Nikola am Abgrund

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Nikola
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Zur Nikola Aktie

Nikola gehört wohl zu den eigentümlichsten Geschichten, die mir in all der Zeit an der Börse untergekommen sind.

Zwischenzeitlich kam der vermeintliche Tesla -Konkurrent auf einen Börsenwert von mehr als 20 Mrd. USD, dabei konnte man nichts Handfestes vorweisen. Nur viele Versprechen, die sich inzwischen größtenteils als haltlos herausgestellt haben.

Die Alarmglocken läuten

Was seit dem Börsengang von Nikola passiert ist, spottet wirklich jeder Beschreibung.

Ein Partner nach dem anderen sprang nach kurzer Zeit ab, da abgesehen von großen Worten bei Nikola nicht viel los war.

Am eindrucksvollsten ist aber die Aussage des ehemaligen Partners Powercell AB. Ein Sprecher des Volvo-Ablegers bezeichnete die Brennstoffzellen-Technologie von Nikola sogar als „heiße Luft“.

Hinzu kamen gefälschte Videos von Prototypen und weitere Skandale. Am Ende warfen sogar die größten Aktionäre, einige zockende Hedgefonds, das Handtuch.

Am Ende hatten die Vorgänge sogar die US-Behörden auf den Plan gerufen und zu Ermittlungen durch die SEC und das US-Justizministerium (DOJ) geführt.

Firmengründe und CEO Milton musste zurücktreten. Ihm wurden Betrug und Kursmanipulation vorgeworfen.

Eigentlich sollte ein derartiger Vertrauensverlust in ein Unternehmen ohne operatives Geschäft das sofortige Aus bedeuten.
Doch selbst heute kommt Nikola noch auf einen Börsenwert von 3,88 Mrd. USD.

Das kann man sich nicht ausdenken

Glücklicherweise hatten wir Nikola immer wieder kritisch hinterfragt und bereits bei einem Kurs von 57 USD vor der Aktie gewarnt:
Nikola: Der Tesla-Killer?

Am bemerkenswertesten ist allerdings die Geschichte des Firmengründers, die Sie hier nachlesen können:
Nikola: Betrug? Kollabiert die Aktie jetzt?

Sagen wir es so: Der Herr war zuvor schon „auffällig“.

Meine Lieblingsgeschichte ist allerdings folgende:
In mehreren Interviews und in einer Präsentation vor hunderten Zuschauern behauptete der Ex-Nikola-Chef, er habe die Kosten für die Wasserstoff-Herstellung um über 80% gesenkt.

Einen Beweis dafür blieb er bis heute schuldig. An Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Chart vom 27.08.2021 Kurs: 10,13 Kürzel: NKLA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.08.2021 Kurs: 10,13 Kürzel: NKLA – Tageskerzen

Falls Sie dennoch investiert sind und diese Tatsachen Ihnen noch nicht bekannt waren, könnte jetzt der richtige Zeitpunkt zur Flucht gekommen sein.

Aus technischer Sicht steht die Aktie vor einem Abgrund. Sollte Nikola unter 9 USD fallen, dürfte es zu unzähligen Stop-Limits kommen. Wie tief es dann geht, kann kaum gesagt werden.

Wer shorten möchte, sollten dringend Instrumente mit begrenztem Verlustpotenzial verwenden, da der Short-Float bei diesem Insolvenz- und Betrugskandidaten zurecht sehr hoch ist.

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Mehr als 50.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der US-amerikanische Hersteller von Hybrid-Trucks sorgte im vorigen Jahr bereits für Furore. Innerhalb kürzester Zeit konnte sich die Nikola-Aktie beinahe verzehnfachen, bis ein parabolischer Anstieg im Juni des vorigen Jahres das Ende der Übertreibungsphase einleitete. Seither gab es immer wieder kleinere Rallyeversuche, welche die Kurse innerhalb weniger Tage heftig nach oben beförderten. Der Grund für diese starken Bewegungen war und ist vor allem das immens hohe Short Float der Aktie, welches sich derzeit bei sagenhaften 32 Prozent befindet. So viele Leerverkäufer gibt es aktuell nicht mal in den Aktien von AMC oder Gamestopp, welche zuletzt ebenfalls wieder heftige Kursauschläge nach oben verzeichnen konnten. Haben wir hier den nächsten großen Rallye-Kandidaten vor uns?

