Beyond Meat Aktie Prognose Beyond Meat: Geht es noch billiger?

News: Aktuelle Analyse der Beyond Meat Aktie

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Beyond Meat
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Beyond Meat Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Lange Zeit wurde der US-amerikanische Nahrungsmittelhersteller als neuer Star am Börsenhimmel gefeiert. Kurz nach dem Börsendebüt im Jahr 2019 konnte sich der Kurs der Beyond Meat-Aktie sogar mehr als vervierfachen.

Nachdem die Tiefs im Bereich bei 50 USD beim Corona-Crash im Jahr 2020 erneut getestet wurden, wiederholte sich das Szenario ein weiteres Mal. Mittlerweile ist die Aktie jedoch deutlich unter das bisherige Allzeittief gefallen und wir sehen einen beispiellosen Abwärtstrend. Seit Mitte des vorigen Jahres hat die Aktie rund 75 Prozent an Wert verloren und weiterhin ist kein Ende der Talfahrt in Sicht.    

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Beyond Meat Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Doch was ist hier genau passiert? Stagnierende Umsätze seit einigen Quartalen und nach wie vor hohe Verluste machen dem Unternehmen zu schaffen. Nachdem nun die Zinsen in den USA deutlich nach oben gehen, ist dies natürlich gerade für wachstumsorientierte Konzerne wie Beyond Meat, welche weiterhin Kapital benötigen, alles andere als positiv.

Die Umsatzprognosen für das Jahr 2022 wurden zudem leicht nach unten revidiert und alles in allem haben einige Anleger das Vertrauen in die Aktie verloren. Eigentlich schade. Zahlreiche Nahrungsmittelhersteller stehen derzeit gut da und werden an den Börsen von den Bullen gekauft. Diese Aktie überzeugt derzeit jedoch überhaupt nicht und bleibt vorerst weiter im Keller. Trotz günstiger Kurse aus meiner Sicht derzeit nach wie vor ein No-Go.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 25.04.2022 Kurs: 38.48 Kürzel: BYND | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Beyond Meat Aktie

Beyond Meat hat waschechte Katastrophen-Zahlen vorgelegt. Der Ausblick ist nicht besser. Sollte man jetzt kaufen, wo die Kanonen donnern? Oder ist das erst der Anfang vom Ende?

Börse kann so einfach sein

Börse kann so einfach sein. Man kann sich das Börsenleben aber auch zur Hölle machen.
Ersteres ist der Fall, wenn man beispielsweise stetig in marktbreite und ungehebelte ETFs investiert oder nur grundsolide Unternehmen kauft. Man muss nicht zocken.

Wer nur gut aufgestellte, wachsende und gesunde Unternehmen kauft, wird niemals Schiffbruch erleiden.
Nehmen wir als Beispiel das Musterdepot 2 auf Guidants. Nicht jede der zehn darin enthaltenen Aktien hat seit der Aufnahme hat den Markt geschlagen. Man erreicht eben nie eine Trefferquote von 100% (und wenn, dann war es nur ein glücklicher Zufall, der sich wahrscheinlich nicht wiederholen wird).

Das muss man aber auch gar nicht. Es ist mindestens genauso wichtig, dass uns keine der Aktien im Musterdepot um die Ohren geflogen ist.

Und genau da wären wir bei dem am Anfang angesprochenen Thema: Man kann sich das Börsenleben aber auch zur Hölle machen.

…oder die Hölle

Am einfachsten gelingt das, wenn man zockt und Trends/Hypes hinterherrennt. Wenn man hoch verschuldete Unternehmen kauft, Branchenverlierer oder optisch günstige Aktien, die seit Jahren tendenziell nur fallen.
Wenn man extreme Bewertungen kauft, also Aktien bei denen eine allzu ferne Zukunft eingepreist wird, oder die nicht mal ein Produkt auf dem Markt haben.
Im schlimmsten Fall ist es eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren.

Anleger unterschätzen den Schaden, den es anrichtet, wenn durch solche Engagements dauerhaft Kapital vernichtet wird.
Leider spielt die Mathematik hier gegen den risikofreudigen Anleger. Denn um einen Verlust von 50% auszugleichen, reicht eben kein Plus von 50%, es müssen schon +100% werden.

Deshalb halte ich mich weitgehend von all diesen hochspekulativen Aktien wie Beyond Meat fern. Selbstverständlich kann ein Trade oder Investment in solche Papiere aufgehen, oft genug ist aber das Gegenteil der Fall.

