Wie Sie den DAX-Index am besten handeln können

Die meisten Anleger haben Erfahrung mit dem Kauf und Verkauf von Aktien. Wie man jedoch den DAX-Index am besten handelt und welche Möglichkeiten es gibt, wissen die wenigsten Privatinvestoren. Was bedeutet es eigentlich, wenn jemand davon spricht, den DAX zu kaufen oder zu verkaufen? Dass die Anleger kaum darüber Bescheid wissen ist auch kein Wunder, denn in der Finanzwelt gibt es eine schier unüberblickbare Vielfalt an Finanzinstrumenten und Wertpapieren. Darunter befindet sich auch eine Vielzahl von Produkten, mit denen an der Kursentwicklung des Basiswertes DAX partizipiert werden kann. Dabei unterscheiden sich diese Handelsinstrumente in zahlreichen Attributen. Wir möchten Ihnen einen Überblick geben, wie Sie den DAX – gemäß Ihren individuellen Präferenzen – am besten handeln können.

Themen, die in diesem Artikel besprochen werden:

  • Was ist der DAX?
  • Wie kann man den DAX handeln?
  • Finanzprodukte für die Nachbildung des DAX und ihre Vor- und Nachteile
  • DAX Handelsmöglichkeiten über LYNX

DAX Definition - Was ist der DAX

DAX Definition

Der DAX-Index beinhaltet die Aktien der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands

Im DAX 30 Index wird die Kursentwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands abgebildet. Das Wort Index kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Verzeichnis. Dabei wird der DAX, wie alle Indizes, in Punkten angegeben und hat damit lediglich einen indirekten Bezug zu den in Euro notierten Aktienkursen.

Die Kriterien für eine Aufnahme in den deutschen Leitindex sind die Marktkapitalisierung, d.h. der Gesamtwert aller Aktien eines Unternehmens, der Börsenumsatz, d.h. das Volumen des Aktienhandels des jeweiligen Unternehmens sowie der Streubesitz (Freefloat), der mindestens 10% des Aktienkapitals betragen muss. Die fünf DAX-Schwergewichte SAP, Siemens, Allianz, Bayer & BASF kommen zusammen auf eine Gewichtung von 42% des DAX-Index. Zusammen bilden die 30 DAX-Konzerne mehr als drei Viertel des Börsenkapitals am deutschen Aktienmarkt ab, so dass sich die Börsentendenz klar ablesen lässt. Aus diesem Grund ist der DAX ein beliebter Basiswert für eine große Anzahl an derivativen Finanzprodukten und anderen Wertpapieren.

Wie kann man den DAX handeln? – Die Nachbildung des DAX-Index

Wer in den DAX investieren will, der kann theoretisch alle 30 DAX-Aktien im richtigen Verhältnis erwerben und so die Performance des DAX nachbilden. Dies ist – wie Sie sich bestimmt vorstellen können – jedoch sehr aufwändig und aufgrund der unterschiedlichen Gewichtungen auch recht kompliziert. Der Hauptgrund der dagegen spricht sind jedoch die hohen Transaktionskosten, denn Sie müssten beim Kauf 30 Kauforders und beim Verkauf entsprechend 30 Verkaufsorders aufgeben. Für private Depots ist es daher kaum sinnvoll, den DAX 1:1 nachzubilden, denn es gibt deutlich bessere und einfachere Alternativen, um den DAX zu handeln.

Auf Ihre Anlageziele und Ihren Anlagebetrag kommt es an

Dabei kommt es vor allem darauf an, was Ihre Anlageziele sind. Wollen Sie z.B. langfristig für 3 bis 5 Jahre in den deutschen Aktienmarkt investieren oder eher auf kurzfristige Kursbewegungen von wenigen Hundert Punkten oder noch geringere Ausschläge setzen? Eine wichtige Rolle spielt auch Ihr Anlagekapital. Wollen Sie beispielsweise nur ein paar Hundert Euro auf ein bestimmtes Szenario setzen oder etliche Tausend Euro solide anlegen? Wir möchten Ihnen unabhängig davon ob Sie Börsenneuling sind oder schon einige Erfahrung mit Aktien haben, im folgenden Teil einen Wegweiser bieten, so dass Sie das richtige Finanzprodukt für Ihren Bedarf finden.

Finanzprodukte für die Nachbildung des DAX

DAX ETFs - Wie kann man den DAX handeln?

