Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2020 Weiter

Aktienanalyse:
METRO: Das war wohl nichts

Aktuelle Analyse der Metro Aktie

Die Aktie des Handelskonzerns METRO startete mit einem Plus von über drei Prozent in den Dienstag. Beendet hat sie ihn allerdings mit einem Minus von 0,8 Prozent. Und da der Eröffnungskurs in etwa auch das Tageshoch war, darf man resümieren: Dieser Versuch, die Aktie aus ihrem zu Jahresbeginn wieder aufgenommenen Abwärtstrend zu befreien, ging daneben. Was vor allem daran lag, dass die Nachricht, die den Kurssprung zur Eröffnung auslöste, bei genauem Hinsehen doch nicht so umwerfend war.

METRO meldete, dass die real-Märkte an die SCP Group und X+Bricks verkauft würden. Doch das war keine wirkliche Neuigkeit. Dass real verkauft werden soll, wussten die Anleger, auch, dass METRO diese Transaktion bis Ende Januar abgeschlossen sehen wollte. Aktuell ist es zwar Mitte Februar, aber immerhin ist die Sache jetzt ausgestanden. Doch man kann vermuten, dass die Investoren angesichts der erlösten Summe nicht begeistert waren. Zusammen mit dem Verkauf der Aktivitäten in China bringt der Ausstieg dem Konzern einen Nettomittelzufluss von 1,5 Milliarden Euro. Was nach viel klingt, aber bei einem Umsatz von 27 Milliarden und einem Bruttoergebnis knapp über vier Milliarden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 (bis 30.9.2019) stellt sich die Frage, ob diese Summe ein „Game Changer“ sein kann, der entscheidend mithilft, die METRO wieder auf den Pfad dynamischer Gewinne zurück zu führen. Die Antwort am Dienstag lautete, wie der Chart zeigt: eher nicht.

Expertenmeinung: Diese Skepsis spiegelt sich auch in Kreisen der Analysten wider. Das Gros der Experten sieht die METRO als Halteposition. Daran änderte sich auch nichts, als die METRO im vergangenen Jahr die Absicht bekanntgab, sich von unprofitablen Bereichen zu trennen. Und die im Dezember mitgeteilte, unternehmenseigene Perspektive für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2019/2020, den Umsatz der nach den Verkäufen verbleibenden Bereiche organisch zwischen 1,5 und 3,0 Prozent steigern zu wollen, war keine, die imstande gewesen wäre, dieses Bild auf den Kopf zu stellen.

Rein fundamental betrachtet wäre die Meldung über den Erlös des real-Verkaufs zwar keine, die die Aktie zwingend tiefer drücken müsste. Aber dass es als Reaktion darauf zu einem Intraday-Turnaround nach unten kam und das Tageshoch ausgerechnet genau an der 20-Tage-Linie als nächstgelegenem Widerstand lag, zeigt, dass die bärischen Trader die Lage im Griff haben. Es ist daher fraglich, ob sich allzu viele Marktteilnehmer einem solchen Abwärtsschwenk entgegenstellen. Und es ist andererseits denkbar, dass so mancher Leerverkäufer dieses gestrige Minus als Einladung versteht, die nächsten, mittelfristigen Unterstützungen der METRO-Aktie anzupeilen. Diese potenziellen Supportmarken wären das Tief vom Dezember 2018 bei 11,50 Euro und das bisherige Allzeittief der Aktie vom Juli 2018 bei 10,02 Euro. Die Möglichkeit, dass der Kurs weiter in Richtung dieser Ankerpunkte abdriftet, ist mit dem gestrigen Handelstag zumindest gestiegen.

METRO Aktie Chart vom 11.02.2020, Kurs 12,21 Euro, Kürzel B4B | Online Broker LYNX

 

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN