AMC Entertainment: Chance verpasst, doch Aktionäre in Lauerstellung

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AMC Entertainment Holdings
ISIN: US00165C1045
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Ticker: AMC --- %

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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur AMC Entertainment Holdings Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Kinobetreibers aus den USA hatte diese Woche eine große Chance auf ein fulminantes Comeback, doch die Bullen haben ihre Chance vertan. Die AMC-Aktie war dabei den Widerstand bei 44.44 USD zu brechen und nach oben durchzustarten. Auch die seit Monaten existente Abwärtstrendlinie konnte endlich durchbrochen werden und lieferte den Aktionären eine exzellente Möglichkeit zu einem Breakout. Doch das Kaufsignal zu Wochenbeginn wurde schnell wieder negiert.

Die Breakout-Kerze von Montag wurde tags darauf nach unten gebrochen und lieferte prompt ein Verkaufssignal. Somit ist die von vielen erhoffte Rallye im Keim erstickt worden und könnte nun den Trend in die Gegenrichtung belasten. Aktuell befindet sich der nächste wichtige Unterstützungsbereich rund um die Marke von 34 USD.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur AMC Entertainment Holdings Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Trend bleibt vorerst neutral und nun besteht die Gefahr, dass die Bären das negative Momentum dazu nutzen werden, um die Aktie eine Etage weiter nach unten zu bringen. Sollte der im Oktober aufgebaute Boden tatsächlich verletzt werden, droht der Aktie weiteres Ungemach.

Der nächste Support wäre dann erst wieder beim Pivot-Tief aus dem August, welches bei 28.91 USD gebildet wurde, zu finden. Damit die Bullen wieder das Ruder an sich reißen können, wäre eine Bewegung über die Marke von 45 USD notwendig. Danach sieht es aktuell aber nicht aus. Daher belassen wir unsere Bewertung vorläufig auf der neutralen Ebene und warten auf weitere Signale.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 10.11.2021 Kurs: 38.29 Kürzel: AMC | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Betreiber von Kinos war zuletzt im Mai dieses Jahres in die Schlagzeilen geraten, denn damals konnte sich die AMC-Aktie innerhalb weniger Tage mehr als versechsfachen und lieferte zahlreichen Anlegern ein wahres Kursfeuerwerk. Grund für den damaligen Anstieg war vor allem die immens hohe Short-Quote der Aktie.

Doch auch jetzt noch befinden sich mehr als 21% aller Aktien in den Händen von Leerverkäufern. Das Short-Float beträgt derzeit exakt 21.65%, was die Aktie bei Kaufsignalen immer wieder anfällig für starke Kursbewegungen macht. Zuletzt gab es im August dieses Jahres noch eine Zwischenrallye, welche zumindest von 39 bis fast 53 USD reichte. Gelingt der Aktie womöglich erneut solch ein Raketenstart?



Expertenmeinung: Aktuell befindet sich die AMC Aktie aus technischer Sicht in einer neutralen Trendphase. Die Widerstände im Bereich bei 40 USD, welche durch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 gebildet werden, sind kaum zu übersehen. Noch auffälliger ist die große Kerze vom 30. September, welche gleichzeitig einen klaren Widerstand bei 41.78 USD markiert.

Das zuletzt gebildete höhere Tief gegenüber dem Monat August lässt derzeit auf erhöhtes Kaufinteresse schließen. Für ein richtige starkes Kaufsignal wäre jedoch idealerweise ein Schub über das Niveau von 42 USD notwendig. Hier könnten einige Leerverkäufer wieder unter Druck kommen und eine nette Zwischenrallye auslösen. Knapp darunter können Anleger schon mal ihre Alarme einstellen, um rechtzeitig informiert zu werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 08.10.2021 Kurs: 37.19 Kürzel: AMC | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach wie vor blicken Anleger regelmäßig auf die Aktie der US-Kinokette. Das Unternehmen landete im Mai dieses Jahres in den Schlagzeilen, als es einen heftigen Short-Squeeze gab. Mittlerweile ist die AMC-Aktie jedoch wieder am Fallen und jegliche Versuche eine zweite Welle nach oben zu starten, misslangen bisher.