DAX ETFs – Über Indexfonds in den DAX investieren

ETFs (exchange traded funds = börsengehandelte Fonds) bilden meist einen Index, eine Anlageregion oder eine Branche möglichst gut nach, zum Beispiel den amerikanischen Dow Jones, Schwellenländer oder die Biotechbranche. ETFs sind in den vergangenen Jahren zu einer großen Erfolgsgeschichte geworden, das Anlagevolumen beträgt weltweit bereits über vier Billionen USD – mit steigender Tendenz. In Deutschland erfreuen sich ETFs auf den DAX-Index besonders großer Beliebtheit. Da kein teures aktives Fondsmanagement notwendig ist, sind die Gebühren im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds erheblich geringer. Aus verschiedenen Gründen die Wertentwicklung des ETFs allerdings etwas von der Wertentwicklung des DAX abweichen. Dieser Nachbildungsfehler (englisch: Tracking Error) kann jedoch auch zu Gunsten des Anlegers ausfallen. Ein DAX-ETF eignet sich besonders für mittel- bis langfristig orientierte Anleger.

Kaufen Sie nur ETFs, die direkt in Aktien investieren

Dabei gibt es auf der einen Seite DAX-ETFs, die den Index direkt replizieren, d.h. die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich kaufen und verkaufen. Auf der anderen Seite gibt es auch ETFs, die den DAX nur synthetisch nachbilden und keine Aktien kaufen oder verkaufen. Obwohl ein ETF mit direkter (physischer) Replikation aufgrund der Transaktionskosten teurer ist, sollten Anleger diese Variante wählen. Denn in dem recht unwahrscheinlichen aber möglichen Fall, dass das garantierende Finanzinstitut (der Swap-Partner des ETF-Emittenten) zahlungsunfähig wird, wäre wohl auch ihre Einlage betroffen. Es lohnt sich also ein paar Euro höhere Gebühren in Kauf zu nehmen, dafür aber auch bei einer Bankkrise ruhig schlafen zu können. Denn werden von der Fondsgesellschaft Aktien gekauft, so ist Ihr Anlagekapital als Sondervermögen besonders geschützt.

ETF-Anleger profitieren auch von Dividenden

Mit einem DAX-ETF partizipieren Sie sowohl von den Kursgewinnen als auch von den Dividenden der DAX-Werte. Dabei gibt es sowohl ETFs mit regelmäßigen Ausschüttungen als auch ETFs, die Dividenden wiederanlegen (thesaurieren) und so Zinseszinseffekte ermöglichen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Auswahl von fünf direkt replizierenden DAX-ETFs verschiedener Anbieter:

BezeichnungISINGebühren pro JahrDividendenerträge
ComStage DAX TR UCITS ETFLU03784387320,08 Prozentausschüttend
Deka DAX UCITS ETFLU03784387320,15 Prozentthesaurierend
Xtrackers DAX Income UCITS ETF 1DDE000ETFL0110,09 Prozentausschüttend
Xtrackers DAX UCITS ETF 1CLU08387823150,09 Prozentthesaurierend
iShares Core DAX UCITS ETF (DE)LU02742114800,16 Prozentthesaurierend

Vorteile von ETFs:

  • Lineare Preisnachbildung des DAX-Index
  • Geringere Gebühren als bei aktiv gemanagten Investmentfonds
  • Anlagekapital bei direkt replizierenden ETFs als Sondervermögen geschützt

Nachteile von ETFs:

  • Kontrahentenrisiko bei synthetischen ETFs

DAX-CFDs: Spekulative Hebelprodukte

CFDs (Contracts for Differences = Differenzgeschäfte) sind meist stark gehebelte Finanzprodukte mit denen sowohl auf steigende (long) als auch auf fallende Kurse (short) spekuliert werden kann. Im Gegensatz zu Aktien oder ETFs findet der CFD-Handel außerhalb des geregelten Marktes statt. Käufe und Verkäufe werden dabei direkt mit dem CFD Anbieter abgewickelt, bei dem Sie auch Ihr CFD-Konto haben. Dieser CFD Broker bestimmt die Gebühren, stellt die An- und Verkaufskurse und legt fest, welches Basisprodukt mit welchem Hebel gehandelt werden kann. Durch den Hebel kann mit geringem Kapitaleinsatz überproportional an der Kursentwicklung eines Basiswerts wie z.B. dem DAX partizipiert werden. Sie brauchen also nur den Bruchteil des Gesamtwerts Ihrer Position, meist nur zwischen 1% und 5% selbst aufbringen, während Ihnen der CFD-Anbieter den Rest quasi leiht. Ihr Gewinn oder Verlust basiert jedoch auf der Gesamtposition und fällt auch entsprechend hoch aus. Dies birgt für den Anleger demnach hohe Chancen, aber natürlich auch entsprechend hohe Risiken.

