Neoen Aktie aktuell Kooperation mit Tesla: Neoen wächst explosiv

News: Aktuelle Analyse der Neoen Aktie

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Neoen ist der größte unabhängige Produzent erneuerbarer Energie Frankreichs und expandiert in rasantem Tempo. Sollten Sie dabei sein?

Das ist die Zukunft

In Zukunft werden wir einen Großteil unseres Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken.
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und daher wächst der Sektor mit hohem Tempo.

Die Kurse vieler Aktien aus der Branche entwickeln sicher allerdings mehr schlecht als Recht.
Anleger unterschätzen allzu oft die Dynamiken in Wachstumsbranchen. In der Regel findet über Jahre hinweg ein harter Verdrängungswettkampf statt und der fordert Opfer.

Viele heimische Akteure in der Wind- oder Solarbranche haben das am eigenen Leib erfahren und sind in die Insolvenz geschlittert.
Selbst Überlebende wie Nordex oder SMA Solar haben es nicht leicht.

Beide Unternehmen sind nicht nachhaltig profitabel und selbst wenn die Aktien zuletzt mal wieder eine größere Rallye vollzogen haben – unter dem Strich sind sie weniger Wert, als vor zehn oder mehr Jahren.

Schaufelverkäufer oder Betreiber

In vielen Sektoren ist es eine gute Idee, auf die „Schaufelverkäufer“ zu setzen.
Durchleuchtet man die Marktdynamiken in Bereich erneuerbare Energien, zeichnet sich allerdings ein anderes Bild ab.

Die Hersteller von Windkraftanlagen, Wechselrichtern oder Solarmodulen leiden unter dem ständigem Preisdruck.

Am stärksten ist das bei Solarmodulen der Fall. In den letzten beiden Jahren sind die Preise um mehr als 20% gefallen.
Der Markt wird mit billigen Modulen regelrecht überschwemmt.

Davon profitieren wiederum die Betreiber von Solaranlagen & Co.

Neoen nicht Neon

Neoen (nicht Neon) ist der größte unabhängige Produzent erneuerbarer Energie Frankreichs und hat diesen Umstand genau erkannt.

„Unsere Zukunft liegt im Solarbereich, dort sinken die Kosten am schnellsten“, sagte Geschäftsführer Xavier Barbaro.

Vor wenigen Monaten hat das Unternehmen einen Börsengang durchgeführt, um das Wachstum zu beschleunigen.
Der Gründer Jacques Veyrat hält aber auch jetzt noch 56% der Anteile, weitere 23% Omnes Capital und 14% die staatliche Investmentbank BPI France.

Derzeit betreibt das Unternehmen Solaranlagen mit einer Leistung von fast 2 Gigawatt, Windkraftanlagen mit 875 Megawatt und Speicher mit einer Kapazität von 267 MWh.
Im Speicherbereich kooperiert man mit Tesla.

Mittelfristig soll die Kapazität spürbar ausgebaut werden. Durch die beim Börsengang erlösten Einnahmen sollen jährlich zusätzlich Anlagen mit einer Kapazität von 400-500 MW entstehen.

Große Pläne

Das Unternehmen setzt also auf massives Wachstum und hat große Pläne. Bisher konnte man aber auch abliefern.

Seit 2015 ist der Umsatz von 57 auf 253 Mio. Euro gestiegen. Der gemeldete Gewinn ist in diesem Zeitraum von 0,03 auf 0,41 Euro je Aktie geklettert. Der Gewinn ist allerdings kein guter Maßstab.
In Wirklichkeit wird alles, was operativ erwirtschaftet wird und mehr, sofort reinvestiert.

Haken und Ösen

Vorläufigen Zahlen zufolge ist der Umsatz 2020 um 18% auf 298,8 Mio. Euro gestiegen.
Das EBITDA dürfte in Richtung 270 Mio. Euro tendieren (Link).

Die Margen sind also außerordentlich hoch. Beim Betrieb von Solaranlagen fallen schließlich keine großen Kosten mehr an.

Man sollte sich vom EBITDA aber auch nicht blenden lassen. Einkauf, Bau und Zinsen sind schließlich der eigentliche Kostenfaktor.

Wo Licht ist…

Das zeigt das Vorjahr recht eindrucksvoll. Damals erzielte man ein EBITDA von 216,1 Mio. Euro. Unter anderem sind dann aber auch noch 72 Mio. an Zinsen angefallen.
Am Ende meldete man ein Nettoergebnis von 21,2 Mio. Euro.

Gleichzeitig hat man aber mehr für neue Anlagen ausgegeben, als man zuvor eingenommen hat.
Selbstverständlich werden sie in der Zukunft Einnahmen generieren. Es fällt aber schwer, von einem Unternehmensgewinn zu sprechen, wenn faktisch einige hundert Millionen mehr ausgegeben, als eingenommen wurden.

Darüber hinaus kann man durchaus auch monieren, dass das Unternehmen inzwischen einen Schuldenberg von 2,19 Mrd. Euro mit sich schleppt.

Falls Sie also deutlich steigende Zinsen erwarten, ist diese Aktie eher nichts für sie.
Höhere Finanzierungskosten würden Gewinnspanne und Kurs von Neoen definitiv unter Druck bringen.

Expansion in vollem Gang

Solange die neuen Anlagen allerdings wesentlich mehr erwirtschaften, als die Finanzierung kostet, ist das alles unproblematisch.
Und vorerst dürfte sich die Expansion auch mit erheblichem Tempo fortsetzen.

Im Jahresverlauf wurden Anlagen mit einer Kapazität von 769 MW in Betrieb genommen.
Darüber hinaus befinden sich weitere 1.436 MW im Bau und bei weiteren 1.508 MW könnte der Bau zeitnah beginnen.

Bis Ende 2022 soll die Produktionskapazität von derzeit 2,8 GW auf mehr als 5 GW ausgebaut werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 stellt Neoen ein EBITDA von mehr als 400 Mio. Euro in Aussicht (Seite 6).
Bei dem anhaltend hohen Wachstum dürfte der Weg des geringsten Widerstands die Oberseite sein, auch wenn die Bewertung mit einem EV/EBITDA von 16 durchaus üppig ist.

Chart

Die Aktie ist übergeordnet klar bullisch, der Aufwärtstrend intakt. Über 50 sowie 54 Euro käme es jeweils zu prozyklischen Kaufsignalen. Ein mögliches Kursziel liegt bei 59-61 Euro.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 47 Euro, müssen Verluste in Richtung 40 Euro eingeplant werden.

Chart vom 02.03.2021 Kurs: 49,65 Kürzel: NEOEN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.03.2021 Kurs: 49,65 Kürzel: NEOEN – Wochenkerzen

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