Wie ein Crash entsteht – und wie Sie dann vorgehen sollten

Wie sollte man sich in einem Crash verhalten, wie kann man vorbeugen?

Wenn plötzlich aus zuvor schon unruhigen Marktteilnehmern eine panische Horde wird, in der alle gleichzeitig versuchen auszusteigen, kommt es zu kräftigen Kursrückgängen. Und manchmal, wenngleich selten, kommt es auch zu einem Crash. Plötzlich scheinen alle aktiv zu werden. Plötzlich scheint es auf jede Sekunde anzukommen. Die Situation scheint außer Kontrolle zu sein.

Auf einmal ist eine Situation höchster Anspannung da, in der Fehler fatal sein können. Also sollte man wissen, was im Falle eines solchen Falles zu tun ist: Wie sollte man sich verhalten, wenn es auf einmal Aktien regnet? Wir geben Ihnen in diesem Artikel ein paar Tipps an die Hand. Zunächst aber, natürlich, die Frage: Was ist ein Crash überhaupt?

Was ist ein Crash wirklich?

Wann aus einem kapitalen Kurseinbruch ein Crash wird, dafür gibt es keine wirklich fixierten Regeln. Gemeinhin sagt man, dass ein Kurseinbruch von zehn oder mehr Prozent binnen eines Tages als Crash bezeichnet werden kann. Ob bei einem Index, einem Rohstoff oder einer Währung, das ist dabei egal. Nur bei einzelnen Aktien sollte man die Latte deutlich höher legen, denn da kommt es immer mal wieder zu Sprüngen solcher Größenordnung.

Aber mit solchen Definitionen kommt man nicht weit, wenn man ergründen will, wie man sich in einer solchen Verkaufspanik zu verhalten hat. Da gilt es, nicht auf reine Zahlen zu schauen, sondern auf die, die den Crash ausgelöst haben: auf die Marktteilnehmer.

Denn eines muss klar sein: Ein Crash ist kein Schicksalsschlag, als würde man von einem Meteoriten getroffen. Crashs sind „handgemacht“. Massive Verkäufe auf der einen Seite und so gut wie niemand, der auf der anderen Seite kauft: Das verschiebt das Gleichgewicht des Marktes so sehr, dass es zu extremen Kursverlusten kommt. Das ist logisch, nehmen wir einfach ein Beispiel:

Bei einer Aktie, die normalerweise einen Umsatz von einer Million Stück am Tag aufweist, tauchen plötzlich fünf Millionen im Verkauf auf. Und gerade weil auf einmal so ungewöhnlich viele Aktien verkauft werden, werden die potenziellen Käufer vorsichtig und lassen die Finger von der Aktie. Statt einer Million Aktien, die sonst problemlos von den Käufern aufgenommen würden, stehen da vielleicht auf einmal nur noch 250.000 als Kaufgebot. Und die, weil das Angebot so riesig ist und vorsichtig stimmt, nur zu viel tieferen Kauflimits. Was in der Praxis bedeutet:

Die 250.000 im Kauf werden, da sonst nichts als Nachfrage da ist, sofort von den Verkäufen gedeckt … und die restlichen 4,75 Millionen, die verkauft werden sollen, führen dazu, dass selbst alte Abstauber-Limits, die zehn oder mehr Prozent tiefer im Orderbuch liegen, sofort erreicht und abgewickelt werden. Wenn z.B. zwischen 100 und 90 Euro keinerlei Kauforders vorliegen und zugleich viele Verkaufsorders unlimitiert auflaufen, ist ein Kurs eben plötzlich bei 90, obwohl er noch Minuten zuvor bei 100 war.

So „funktioniert“ ein Crash vom technischen Aspekt her. Aber damit ist uns noch nicht an die Hand gegeben, was in solchen Fällen zu tun ist. Dazu muss man, wie gesagt, genauer hinsehen … und bewegt sich damit automatisch in den Bereich der Börsenpsychologie:

Stampede: Die Basis eines Crashs entsteht Monate zuvor

Wenn auf einmal extrem viele Akteure aussteigen wollten, die noch einen Tag vorher guter Dinge waren, eventuell sogar gekauft haben, muss das ja irgendeinen Grund haben. Manchmal, in ganz seltenen Fällen wie dem des 11. September 2001, gibt es einen klaren und auch nicht vorhersehbaren Auslöser. Aber diese Art von Kurseinbrüchen ist die große Ausnahme. Fast alle anderen Crashs waren nichts anderes als das, was auch bei einer Stampede passiert, wenn eine Rinderherde in Panik ausbricht:

Eine Gefahr existiert zwar und wird am Rande wahrgenommen, aber man nimmt sie nicht ernst. Warum nicht? Weil man sich in der Herde sicher fühlt. Aber es existiert durchaus eine gewisse Unruhe, jedem ist die Gefahr bewusst. Aber ob Rind oder bullischer Anleger: Man sagt sich, dass es keinen Grund gibt zu reagieren, weil es alle anderen ja auch nicht tun.

