsteuerergebnis von 4,65 Mrd. USD erzielt hat, würden die Gebühren, sollten sie wieder vollumfänglich fließen, einen Gewinnsprung um rund 20% verursachen.

Inwieweit das bereits in den Prognosen berücksichtigt wurde, ist fraglich.

Ausblick und Bewertung

Aber auch der Konsens kann sich sehen lassen. BK verzeichnet zwar nur ein relativ langsames Wachstum, kauft aber in erheblichem Maße eigene Aktien zurück. Das summiert sich.

In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 14,69 auf 16,16 Mrd. USD gesteigert werden.
Der Gewinn konnte allerdings von 2,44 auf 3,76 Mrd. USD gesteigert werden.

Da die Zahl der ausstehenden Aktien in diesem Zeitraum von 1,176 Milliarden auf 833,6 Millionen Stück eingedampft wurde, wurde das EPS erheblich befeuert.

Der Gewinn je Aktie legte von 2,03 auf 4,14 USD je Aktie zu. Und was nicht für Buybacks genutzt wird, fließt als Dividende an die Anleger.

Die Ausschüttung wurde im selben Zeitraum von 0,52 auf 1,33 USD je Aktie erhöht. Die Dividendenrendite ist mit 3,16% stattlich.
Viel wichtiger ist aber, dass mit weiteren Erhöhungen zu rechnen ist.

Aktuell kommt Bank of New York auf eine P/E von 10,4 und eine forward P/E von 9,6.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 12,9.
Aus dieser Sicht wäre also durchaus Luft.

Darüber hinaus soll der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um 8% steigen. In den Folgejahren werden Wachstumsraten zwischen 7 und 20% erwartet.

Chart vom 27.06.2022 - Kurs: 43,06 Kürzel: BK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.06.2022 – Kurs: 43,06 Kürzel: BK – Wochenkerzen

BK hat auf den mehrmonatigen Aufwärtstrend aufgesetzt. Hier wird sich entscheiden, ob die Korrektur ein Ende findet, oder ob es noch eine Etage tiefer geht.

Ausgehend vom aktuellen Niveau kann es jederzeit zu einer Erholung in Richtung 45 oder 46,50 USD kommen. Darüber wäre der Weg zur Oberseite frei.

Fällt die Aktie jedoch unter 40 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Mögliche Anlaufstellen sind so zahlreich, dass es kaum Sinn ergibt eine hervorzuheben. Zwischen 39 und 32,50 liegt ein halbes Dutzend an Unterstützungen.

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