Dialog Semiconductor Aktie aktuell Dialog Semiconductor: Apple gibt, Apple nimmt …

News: Aktuelle Analyse der Dialog Semiconductor Aktie

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Dialog Semiconductor
ISIN: GB0059822006
Ticker: DLG
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Zur Dialog Semiconductor Aktie

Der Chiphersteller Dialog Semiconductor und Apple scheinen auf alle Zeit untrennbar miteinander verbunden zu sein. Bis zum Sommer 2018 war Apple der Grund, warum die Aktie massiv unter Druck geriet, während die Halbleiterbranche an sich gut lief. Damals gingen hartnäckige Gerüchte um, Apple wolle sich von seinem Zulieferer Dialog Semiconductor trennen und zukünftig selbst Chips entwickeln und herstellen. Dann kehrte sich das Bild völlig um, nachdem Apple sich im Gegenteil sogar enger an Dialog Semiconductor band und Teile des Unternehmens in das eigene integrierte. Seither folgt die Dialog-Aktie Apple als seinem mit Abstand größten Kunden wie ein Schatten. Aber genau das könnte jetzt wiederum zum Problem werden.

Denn nachdem Apple am Montagabend meldete, dass es wohl nicht gelingen werde, die eigenen Umsatzziele für das laufende erste Kalenderquartal zu erreichen, kam im Kielwasser des Großkunden auch der Zulieferer Dialog Semiconductor unter Druck. Die Aktie verlor am Dienstag 4,46 Prozent. Und diese durchaus nachvollziehbare Reaktion unterstreicht, was viele Marktteilnehmer im Vorfeld nicht wahrhaben wollten: Wenn wie in diesem Fall wegen der Lage in China auch nur ein Glied einer großen Lieferkette bricht, steht der ganze Prozess still. Dialog Semiconductor kann zwar völlig problemlos liefern. Apple dürfte aber weniger Bedarf haben als zuvor avisiert, weil die Produktion in China zeitweise gestoppt werden musste.

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Expertenmeinung: In welcher Größenordnung sich die geringere Chipnachfrage bewegt und vor allem, ob diese Ausfälle nicht womöglich in den kommenden Monaten aufgeholt werden, ist jetzt noch nicht absehbar, daher gingen die Marktteilnehmer erst einmal in Deckung. Aus Sicht des bullischen Lagers war der Zeitpunkt von Apples Umsatzwarnung höchst ungünstig, denn man war gerade dabei, die Aktie nach vier Wochen deutlich nachgebender Kurse zumindest über die nächstgelegenen Widerstandslinien zu ziehen und damit den Abstieg aufzuhalten. Das wurde durch das Minus des Dienstags torpediert. Dadurch ist der Kurs unmittelbar im Bereich der 200-Tage-Linie und den Zwischentiefs vom Oktober und November wieder nach unten abgewiesen worden und hat zu allem Überfluss noch ein neues Jahrestief markiert. Ist der Weg damit nach unten frei?

Ganz kurzfristig und aus rein charttechnischer Sicht ja, aber solange der übergeordnete, im Sommer 2018 etablierte Aufwärtstrend hält, sollte man mit Short-Trades vorsichtig sein. Diese Trendlinie verläuft derzeit bei 33,90 Euro. Und damit diese Linie nicht nur bricht, sondern auch gebrochen bleibt, müsste normalerweise mehr passieren als eine womöglich nur vorübergehende Verringerung des Umsatzes durch eine geringere Nachfrage seitens Apple und womöglich auch noch einiger anderer Kunden. Jetzt in ein fallendes Messer zu greifen und im blinden Vertrauen auf eine umgehende, erneute Aufwärtswende Long zu gehen, mag nicht gerade ratsam sein. Aber im Gegenzug gilt eben auch, dass das Chance/Risiko-Verhältnis auf der Short-Seite erst dann tauglich wäre, wenn diese übergeordnete Trendlinie durch Schlusskurse klar unter 33,90 Euro gebrochen wäre.

