Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Western Digital: Selbst eine Rezession würde nichts mehr ändern

Western Digital entwickelt, produziert digitale Speichermedien und gehört zu den weltweiten Marktführern in diesem Sektor.
Zu den wichtigsten Produkten gehören neben HDD und SSD Festplatten auch sowie NAND Flash Speicher.

Das kann sich sehen lassen

Langfristig sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Der Umsatz ist in den letzten zehn Jahren von 7,45 auf 20,65 Mrd. USD gestiegen.
Das Geschäft ist natürlich sehr zyklisch, doch im Gegensatz zu vielen Konkurrenten war man auch während der Finanzkrise profitabel.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 4,38 auf 9,19 USD.

Sandisk

Ende 2015 gab Western Digital bekannt, dass man SanDisk für 19 Mrd. USD übernehmen wird und die Transaktion wurde dann im Mai 2016 durchgeführt.

Ein bedeutender Teil des Kaufpreises konnte durch Barmittel aufgebracht werden. Die langfristigen Schulden stiegen im Zuge der Transaktion dennoch um 11,5 auf 13,7 Mrd. USD.
Inzwischen ist die Nettoverschuldung auf 6 Mrd. USD gesunken.

Worauf die Überlegung natürlich abzielt, ist der Wert der Übernahmen im Verhältnis zum aktuellen Börsenwert.
Western Digital kommt derzeit auf einen Unternehmenswert von 22,7 Mrd. USD. Die Zukäufe ab 2012 summieren sich aber auf mindestens 24 Mrd. USD.
Das operative Geschäft von WDC selbst scheint also kostenlos inkludiert zu sein.

Ein ernstzunehmender Hinweis auf eine mögliche Fehlbewertung. Doch wie kommt so etwas Zustande?

Wo liegen die Probleme?

Der Markt geht von einer Rezession aus und preist einen entsprechenden Nachfragerückgang ein.
Darüber hinaus wird erwartet, dass die Preise für NAND Flash Speicher in den kommenden Jahren um 20-25% per annum fallen sollen.

Das hört sich auf den ersten Blick natürlich besorgniserregend an, denn 2017 im zurückliegenden Jahr sind die Preise noch leicht gestiegen. Das war aber ein absoluter Ausnahmefall, denn auch in den fünf Jahren zuvor, ist der Preis um mehr als 20% per annum gefallen.
Ist es nicht die Natur von Computern, Festplatten, Arbeitsspeicher und Co., dass sie immer günstiger werden?

Der Speichermarkt kehrt also schlichtweg zur Normalität zurück. Darüber hinaus sagen sinkende Stückpreise recht wenig aus, denn im Gegenzug steigt das Volumen noch stärker. Der Umsatz im Bereich Flash Speicher wächst nach wie vor um 4-8% pro Jahr und die Nachfrage im Bereich SSD Festplatten dürfte ebenfalls auf absehbare Zeit nur eine Richtung kennen.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Die vermeintliche Unsicherheit hat zu einem irrationalen Abverkauf der Aktie geführt. Es scheint derzeit kein realistisches Szenario zu geben, in dem Western Digital in den kommenden Jahren nicht mindestens 8 USD je Aktie an Gewinn erwirtschaften kann.

Die Schätzungen liegen tatsächlich auch weit über diesem Wert, doch selbst dann läge die P/E lediglich bei 7. Im Vergleich zu einem historischen Wert von 9.

Können hingegen die Markterwartungen erfüllt werden, liegt die P/E im laufenden Geschäftsjahr bei 4,9. Beim freien Cashflow kommt man auf dasselbe Ergebnis.
Zuletzt war Western Digital also während der Finanzkrise günstiger und selbst am Tief von 2016 lag die P/E bei 7,4.

Die Dividendenrendite beträgt 3,55%, und da der Schuldenstand seit der Übernahme von Sandisk erheblich reduziert wurde, ist mit einer Erhöhung der Ausschüttung sowie weiteren Aktienrückkäufen zu rechnen. Schließlich hat man bei einem Börsenwert von 16,6 Mrd. aktuell knapp 5 Mrd. USD Cash in der Bilanz.

Die negativen Szenarien scheinen mehr als vollständig eingepreist zu sein und die Chancen zur Oberseite zu überwiegen. Aus fundamentaler Sicht kann daher ein positives Votum abgegeben werden.

Charttechnik

Western Digital ist eine der volatilsten Aktien überhaupt und das führt immer wieder zu Übertreibungen. Dreht der Wert, greift schnell Panik um sich, denn viele Anleger haben schnell den letzten Abverkauf vor Augen.

Die zugrunde liegenden Aufwärtstrends sind allerdings intakt und der Wert ist gerade erst auf die zentrale Unterstützung bei 53,50 USD zurückgekommen. Hier scheint die Aktie auf erhöhtes Interesse zu stoßen.
Eine Gegenbewegung in Richtung 60 USD scheint zunehmend wahrscheinlich. Darüber käme es zu einem Kaufsignal mit Potenzial bis 65 und 72 USD.

Fällt die Aktie hingegen wider Erwarten nachhaltig unter 53,50 USD, rücken die Unterstützungen bei 50 und 45 USD in den Fokus.

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