Bis Ende der Vorwoche war offen, ob die Verteidigung der 200-Tage-Linie Basis eines neuen, größeren Aufwärtsimpulses werden könnte. Auch wenn noch wichtige Charthürden anstehen: So, wie der TecDAX in den August gestartet ist, könnte es was werden für die Bullen.
Dass der TecDAX am 24. Juli die wichtige 200-Tage-Linie verteidigte, war zwar eine potenzielle Grundlage für ein Ende der im Juni begonnenen umfassenden Korrektur des Index. Aber beendet wurde sie dadurch zunächst nicht. Der TecDAX hing in der Widerstandszone zwischen 3.796 und 3.859 Punkten fest. Diese musste zwingend und nach Möglichkeit zügig nach oben verlassen werden. Doch entweder liefen die Halbleiteraktien im Index und der Softwarebereich bremste die Kursgewinne aus – oder umgekehrt. Am Freitag versuchte man zum Monatsultimo zwar, sich nach oben abzusetzen … aber das schlug fehl.

Doch am Montag starteten die Käufer einen zweiten Versuch – und diesmal gelang der Ausbruch … und das recht deutlich. Frisches Geld der Anleger fließt vor allem zum Start in einen neuen Monat. Das wurde offenbar sofort ins Rennen geschickt – mit Erfolg. Zwar sehen Sie im Chart auf Wochenbasis, dass es hier heißt: „Nach der Hürde ist vor der Hürde“, denn im Bereich zwischen 3.951 bis 4.010 Punkten wartet die auf die Jahreswende 2021/2022 zurückgehende Widerstandszone. Erst darüber wäre der Weg an das jüngste Hoch bei 4.284 Punkten frei. Aus Sicht der Bullen wäre es natürlich ideal, wenn der TecDAX dieses Hoch anschließend ebenfalls überwinden würde. Aber:

Expertenmeinung: Zum einen ist der TecDAX bereits an dieser Widerstandszone angekommen, die zudem nicht allzu breit ist. Ein paar starke Tage können reichen, um auch diese Zone zu bezwingen. Zum anderen fällt auf, dass die Gewinner dieses gestrigen „Ausbruchstages“ vor allem aus Bereichen kamen, die keinem der beiden zuletzt abwechselnd antreibenden und bremsenden Bereiche Halbleiter und Software zuzuordnen sind:
Zwar kamen mit SAP und TeamViewer zwei Aktien aus dem Softwaresektor in die Top 5 des Montags … wobei weiterhin offen ist, ob es gelingen wird, ein eventuelles Ausbleiben eines größeren zweiten Hausse-Schubs bei den Halbleiteraktien durch eine Aufwärtswende bei den monatelang in Grund und Boden verkauften Softwaretiteln zu kompensieren. Darüber hinaus lagen am Montag aber die Telekom-Aktie, Siemens Healthineers und Hensoldt vorne – Aktien aus drei zuletzt wenig beachteten Sektoren.
Sollte es gelingen, idealerweise mit Unterstützung überzeugender Quartalsbilanzen, die nächste Rallye des TecDAX in die Breite zu bringen, also die Akteure davon zu überzeugen, nicht nur selektiv wenige Titel massiv zu kaufen, sondern die Mehrzahl der 30 im Index gelisteten Titel, könnte das, was am Montag beim Index gelang, den Anfang eines größeren Aufwärtstrends markieren. Achten Sie auf die Widerstandszone zwischen 3.951 und 4.010 Punkten und darauf, welche Titel in den kommenden Tagen in der Gewinnerliste des TecDAX auftauchen.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.08.2026 um 20:33 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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