Doch in dem Augenblick, in dem die ersten dann eben doch reagieren, reagieren alle anderen auch … und lassen sich von dieser Wucht der gemeinsamen Reaktion mitreißen. Was auch heißt:

Es besteht bei einem Crash die große Gefahr, völlig kopflos zu handeln und immense Verluste zu erleiden, die bei besonnenem Handeln niemals aufgetreten wären. Das muss man … und kann man auch …vermeiden!

Das entscheidende Stichwort lautet: Ignorierte Gefahren. Sie sind es, nahezu immer, die einen Crash auslösen. Und damit kommt man zu den Tücken der menschlichen Emotionen. Drei entscheidende Stolpersteine sind es, die am Ende zu einem Crash führen können. Und wer die zu umgehen versteht, hat schon einmal vieles richtig gemacht. Sehen wir uns das an:

Hüten Sie sich vor einer subjektiven Sicht der Dinge

Man neigt dazu, Nachrichten seiner eigenen Meinung anzupassen. Wenn man z.B. voll investiert ist und durchweg auf Hausse setzt, will man Faktoren, die darauf hindeuten, dass man da unklug handelt, einfach nicht hören und ignoriert sie. Gleichzeitig stehen auf der Gegenseite die Bären und fokussieren sich auf die negativen Nachrichten, während sie positive Fakten kaum beachten. Wozu führt das?

Das führt dazu, dass man eine Veränderung der Rahmenbedingungen einfach nicht wahrnimmt und dementsprechend auch nicht handelt. Da immer mehr Anleger in dieses Verhalten verfallen, je länger man damit durchkommt, sprich je älter eine Hausse wird, kommt es zum Herdenverhalten:

Selbst wenn man mit einem Auge registriert, dass die Kurse und die Fakten auseinander laufen, beruhigt man sich damit, dass alle anderen ja auch weiter kaufen oder zumindest investiert bleiben. Aber dabei vergessen die Marktteilnehmer eines: Wenn die anderen genauso denken – und das tun sie, weil ja alle in derselben Herde stehen – kann dieses Verhalten trotzdem völlig falsch sein!

Glauben Sie nicht, der Aktienmarkt wäre ein Spiegelbild der Realität!

Wer es sich noch einfacher macht, tut so, obwohl er/sie es als Anleger besser wissen müsste, als wäre der Aktienmarkt ein genaues Abbild der Rahmenbedingungen. Alle wissen doch, was ich auch weiß. Und wenn die weiter kaufen, ist das, was aussieht wie ein negativer Aspekt, entweder positiv oder unwichtig, sonst würden die anderen ja verkaufen. Falsch!

Da nahezu alle Marktteilnehmer sich dazu verleiten zu lassen, die Fakten entsprechend ihrer eigenen Depot-Ausrichtung zu beugen, ist der Aktienmarkt ganz im Gegenteil höchst selten ein Spiegelbild der Rahmenbedingungen. Er ist nahezu immer entweder über- oder unterbewertet. Er handelt auch nicht die Zukunft, beweist keinen Weitblick. Ganz im Gegenteil: Er blickt nur auf sich selbst … denn was die Marktteilnehmer handeln, sind ihre eigenen Hoffnungen und ihre subjektive Sicht der Dinge, sonst nichts. Wer das versteht weiß: Dass Kurse steigen, heißt keineswegs, dass keine Gefahr besteht. Sie hat sich nur noch nicht Bahn gebrochen!

