Aktienanalyse:
Kraft Heinz: Das werden die Anleger nicht verzeihen!

Aktuelle Analyse der The Kraft Heinz Aktie

Als der Lebensmittelgigant Kraft Heinz in der Nacht zum Freitag seine Bilanz zum vierten Quartal vorlegte, mochte mancher Mundwinkel nach unten gegangen sein. Immerhin hatte der Konzern die Gewinnschätzung von 94 Cent pro Aktie mit 84 Cent relativ deutlich verfehlt und lag mit einem Umsatz von 9,4 Milliarden US-Dollar knapp unter der Analystenprognose.

Aber wenn das das einzige Problem gewesen wäre, wäre es nicht zu einem absolut dramatischen Minus von 27,46 Prozent an nur einem Tag gekommen. Das hatte eine andere Ursache. Und die hatte es wirklich in sich! Denn Kraft Heinz musste zum Geschäftsjahresende 2018 große Abschreibungen auf Marken vornehmen. „Groß“ heißt: 16 Milliarden US-Dollar. Wodurch sich in der zeitgleich abgelieferten Gesamtjahresbilanz ein Minus von 10,3 Milliarden US-Dollar ergab. Milliarden, nicht Millionen.

Nach einem Gewinn von 11 Milliarden 2017. Was zudem deutlich machte, dass auch ohne die Abschreibungen ein mieses Jahr zu Ende ging, denn der operative Gewinn lag sehr deutlich niedriger. Aber das war nicht der Punkt.

Expertenmeinung: Was die Anleger auf die Palme brachte war, dass Kraft Heinz mit diesem Riesen-Verlust ohne Warnung ankam. Wie hoch diese Abschreibungen ausfallen würden, wusste man ja dort nicht erst seit Donnerstag. Man hätte die Investoren informieren müssen.

Vielleicht hatte man nicht den Mut dazu, weil die Aktie ohnehin ein fatales Jahr hinter sich hatte, in dem sich der Kurs fast halbiert hatte. Aber jetzt liegt das Kind wirklich im Brunnen, denn wenn ein Unternehmen mit derart entscheidenden Informationen hinter dem Berg hält, verspielt man auch das letzte Vertrauen.

Goldman Sachs, J.P. Morgan und die Berenberg Bank senkten ihre Kursziele sofort und sehr deutlich. Die Ratingagentur S&P senkte den Ausblick auf das Rating von Kraft Heinz auf negativ. Und da wird wohl kaum jemand Mitleid mit dem Management haben. Auch, wenn dieser Kurseinbruch dramatisch wirkt und dadurch intensiviert sein mag, dass die Aktie ohnehin in einem Abwärtstrend unterwegs war und durch den Bruch des letzten Tiefs gleich zum Handelsstart alle Stop Loss-Verkaufsorders Long auf einmal ausgelöst wurden: Dass sich diese Aktie nennenswert erholt, ist weniger wahrscheinlich, als dass sich die Short-Seller selbst jetzt noch auf diese Aktie stürzen könnten.

Chart vom 22.02.2019, Kurs 34,95 US-Dollar, Kürzel KHC | LYNX Online Broker

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