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1. Aktien-Nachteil: Verlustrisiken und enorme Kursschwankungen

Aktienkurse unterliegen teils enormen Schwankungen. Bei Crashs oder in Bärenmärkten können Aktien im Schnitt 50 % oder mehr an Wert verlieren. Bei einzelnen Aktien ist bei einer negativen Geschäftsentwicklung auch ein Totalverlust möglich. Schlechte Nachrichten außerhalb der Börsenöffnungszeiten können beispielsweise zu Kurslücken (Englisch Gaps) nach unten führen. Das bedeutet, dass zwischen dem letzten Börsenkurs des Vortages und dem Eröffnungskurs des Folgetages eine mitunter große Lücke entstehen kann. In diesem Fall schützt z.B. auch eine Stop Loss Order nicht vor den „über Nacht“ entstandenen Verlusten. Die Insolvenz einer Aktiengesellschaft bedeutet meist, dass die Aktionäre als Eigentümer leer ausgehen.

2. Aktien-Nachteil: Keine festen Renditen, Dividendenkürzungen möglich

Aktien bieten im Vergleich zu Anleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren keine festen Renditen. Starke Schwankungen kann es nicht nur bei der Kursentwicklung, sondern auch bei der Dividendenhöhe geben. Läuft es wirtschaftlich weniger gut, so sind meist Dividendenkürzungen oder gar -streichungen die Folge. Den vergleichsweise hohen Renditechancen von Aktien stehen daher auf der anderen Seite daher auch höhere Risiko in Form von Rendite-Unsicherheiten gegenüber.

3. Aktien-Nachteil: Langfristiger Anlagehorizont notwendig

Abgesehen vom Trading ist bei Aktien aufgrund von unberechenbaren Kursentwicklungen ein längerfristiger Anlagehorizont von einigen Jahren notwendig. Aktien legen zwar im Durchschnitt +7 % bis +9 % im Jahr zu, die Renditen sind jedoch alles andere als konstant. Wer zu einem ungünstigen Einstiegszeitpunkt investiert, wartet mitunter selbst bei erstklassigen Aktien einige Jahre bis Anfangsverluste aufgeholt sind und eine lohnenswerte Rendite erzielt wird. Wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt Liquiditätsbedarf hat, ist möglicherweise gezwungen zu tiefen Kursen in eine Börsenkorrektur hineinzuverkaufen.

4. Aktien-Nachteil: Handelsaussetzung möglich

Stellt die Börsenaufsicht beispielsweise Unregelmäßigkeiten beim Handel einer Aktie fest oder wird ein außerordentliches Ereignis bekannt gegeben, so kann es zu einer Handelsaussetzung kommen. Diese Zeitspanne, in welcher die Aktie nicht gehandelt werden kann, liegt meist zwischen einigen Minuten, etlichen Tagen oder Wochen betragen bis hin zur dauerhaften Aussetzung. Letztere ist jedoch äußerst selten und trifft in der Regel nur Aktien von insolventen oder dubiosen Firmen. Im positiven Fall kann eine Handelsaussetzung beispielsweise auch vor einem Übernahmeangebot mit Kursaufschlag erfolgen.  

5. Aktien-Nachteil: Steuern

Seit 2009 gilt für Aktien die Abgeltungssteuer. Kursgewinne sind seither generell steuerpflichtig und werden bei Privatanlegern mit ca. 25 % besteuert. Zuvor waren Gewinne zumindest dann steuerfrei, wenn man die Aktien über die damals geltende Spekulationsfrist von einem Jahr hielt. Verbuchte Verluste können jedoch mittels Verlustvortrag ins nächste Jahr übertragen werden, so dass Gewinne in entsprechender Höhe auch noch später gegengerechnet werden können. Steuern gibt es allerdings für andere Geldanlageformen auch, so dass es sich dabei nicht unbedingt um einen Nachteil gegenüber anderen Anlageklassen handelt. Zur Steuerersparnis kann für Privatanleger auch die Gründung einer Trading GmbH sinnvoll sein, da für Firmen zum Beispiel auf Veräußerungsgewinne niedrigere Steuern als für private Trader anfallen.

Hinweis: Trotz nicht zu vernachlässigender Risiken bietet der Aktienhandel vor allem Chancen. Lesen Sie hier: Die 10 wichtigsten Vorteile und Chancen von Aktien.

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