Schweizer Franken pulverisiert CFD-Konten: Nachschusspflicht wird abgeschafft

Diese Risiken kamen bei etlichen Anlegern Anfang 2015 zum Tragen, als die Schweizerische Nationalbank die Koppelung des Schweizer Franken an den Euro überraschend auflöste. Der Euro verlor daraufhin gegenüber dem Franken schlagartig um mehr als -20% an Wert, was Anfang 2015 regelrechte Schockwellen bei zahlreichen CFD-Anbietern und ihren Kunden auslöste. Nicht wenige CFD-Konten wurden innerhalb weniger Augenblicke regelrecht pulverisiert und die Verluste überstiegen in vielen Fällen sogar die Einlagen. Dieses Ereignis war auch der Anlass dafür, dass die zuvor bestehende Nachschusspflicht in Deutschland im Sinne der Anleger abgeschafft wurde. Die Regelung, die bald auch für die komplette EU gelten soll, bewirkt, dass Verluste die Einlage zukünftig nicht mehr übersteigen können. Damit wird gleichzeitig auch erreicht, dass CFD-Anbieter ihren Kunden nicht mehr ganz so hohe und damit riskante Hebel anbieten. Denn die Broker müssen dann selbst Sorge dafür tragen, dass die Einlagen ihrer Kunden mögliche Verluste abdecken.

Prüfen Sie den CFD-Anbieter genau, bevor Sie ein Konto eröffnen

Da wie bei synthetischen ETFs keine Aktien gekauft werden, handelt es sich bei Ihren Ansprüchen um Forderungen gegenüber dem CFD-Anbieter. Deshalb haben Sie auch bei CFDs ein Emittenten-Risiko, d.h. Sie müssen im Falle der Zahlungsunfähigkeit Ihres CFD-Brokers mit dem Verlust Ihrer Einlage rechnen. Bedingt durch den wechselseitigen Anspruch auf den Ausgleich der Kursdifferenz, sind die Interessen von Anleger und CFD-Broker unter Umständen sogar gegenläufig. Wenn Sie CFDs handeln wollen, sollten Sie daher unbedingt den Anbieter genau prüfen. Denn während einige CFD-Anbieter die Kurse durch einen eigenen Market Maker in Eigenregie stellen (und es dabei durchaus auch mal für Kunden ungünstige Abweichungen zum Börsenkurs geben kann), richten sich die Quotierungen anderer Onlinebroker in Echtzeit an die An- und Verkaufskurse der Börse. Diese deutlich fairere Art der Kursstellung nennt sich Direct Market Access. CFDs sind dennoch eher für spekulative Anleger mit Kenntnissen im Bereich Money- und Risikomanagement geeignet.

Vorteile CFDs:

  • Hoher Hebel bei geringem Kapitaleinsatz
  • Auf steigende und fallende Kurse spekulieren
  • An- und Verkaufskurse entsprechen bei Market Access Modell den Börsenkursen
  • Auch für relativ kleine Konten möglich

Nachteile CFDs:

  • CFD Broker mit Market Maker Modell stellen An- und Verkaufspreise in Eigenregie
  • Neben seriösen Anbietern gibt es auch und sehr intransparente Anbieter
  • Emittenten-/Kontrahentenrisiko
  • Hohe Verluste bis hin zum Totalverlust möglich

DAX Optionen - Wie kann man den DAX handeln?

DAX-Optionen: Risiko beim Kauf auf den Kapitaleinsatz beschränkt

Auch mit Optionen können Anleger mit begrenztem Kapitaleinsatz eine Hebelwirkung erzielen. Wenn Sie Optionen kaufen (und nicht schreiben), so ist Ihr Risiko im Gegensatz zu CFDs jedoch lediglich auf Ihren Einsatz begrenzt. Erste Voraussetzung für den Optionshandel ist die Termingeschäftsfähigkeit, die Sie als Anleger Ihrem Onlinebroker nachweisen müssen. Die Grundlagen des Optionshandels finden Sie in unserem Artikel „Optionen erfolgreich handeln“.