Dialog Semiconductor Aktie Chart vom 18.02.2020, Kurs 37,10 Euro, Kürzel DLG | Online Broker LYNX

 

 

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Dialog Semiconductor Aktie

Im November hatte der Chiphersteller Dialog Semiconductor seine Jahresprognose angehoben. Am 13. Januar folgten die Zahlen zum Umsatz des Jahres 2019, bei denen die eigene Umsatzprognose mit soliden +16,4 Prozent gegenüber 2018 überboten wurde. Die eigentliche Bilanz für 2019 bzw. das Ergebnis des vierten Quartals stehen noch aus (Veröffentlichung geplant am 4. März, vorläufige Zahlen zum Gewinn wären aber ggf. vorher möglich), aber man kann unter dem Strich nicht zuletzt aufgrund der Steigerung der Gewinnmarge, was man bereits im November mitteilte, unterstellen, dass das Jahr 2019 für das Unternehmen ein gutes war. Nur schauen die Marktteilnehmer momentan nicht nach hinten, sondern nach vorne. Und da schwant ihnen Übles, denn:

Dialog Semiconductor ist eng mit seinem größten Kunden Apple verbunden. Und Apple würde durch die Virus-Ausbreitung Probleme bekommen. Apple lässt Teile in China fertigen, das ist ein kritisches Element. Denn bleiben einzelne Teile aus, kann das Produkt nicht fertiggestellt werden. Und das wiederum würde heißen, dass auch andere Bauteile nicht verarbeitet werden. Dialog als Zulieferer würde dann also weniger umsetzen, zumal die Schließung der Apple-Stores in China deutlich macht, dass auch die Nachfrage unter Druck kommen kann, vor allem, wenn solche Maßnahmen auch außerhalb Chinas notwendig würden.

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Expertenmeinung: Selbst hat Dialog Semiconductor also keine Probleme, die ursächlich für die kräftigen Abgaben in der Aktie seit Mitte Januar wären. Aus einem normalen Rücksetzer nach dem Erreichen mehrjähriger Hochs wurde eine Korrektur, weil der Druck quasi von außen herein getragen wurde. Und diese Abgaben könnten weitergehen, weil jetzt eine Kombination aus Verunsicherung und charttechnisch klar negativen Signalen vorliegt.

Sie sehen im Chart, dass die Bullen in recht kurzer Zeit gleich mehrere Breitseiten abbekamen. Zuerst wurde Mitte/Ende Januar ein kleines Doppeltopp vollendet. Der Versuch, im Kielwasser der Bilanz des Großkunden Apple wieder über dessen Nackenlinie um 43,50 Euro zu laufen, wurde abverkauft. Und dann fiel am gestrigen Montag auch noch die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie und mit ihr die zwei Unterstützungslinien bei 39,65 und 38,76 Euro. Die nächsten Zielmarken wären jetzt das markante Hoch vom Mai 2019 bei 35,37 Euro und die mittelfristige, aus dem Sommer 2018 stammende Aufwärtstrendlinie bei aktuell 33,50 Euro. Sollte es in Sachen Corona-Virus nicht zeitnah auch einmal positive Nachrichten geben, wäre ein Test dieser Linie auch kurzfristig denkbar.

Chart vom 03.02.2020, Kurs 37,73 Euro, Kürzel DLG | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach einem geradezu verehrendem Aktienjahr 2018 lief es im aktuellen Kalenderjahr für die Aktionäre des deutschen Halbleiterunternehmens wieder rund. Die Aktie zeigt seit Januar einen stetigen Aufwärtstrend. Dieser wurde lediglich im Mai und Ende Oktober kurzfristig unterbrochen, doch die Bullen nutzten die Rückläufe, um bei günstigeren Kursen erneut zuzuschlagen. Zuletzt konnte der Widerstandsbereich bei 45 EUR deutlich nach oben verlassen. Mit der Schwäche im DAX seit Anfang des Monats ging jedoch das wichtige Terrain kurzfristig verloren. Auch aus technischer Sicht gab es hier eine kleine Delle zu verzeichnen, denn der Aufwärtstrend ist somit in eine neutrale Verkaufsphase übergegangen.