Expertenmeinung: Natürlich sind solche Aktien hochgradig gefährlich, vor allem dann, wenn man seine Positionen nicht durch einen Stopp schützt und nur für erfahrene Trader geeignet. Lieber einmal zu oft ausgestoppt werden, als die Kurse um 50 Prozent oder mehr nach unten purzeln zu sehen. In Rallyephasen können solche Wertpapiere aber ordentliche Renditen abwerfen. Im gestrigen Handel sahen wir ein Ende der Korrektur, welche Anfang Juni eingeleitet wurde. Meist gab es nach solchen Kaufsignalen in der Vergangenheit starke Kurssprünge nach oben. Gut möglich, dass wir Nikola vielleicht schon in einer paar Tagen weit über der Marke von 20 USD sehen könnten. Sogar die Marke von 30 USD könnte in Reichweite sein. Für uns ein klar bullisches Setup.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.06.2021 Kurs 17.32 Kürzel: NKLA | Online Broker LYNX

Nikola beabsichtigt in Zukunft Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge herzustellen.

Hoffnung

Seit der letzten Analyse zu Nikola ist viel passiert und eine ganze Reihe an Vermutungen haben sich bewahrheitet.

Inzwischen ermitteln die US-Börsenaufsicht (SEC) und das US-Justizministerium (DOJ) gegen Nikola. Was es damit auf sich hat, werden wir gleich näher erörtern.

Ich bin froh, dass ich mehrfach (im Juli, August und September) und sehr eindringlich vor der Aktie gewarnt habe. Seit der ersten Analyse ist die Aktie immerhin von 55 auf 20 USD eingebrochen.

Könnte es womöglich noch viel tiefer gehen?

Klare Worte

Nikola ist mit nicht viel mehr als Versprechungen an die Börse gegangen und kam schnell auf eine Bewertung von mehr als 20 Mrd. USD.

Das ist für sich genommen bereits erstaunlich. Versprechen kann man eben glauben oder nicht.

Wenn Sie allerdings vollkommen unhaltbar sind und von einer Person kommen, die eine Geschichte der nicht erfüllten Versprechen hat, sollte man vorsichtig sein.

Beides trifft auf den Gründer, größten Aktionär und ehemaligen Geschäftsführer von Nikola zu.

Trevor Milton behauptete zum Beispiel in mehreren Interviews und in einer Präsentation vor hunderten Zuschauern, er habe die Kosten für die Wasserstoff-Herstellung um über 80% gesenkt.

Einen Beweis dafür blieb er bis heute schuldig, dabei wäre diese Technologie geradezu unbezahlbar und würde Milton über Nacht zu einem der reichsten Menschen der Welt machen.

Die Behauptung ist aber leider fernab der Realität und unhaltbar.

Gewohnte Muster

Dass der ehemalige Nikola-Chef Milton also öffentlich und dreist lügt, ist sicher.

Ein geradezu dumm-witziges Beispiel ist seine Behauptung, dass man 3,5 Megawatt an Solarzellen auf den Dächern des Hauptquartiers hat. Luftbilder beweisen das Gegenteil. Milton lügt aus Gewohnheit, selbst bei vollkommen unwichtigen Dingen.

Überraschen dürften die Lügen aber ohnehin niemand, denn es ist nicht das erste Mal. Ich hatte es in der letzten Analyse ausführlich dargelegt.

