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Aktienanalyse:
Tupperware war kürzlich noch das 30-fache Wert

Aktuelle Analyse der Tupperware Aktie

Tupperware ist der Hersteller der gleichnamigen Küchen- und Haushaltsartikel.

Totaler Kollaps

Mir hat das Geschäftsmodell von Tupperware noch nie sonderlich gut gefallen. An sich sind die Produkte austauschbar, doch über die sogenannten Tupperware-Partys bringt man die Plastik-Container doch an den Mann.
Diese Beschreibung ist natürlich eine grobe Vereinfachung.

Und nur weil mich etwas nicht anspricht, bedeutet das nicht, dass es dafür keinen Markt gibt. Tupperware erzielt schließlich Milliardenumsätze. Nachdem die Aktie in den letzten Monaten vollkommen kollabiert ist, könnte die Zeit gekommen sein, um die Lage zu sondieren.

Verschaffen wir uns einen Überblick

Tupperware hat bis 2013 ein ordentliches Wachstum verzeichnet, dann bildete sich ein Plateau aus. Seit 2015 sind Umsatz und Gewinn rückläufig und dementsprechend kannte die Aktie nur eine Richtung.
Gestern legte das Unternehmen dann vorläufige Zahlen für 2019 vor.
Demnach dürfte der Umsatz um 12-14% sinken und der Gewinn von 3,11 auf 1,47 USD je Aktie einbrechen.

Im neuen Jahr soll sich der Trend sogar noch weiter fortsetzen. Tupperware hat für 2020 einen Umsatzrückgang um weitere 10-12% und einen Gewinn von 1,20 USD in Aussicht gestellt.
Kein Wunder also, dass sich der Kurs kurzerhand halbierte.
Darüber hinaus hat man 600 Mio. USD an langfristigen Schulden. Bei einem Gewinn von zuletzt nur noch 60-80 Mio. USD ist das keine Kleinigkeit.

Dass der chinesische Markt durch den Virus zusätzliche Probleme bereitet, sollte klar sein.
Unter dem Strich ist die Situation von Tupperware das Gegenteil von dem, was man sich als Investor wünschen würde. Es ist ein toxischer Cocktail und eine Insolvenz ist durchaus möglich.

Was ist eine Marke Wert?

Doch was, wenn nicht? Bisher ist das Unternehmen schließlich profitabel und auf dem aktuellen Niveau entspricht der für 2020 in Aussicht gestellte Gewinn einer P/E von 2,6.

Wenn es also zu keiner Insolvenz kommt, könnte die Aktie mittelfristig auch wieder bei 10 oder 15 USD stehen. Es ist nur etwas für hartgesottene Zocker, doch das Chance-Risiko-Verhältnis ist gar nicht schlecht.
Schließlich kann man maximal 3,11 USD je Aktie verlieren, unter null kann die Aktie schließlich nicht sinken.

Neben einem Turnaround könnte auch ein Investor auftauchen. Selbst wenn das Unternehmen abgewickelt wird, Vertriebsnetz und die Markenrechte sind alles andere als wertlos.
In den letzten 12 Monaten hat man damit immerhin einen Umsatz von 1,8 Mrd. USD und hunderte Millionen an Bruttogewinn erzielt. Leider versickert der absolute Großteil anschließend.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Stellschrauben, um die Profitabilität zu verbessern.
Bisher hat Tupperware über die ganze Welt verteilte Produktionsstandorte. Womöglich wäre es effizienter diese zusammenzulegen oder schlichtweg auf Zulieferer zu setzen – also die Produktion auszulagern.
Der größte Teil der Kosten fällt allerdings auf dem „Corporate Level“ an („delivery, sales and administrative expense“). In diesem Bereich könnte man sicherlich auch einsparen.

Das Management wurde kürzlich erst ausgewechselt, vielleicht ist das neue Team zu entsprechenden Maßnahmen bereit. Ebenso könnte ein Investor einsteigen und die notwendigen Schritte erzwingen.

Chart

Erneute Warnung: Die Risiken sind im Fall von Tupperware außerordentlich hoch. Eine Insolvenz und somit auch ein Totalverlust ist durchaus möglich.

Kurzfristig könnte es jetzt zu einem sogenannten Dead-Cat-Bounce kommen. Mögliche Ziele liegen bei 3,28 sowie 3,60 und 3,80 USD.

Übergeordnet sitzen die Bären aber fest im Sattel. Ein Boden ist bisher nicht abzusehen. Wer sich hier engagiert, sollte einen langen Atem mitbringen.

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Chart vom 26.02.2020 Kurs: 3,11 Kürzel: TUP - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 26.02.2020 Kurs: 3,11 Kürzel: TUP - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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