Mit Call- und Put-Optionen auf einen steigenden oder fallenden DAX setzen

Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, gibt es zwei Arten von Optionen: Call-Optionen mit deren Kauf Sie auf steigende Kurse setzen können und Put-Optionen mit denen Sie von fallenden Kursen profitieren. Eine Call-Option gibt dem Käufer der Option das Recht, einen bestimmten Basiswert, z.B. eine Aktie oder einen Index wie den DAX, bis zum Verfallsdatum der Option zu einem bestimmten Preis (dem Ausübungspreis) zu kaufen. Für dieses Recht bezahlt der Anleger eine Optionsprämie, den Preis der Option. Der Verkäufer (Stillhalter) der Call-Option erhält diese Prämie und hat dadurch die Pflicht, bei Ausübung der Option den Basiswert zum Ausübungspreis zu liefern. Bei Put-Optionen ist das Gegenteil der Fall. Eine Put-Option gibt dem Optionskäufer am Verfallstermin das Recht, den Basiswert zum vorab bestimmten Ausübungspreis an den Stillhalter zu verkaufen. Optionen können auch vor Fälligkeit jederzeit über die Börse verkauft werden.

Besonderheit bei DAX-Optionen: Barausgleich zur Fälligkeit

Bei Aktien-Optionen müssen die zugrunde liegenden Aktien bei Ausübung der Option auch geliefert, bzw. abgenommen werden. Beim DAX-Index ist die physische Lieferung der 30 Einzeltitel jedoch so gut wie unmöglich, weswegen auf die Übertragung von Aktien verzichtet wird. Stattdessen findet zwischen Käufer und Verkäufer zum Fälligkeitstermin der Indexoptionen ein Barausgleich (Cash Settlement) in Höhe der Differenz zwischen dem Basispreis der Option und dem Index-Stand statt.

Die Kursentwicklung von Optionen verläuft nicht linear zum DAX, sondern wird auch durch zahlreiche weitere Faktoren wie z.B. Basispreis, Laufzeit und Volatilität beeinflusst. Aufgrund der hohen Komplexität sind DAX-Optionen für Anfänger nicht geeignet und sollten nur mit entsprechenden Fachkenntnissen gehandelt werden. DAX-Optionen werden an der Terminbörse Eurex gehandelt, auf deren Homepage Sie auch die verfügbaren Kontrakte und deren Prämien aufgelistet finden.

Vorteile DAX-Optionen:

Nachteile DAX-Optionen:

  • Komplexität des Optionshandels: Zahlreiche Einflussfaktoren auf die Preisbildung
  • Nicht-linare Preisentwicklung zum Basiswert
  • Hohe Verluste bis hin zum Totalverlust möglich
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
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DAX Futures - Wie kann man den DAX handeln?

DAX Future und Minifuture für disziplinierte Trader mit ausreichendem Kapital

Der sogenannte FDAX ist eine Abkürzung für den DAX-Future, ein Termingeschäft, das wie bei den DAX-Optionen über die Terminbörse Eurex, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG, abgewickelt wird. Ein Future begründet grundsätzlich ein Geschäft zur Lieferung bzw. Abnahme eines in Menge und Qualität genau definierten Wirtschaftsgutes zu einem bestimmten Termin. Sofern Sie dieses Geschäft nicht vor Fälligkeit über die Börse glattstellen, sind Sie wie bei Optionen zur Abnahme oder Lieferung des Basiswerts verpflichtet.

Konstanter Eurobetrag pro DAX-Punkt

Auch für den Future-Handel ist die Termingeschäftsfähigkeit vorausgesetzt. Sie können einen FDAX in Erwartung steigender Kurse entweder kaufen und damit eine Longposition eröffnen oder verkaufen und mit einer Shortposition auf fallende Kurse setzen. Für beide Transaktionen müssen Sie eine ausreichende Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen, die von Ihrer Depotbank bzw. Ihrem Broker festlegt ist. Jeder Punkt, den der DAX in „Ihre Richtung“ läuft bringt Ihnen 25 Euro auf Ihr Konto, denn ein FDAX repräsentiert 25-mal den DAX-Stand in Euro. Gleichermaßen wird Ihr Konto durch jeden Punkt, den der DAX in die Gegenrichtung läuft stets mit 25 Euro belastet. Eine Kursbewegung von 100 Punkten bedeutet also eine Kontobewegung von 2.500 Euro entweder zu Ihren Gunsten oder zu Ihren Lasten. Die kleinste Preisbewegung sind 12,5 Euro für 0,5 DAX-Punkte.

