Börsenblick

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Aktienanalyse:
Morgan Stanley übernimmt E*Trade: Wer ist der nächste?

Aktuelle Analyse der Interactive Brokers Aktie

Morgan Stanley übernimmt für 13,0 Mrd. USD E*Trade. Geld wechselt allerdings nicht den Besitzer, der Kaufpreis wird komplett in Aktien bezahlt. Attraktiv ist das vor allem für die Käuferseite.

Die Konsolidierung bei Brokern und Börsenbetreibern geht also weiter. Mit Blick auf die ständig sinkenden Ordergebühren ist das auch dringend notwendig. Es dürfte wohl nicht die letzte Übernahme bleiben.
Vielleicht schlägt eine andere Großbank ebenfalls zu, oder man schluckt sich gegenseitig. Wir werden es sehen.

Warum stimmt E*Trade überhaupt zu?

Zunächst muss man sagen, dass E*Trade nicht gerade ein Powerhouse ist. Der Umsatz ist heute nicht viel höher als vor zehn Jahren.
Hochprofitabel ist man allerdings. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat man einen Umsatz von 2,89 Mrd. und ein Nettoergebnis von 0,92 Mrd. USD erzielt. Daher kauft man auch im großem Stil eigene Aktien zurück.

Nun hat man sich mit Morgan Stanley geeinigt und erhält für jede E*Trade-Aktie 1,04 Papiere der Großbank. Das entspricht rund 56 USD, denn der Kurs von Morgan Stanley hat nach der Meldung einige Prozent nachgegeben.
Der Kaufpreis von 56 USD entspricht derzeit lediglich einer P/E von 14.

Warum E*Trade einer Übernahme zu diesen Konditionen zugestimmt hat, ist mir schleierhaft. Die Aktie notierte in der Vergangenheit bereits bei 66 USD und die Konkurrenz ist durchweg höher bewertet.
Charles Schwab und TD Ameritrade kommen auf eine P/E von 16-18 und haben bereits eine Fusion beschlossen.
In den USA bleibt somit noch ein großer eigenständiger Broker:

Interactive Brokers

Könnte IB das nächste Ziel sein? Argumente könnte man durchaus finden – eine andere Option gibt es ja ohnehin nicht mehr.

Das Geschäft entwickelt sich erfreulich. Die Ordergebühren sind zwar seit Jahren rückläufig, doch man verdient umso mehr durch Kredite.
Das ist ein gutes Geschäft, wenn man das notwendige Kapital hat und es nicht zuerst selbst leihen muss. Glücklicherweise ist das der Fall.

Interactive Brokers konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 1,10 auf 1,94 Mrd. USD steigern. Das Ergebnis kletterte von 0,79 auf 2,10 USD je Aktie.

Derzeit liegt die P/E bei 25,9. Im laufenden Geschäftsjahr wird allerdings ein Gewinnsprung erwartet, dadurch könnte der Wert auf 22,8 sinken.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 38. Es muss nicht wieder auf dieses Niveau steigen, zeigt aber was möglich ist.

Selbst ohne Übernahme könnte die Aktie also interessant sein. Vor allem mit Blick auf das Chartbild.

Technische Einschätzung

Das Chartbild ist übergeordnet bullisch. Die Aktie hat eine umfassende Korrektur und Bodenbildung vollzogen.
Ausgehend von der mehrjährigen Aufwärtstrendlinie startet IB jetzt wieder. Gelingt ein Anstieg über 57 USD ist der Weg in Richtung 60 USD frei.
Darüber kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit Kurszielen bei 65 und 74 USD.

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Chart vom 20.02.2020 Kurs: 55,87 Kürzel: IBKR - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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