Auch im gestrigen Handel standen die Vorzeichen für einen möglichen Rallye-Startschuss recht gut. Die Kurse eröffneten mit einem starken Gap nach oben, doch es fehlten die Anschlusskäufe. Angekommen am 20- und 50-Tage-Durchschnitt war das Interesse der Bullen eher mäßig und sofort setzte erneut heftiger Verkaufsdruck ein. Gemessen vom Hoch des Tages, verlor die AMC-Aktie mehr als 14% an Wert – was für ein Fehlstart. Die Talfahrt geht also vorerst unvermindert weiter.



Expertenmeinung: Auch wenn wir aktuell noch kein Licht am Ende des Tunnels sehen, könnten erfahrene Trader die AMC-Aktie weiter beobachten. Nach wie vor liegt die Short-Quote mit 22% auf einem sehr hohen Level und jederzeit könnte ein heftiger Kurssprung nach oben erfolgen.

Doch hierzu braucht es klare Signale, welche aktuell noch nicht vorhanden sind. Ein solches Signal könnte beispielsweise der Bruch der erwähnten gleitenden Durchschnitte sein oder der Bruch eines Pivot-Hochs. Vorerst dürfte sich aber der negative Trend fortsetzen. Sollte das Zwischentief von Anfang August gebrochen werden, droht sogar der Absturz auf bis zu 15 USD.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 10.08.2021 Kurs: 31.75 Kürzel: AMC | Online Broker LYNX

Manchmal kann man sich nur ungläubig die Augen reiben. Man möchte meinen, dass die Leerverkäufer nach dem Gamestop-Debakel ihre Lektion gelernt haben.

Wenn das nicht ausreicht, hätte vielleicht ein Blick auf Blackberry, Nokia, Bed Bath & Beyond, AMC Networks sowie AMC Entertainment geholfen.

Bereits im ersten Akt im Drama der Leerverkäufer gingen auch diese Aktien durch die Decke.

Das ist zu kurz gedacht

All diese Unternehmen haben zwar Probleme, das bedeutet aber nicht, dass die Aktien gleich auf null fallen müssen.
Vor allem nicht von heute auf morgen und schon gar nicht, wenn außerordentlich hohe Short-Bestände vorliegen.

In dem Fall beißt sich die Wette auf fallende Kurse nämlich in den Schwanz. Die Aktien von Problemunternehmen würden fallen, wenn es keine Leerverkäufe geben würde.

Sie haben richtig gelesen. Die Leerverkäufer verhindern massive Abverkäufe ab einem gewissen Punkt sogar.
Denn sie müssen ständig ihre Positionen eindecken und sind bei stark fallenden Kursen oft die einzigen Käufer im Markt– so paradox wie es sich anhört.

Das lockt den Gegner an

Gleichzeitig sehen andere Anleger die enormen Short-Floats. Sie kaufen genau aus diesem Grund und spekulieren auf einen Squeeze.

Die hohen Short-Floats locken also Käufer an.

Genau das ist in organisierter Form bei GameStop und den anderen Aktien geschehen. Am stärksten betroffen ist derzeit AMC.

Genau aus diesem Grund hatte ich kürzlich noch davor gewarnt in derartigen Situationen zu shorten.
Wenn, dann ergibt die ganze Sache nur als Hochrisiko-Trade auf der Long-Seite Sinn.

Seitdem ist die Aktie von AMC Entertainment von 25,69 zweitweise 72,62 USD geschossen.
Der Höchstkurs wurde nur 2 Tage nach der damaligen Analyse erreicht (Link: Das stellt selbst Gamestop in den Schatten). Theoretisch hätte man im Handumdrehen mehr als 150% und mehr eintüten können.
Das ist doch nicht schlecht.

Hilfe, meine Augen

Als ich dann heute einen erneuten Blick auf die Aktie warf, konnte ich mir wieder nur ungläubig die Augen reiben.

Der Kurs von AMC hat sich mehr als verdoppelt, der Shortbestand ist aber noch auf demselben Niveau wie bei der letzten Analyse.

