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Aktienemission

Synonym Aktienemission: Neuemission, Initial Public Offering, IPO

Aktienemission Definition

Eine Aktienemission bezeichnet die Neuausgabe von Aktien durch die Aktiengesellschaft (dem Emittenten). Bei einer Neuemission wird eine Aktie im Rahmen eines Börsengangs (Englisch: IPO für Initial Public Offering) mit Hilfe von Banken am Aktienmarkt platziert. Der Gesellschaft und/oder deren Großaktionären fließt der Emissionserlös der ausgegebenen Aktien zu. Bei einer Kapitalerhöhung werden zur Finanzierung von geschäftlichen Aktivitäten oder Übernahmen zusätzlich zu den bereits platzierten Aktien neue Anteilsscheine ausgegeben.

Eine Neuemission kann durch ein Festpreisverfahren, ein Auktionsverfahren oder ein Bookbuilding-Verfahren erfolgen. Dabei versuchen die beteiligten Banken anhand der Nachfrage ihrer Kunden im Vorfeld des Börsengangs den bestmöglichen Preis für den Emittenten zu erzielen. Nach der Prüfung aller Zeichnungsaufträge wird für alle Investoren ein einheitlicher Emissionskurs festgelegt. Dann werden die Aktien im Rahmen der Zuteilung gemäß einem vorab festgelegten Verteilungsschlüssel verteilt. Je nachdem, wie treffend der gewählte Preisbildungsmechanismus die reale Nachfrage wiederspiegelt, gibt es nach dem Börsengang Schwankungen in die eine oder andere Richtung

Bei einer Aktienemission per Kapitalerhöhung wird das Grundkapitals einer Aktiengesellschaft durch die Ausgabe von neuen oder jungen Aktien erhöht. Die Altaktionäre bekommen ein Bezugsrecht eingeräumt, das ihnen erlaubt ihre prozentuale Beteiligung durch den Kauf neuer Aktien konstant zu halten. Dieses Bezugsrecht kann auch über die Börse veräußert werden. Bei einer (seltenen) Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln bekommen die Altaktionäre sogenannte Berichtigungsaktien ins Depot gebucht. Eine Kapitalerhöhung muss von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens 75 % der anwesenden Stimmrechte genehmigt werden.

Aktienanzahl Aktienfonds
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