Jeder Anleger dürfte sich derzeit um diese Frage Gedanken machen. Was werden die Auswirkungen von KI sein, wer sind die großen Gewinner und welche Unternehmen werden dadurch in Bedrängnis geraten? Es ist die große Frage unserer Zeit.
Selbstverständlich hat sich auch Goldman Sachs mit diesem Thema befasst und das „AI Impact Framework“ vorgestellt.

Die Grafik wurde passend zum Thema mit ChatGPT erstellt.
Dabei handelt es sich um ein analytisches Bewertungsmodell, um zu beurteilen, wie künstliche Intelligenz (KI) Unternehmen betrifft – also wo KI Chancen schafft und wo Risiken entstehen.
Um die Auswirkungen von KI besser einschätzen zu können, empfiehlt Goldman Sachs, Geschäftsmodelle, Zielmärkte und tatsächliche KI-Fähigkeiten eines Produkts genau zu prüfen.
Dafür werden sechs zentrale Dimensionen genannt, anhand derer bewertet wird, wie stark KI ein Geschäftsmodell beeinflusst:
Orchestration Risk
Hier wird geprüft, ob KI die zentrale Rolle in Arbeitsabläufen übernehmen kann. Wenn KI-Agenten traditionelle Plattformen umgehen, kann das bestehende Geschäftsmodelle in Bedrängnis bringen.
Die Bedrohung hängt davon ab, wie stark die Plattform in die tägliche Arbeit integriert ist und ob sie durch Agenten ersetzt werden kann.
Besonders gefährdet sind Anbieter, die nicht tief in den Arbeitsprozess eingebunden sind.
Monetization Model
Hier wird untersucht, wie ein Unternehmen Geld verdient, wenn KI stärker eingesetzt wird – und wie robust dieses Modell gegen günstige KI-Alternativen ist.
Lizenz- oder nutzerbasierte Einnahmen sind laut Goldman anfälliger, weil KIs kostengünstige Alternativen liefern könnten.
Plattformen, die auf Assets, Daten oder langfristige Verträge setzen, gelten als widerstandsfähiger.
Die Struktur des Geschäftsmodells entscheidet, wie widerstandsfähig eine Softwarefirma gegenüber KI-getriebenen Veränderungen ist. Unternehmen, die flexibel sind, KI in die eigenen Produkte integrieren und monetarisieren können, profitieren.
Ein Beispiel dafür wäre Salesforce. Das Unternehmen verwendet KI, um die CRM-Funktionen seiner Plattform zu verbessern und Kunden personalisierte Empfehlungen für Vertrieb und Marketing zu liefern. Das erhöht die Kundenbindung.
System-of-Record Ownership
Hier geht es darum, wer die wichtigsten Abläufe kontrolliert, beispielsweise Genehmigungen oder Compliance. Wer diese Funktionen steuert, ist schwer zu ersetzen.
Plattformen, die Kernprozesse abdecken, bleiben relevant, selbst wenn KI-Agenten viele Aufgaben automatisieren.
Ein typisches Beispiel dafür sind ERP-Anbieter wie SAP. Die Systeme von SAP werden vor allem für zentrale Prozesse wie Buchhaltung, Finanzwesen, Einkauf oder Personalwesen verwendet und sind daher schwer zu ersetzen.
Data-and-Integration-Moat
Der Data-and-Integration-Moat bewertet, ob eine Plattform über proprietäre, strukturierte Daten oder Signale verfügt, die nur sie liefert.
Plattformen, die diese Daten besitzen und den Zugriff kontrollieren, haben eine Art Burggraben gegen Disruption und können nicht einfach durch KI ersetzt werden.
AI Execution
Hier wird geprüft, ob ein Unternehmen echte, eingebettete KI-Funktionen liefert, die auch im Alltag genutzt werden, oder ob nur theoretische Konzepte existieren. Firmen, die echte und nutzbare KI anbieten können und integriert haben, haben einen klaren Vorteil.
Das offensichtlichste Beispiel ist OpenAI. ChatGPT wird inzwischen von hunderten Millionen Menschen aktiv genutzt.
Budget Alignment
Hier wird untersucht, wie KI die strategischen Prioritäten verändert – also, ob KI‑Adoption die Priorität und Nachfrage für das Produkt steigert oder senkt.
Wenn die KI dazu führt, dass mehr Geld in eine Plattform fließt, stärkt das ihre Position.
Ein gutes Beispiel abseits von Software wäre Amazon Cloud Services. Wird mehr KI genutzt und werden mehr KI-Produkte geschaffen, müssen sie auf irgendeiner Basis laufen. In vielen Fällen ist das AWS.
Fazit:
Gewinner kontrollieren Kernprozesse, besitzen exklusive Daten, liefern echte KI-Funktionen und schaffen Wege, damit Geld zu verdienen. Anbieter ohne Integration in Arbeitsabläufe oder ohne Datenhoheit stehen unter Druck.
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