Kontraktwert über 300.000 Euro bzw. 60.000 Euro

Der Future-Kurs wird durch Angebot und Nachfrage gebildet. Allerdings bewegen sich DAX-Index und FDAX meist parallel in einer sehr engen Spanne, da es Marktteilnehmer gibt, die Abweichungen sofort ausnutzen. Falls Sie am Ende der jeweiligen Laufzeit am dritten Freitag des letzten Quartalsmonats, dem sogenannten Hexensabbat, noch eine FDAX-Position besitzen, so findet auch hier ein Barausgleich statt.

Da die Kontraktgröße, die ein DAX-Future repräsentiert, mit rund 300.000 Euro für die meisten Depots zu hoch ist, wurde vor wenigen Jahren ein sogenannter Mini-Future eingeführt. Dieser repräsentiert pro Indexpunkt 5 Euro, was beim aktuellen DAX-Stand von 12.800 Zählern aber auch einem Kontraktwert von etwas mehr als 60.000 Euro entspricht. Mit einem Mini-Future bewegen Sie also rein theoretisch DAX-Aktien in diesem Wert. Auch wenn Sie nur einen kleinen Teil (z.B. 5% oder 10%) dieser Summe tatsächlich auf dem Konto haben müssen, wirken sich Kursschwankungen natürlich in der kompletten Höhe auf Ihren Kontostand aus.

Faire Konditionen beim Future-Handel

Sie können sich sicher vorstellen, dass der Future-Handel einem Anleger sehr viel Disziplin abverlangt, da eine im Vergleich zur Depotgröße zu große Position schnell zu exorbitant hohen Verlusten führen kann. Im Gegensatz zu CFDs ist jedoch die Preisbildung über die Eurex deutlich transparenter. Da die Gebühren für den Handel zudem nur wenige Euro betragen und z.B. deutlich niedriger ausfallen, als bei Aktienkäufen, gilt das Preis-Leistungsverhältnis beim Future-Handel als sehr fair.

Um Futures oder Minifutures zu traden sollten Sie jedoch ein sehr erfahrener Anleger sein und nicht nur Erfahrung mit Aktien oder theoretisches Wissen haben. Sie sollten unbedingt bereits über Handelserfahrungen mit anderen gehebelten Finanzprodukten wie Hebelzertifikaten, CFDs, oder Optionen verfügen, sowie über gute Kenntnisse im Bereich Risikomanagement. Darüber hinaus sollten Sie im Verhältnis zum Kontraktwert ausreichend Kapital besitzen, so dass Sie auch starke Preisschwankungen des Futures oder Minifutures nicht gleich aus der Ruhe bringen. Wenn Sie alle diese Voraussetzungen mitbringen, dann spricht kaum etwas gegen den Future-Handel.

Vorteile DAX-Futures bzw. Mini-Futures:

  • Auf steigende und fallende Kurse spekulieren
  • Lineare Preisentwicklung zum Basiswert
  • Geringe Gebühren beim Futures Handel
  • Abwicklung über die Eurex schützt vor Kontrahentenrisiken
  • Hoher Hebel bei geringem Kapitaleinsatz

Nachteile DAX-Futures bzw. Mini-Futures:

  • Hohe Verluste bis hin zum Totalverlust möglich
  • Für kleinere und mittlere Depots aufgrund des hohen Kontraktwerts nicht geeignet

20180618-DAX-Zertifikate-wie-kann-man-den-dax-handeln-LYNX-Broker

DAX-Zertifikate: Zahlreiche Varianten verfügbar

Zertifikate, die es natürlich auch auf den DAX-Index gibt, ermöglichen es ähnlich wie ETFs in den jeweiligen Index zu investieren, ohne die zugrundeliegenden Werte einzeln über die Börse kaufen zu müssen. Der Wert des börsengehandelten Zertifikats, das über eine Wertpapierkennnummer bzw. ISIN verfügt, richtet sich dabei nach der Kursentwicklung des Basiswerts. Dennoch sind Zertifikate aus rechtlicher Sicht Inhaberschuldverschreibungen des jeweiligen Herausgebers. Dieser stellt auch marktgerechte Verkaufts- und Rücknahmekurse an der Börse. Die Bank verdient am Differenzbetrag, dem sogenannten Spread.

DAX Index-Zertifikate mit und ohne Hebel

Mit einem ungehebelten DAX-Indexzertifikat wird die Wertentwicklung des DAX eins zu eins abgebildet. Das Zertifikat weist also im Vergleich zum DAX eine nahezu identische Performance auf. Steht der DAX beispielsweise bei 12.800 Punkten, so kostet ein Zertifikat mit einem Bezugsverhältnis 1:1.00 rund 128 Euro. Steigt der DAX auf 13.500 Punkten, so notiert das Zertifikat entsprechend bei 135 Euro.

