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Der Mittwoch brachte im Bereich der Edelmetalle neuen Schwung. Nicht nur Gold und Silber stiegen, auch Platin legte kräftig zu. Die Frage ist: Was steckt hinter diesen Käufen … und ist das womöglich die Initialzündung für einen neuen Anlauf an und über das Rekordhoch?
In der Nacht zum Mittwoch hielt US-Präsident Trump die jährlich vom Präsidenten vor dem US-Kongress zu haltende „State of the Union“-Rede. Die war zwar besonders lang, barg aber eigentlich keine Überraschungen, die imstande gewesen wären, die Börsen in größerem Umfang in Wallung zu versetzen. Trotzdem wurde bei den Edelmetallen kräftig zugegriffen … und bei vielen Kryptowährungen ebenso. Dass beide Bereiche besonders gesucht waren, führt indes zu einem denkbaren Grund für den kräftigen Anstieg, u. a. bei Platin:
Es floss besonders intensiv Geld in die Assetklassen, die in den Vorwochen zunächst kräftig zugelegt hatten, dann aber drastisch abverkauft wurden. Es wirkt, als hätte die Spekulation wieder Mut gefasst, womöglich weil diese Trump-Rede ohne negative Folgen blieb. Man sieht eine Klippe als heil umschifft an und wagt wieder mehr. Aber es gäbe auch noch eine zweite Möglichkeit, insbesondere mit Blick auf Platin und die anderen Edelmetalle:
Es wäre denkbar, dass hier wieder die Rolle eines vermeintlich „sicheren“ Hafens ins Spiel kommt, weil die Zeit, in der Mr. Trump entscheiden muss, was er denn nun in Sachen Irak konkret tun will, so langsam abläuft. Er selbst sprach von einer Frist bis „Anfang März“ … was theoretisch bereits diesen Sonntag bedeuten könnte, sich aber genauso bis zum 5. oder 10. März hinziehen könnte – man weiß es nicht.
Oder ist es vielleicht gar nicht so „kompliziert“, stecken solche Gedankengänge gar nicht dahinter, sondern einfach nur die Charttechnik?
Expertenmeinung: Denkbar wäre es, weil wir im Chart sehen, dass Platin mit dem kräftigen Plus zur Wochenmitte aus einer die vergangenen knapp drei Wochen dominierenden Bodenbildung heraus nach oben ausbrach und zugleich die 20-Tage-Linie überwand. Das dürfte einiges an Stop-Loss-Käufen bei auf der Short-Seite engagierten Tradern ausgelöst haben. Und Käufe (Eindeckungen), mit denen diese ihre Short-Trades neutralisieren, ziehen den Kurs eben automatisch nach oben. Kurz: Das könnte eine kleine Short Squeeze sein, die wir hier sehen. Aber das bedeutet nicht, dass dieser Anstieg zwingend nur kurzlebig sein müsste, denn:
Diejenigen, die die Aufwärtsbewegung „angeschoben“ hatten und dadurch die Bären zu Eindeckungen zwangen, sind ja nicht, wie die „Shorties“, überrollte Pessimisten, sondern aktive Optimisten. Wenn die weiter zugreifen, könnte da nach oben noch Luft sein, denn Sie sehen im Chartbild, dass Platin jetzt dabei wäre, ein „Gap“ zu schließen, konkret die Kurslücke zwischen 2.315 und 2.489 US-Dollar, die am 30. Januar im Zuge des drastischen Selloff entstanden war.

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