Bereits vor Nikola hatte Milton ein Unternehmen für alternative Antriebe. dHybrid endete allerdings in einem Fiasko, da man Geschäftspartner getäuscht hatte. Hört sich irgendwie vertraut an…

Man zog beispielsweise einen Großauftrag von Swift Transportation, für die Umrüstung ihrer LkWs, an Land.
Das einzige Problem: Milton und sein Unternehmen hatten gar nicht das Know-How und konnte nicht liefern.

Damals wie heute: Große Versprechen und nichts dahinter.
Swift klagte, dHybrid war am Ende. Wenige Monate später gründete Milton Nikola

Gerüchteküche

Doch auch in Bezug auf Nikola brodelte immer wieder die Gerüchteküche. Ungereimtheiten, nicht belegbare Behauptungen und so weiter.
Mit der Zeit verdichteten sich die Beweise.

Der Konzern veröffentlichte beispielsweise Videos, in denen man einen angeblich voll funktionstüchtigen LkW präsentierte.
Der Öffentlichkeit wollte man das Fahrzeug aber nicht zugänglich machen.

Das stimmte dann doch einige Anleger misstrauisch. Auf Rückfragen, ob der LkW aus dem Video fahrtüchtig ist, wollte Nikola nicht mal eine Antwort geben.
Das ist für mich Antwort genug.

Kooperationen

Weitere Hinweise lieferten ehemalige Kooperationspartner. Die Betonung liegt auf „ehemalig“, denn etliche Unternehmen haben die Zusammenarbeit mit Nikola nach kürzester Zeit wieder beendet.

Berichten zufolge könnte auch GM einen Rückzieher machen.

Am eindrucksvollsten ist aber die Aussage des ehemaligen Partners Powercell AB. Ein Sprecher des Volvo-Ablegers bezeichnete die Brennstoffzellen-Technologie von Nikola sogar als „heiße Luft“.

Rette sich, wer kann

Jedem rational denkenden Anleger sollte inzwischen der Angstschweiß auf der Stirn stehen.
Falls ihnen das nicht ausreicht: Das Handeln von Nikola selbst bietet ausreichend Aufschluss.

Nikola hat effektiv eingestanden, dass man die Entwicklung eines Fahrzeugs und der Technologie-Basis nicht stemmen kann. Nikola ist nicht Tesla.

Daher ist man eine Partnerschaft mit General Motors eingegangen. Demnach soll GM die Fahrzeuge bauen und man wird auch die Brennstoffzellen-Technologie von GM nutzen.

Welche Innovation hat Nikola also vorzuweisen? Wohl wenig bis gar nichts.

Wenn GM jetzt abspringt, was bleibt dann noch? Wohl wenig bis gar nichts.

Zu dem Schluss sind dann auch die bisherigen Großaktionäre, einige zockende Hedgefonds, gekommen.
Sie haben in den letzten Monaten für hunderte Millionen USD Anteile verkauft. Rette sich, wer kann.

SEC und US-Justizministerium ermitteln

Die Vorgänge haben schlussendlich auch die US-Behörden auf den Plan gerufen. SEC und US-Justizministerium (DOJ) ermitteln gegen Milton und Nikola.
Neben ihm wurden aber wohl noch eine ganze Reihe von Mitarbeitern vorgeladen.

Daraufhin musste der ehemalige Geschäftsführer zurücktreten, denn die Vorwürfe haben es in sich: Darunter Betrug und Kursmanipulation.

Sollten sie sich als wahr herausstellen, könnte das für Nikola das Aus bedeuten.
Denn was bleibt von all den Versprechungen und Verheißungen übrig, wenn man plötzlich als Lügner enttarnt wird? (Was aus meiner Sicht bereits geschehen ist.)

Verlieren die Kunden das Vertrauen und fordern die Anzahlungen für den Badger zurück, könnte Nikola in Schieflage geraten.

Wer diese Aktie kaufen möchte, sollte besser einen Totalverlust einplanen. Nikola kann schließlich nichts vorweisen, was einen ernstzunehmenden Wert darstellen würde.

