Börsenlexikon

Fibonacci-Zahlen

Fibonacci-Zahlen Definition

Fibonacci-Zahlen werden von Charttechnikern verwendet um Kursentwicklungen von Wertpapieren zu analysieren. Der italienische Mathematiker Leonardo Fibonacci da Pisa (1170 – 1240) beschrieb mit einer Zahlenfolge zu Beginn des 13. Jahrhunderts das Wachstum einer Kaninchenpopulation. Die Ermittlung dieser sog. Fibonacci-Zahlen ist relativ einfach. Für die beiden ersten Werte ist 1 vorgegeben. Anschließend werden immer zwei benachbarte Zahlen zusammengerechnet.

Die Fibonacci-Reihe lautet: 1, 1, 2 (1+1), 3 (1+2), 5 (2 + 3), 8 (3 + 5), usw.

Die Quotienten von zwei aufeinanderfolgenden Fibonacci-Zahlen nähern dem sog. Goldenen Schnitt von 1,618 (oder invers 0,618) immer mehr an. In der Natur kommt das Verhältnis des Goldenen Schnitts vielfach vor, ob in der Struktur von Kristallen oder DNA-Molekülen, bei Planetenbahnen oder bei Längenverhältnissen sowohl bei Pflanzen, Tieren als auch dem menschlichen Körper.

Da die Finanzmärkte ebenfalls eine mathematische Basis haben, bilden aufeinanderfolgende (gegenläufige) Kursbewegungen erstaunlich oft Fibonacci-Verhältnisse ab. Dazu gehören neben dem Goldenen Schnitt noch weitere Beziehungen der Fibonacci-Zahlen zueinander, die charttechnisch orientierte Trader als Fibonacci-Levels bezeichnen. Wichtig fürs Trading sind: 0; 23,6 %; 38,2 %; 50 %; 61,8 %; 76,4 %, 100 %, 127,2 %, 138,2 %, 161,8 % und 200 %. Bei Prozentwerten unter 100 % spricht man in der technischen Analyse von Fibonacci Retracements, über 100 % handelt es sich um Fibonacci Extensions.

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