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Expertenmeinung: Wie es mit der Aktie in den kommenden Wochen weitergeht, wird vor allem davon abhängen, ob das neu gebildete Pivot-Tief bei 43.44 EUR gehalten werden kann. Sollten die Kurse dieses Niveau brechen, könnte ein Rückfall auf bis zu 40 EUR wohl nicht mehr aufgehalten werden. Dies würde im weiteren Verlauf auch die längerfristige Aufwärtsbewegung erstmals deutlich gefährden. Um die Bullen wieder zurück ins Spiel zu bringen, bedarf es eines Impulses und Schlusskurse über die Marke von 45.38 EUR. Dann könnten sich Aktionäre durchaus Hoffnung auf eine mögliche Jahresendrallye machen. Derzeit heißt es auf neue Signale zu warten. Wir bleiben vorerst neutral auf den Titel.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 10.12.2019 Kurs: 44.97 Kürzel: DLG | LYNX Online-Broker

Kaum lag die Bilanz des dritten Quartals am Mittwochmorgen auf dem Tisch, gab die Aktie des Chipherstellers Dialog Semiconductor nach. Teilweise fiel das Papier fast zehn Prozent, bevor sich der Kurs zum Xetra-Handelsende bei knapp -6,7 Prozent einpendelte. Da könnte man denken, dass diese Bilanz reichlich finster ausgefallen sein müsse. Aber im Gegenteil, das Zahlenwerk konnte sich sehen lassen:

Der Umsatz stieg zum Vorjahresquartal um 6,57 Prozent. Die Marge erhöhte sich auf gewaltige 49,2 Prozent. Das Betriebsergebnis stieg um Sondereffekte bereinigt um 24 Prozent. Das ist nicht nur gut, das ist hervorragend, denn schließlich geht es hier um ein Unternehmen in der äußerst konjunkturabhängigen Halbleiterindustrie. Und auch, wenn es in der Branche bislang nicht zu dem bis Jahresbeginn noch befürchteten Einbruch kam, kann keineswegs jeder Chiphersteller derart glänzende Ergebnisse vorweisen. Und doch fiel die Aktie. Und das nicht zu knapp. Wieso?

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Expertenmeinung: Weil zu viele zu lange auf eine solche Stabilität gewettet hatten. Unser längerfristiger Chart auf Wochenbasis zeigt es deutlich. Die Aktie hatte im Sommer 2018 um 12,50 Euro aufgesetzt und zuletzt fast 45 Euro erreicht. Da verwandelte sich eine Übertreibung nach unten in eine Übertreibung nach oben. Und ebenso, wie die steigenden Kurse am Gesamtmarkt die Erwartung schürten, dass die große Krise ausbleiben werde und das wiederum immer neue Käufe auslöste, lief es auch bei Dialog Semiconductor. Dadurch ist der Kurs längst am durchschnittlichen Kursziel der Analysten vorbei gelaufen, das derzeit um 39 Euro liegt. Und hinzu kommt, dass diese Zahlen gar nicht so neu waren, denn der Chiphersteller hatte vorläufige Daten bereits am 24. Oktober veröffentlicht. Und daraufhin stieg die Aktie zwar. Aber letzten Endes reichte es nur zu verhindern, dass der Kurs seinen da schon nach unten eingeschlagenen Weg fortsetzte.