Trotzdem liegt der Börsenwert von Nikola noch bei 7,8 Mrd. USD.

Dabei hat das Unternehmen kein operatives Geschäft, erzielt keinen Umsatz und scheint keine proprietäre Technologie zu besitzen. Gleichzeitig ermitteln die Behörden wegen angeblichem Betrug.

Der krönende Abschluss

Gestern gab Nikola bekannt, dass man bis zu 249 Millionen Aktien am Markt platzieren will. Das entspricht 69% aller ausstehenden Papiere.

Einige Großaktionäre und Nikola selbst wollen die Aktien von Nikola loswerden. Nachvollziehbar.

Chart vom 12.11.2020 Kurs: 20,40 Kürzel: NKLA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.11.2020 Kurs: 20,40 Kürzel: NKLA – Tageskerzen

Nikola beabsichtigt in Zukunft Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge herzustellen.

Herkules und Ford

Nikola steht wahrlich vor vielen Herausforderungen und Problemen. Nicht nur, dass man sich in einer extrem kapitalintensiven Branche durchsetzen möchte, die bereits von Weltkonzernen beherrscht wird.

Die Bewertung des Unternehmens ist auch derartig hoch, dass man Herkules in den Schatten stellen muss, wenn sich das alles irgendwann rechnen soll.

Daher hatte ich in der letzten Analyse eindringlich vor der Aktie gewarnt, viel deutlichere Worte kann man kaum finden. Damals notierte die Aktie noch bei 57 USD, heute bei 32.

Unter dem Strich konnte und kann der Konzern nämlich nicht viel Handfestes vorweisen. Mehr als Absichtserklärungen und ein paar Computergrafiken hatte man nicht, kam aber bereits auf einen höheren Börsenwert als Ford.
Zum Vergleich: Ford erzielt 150.000.000.000 Dollar Jahresumsatz.

Perspektive

Bis heute hat das Unternehmen nur Ankündigungen geliefert. Mehrere LKW-Modelle, einen Truck und auch Spaßmobile soll es irgendwann geben.

Auf der Webseite des Unternehmens werden all die Vorteile der Hybrid-Technologie beworben. „Unglaubliche Beschleunigung, überlegene Effizienz“ und so weiter.

Größtenteils hat man aber nicht mal ein Modell in Lebensgröße, welches man vorzeigen könnte.

Leistung, Reichweite und alle anderen Werte kann man nicht mal nennen, Nikola selbst schätzt einfach mal.

Spätestens jetzt sollten bei jedem die Alarmglocken ertönen.

Bestellungen in Milliardengröße

Doch ganz im Gegenteil. Nikola stellte auf seiner Homepage den Pick-Up-Truck Badger vor. Natürlich rein digital, denn auch hier: Mehr als ein paar animierte Grafiken hatte man nicht.

Man konnte das Gefährt, dessen Produktion bestenfalls 2022 anlaufen soll, sogar vorbestellen und anzahlen.
Und tatsächlich. Scheinbar waren Leute dazu bereit, 5.000 USD für ein Fahrzeug anzuzahlen, welches sie noch nie gesehen oder gefahren haben und dessen Auslieferungsdatum unbekannt ist.

Dadurch hat Nikola ohne Gegenleistung mehrere hundert Millionen USD eingenommen. Viel Geld, aber in dieser Branche nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Entwicklung eines Fahrzeugs und komplett neuer Technologie-Basis sowie der Bau von Fabriken kostet sehr viel mehr.

Eine Luftnummer

Das ist der Unternehmensführung inzwischen wohl klar geworden, daher ist man eine Partnerschaft mit GM eingegangen. Die sollen die Fahrzeuge nun bauen.

Und wenn man schon dabei ist, möchte man auch gleich noch die Brennstoffzellen-Technologie von GM nutzen.

Für welche Innovation Nikola an diesem Punkt überhaupt noch steht, erschließt sich wohl niemandem.