Ignorieren Sie die „allgemeine Meinung“

Wer die vorstehenden Aspekte erkennt, hat schon einmal viel verstanden. Trotzdem ist es schwer, sich der Sogwirkung der Herde zu entziehen. Gerade heutzutage wird man mit Nachrichten und Meinungen förmlich geflutet. Und natürlich ist die Mehrzahl der Aussagen, die man zu hören bekommt, bullisch. Immer und zu jeder Zeit. Erstens, weil die Mehrzahl der Marktteilnehmer immer nur Long geht und entsprechend „Long denkt“. Zweitens, weil die Finanzindustrie vor allem an diesen „Long Only“-Anlegern interessiert ist, weil sich mit ihnen mehr Geld verdienen lässt, als mit aufgeklärten, selbständig handelnden Tradern. Aber:

Es ist eben schwer, sich dieser Dauer-Berieselung wirklich zu entziehen und sich diese scheinbare allgemeine Meinung nicht zu Eigen zu machen. Wer imstande sein will, sein Kapital wirklich zu schützen und im rechten Moment das Richtige zu tun, muss diesen Einfluss aber von sich fernhalten. Zumal:

Wenn Sie sich erst einmal eine felsenfeste Meinung darüber gebildet haben, wie die Lage ist und wie es am Markt weitergeht, sind Sie blockiert: Es dauert länger zu akzeptieren, dass die Realität eine andere ist. Und kommt man nicht mehr darum herum, ist das wie ein Schock. Und in einem solchen Zustand handelt man selten richtig, sondern neigt dazu, zu tun, was alle tun: das Falsche.

Die Endphase vor einem Crash: Die Warnsignale deuten!

Aktuell haben wir eine Situation, in der die Voraussetzungen für einen Crash gegeben wären. Aber er muss nicht kommen. Denn ob eine Herde in eine Stampede übergeht oder doch noch wieder unter Kontrolle kommt, ist nicht vorhersehbar. Blanke Nerven und Adrenalin im Überfluss … da lässt sich nie absehen, was genau wann passieren wird.

Weshalb es auch nicht ratsam ist, aufgrund einer ausreichend wirkenden Anhäufung von Crash-Indizien einfach auf einen Kurseinbruch zu setzen. Man erwischt den richtigen Moment ohnehin nicht. Darum sollte es aber auch nicht gehen. Das Ziel muss sein, einen Crash ohne nennenswerten Schaden zu überstehen.

Und das ist, wenn man nicht mit Scheuklappen herumläuft, durchaus machbar, denn die Signale, die Gefahr darstellen, sind meist dieselben. Und ob der Crash dann kommt oder man noch einmal, bis zum nächsten Hochkochen der Risiken, davonkommt, ist dann letztlich egal: Wenn es passiert, ist man gewappnet, wenn nicht, ist es auch gut. Worauf gilt es zu achten?

Diese 4 Anzeichen deuten auf einen Crash hin

Vier Bereiche sind es, auf die Sie ein Auge haben sollten. In der Reihenfolge ihres Auftretens sind dies:

Erstes Crash-Anzeichen: Eine wachsende Schere zwischen Rahmenbedingungen und Kursentwicklung

Wenn z.B. der Aktienmarkt immer weiter steigt, obwohl immer deutlicher wird, dass das Wirtschaftswachstum näher an einen möglichen Wendepunkt kommt oder dieser womöglich schon erreicht wurde, ist Vorsicht geboten. Dann haben wir eine Phase, in der die Kurse nach oben übertreiben. Aber Obacht, das ist grundsätzlich normal. Die Rückkehr zum Normalniveau kann auch nur durch eine längere Korrektur erreicht werden. Dies ist nur der erste Baustein, der zu einem Crash führen kann, nicht muss.

Zweites Crash-Anzeichen: Vorsicht, wenn die Risikobereitschaft am Markt zunimmt

Ein weiterer Hinweis auf eine ansteigende Gefahr ist die Zunahme der Risikobereitschaft. Immer mehr Trader sonnen sich in vermeintlicher Sicherheit. Und wenn man schon denkt, dass einem sowieso nichts passieren kann, weil die Kurse ohnehin immer weiter steigen werden und jeder Rücksetzer nichts anderes ist als eine Einstiegschance, dann ist der Weg nicht mehr weit zu Derivaten, dort dann zu immer höheren Hebeln und zur Spekulation auf Kredit. Auf Kredit zu spekulieren, das größte Tabu eines Investors, wird in solchen Phasen auf einmal gesellschaftsfähig.