Am Dienstagabend aber hatte die Aktie fast das aus dem September stammende Jahresverlaufshoch von 44,98 Euro erreicht. Und es war einfach für die Akteure zu offensichtlich, dass da einige Trader im Vorfeld der Bilanz vorkauften, in der Hoffnung, starke Zahlen würden den Deckel des bisherigen Hochs sprengen und sie dann in eine Rallye hinein schnelle Gewinne mitnehmen können. Aber da wollte eben am Mittwochmorgen kaum jemand kaufen und, der Vorkäufe wegen, zu viele auf einmal Gewinne mitnehmen. Die dann für die Vorkäufer des Dienstags keine wurden. Ein Phänomen der Marktsättigung, das wir schon bei einigen Aktien in den letzten Tagen gesehen haben. Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch, dementsprechend ist erst einmal nicht mit weiteren „good news“ zu rechnen. Wenn Dialog Semiconductor das gestrige, dicke Minus nicht umgehend deutlich reduziert, wäre es daher mit Blick auf diese Super-Hausse seit Sommer 2018 alles andere als überraschend, wenn die Gewinnmitnahmen weitergehen würden. Vor allem, wenn der Kurs das gestrige Tagestief mit Schlusskursen unter 39,50 Euro doch noch klar unterbieten sollte und sich damit der Eindruck verfestigt, dass dieser Aktie die Käufer ausgegangen sind.

Chart vom 06.11.2019, Kurs 41,05 Euro, Kürzel DLG | LYNX Online-Broker

Die Investoren in Chipaktien haben es in den letzten anderthalb Jahren nicht gerade leicht gehabt. Viele Aktien von Unternehmen aus dem Halbleiter-Bereich laufen in markanten Abwärtstrends, Infineon ist da nur ein Beispiel von vielen. Doch die im TecDAX gelistete Dialog Semiconductor fällt nicht, sie steigt. Seit der Jahresmitte 2018 hat sich der Kurs dieses Chipherstellers mehr als verdreifacht. Ausgerechnet Dialog Semiconductor, die im Vorfeld genau das Gegenteil zeigte:

Die Halbleiter-Aktien steigen und Dialog war „Fallobst“. Wieso läuft diese Aktie so gegensätzlich zur Branche? Das liegt an der engen Bindung des Unternehmens zu Apple. Eben dieser Umstand, dass Apple der mit großem Abstand wichtigste Kunde von Dialog Semiconductor ist, drückte die Aktie bis zum Sommer 2018. Denn es ging das Gerücht um, Apple würde klammheimlich daran arbeiten, in Zukunft seine eigenen Chips zu entwickeln und zu bauen.

Doch dann erfolgte ein deutlich engerer Schulterschluss zwischen den beiden Unternehmen. Apple entschied, einen Teil von Dialog Semiconductor zu übernehmen. Damit scheint die Zukunft des Chipherstellers gesichert, das ist es, was die Anleger seit über einem Jahr mit Käufen honorieren. Haben sie Recht?

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Expertenmeinung: Das darf man zumindest hinterfragen. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal, die Dialog Semiconductor am Dienstagmorgen vorlegte, wirkten grandios. Aber Umsatz, Gewinn und Marge waren massiv von der vollzogenen Übertragung von Vermögenswerten und Lizenzen an Apple verzerrt. Rechnet man diese Einmaleffekte heraus, lag die Bruttomarge leicht höher, der Umsatz immerhin 14 Prozent über dem des zweiten Quartals 2018.

Gut. Aber für das Gesamtjahr 2019 rechnet das Unternehmen mit einer knapp höheren Marge und einem gegenüber 2018 im mittleren einstelligen Bereich fallenden Umsatz. Nicht gut. Und angesichts der Hausse seit Mitte 2018 ist es zumindest offen, ob sich die Anleger alle darüber im Klaren sind, dass diese enge Bindung an Apple das Unternehmen nicht davor feit, den Druck zu verspüren, den andere Chiphersteller ebenso erleben. Zumal: Wenn Apple mehr und mehr an Boden im Bereich seiner Macs, iPads und iPhones verliert und immer mehr Geld mit dem Servicebereich verdient, kann das für Dialog Semiconductor nicht gut sein. Es kann daher allemal sein, dass diese enge Bindung an Apple wieder zu einem negativen Aspekt wird. Noch, das unterstreicht der Chart auf Wochenbasis, ist von Bedenken der Akteure nichts zu spüren.

