Atos stürzt ab. Sollte man jetzt die Reißlinie ziehen?

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Atos
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Zur Atos Aktie

Die Aktionäre des IT-Dienstleisters Atos müssen derzeit einiges aushalten. Seit Monaten geht es mit dem Kurs immer weiter abwärts.
Mit dem heutigen Absturz wurde sogar das Crash-Tief aus dem Vorjahr erreicht.

Sollte man die Reißleine ziehen, oder ist das eine Gelegenheit?

Kurzfristige oder grundlegende Probleme?

Von 2011 bis 2017 verzeichnete das Unternehmen eindrucksvolles Wachstum.

Der Umsatz legte von 6,81 auf 12,69 Mrd. Euro zu. Die Profitabilität verbesserte sich und der Gewinn stieg von 2,20 auf 5,70 Euro je Aktie.

Seitdem knirscht es allerdings im Getriebe. Der Umsatz ist in den letzten vier Geschäftsjahren konstant gesunken, auf zuletzt 11,18 Mrd. Euro.
Das Ergebnis war von 5,70 auf 5,05 Euro je Aktie rückläufig.

Die Richtung stimmt also nicht, auch wenn sich der Ergebnis-Einbruch noch in Grenzen gehalten hat.

Auf der Bilanzseite punktet Atos allerdings. Der Konzern hat keine Nettoverbindlichkeiten.
Damit das auch so bleibt, hat man im Vorjahr die Dividende ausgesetzt.

Das Gesamtbild ist also bestenfalls durchwachsen.

Im Gegenzug ist die Bewertung mit einem KGV von 8,6 allerdings auch sehr niedrig, vor allem für die IT-Branche.

Das geht auch anders

Derzeit ist Atos allerdings auch weit davon entfernt, mit der Branche mitzuhalten.

Eigentlich sollte es bei einem IT-Dienstleister derzeit gut laufen. Eigentlich sollte es abseits von Corona auch in den Jahren zuvor der Fall gewesen sein.

In der Realität ist die Performance seit geraumer Zeit eher durchwachsen. Es scheint fast so, als würde das Unternehmen in einigen wichtigsten Geschäftszweigen an Boden verlieren.
Womöglich war auch die Abspaltung des Zahlungsabwicklers Worldline ein Fehler.

Knüppeldick

All das wären schon genug Warnzeichen. Die heutige Kürzung der Prognose macht es also nicht besser.

Der Umsatz soll demnach stagnieren, bisher hatte man ein organisches Wachstum von 3,5 – 4,0% erwartet.

Die operative Marge soll auf 6,0% statt 9,6% sinken. Der freie Cashflow dürfte von 899 auf 550 – 575 Mio. Euro einbrechen.

Noch viel schwerer wiegt aber wohl die Tatsache, dass Atos keine positiven Neuigkeiten zu den von Wirtschaftsprüfern gefundenen Fehlern in der Rechnungslegung von US-Geschäftseinheiten des Konzerns vorlegen konnte.

All das erklärt und rechtfertigt die niedrige Bewertung von Atos und leider fehlt es an einer übergeordnet guten Geschäftsentwicklung, die mich trotz der aktuellen Lage zu einem positiven Votum bewegen würde.

Chart vom 12.07.2021 Kurs: 44 Kürzel: ATO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.07.2021 Kurs: 44 Kürzel: ATO – Wochenkerzen

Von der technischen Seite erhalten Anleger leider auch keine Unterstützung. Atos hat das Vorjahrestief unterschritten.
Schließt die Aktie per Tagesschluss unter 45 Euro, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Support bei 40 Euro angesteuert wird.

Gelingt hingegen eine schnelle Rückkehr über 45 Euro, entspannt sich die Lage vorerst wieder.
Positive Signale ergeben sich allerdings erst über 50 und 51 Euro.

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