Der folgende Chart zeigt, dass das Volumen der US-Kredite für Börsengeschäfte vor jeder Baisse und vor jedem Crash der letzten gut 30 Jahre immens angestiegen ist und dann senkrecht wegbrach. Kein Wunder, denn die meisten zocken mit Kredit auf Hausse, weil das eben ungefährlicher zu sein scheint. Geraten sie in die Verlustzone, müssen sie ihre Positionen sofort verkaufen, um zu verhindern, dass die Bank ihre Kredite kassiert … und diese Zwangsverkäufe der Zocker drücken dann die Kurse am Markt umso mehr.

Diese Entwicklung erlaubt natürlich kein Timing. Es gibt kein Volumen X, an dem man sagen könnte, dass es deswegen jetzt übermorgen zum Crash kommen müsste. Aber diese Entwicklung steigert die Risiken. Und wenn man bedenkt, dass das Hoch der US-Börsenkredite von dem Crash 1987 bei 44 Milliarden US-Dollar lag und derzeit bei 652 Milliarden liegt, wird klar, warum es Zeit ist, sehr vorsichtig zu werden.

Drittes Crash-Anzeichen: Immer auf die „internen Daten“ achten!

Im Bereich der sogenannten internen Daten gibt es eine ganze Reihe hochinteressanter Messgrößen, die anzeigen, ob eine Hausse noch „gesund“ ist. Hier zwei Beispiele:

Der prozentuale Anteil der Aktien an der New Yorker Börse (New York Stock Exchange oder kurz NYSE) der über der 200-Tage-Linie notiert, ist eine wichtige Messgröße dafür, ob ein Kursanstieg vom Gesamtmarkt getragen wird … oder viele Aktien längst nach unten abgedreht haben und die Hausse von immer weniger Aktien getragen wird. Was hieße, dass die Beine, auf denen der Kursanstieg steht, immer dünner werden. Denn je weniger Aktien eine Hausse tragen, desto höher steigen diese in ihrer Bewertung. Was manchmal zu absurd hohen Kurs/Gewinn-Verhältnissen führt. Dieser Chart zeigt den aktuellen Stand: Derzeit notieren nur 33 Prozent der Aktien an der NYSE über ihrer 200-Tage-Linie. Was heißt: Der Gesamtmarkt hat längst nach unten abgedreht, nur die Flaggschiff-Indizes wie Dow Jones und Nasdaq 100 laufen noch … und sind damit gefährdet, dem Gesamtmarkt mit einem großen Knall hinterher zu fallen!

Achten Sie auch auf Divergenzen, d.h. auf ein Auseinanderlaufen von Indizes. Wenn die „Flaggschiffe“, die nur relativ wenige Aktien umfassen, immer höher steigen, der Gesamtmarkt aber nach unten dreht, stimmt etwas nicht, so, wie zuletzt eine auffällig Divergenz zwischen Dow Jones und NYSE Composite-Index entstand, wie der vorstehende Chart zeigt. Auch das ist kein Signal, sofort alles zu verkaufen oder sogar auf Baisse oder den Crash zu setzen. Aber es ist ein sehr wichtiges Indiz, um sich auf einen möglichen Crash vorzubereiten. Wie … dazu gleich.

Viertes Crash-Anzeichen: Der Trend kippt meist schon vor dem Crash!

Weiter oben hatten Sie schon einen Blick auf den Dow Jones im Jahr 1987 werfen können. Es soll niemand sagen, dass irgendjemand unmittelbar vor dem „Black Monday“ des 19. Oktober hätte bullisch sein müssen. Zuerst war das Rekordhoch nicht mehr erreicht, ein niedrigeres Zwischentief ausgebildet worden. Dann wurde das zwischen diesen beiden Hochs liegende Zwischentief unterboten. Und dann auch noch die wichtige 200-Tage-Linie:

Da hätte man ohnehin austeigen müssen. Wer dabei geblieben war, blieb aufgrund seiner Hoffnung dabei. Und als diese „Hoffenden“ am 19. Oktober sahen, dass der Markt mit einer großen Kurslücke nach unten zu eröffnen drohte, wollten alle gleichzeitig aussteigen. Das Ergebnis sehen Sie oben im Chart.

Zum Crash des Jahres 1929 haben wir leider keinen Chart, aber die Geschichte weiß: Auch da gab es Warnsignale zuhauf. Und noch etwas anderes ist typisch für einen Crash:

Ein Crash entsteht so gut wie nie direkt am Rekordhoch! Er entsteht in der Regel durch eine außer Kontrolle geratene, bereits laufende Abwärtsbewegung!

