Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Börse-Aktie: Rallye mangels Alternativen?

Im vierten Quartal 2018 bekam die Aktie der Deutschen Börse AG zwar auch kräftig Druck ab, aber im Saldo gehörte diese Aktie zu den wenigen, die das Börsenjahr 2018 im Plus beendeten. Und kaum drehte der DAX zur Jahreswende, zog auch die Deutsche Börse-Aktie wieder davon und gehört zu den Outperformern des Index, hat per Freitag sogar einen neuen Verlaufs- und Schlusskursrekord erreicht.

Bis auf den Umstand, dass sich der Kurs dadurch der oberen Begrenzung eines Aufwärtstrendkanals nähert und markttechnische Indikatoren wie der hier abgebildete RSI nahe am überkauften Bereich rangieren, gäbe es aus technischer Sicht an dieser Hausse nichts zu mäkeln. Und diese obere Begrenzung des Trendkanals ist bislang nur durch einen Punkt definiert und damit in ihrer Relevanz unbestätigt.

Zudem können sich Indikatoren wie Stochastik oder RSI relativ lange an oder in der überkauften Zone aufhalten, so dass es wenn, dann eventuell zu einer Korrektur kommen könnte, aber der Trend an sich wird dadurch nicht gefährdet. Wenn eine Aktie aber aus der allgemein nervösen Tendenz am Markt derart deutlich ausbricht, sollte man sich über etwas anderes Gedanken machen:

Expertenmeinung: Haben die Bilanzdaten und/oder die Perspektiven genug zu bieten, um diese Rallye zu rechtfertigen? Wenn man sich die letzte Quartalsbilanz und die Erwartungen der Analysten für das Gesamtjahr 2019 ansieht, kommen dahingehend Zweifel auf. Die Experten rechnen mit einem Gewinnanstieg um die 13 Prozent und einem Umsatzplus von etwa acht Prozent.

In dieser Größenordnung schnitt das Unternehmen im ersten Quartal allerdings nicht ab: Umsatz 4,2 Prozent über dem Vorjahresquartal, Gewinn als EBITDA gerechnet 8,5 Prozent höher. Nicht umwerfend. Und die Einstufungen der Analysten liegen derzeit mehrheitlich bei „Halten“, das Kursziel im Schnitt bei 121 Euro. An diesem Level ist die Aktie bereits vorbeigelaufen. Da stellt sich die Frage, ob manche Investoren diese Aktie nicht womöglich nur deswegen kaufen, weil sie sie als eine Art „sicheren Hafen“ ansehen und aus konjunktursensiblen Aktien heraus in Richtung solcher Aktien umschichten, weil sie hoffen, dass solche Titel im Fall einer Verschärfung der Rahmenbedingungen deutlich weniger unter Druck geraten?

So etwas kann durchaus auch schiefgehen, denn wenn zu viele so denken, sind es auf einmal diese vermeintlich „sicheren“ Aktien, die von der Bewertung her zu teuer sind und daher kräftig unter Druck kommen, wenn sich Akteure bei einem kippenden Markt nach Aktien umsehen, bei denen man noch Gewinne mitnehmen könnte. Die Aktie ist charttechnisch tadellos unterwegs, aber die dahinterstehende Motivation mahnt zur Vorsicht. Ein konsequenter Stoppkurs um die 119/120 Euro für aggressive Long-Trades wäre hier in jedem Fall zu erwägen.

Chart vom 24.05.2019, Kurs 125,50 Euro, Kürzel DB1 | LYNX Aktienempfehlungen

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