Damals lag der Short-Float bei 22,6% und jetzt sind es 22,8%.

Chart vom 21.06.2021 Kurs: 59,26 Kürzel: AMC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 21.06.2021 Kurs: 59,26 Kürzel: AMC – Tageskerzen

Bei dieser Gemengelage und dem vorliegenden Chartbild würde es mich nicht wundern, wenn wir bald den nächsten Squeeze erleben würden.
Das erste Kursziel liegt bei 65 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 100 USD frei.

Nach dem Short-Squeeze im Februar war Gamestop in aller Munde. Selbst Medien fernab der Börse hatten das Thema aufgegriffen.

Was dabei aber unterging, ist der Umstand, dass die Rallye neben wilden Zockern auf Reddit auch eine rationale Basis hatte:
Kauft GameStop einfach alle eigenen Aktien zurück?

Was ebenfalls sehr viel weniger mediale Aufmerksamkeit bekam, war die Tatsache, dass damals nicht nur Gamestop, sondern auch noch eine ganze Reihe anderer Aktien durch die Decke ging.

Darunter Blackberry, Nokia, Bed Bath & Beyond, AMC Networks sowie AMC Entertainment.

Sie alle hatten zwei Dinge gemeinsam: Wirtschaftliche Probleme und hohe Shortbestände.

Mit dem Kopf durch die Wand

In den letzten Tagen kam es bei GameStop wieder zu einer „kleinen“ Rallye von 150 auf 250 USD.

Die Leerverkäufer haben ihre Lektion offenbar nicht gelernt. Inzwischen liegt der Short-Float wieder über 20%.
Das bedeutet, dass jede fünfte Aktie leerverkauft wurde.

Mich macht das fassungslos. Wie kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das eine gute Idee sein könnte?
Die Bewertung des Unternehmens spielt keine Rolle und die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem Short von GME sein ganzes Depot an die Wand fährt, ist nicht gering.

Egal welches Gewinnpotenzial man sich ausmalt, solche Risiken sollte man niemals eingehen.

Gamestop²

Das gilt übrigens auch für die anderen betroffenen Aktien. Wie schnell man mit unbedachten Shorts Probleme bekommen kann, zeigt aktuell AMC Entertainment.

Der Gedankengang hinter einem Short von AMC ist durchaus nachvollziehbar. Der Kino-Betreiber leidet massiv unter der Pandemie.
Das spielt aktuell aber gar keine Rolle.

Selbst wenn das nicht der Fall wäre, sollte man niemals Aktien leerverkaufen, die einen außerordentlich hohen Short-Float aufweisen.

Derzeit ist die Rallye bei AMC Entertainment sogar noch ausgeprägter als bei Gamestop, selbst das Hoch aus dem Februar wurde übertroffen.

Und das muss keineswegs das Ende der Fahnenstange sein. Der Short-Float ist mit 22,6% selbst jetzt noch besorgniserregend hoch.
Viele der Leerverkäufer dürften mit dem Rücken zur Wand stehen.

Im Februar schoss der Kurs von 2 auf 20 USD. Es wäre gut möglich, dass wir in den nächsten Tagen 50 oder sogar 100 USD sehen werden.

Chart vom 31.05.2021 Kurs: 25,69 Kürzel: AMC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 31.05.2021 Kurs: 25,69 Kürzel: AMC – Tageskerzen

Brandbeschleuniger

Je höher es mit dem Kurs geht, desto mehr Leerverkäufer müssen ihre Position glattstellen, Kapital nachschießen oder werden sogar zwangsliquidiert.

Die dritte Variante führt dazu, dass in der Regel unlimitierte Kaufaufträge platziert werden.

Das erhöht die Volatilität noch weiter, was Broker dazu zwingt die Margin-Anforderungen anzupassen und so weiter.

Das ist das Gefährliche an einem Short-Squeeze, er befeuert sich selbst und man kann das Vielfache von dem verlieren, was man gewinnen könnte.

Bewahren Sie sich und Ihr Depot davor.