Nicht anders war es im Herbst 2008. Auch, wenn dieser Abwärtsschub eher ein „Crash auf Raten“ war, denn es kam nie zu einem einzelnen Tag mit mehr als zehn Prozent Abschlag. Aber das macht letztlich ja keinen Unterschied: Wenn es 20 Prozent in kurzer Zeit abwärts geht, ist es egal, ob das in zwei oder acht Tagen passiert.

Wichtig ist dann nur, nicht auf der falschen Seite zu stehen!

Sehen Sie sich den DAX-Chart aus dieser Zeit an: Bis Januar 2008 hatte sich im DAX ein breites Doppeltopp gebildet, das im Januar mit dem ersten großen Abwärtsimpuls vollendet wurde. Von diesem Zeitpunkt an bewegte sich der DAX im Abwärtstrend, war längst unter die 200-Tage-Linie gefallen. Wer im Oktober 2008 von den erneuten, massiven Abschlägen auf der Long-Seite erwischt wurde, hatte sich definitiv nicht an die Spielregeln des Investierens gehalten. Die da wären?

Was müssen Sie bei einem Crash tun?

Also, was gilt es zu tun, wenn es so richtig brennt? Egal, ob es zehn oder fünfzehn Prozent an nur einem Tag oder durch fünf schwache Tage nacheinander bergab geht, da darf man dann einfach nicht Long sein. Denn wenn man dann unter einem solchen Druck anschwellender Verluste entscheiden muss, was zu tun ist, reagiert man meist falsch, indem man entweder auch noch ins fallende Messer greift und zukauft, während die Kurse trotzdem weiter fallen oder ganz am Ende, wenn die Nerven versagen, alles unlimitiert auf den Markt wirft. Doch wenn das passiert, ist meist das Tief erreicht, denn das ist der berühmte Kapitulationspunkt, wenn die letzten Anleger aufgeben, die vorher noch gebangt und gehofft hatten.

Es mag jetzt seltsam klingen, aber wer den Beitrag verinnerlicht hat, wird sich über diesen Rat nicht wundern:

Sie müssen gar nichts tun. Oder besser: Sie dürfen nichts tun!

In einem Crash nicht aussteigen? Nein, denn wie gezeigt: Sie hätten längst ausgestiegen sein müssen. So z.B. auch in diesem Oktober 2018, in dem z.B. der DAX längst in einem Abwärtstrend läuft. Und wenn Sie irgendwo Long wären, dann hätten Sie, wenn Sie die Grundregeln des Investierens beherzigt haben, innerlich einen Stoppkurs gesetzt, besser noch, wenn es volatiler wird und daher schnelle Bewegungen denkbar wären:

Sie hätten jede Position mit einer Stop Loss-Verkaufsorder versehen, um sich abzusichern!

Was man ohnehin tun sollte. Damit hätten Sie ihre Positionen längst vorher so abgesichert, dass genau an dem Punkt verkauft wird, den Sie in Ruhe, vor irgendeinem Chaos, das die Entscheidungen beeinflusst, als den Punkt X ausgemacht hätten, unter dem Sie nicht mehr dabei bleiben wollen.

Und einsteigen? Immerhin bekäme man in einem Crash die Aktie ja zu „Discount-Kursen“ … oder? Nein. Kein Crash bietet eine Chance, die einen Tag oder eine Woche später nicht mehr da wäre. Meist rutschen die Kurse noch weiter ab, bisweilen schließt sich auch eine Seitwärtsbewegung an, wie es 1987 der Fall war. Nicht einmal beim „Flash Crash“ 2010, als der Dow Jones in weniger als einer Stunde dramatisch einbrach und in der Spitze über 1.000 Punkte verlor (und damit der zehn-Prozent-Marke damals sehr nahe kam) war das so, wie der folgende Chart zeigt.

Nein, man darf ja nicht vergessen: Ein Crash entsteht nicht aus heiterem Himmel. Da Platzen nur Hoffnungen derer, die die negativen Rahmenbedingungen ignoriert haben, bricht Panik aus wegen Aspekten, die zuvor schon da waren und nach dem Crash immer noch da sind. Daher:

Weder sollte man in einem Crash aussteigen müssen noch kaufen wollen.

Das sollten Sie denen überlassen, die da panisch reagieren, die Kontrolle verlieren. Ein Crash ist wie das Naturschauspiel eines Vulkanausbruchs: Beeindruckend zu beobachten, aber man sollte keinesfalls zu nahe herangehen!

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Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.

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