Und dass der Kurs auf die Bilanz hin nicht massiv durchstartete, muss noch kein negatives Signal sein. Immerhin war der Gesamtmarkt am Dienstag sehr schwach und Dialog Semiconductor eine von nur drei Aktien im TecDAX, die den Tag im Plus beendeten. Aber zu glauben, dass die Super-Rallye dieser Aktie einfach so weitergeht, wäre gewagt. Noch gibt es hier zur Long-Seite keine Alternative. Aber bei einem Halbleiterwert, der gegen den Branchentrend so zulegt, ist auch eine konsequente Absicherung über sukzessive mit jedem neuen Hoch nachgezogene Stop Loss alternativlos!

Chart vom 30.07.2019, Kurs 40,22 Euro, Kürzel DLG

 

Gerade erst vergangene Woche hatte eine Umsatzwarnung von Broadcom die Halbleiteraktien weltweit gedrückt, gestern sauste der im TecDAX notierte Chiphersteller Dialog Semiconductor schon wieder um gut fünf Prozent höher und nimmt dadurch Tuchfühlung zum bisherigen Jahreshoch bei 35,37 Euro auf. Kann man diesem Braten trauen? Worauf basiert diese Dynamik in einem Umfeld, in dem Chiphersteller und ihre Zulieferer deutlich unter Druck stehen?

Seit dem Ergebnis des ersten Kalenderquartals, das Anfang Mai auf den Tisch kam, gab es für Dialog Semiconductor keine neuen nennenswerten Nachrichten. Und die damaligen Zahlen waren schwächer als ein Jahr zuvor. Zwar hatte das Unternehmen da betont, dass das Gesamtjahr durch den 2018 vollzogenen, engeren Schulterschluss mit Apple positiv beeinflusst werde. Aber diese Formulierung impliziert nicht, dass die Gewinne markant steigen, während die der Branchenkollegen unter Druck stehen. Zumal die enge Bindung an Apple früher ein Risiko war und das jetzt nicht anders ist, nur auf eine andere Art und Weise.

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Expertenmeinung: Der massive Abstieg des Kurses von Dialog Semiconductor zwischen Frühjahr 2017 und Sommer 2018 basierte auf der Sorge, dass der mit Abstand größte Kunde Apple abspringen und bald seine eigenen Chips herstellen könnte. Das Gegenteil ereignete sich: Apple übernahm einen Teil des Chipherstellers. Doch diese engeren Bande wären dann ein Problem, wenn Apples Bedarf an Chips spürbar nachlassen würde.

Dass man sich bei Apple mehr und mehr auf den Servicebereich als Gewinnbringer fokussiert, ist ein warnender Fingerzeig in diese Richtung. Und die Analysten? Das durchschnittliche Kursziel der Experten wäre jetzt erreicht. Und im Schnitt geht man dort für 2019 von einem stagnierenden Umsatz und einem nur geringfügig gegenüber 2018 zulegenden Gewinn aus. So betrachtet wirkt diese Rallye wie ein Anstieg auf einer Leiter ohne Sprossen und sollte mit Vorsicht genossen werden.

Grundsätzlich kann ein starkes Momentum eine Aktie längere Zeit alleine tragen. Aber da die mittelfristig entscheidende Trendlinie fast zehn Euro oder knapp 30 Prozent unter dem Schlusskurs des Donnerstags verläuft, wie Sie in diesem Chart auf Wochenbasis sehen, wäre es angeraten, hier mit eher engen Stop Loss zu arbeiten. Wobei selbst ein Stop Loss unter dem Tagestief des vergangenen Freitags um 30 Euro liegen müsste, die Aktie ist quasi ihren eigenen charttechnischen Orientierungsmarken davon gelaufen. Vorsicht wäre hier also in jedem Fall angebracht, auch, wenn der Kurs momentan sehr dynamisch daherkommt.

Chart vom 20.06.2019, Kurs 34,22 Euro, Kürzel DLG | LYNX Aktienempfehlungen