Reizvolle Aktien nach Buffett

Um als Investition in Betracht zu kommen, muss ein Unternehmen für Buffett eine Anzahl an Kriterien erfüllen. Ein Unternehmen muss vor allem berechenbar und verständlich sein. Unternehmen, die Buffett nicht versteht, verdienen sein Geld nicht. Dazu zählt zum Beispiel, dass er kein Technologie-Investor ist, sich aber durchaus mit Herstellern von Windeln, Erfrischungsgetränken, Rasiermessern, Teppichen und Speiseeis einlässt.

Ein anderer Grund, warum Buffett nicht in Technologieunternehmen investiert, ist, dass die Produkte in dieser Branche einen viel zu kurzen Lebenszyklus haben und die Zukunft somit viel zu unvorhersehbar ist. Außerdem sind solche Unternehmen oft gezwungen, große Kapitalausgaben und/oder F+E-Investitionen (engl. research and development, kurz R&D) zu machen; etwas, wovon Buffett auch nichts hält.

Es ist vermutlich einigermaßen überraschend, dass Buffett ebenfalls in Banken investiert, da diese, allgemein gesehen, wenig transparent sind und größtenteils auf fremdem Vermögen aufbauen (etwas, wovon Buffet auch nicht überzeugt ist). Ein zentraler Begriff, auch wenn es ein etwas unglücklicher Terminus ist, ist laut Mary Buffett (der Buffettology zufolge) die Bezeichnung `Verbraucher-Monopol´.

Damit ist eine Marktposition gemeint, die zwar kein Monopol in seiner eigentlichen Bedeutung sein muss, dem Unternehmen aber trotzdem eine nahezu unantastbare Marktposition ermöglicht. Zum Beispiel mithilfe eines derartig aussagekräftigen Markennamens, dass die Position nicht schnell untergraben werden kann; noch nicht einmal durch einen Konkurrenten, der an Gewinn interessiert ist und große Mittel mobilisieren kann.

Das klassische Beispiel ist Coca Cola, aber auch Unternehmen wie McDonalds oder Hershey’s Schokolade können hier genannt werden. Der Markenname ist jedoch nicht das Einzige, was ein Unternehmen nahezu unantastbar machen kann. Geringste Kosten (GEICO, eine Autoversicherungsgesellschaft) oder die beste Qualität (Flight Safety, ein Traningsunternehmen für Piloten) können auch eine derartige Position ermöglichen.

Mary zufolge bevorzugt Warren auch die folgenden Unternehmen:

Ein Unternehmen, das Produkte herstellt, die schnell verschleißen oder schnell verbraucht werden, wie zum Beispiel Zahnpasta und Rasiermesser (eine Erkenntnis, die selbst bis zu Oliver B. Bommel in „De Bovenbazen“ durchgedrungen ist. Dort behauptet einer von ihnen, dass die Natur der Feind des Kapitalisten ist, weil diese sich selbst erneuert).
Ein sich wiederholende Dienstleistung, wie etwa Kabelnetzwerke oder lokale Zeitungen (als die Medien noch nicht so fragmentiert waren). Kreditkartenunternehmen schneiden hier aber beispielsweise auch gut ab.
Unternehmen mit dem nötigen Vermögen, um Kostensteigerungen mit einem Preisanstieg abfangen zu können. Denn das schützt die Gewinnspannen.
Unternehmen, die keinen großen Kapitalaufwand betreiben müssen.
Unternehmen mit einem starken Management, jedoch keine Unternehmen, die von Genies abhängig sind. (Es wäre in diesem Zusammenhang vielleicht interessant zu wissen, was Buffett von Apple unter der Leitung von Steve Jobs hielt. Apple selbst findet er zu wenig durchschaubar und deswegen zu risikoreich).
Unternehmen, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Management selbst das eigene Unternehmen auf eine „Buffett-mäßige Art und Weise“ betrachtet und seine eigenen Aktien als hervorragende Investition ansieht.

Das ist alles noch ziemlich allgemein und subjektiv. Lässt sich auch etwas Konkreteres über die Zahlen sagen? Ja natürlich, aber wir müssen wieder auf Mary Buffett’s Buffettology zurückgreifen.