Zu dem Schluss sind dann auch die bisherigen Großaktionäre gekommen, einige zockende Hedgefonds. Sie haben in den letzten Wochen für hunderte Millionen USD Aktienpakete abgestoßen.

Betrug?

Die Situation um Nikola ist also schon surreal genug, wie soll man das noch toppen? Wie wäre es mit Betrugsvorwürfen?

Demnach hat Nikola angeblich nicht funktionierende Produkte als voll funktionsfähig inszeniert.
Das Unternehmen habe irreführende Videos veröffentlicht und über Partnerschaften und Produkte gelogen.

Harter Tobak, da aber auch ohne diese Vorwürfe bereits alles zum Himmel stinkt, überrascht mich das nicht wirklich.

Ein Hinweis darauf lieferten bereits mehrere Kooperationspartner, denn scheinbar ist Nikola nicht dazu in der Lage, sie zu halten.
Mehrfach sind Kooperationspartner nach recht kurzer Zusammenarbeit wieder abgesprungen.

Darunter zum Beispiel auch Powercell AB. Ein Sprecher des Volvo-Ablegers bezeichnete die Brennstoffzellen-Technologie von Nikola sogar als „heiße Luft“.

Lügen?

Dass Nikola-Chef Milton gelogen hat, dürfte inzwischen sicher sein.
In mehreren Interviews und in einer Präsentation vor hunderten Zuschauern behauptete er, er habe die Kosten für die Wasserstoff-Herstellung um über 80% gesenkt.

Einen Beweis dafür blieb er bis heute schuldig. Das scheint ein gewohntes Muster zu sein.

Der Konzern veröffentlichte zum Beispiel auch ein Video, in dem man einen angeblich voll funktionstüchtigen LkW präsentierte.
Der Öffentlichkeit wollte man das Fahrzeug aber nicht zugänglich machen.
Warum sollte man sich so verhalten, wenn man nichts zu verbergen hat?

Auf Rückfragen, ob der LkW aus dem Video fahrtüchtig ist, wollte man keine Antwort geben.
Das ist Antwort genug.

Hier finden Sie den vollständigen Research-Artikel zu Nikola. Teile davon wurden inzwischen unter anderem von Bloomberg bestätigt.

Ein Gewinnertyp

Dass sich CEO Milton derartig verhält, ist auch nicht neu. Er war wohl schon immer ein Blender.

Nachdem er eine Webseite für Gebrauchtwagen-Kleinanzeigen gegründet und an die Wand gefahren hatte, hatte Milton schon mal ein Unternehmen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: dHybrid.

Das Unternehmen zog einen großen Umrüstungsauftrag von Swift Transportations an Land.
dHybrid hatte aber nicht das notwendige Know-How, um die Fahrzeuge von Swift umzurüsten.
Man konnte nicht liefern und das ganze endete vor Gericht.

Auch damals: Große Versprechungen, mehr nicht.

Harter Tobak

Selbst ohne all die Probleme und Vorwürfe wäre die Bewertung von Nikola zu hoch. Der Börsenwert liegt bei 14,2 Mrd. USD. Ziemlich viel für ein paar Ankündigungen.
Die Risiken sind kaum überschaubar.
In Wirklichkeit investiert hier auch niemand. Es wird schlichtweg gezockt, der Kurs ist entsprechend volatil und Newsgetrieben.

Für Nikola könnten die Vorwürfe zum Sargnagel werden. Man hat kein laufendes Geschäft und erzielt keinen Umsatz.
Man hat nur Vorbestellungen. Verlieren die Kunden jetzt das Vertrauen, könnte es schnell problematisch werden.
Sie könnten ihre Aufträge zurückziehen und Anzahlungen zurückfordern.

Chart

Jetzt könnte der Chart kippen. Nach einem Kurssprung in der Vorwoche kam es zu einem massiven Reversal.
Nikola ist unter den Aufwärtstrend gefallen und hat dadurch ein prozyklisches Verkaufssignal ausgelöst.