Ich würde jedem Anleger davon abraten hochspekulative Werte zu kaufen. Um eine Top-Performance zu erzielen ist das gar nicht notwendig. Warum sollte man das Risiko dann eingehen?

Besser schlafen werden sie ohne all die Kurskapriolen sicherlich auch.

Beyond Meat: Pro und Contra

Der Absturz der Aktie hat nichts damit zu tun, dass es sich um ein schlechtes Unternehmen handeln würde.

Es gibt zahlreiche Argumente, die für Beyond Meat sprechen. Aber auch sehr viele, die gegen die Aktie sprechen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte (Link).

Allen voran war das die enorme Bewertung. Als ich die letzte Analyse zu BYND veröffentlicht habe, lag das KUV bei über 20. Das ist für sich genommen bereits problematisch.
In der Lebensmittelbranche gilt das umso mehr, da die Margen eher gering und der Wettbewerbsdruck hoch sind.

Jetzt ist guter Rat teuer

Was die meisten Leser aber wirklich interessieren wird, ist, wie man mit der jetzigen Situation umgehen sollte.
Reißleine ziehen, aussitzen oder aufstocken?

Eine Sache ist sicher: Beyond Meat ist auch jetzt nicht günstig. Ein KUV von 11 ist nicht wenig und ist nur dann gerechtfertigt, wenn enormes Wachstum erwartet wird.

Und genau das ist der Haken. Bisher war das Wachstum enorm. Die jüngsten Quartalszahlen und der Ausblick sind jedoch eine Katastrophe. Anders kann man es schlichtweg nicht ausdrücken.

Der Umsatz legte in Q3 auf Jahressicht zwar um 12,7% auf 106,4 Mio. USD zu, doch das ist bei dieser Bewertung viel zu wenig.
Die Erwartungen von 112 Mio. USD wurden verfehlt.
Der Verlust war mit -0,87 USD je Aktie mehr als doppelt so hoch wie erwartet.

Das ist aber beileibe nicht das größte Problem. Viel schwerer wiegt der Umstand, dass der Umsatz im Vergleich seit dem vorangegangenen Quartal von 149,4 auf 106,4 Mio. USD massiv eingebrochen ist.

Betrachtet man die ersten drei Quartale, ist das Wachstum in den USA sogar zum Erliegen gekommen.

Nur ein Ausrutscher?

Wenn das ein einmaliger Ausrutscher wäre, der beispielsweise durch Probleme in der Lieferkette ausgelöst worden und bestenfalls nicht hausgemacht wäre, wäre das noch verkraftbar.
Das scheint aber nur zum Teil der Fall zu sein.

Beyond Meat benennt die Probleme wie folgt: Die Nachfrageseite, Verfügbarkeit von Mitarbeitern sowie Unterbrechungen der Lieferketten („demand levels, labor availability and supply chain disruptions“).

Vor allem der erste Punkt sollte Anlegern Sorgen bereiten. Die Verbraucher sind ein launisches Völkchen, daher kann man nur mutmaßen, warum die Nachfrage derart eingebrochen ist.
Womöglich wollten viele die medial gehypte Fleischalternative nur testen, haben aber kein weitergehendes Interesse.

Beyond Meat stellt jedenfalls weiter sinkende Umsätze in Aussicht. In Q4 sollen es nur noch 85 – 110 Mio. USD werden.
Es dürfte also weiter bergab gehen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Beyond Meat zu dem Zeitpunkt, als diese Prognose abgegeben wurde, schon sehr genau wusste, wie das vierte Quartal verläuft.
Immerhin ist Q4 bereits zur Hälfte durch.

Letzte Worte?

Das hört sich natürlich alles nicht gut an, ist aber, wie immer, nur eine Momentaufnahme.
Für 2022 zeigt sich der Vorstand weiterhin positiv. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?

Beyond Meat muss dringend auf den Wachstumspfad zurückkehren. Neue Produkte und die Expansion außerhalb der USA bergen eine gewisse Hoffnung.
Gelingt das, wird auch der Kurs wieder steigen.

Und ganz pragmatisch betrachtet: Es ist/wäre nicht das erste Mal, dass die Stimmung der Anleger bei Beyond Meat komplett dreht.
Der Kurs ist nach dem Börsengang von 40 auf 240 USD geschossen, nur um dann auf 48 abzustürzen, gefolgt von einer Rallye bis 220 und dem derzeitigen Einbruch.
Aktuell stehen wir bei 82 USD und somit eher am unteren Ende der Spanne.

Wir werden sehen, ob die nächste Haltestation eher 40 oder 200 sein wird, doch eins ist klar: Auf dem aktuellen Niveau bei 82 USD ist das Chance-Risiko-Verhältnis sehr viel besser als bei einem Kurs von 200.