Zahlreiche Gestaltungsformen bei DAX-Zertifikaten

Mit DAX-Hebelzertifikaten können risikofreudigere Anleger mit geringerem Kapitaleinsatz sowohl auf steigende als auch auf fallende DAX-Kurse setzen. Wie immer stehen höheren Gewinnchancen dabei auch entsprechend höheren Risiken gegenüber. Einige Zertifikate verfallen sogar wertlos, sobald der Basiswert eine bestimmte Knock-Out-Grenze erreicht. So lange der Kurs darüber liegt, profitiert der Investor durch einen relativ hohen Hebel überproportional von DAX-Anstiegen oder -Rückgängen. Entsprechend sind auch hohe Verluste bis hin zum Totalverlust möglich.

Über die Modalitäten eines DAX-Zertifikats sollten Sie sich genau informieren, denn es gibt zahlreiche weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten wie z.B. Cap, Bonus-Level oder begrenzten Laufzeiten. Wählen Sie ggf. möglichst ein Zertifikat mit konstant eng beieinander liegenden An- und Verkaufskursen (geringe Spreads), denn an dieser Preisspanne verdient der Emittent. Eine ausführliche Erklärung zu Hebelprodukten wie Zertifikate und Optionsscheine finden Sie in unserem Artikel „Anlegen mit Hebelprodukten – Das müssen Sie wissen

Wichtig: Unbedingt auf die Bonität des Herausgebers achten

DAX-Zertifikate werden in der Regel von großen Banken wie z.B. Deutscher Bank oder Commerzbank bzw. von Wertpapierhandelshäusern herausgegeben. Ähnlich wie bei CFDs und anderen Finanz-Derivaten gibt es auch hier ein Emittenten-Risiko, denn Zertifikate verbriefen, wie bereits erwähnt, lediglich eine Verbindlichkeit des jeweiligen Finanzinstituts dem Anleger gegenüber und kein Eigentumsrecht an DAX-Aktien. Achten Sie daher auch auf die Bonität der herausgebenden Bank, denn im Falle einer Zahlungsunfähigkeit verfallen Indexzertifikate möglicherweise wertlos. Wer sich an den Fall der Bank Lehman Brothers erinnert, der hat hierfür ein eindrucksvolles Beispiel. Zahlreiche Zertifikate der Pleitebank verfielen im Jahr 2008 wertlos, so dass viele Privatinvestoren herbe Verluste bis hin zum Totalverlust zu beklagen hatten.

In der folgenden Tabelle finden Sie drei ungehebelte DAX-Indexzertifikate:

EmittentISINBezugsverhältnisPartizipation/Hebel
CommerzbankDE00070297951:1001:1
Raiffeisen Centro BankAT00004365891:1001:1
HypoVereinsbankDE00078732001:1001:1

Vorteile DAX-Zertifikate:

  • Lineare Preisnachbildung des DAX-Index
  • Auf steigende und fallende Kurse spekulieren
  • Gehebelte und ungehebelte Zertifikate
  • Zahlreiche weitere Varianten wie Knock Out, Cap, Bonus-Level oder Laufzeitbegrenzungen

 Nachteile DAX-Zertifikate:

  • Emittenten Risiko / Bonitätsrisiko
  • Kein Anspruch auf Dividendenzahlung
  • Hohe Verluste bis hin zum Totalverlust möglich
  • Teilweise hohe Spreads zwischen Verkauf- und Rücknahmekurs

 

Wie sich der DAX in diesem Jahr noch entwickeln könnte, lesen Sie in unserem Artikel DAX-Prognose 2018: Wie entwickelt sich der deutsche Aktienmarkt?

Sie möchten selber den DAX handeln?

LYNX bietet Ihnen den Börsenhandel von Aktien  und anderen Wertpapierklassen direkt an den Heimatbörsen an. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und engen Spreads. Sie haben über LYNX außerdem die Möglichkeit Aktien leer zu verkaufen, um auch von fallenden Aktienkursen zu profitieren.

Egal ob Sie den DAX, den SDAX oder den TecDAX handeln möchten. Mit den vielen Möglichkeiten, die die LYNX Handelsplattform zu bieten hat, sind Sie anderen Anlegern immer einen Schritt voraus.

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