Mögliche Kursziele liegen bei 29 und 20 USD.

Den Bullen würde hingegen nur eine Rückkehr über 35 USD helfen.

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Chart vom 14.09.2020 Kurs: 32,13 Kürzel: NKLA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 14.09.2020 Kurs: 32,13 Kürzel: NKLA – Tageskerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unseren letzten Analysen waren wir von der Aktie des US-amerikanischen Herstellers von Hybrid-Trucks wenig begeistert. Grund hierfür war die zu heftige und teils schon parabolische Entwicklung der Aktie im Juni dieses Jahres. Eine heftige Korrektur war zu erwarten gewesen und war nahezu unvermeidbar. Bis Ende Juli verlor die Aktie fast zwei Drittel ihres Wertes, um schlussendlich rund um die Marke von 30 USD einen Boden zu bilden. Nach einem weiteren heftigen Impuls Richtung Norden setzte erneut eine Konsolidierung ein. Diese konnte im gestrigen Handel beeindruckend gebrochen werden. Grund hierfür war die Meldung über einen Deal mit dem US-Fahrzeuggiganten General Motors. Dieser will in den nächsten Jahren rund 20 Milliarden in alternative Antriebe und autonome Fahrzeuge investieren. Der Deal kommt exakt zum richtigen Moment, denn nach wie vor schreibt Nikola rote Zahlen. Dies könnte sich aber schon bald ändern.  

Expertenmeinung: Mit dem Breakout nach oben konnte der bislang intakte Abwärtstrend gebrochen werden. Wichtig war vor allem, dass der Ausbruch mit viel Volumen erfolgte. Mit über 134 Millionen gehandelten Papieren war es der stärkste Handelstag aller Zeiten für das Unternehmen. Dies zeigt, dass das Interesse der Investoren in die Aktie überdurchschnittlich hoch war. Es sieht nun ganz danach aus, als ob dies der Startschuss von etwas Größerem sein dürfte. Nun braucht es allerdings noch Anschlusskäufe. Wir erhöhen dennoch unsere Aussichten auf die Aktie von neutral auf bullisch.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 08.09.2020 Kurs: 50.05 Kürzel: NKLA | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mitte Juni hatten wir uns zuletzt die Aktie des Elektrotruckherstellers Nikola angesehen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich diese bereits am Beginn einer Korrekturphase und unsere Gesamtbewertung war eher kritisch. Alles was zu steil und zu schnell nach oben läuft, wird über kurz oder lang wieder von der Erdanziehung auf den Boden der Realität zurückgeholt. Das ist auch die Gefahr bei sogenannten Momentumaktien. Diese können zwar starke Gewinne abwerfen, doch einmal zum falschen Zeitpunkt gekauft, können sie ein riesiges Loch ins Portfolio reißen. Vom Hoch im Juni bis zum Tief der Korrektur hat Nikola immerhin fast 70 Prozent an Wert verloren, ehe sich wieder einige Käufer fanden. Erstmals seit Wochen sieht es aktuell wieder etwas positiver aus, denn die Rückeroberung der wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 ist endlich gelungen. Der Trend bleibt jedoch weiterhin auf der bärischen Seite.

Expertenmeinung: Das erste Kursziel nach oben konnte im gestrigen Handel fast schon erreicht werden. Dies wäre das Füllen der Kurslücke von Mitte Juni bei 48.31 USD. Ob die Reise Richtung Norden in Folge weitergehen wird, hängt vor allem davon ab, ob die besagten gleitenden Durchschnitte auch wirklich nachhaltig gehalten werden können. Sollte dies der Fall sein, können wir uns durchaus eine Rückkehr der Aktie auf bis zu 60 USD vorstellen. Achten sollten Anleger jedenfalls auf den Bereich bei 40 USD. Darunter sollte die Nikola Aktie keinesfalls mehr schließen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 13.08.2020 Kurs: 45.97 Kürzel: NKLA | Online Broker LYNX