Gazprom PAO Aktie aktuell Nord Stream 2, Emissionshandel in China: Der Gewinner heißt Gazprom

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China weitet den Emissionshandel massiv aus und will mehr Gas importieren, endlich eine Einigung zu Nord Stream 2. An guten Nachrichten mangelt es bei Gazprom derzeit nicht.
Sollte man jetzt einsteigen?

Emissionshandel: Jetzt auch in China

Bei Gazprom mangelt es derzeit nicht an guten Nachrichten. Der Erdgas-Preis ist zuletzt deutlich gestiegen, was sowohl mehr Umsatz als auch Gewinn erhoffen lässt.

Weitere Unterstützung erhält man aus China.

Seit einigen Tagen ist klar, dass der Ausstoß von CO2 auch dort nicht mehr kostenlos sein wird.
Im Reich der Mitte soll eine Tonne CO2 künftig rund sechs Euro kosten.

Das ist zwar wesentlich weniger als in Europa, doch auch hier haben wir mit 10 Euro begonnen. Seitdem ist der Preis an der Londoner Terminbörse auf 50 Euro gestiegen.

Bereits im Februar wurden einige Unternehmen aus der Energiebranche zum Emissionshandel verpflichtet. Jetzt wird das System massiv ausgeweitet.

Einer der Profiteure könnte Gazprom sein, denn nach dem Willen der chinesischen Regierung soll Gas eine zentrale Rolle als Brückentechnologie spielen, um in einem ersten Schritt von der Kohle wegzukommen.

Das bedeutet, dass die globale Gasnachfrage steigen dürfte, was den Preis stützt. Gleichzeitig könnte Gazprom seine Exporte nach China ausweiten.

Die Absatzmengen von Russland nach China dürften demnach deutlich steigen.

Nord Stream 2: Endlich eine Einigung

Nach einem jahrelangen Streit über die Pipeline Nord Stream 2 scheint es zwischen den USA und Deutschland zu einer Einigung gekommen zu sein.

Bereits vor einigen Tagen waren Gerüchte im Umlauf, wonach man sich auf einen Vier-Punkte-Plan geeinigt hätte, der den Abschluss des Projekts endlich ermöglichen würde.

Inzwischen wurde die Sache offiziell bestätigt. Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Biden haben demnach einen Konsens erzielt.
Die USA behalten sich Sanktionen gegen Russland vor und es sollen Investitionen in der Ukraine durchgeführt werden.

Der eigentliche Gewinner ist allerdings Gazprom. Zukünftig könnte durch die Pipeline Gas von Russland bis nach Mecklenburg-Vorpommern fließen.

All das lässt natürlich hoffen und dementsprechend sind steigende Kurse bei Gazprom nachvollziehbar.

Man sollte aber auch immer im Hinterkopf behalten, dass Gazprom ein Politikum ist und sich die Lage daher auch ganz plötzlich wieder ändern kann.

Der Preis ist heiß

Genau aus diesem Grund war Gazprom auch immer sehr niedrig bewertet. In der Regel schwankte das KGV um einen Wert von 5 und die Dividendenrendite lag bei circa 6%.

Aktuell liegt das KGVe bei 8 und die Dividendenrendite bei 4,6%. Gazprom war also schon wesentlich günstiger zu haben als derzeit.

Neben den politischen Risiken war das vor allem durch das fehlende Wachstum, eine unstete Geschäftsentwicklung und den fallenden Rubel begründet.

Gegenwind

Umsatz und Gewinn laufen unter großen Schwankungen seitwärts.

In den letzten zehn Jahren bewegte sich der Umsatz zwischen 4.637 und 8.224 Mrd. Rubel, zuletzt waren es 6.321 Mrd.
Das Ergebnis pendelte zwischen 131 und 11 Rubel je Aktie, das Tief wurde im letzten Jahr erreicht.

Wirklich überzeugend ist das alles nicht, vor allem mit Blick auf die Tatsache, dass der Rubel in diesem Zeitraum mehr als die Hälfte an Wert verloren hat.
Das ist für Anleger ein ernstzunehmendes Problem.

Setzt sich die Entwertung des Rubel fort, ist das ein echter Belastungsfaktor für die Aktie, vor allem auf lange Sicht.

Nachdem der Kurs bereits deutlich gestiegen ist und ein Mehrjahreshoch erklommen hat, ist das Chance-Risiko-Verhältnis für die weitere Kursentwicklung aus meiner Sicht weitgehend ausgeglichen.
Wer konservativ rechnet, sollte langfristig nicht viel mehr als die Dividende erwarten, was bei einer Dividendenrendite von 4,6% auch nicht wenig ist.

Chart vom 23.07.2021 Kurs: 6,45 Kürzel: GAZ - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.07.2021 Kurs: 6,45 Kürzel: GAZ – Tageskerzen

Kurzfristig könnte es aber noch eine Ecke höher gehen.
Solange Gazprom über 6,20 Euro notiert, ist eine Trendfortsetzung durchaus möglich. Über 6,50 Euro dürfte das Jahreshoch angesteuert werden.
Darüber kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 7,00 sowie 7,50 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 6,20 Euro, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung Aufwärtstrend gerechnet werden.

Wird der Aufwärtstrend durchbrochen, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Der Chart bezieht sich auf die Notierung in Euro mit dem Tickersymbol GAZ.

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