Chart vom 12.11.2021 Kurs: 81,93 Kürzel: BYND - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.11.2021 Kurs: 81,93 Kürzel: BYND – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist das aktuelle Niveau nicht uninteressant. Bei 74 USD liegt eine wichtige Unterstützung und dort verläuft auch der langfristige Aufwärtstrend.

Als Trader könnte man an dieser Stelle durchaus auf eine Gegenbewegung spekulieren. Ein mögliches Kursziel liegt bei 87,75 USD.
Darüber wären sogar 100 USD denkbar.

Der Trade ginge allerdings auch mit einem entsprechenden Risiko einher. Fällt die Aktie unter 74 USD, droht ein Abverkauf in Richtung 50 USD.

Als Beyond Meat 2019 an der US-Börse debütierte, zog die Aktie wie eine Rakete an. Viele waren sich sicher, dass Fleischersatzprodukte einer der großen Zukunftsmärkte sein werden. Doch mittlerweile ist der Lack ab … die Aktie ringt mit dem bisherigen Jahrestief. Fällt es?

Zu meiner Studienzeit die, zugegeben, schon über 30 Jahre zurückliegt, nannte man Frikadellen, die nicht aus Hackfleisch bestanden, „Gemüse-Bratlinge“. Und es ist eine sehr subjektive Beurteilung, aber die schmeckten besser als das, was heute wie Fleisch aussehen soll und doch keines ist. Als Beyond Meat im Mai 2019 an die Börse kam, zog die Aktie trotzdem sofort davon. Der erste Kurs an der Nasdaq lag bei 46 US-Dollar, nur drei Monate später wurden knapp 240 US-Dollar erzielt – und seither nicht wieder erreicht. Als Ende Januar 2021 gemeldet wurde, dass Beyond Meat ein Joint Venture mit Pepsico eingehen werde, kam es zwar zu einer gewaltigen Kursexplosion von 140 auf 220 US-Dollar binnen zwei Handelstagen. Aber Sie sehen es im Chart: Das war die letzte große Attacke der Bullen.

Die Aktie gab die gesamte Rallye ab … und fiel noch deutlich unter den Level, der zuvor galt, weil viele Analysten von den Perspektiven des Unternehmens keineswegs überzeugt sind und Beyond Meat ein Quartal ums andere die Gewinnprognosen der Analysten verfehlte. Derzeit sehen die meisten Experten die Beyond Meat-Aktie nur als Halteposition, das durchschnittliche Kursziel liegt mit 117 US-Dollar auf Höhe der mittelfristigen Abwärtstrendlinie und unweit des derzeitigen Kurses. Was bedeutet:

Expertenmeinung: Der erneute Test der 100 US-Dollar-Marke, die im Mai gehalten werden konnte – was immerhin in eine 60 Prozent-Rallye mündete – kann zwar durchaus zu Gunsten der Bullen ausgehen, aber das wird ganz sicher kein Selbstläufer. Die große Hoffnung, dass die Fleischersatzprodukte von Beyond Meat den Markt überfluten, die Konkurrenz wie „Impossible Foods“ ausstechen und dadurch zügig kräftige Gewinne eingefahren werden, hat sich nicht erfüllt. Aktuell hoffen einige Analysten, dass die „schwarze null“ in der Bilanz wenigstens 2023 erreicht wird. Da ist doch deutlich mehr Geduld gefordert als viele ursprünglich dachten, als sie die Aktie 2019 durch die Decke kauften.

Von den heute deutlich kleineren Brötchen, die Beyond Meat und das bullische Lager backen müssen abgesehen, ist mit der reinen Verteidigung der 100 US-Dollar-Marke, an der man sich am Donnerstag versuchte, noch nichts gewonnen. Dazu müsste es gelingen, die Aktie über die kurz- und mittelfristigen Abwärtstrendlinien sowie die wichtige 100-Tage-Linie zu ziehen, was erst bei Schlusskursen über 120 US-Dollar der Fall wäre. Solange das nicht gelungen ist, kann es jederzeit zum Bruch der 100 US-Dollar-Linie kommen, zumal die Bären nicht nur die abwärts gerichtete Trendrichtung als Rückendeckung haben, sondern unterhalb dieser Unterstützung aus rein charttechnischer Sicht erst einmal freie Bahn nach unten wäre.

Beyond Meat-Aktie: Chart vom 07.10.2021, Kurs 104,41 US-Dollar, Kürzel BYND | Online Broker LYNX