Buffettology

Eigenkapitalrentabilität (EKR; engl.: return on equity, kurz: ROE) der vergangenen 10 Jahre> 15%
10-Jahres-Gewinnwachstumsrate pro Aktie/ Gewinnrücklagen der vergangenen 10 Jahre> 12%
Freier Cashflow (free cashflow)> 0
Schulden< 5x jährlicher Gewinn
GewinnAnhaltendes Wachstum

Buffett macht sich aus dem Staub, wenn der freie Cashflow negativ wird. Insbesondere wenn es um Unternehmen geht, die viel investieren müssen, um sich behaupten zu können. Davon hält er sich fern.

Erfüllt ein Unternehmen diese ersten Kriterien, dann müssen noch andere wichtige Fragen beantwortet werden. Was ist der innere Wert dieses Unternehmens? Das ist der zukünftige Wert, oder die zusammengesetzte Rendite der Investition, die von 10 Jahren in der Zukunft zurückgerechnet wird. Diese Methode ist bekannt als das Berechnen des Discounted Cash-Flows, oder auch als DCF-Verfahren. Hier gibt es einen Kritikpunkt, da eine solche Berechnung suggeriert, Buffett wisse ungefähr wieviel ein Unternehmen in zehn Jahren wert sei!

Mary Buffett bemerkt in ihrem Buch zurecht, dass das normalerweise abwegig ist und Personen wie Peter Lynch (siehe nachstehendes Kapitel) pflichtet dem absolut bei. Erst jetzt wird es wirklich deutlich, warum Buffett so viel Wert auf Stabilität, Vorhersagekraft und Unantastbarkeit des Kerngeschäfts eines Unternehmens legt. Erst wenn diese drei Dinge vorliegen, lässt sich eine sinnvolle Aussage darüber machen, wieviel ein Unternehmen in zehn Jahren wert ist.

Buffett verwendet zwei Indikatoren, um einschätzen zu können, wieviel ein Unternehmen in zehn Jahren wert ist:

  1. Die Entwicklung der Eigenkapitalrentabilität
  2. Die Entwicklung des Gewinns pro Aktie

„Buffett-Aktie“

All diese Gedanken von Buffett können wir messbar machen und bekommen so einige Kriterien, die Unternehmen erfüllen müssen, um den Stempel „Buffett-Aktie“ tragen zu können. Mit derartig ausgewählten Aktien können außerdem die Leistungen eines Portfolios gemessen werden, um zu bestimmen, ob diese Kriterien den Markt schlagen können:

Gewinn pro Aktie> 0
Gewinn pro Aktie der vergangenen 10 JahreBeständiges Wachstum
Langzeitschulden (Am liebsten )< 2 x den Gewinn
Langzeitschulden (Absolut nicht)> 5 x den Gewinn
EKR der vergangenen 10 Jahre> 15%
Gesamtkapitalrendite (Fremdkapital + Eigenkapital)> 12%
Unternehmen darf nicht abhängig sein von großen Kapitalausgaben
Freier Cashflow (free cashflow)> 0%
(Gewinn nach Steuern des letzten Jahres – Gewinn nach Steuern vor 10 Jahren)/gesamte Gewinnrücklagen> 15%

Das letzte Kriterium muss größer sein als 15%. Das beweist laut Warren Buffett, dass das Management eine gute Rendite von Gewinnrücklagen erwirtschaften kann.

Nach dem Anwenden dieser Kriterien wird bestimmt, ob das Unternehmen preislich attraktiv ist. Dies besteht aus einer Anzahl von komplexeren Schritten.

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Dieses Handbuch ist nach bestem Wissen und Gewissen formuliert. Eine exakte Korrektheit und Vollständigkeit kann nicht gewährleistet werden. Damit entbindet Sie dieses Handbuch nicht davon, in Zweifelsfragen, insbesondere, wenn hierbei wirtschaftliche Einbußen drohen, beispielsweise bei einem Vermögensberater oder Börsenexperten nachzufragen. LYNX führt keine Wertpapierberatung durch. Keine der Formulierungen, Aussagen, Wörter oder Erläuterungen in diesem Handbuch stellt eine Handelsempfehlung seitens LYNX dar.

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