Die gestern von der Commerzbank vorgelegten 2025er-Ergebnisse und der Blick auf 2026 fielen gut aus. Aber da war nichts dabei, das als große Überraschung durchgegangen wäre. Und das könnte dazu führen, dass die Aktie jetzt in einer „Box“ gefangen bleibt.
Das passte zu dem, was die Commerzbank am Mittwoch zum Jahr 2025 zu berichten hatte. Umsatz gestiegen, Gewinn überproportional gesteigert, die Dividende wird von 0,65 Euro für 2024 auf 1,10 Euro für 2025 deutlich angehoben. Darüber hinaus lief das neue Jahr offenbar gut genug an, um die bisherigen Ziele für 2026 nach oben zu korrigieren:
Aktuell sieht das Bankhaus den Nettozinsüberschuss bei 8,5 Milliarden Euro, bislang hatte man 8,4 Milliarden angepeilt. Darüber hinaus soll der Gewinn über den bislang geplanten 3,2 Milliarden Euro liegen. Das klingt gut. Hätte da bei der Aktie angesichts solch positiver Nachrichten nicht eigentlich mehr auf der Oberseite passieren müssen?
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Expertenmeinung: Schon am Dienstag tat sich bei der Aktie eher wenig, da hatte die Commerzbank (nur einen Tag vorher, warum auch immer) bereits Rahmendaten vorgelegt, die offizielle Bilanz kam am Mittwoch. Aber unbedingt überraschen konnte das nicht, denn:
Allzu weit über den Erwartungen lagen die Ergebnisse ja nicht. Und bei einer Aktie, die zuvor derart massiv zugelegt hat, neigen viele Akteure dazu, ihre individuellen Erwartungen über den Analysten-Prognosen anzusiedeln. Das Zahlenwerk reichte daher nicht aus, um nennenswert neue Käufer zu mobilisieren, die Gewinnmitnahmen hätten überkompensieren können.
Und auch seitens der Analysten sah man kaum Veranlassung, die bisherigen Kursziele nennenswert nach oben zu korrigieren. Der Schnitt der Analysten-Ziele findet sich aktuell bei 35,20 Euro, auf einem Level also, wo wir auch die Aktie sehen. Und dass momentan nur 4 von 14 Analysten hier ein „Kaufen“-Rating haben, deutet ebenfalls an, dass man in Expertenkreisen die Aktie da angekommen sieht, wo sie hingehört. Kurz:

Es gibt vorerst wenig Argumente für große Kursbewegungen. Solange es nichts Neues zum Thema eines möglichen Übernahmeangebots seitens der UniCredit gibt, könnte die Commerzbank-Aktie daher in einer „Box“, einer Seitwärts-Range, verbleiben, deren obere Begrenzung das im letzten August erzielte 15-Jahreshoch bei 38,40 Euro wäre. Während das untere Ende der Zone durch das Oktober-Tief bei 29,01 Euro definiert wird.
Kurzfristige Impulse innerhalb dieser Range können und werden auftauchen, aber die wären nur für Daytrader lukrativ; für mittelfristige Anleger wäre ein Neueinstieg momentan eher uninteressant.
Quellenangaben: Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, 11.02.2026:
https://investor-relations.commerzbank.com/de/nachrichten/wachstumsziel-fuer-2025-uebertroffen-commerzbank-mit-operativem-rekordergebnis/cda9f8a0-25e3-4552-85b6-a97d79b9df60
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/CBK.DE/


